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123) alphawolf © schrieb am 28.08.2026 um 21:18:16 zur Folge Die Auferstehung: Clever? Eschbach brauchte einen Google-Mitarbeiter für die Geschichte, damit sie funktioniert. Peter ist null IT-ler. Er hätte etwas handwerkliches gemacht oder wäre in einer Autowerkstatt. Wenn ich darauf warte, dass des Autor zu potte kommt, bei der Hälfte des Buchs alle Antworten auf meine Fragen habe und mich nur wundere, warum der Autor weiterschreibt ohne etwas mir unbekanntes zu präsentieren, dann ist es mir eben zu langatmig.
122) dcc © schrieb am 28.08.2026 um 17:00:59 zur Folge Die Auferstehung: ...Eschbach macht aber noch etwas sehr cleveres. Durch Peters Google Background, schafft er eine aktuelle Ergänzung bzw. Ersatz zu Bobs klassischer Bibliothek Recherche-Arbeit, und zudem gibt es Peter eine neue Rolle/Bedeutung, weil er ja mit 55 nicht mehr die Sportskanone der Drei sein kann
121) dcc © schrieb am 28.08.2026 um 16:58:53 zur Folge Die Auferstehung: Also, ich fand das alles andere als lahm. Es ist eben ein Buch für Erwachsene, und nicht so ein 130 Seiten Ding für Kinder, wie es die normale Serie ist. Dennoch fand ich, passiert da mehr und alles schneller als ich es zumindest aus den neueren Hörspielen kenne. Was die Hauptfiguren angeht: Es ist das Grundproblem eines Kinder Phänomens, dass man sich bei einer solchen Geschichte überlegen muss, wie weit man die Figuren sich entwickeln lässt. Lässt man sie genau das machen, was man sich naiv anhand der Ur-Serie vorgestellt hat (also praktisch: Justus wird Professor oder bleibt Detektiv, Peter wird ja was? Profi-Sportler???) ist das extrem einfältig. Ich finde, Eschbach hat eine gute Balance geschaffen, und die Erklärungen zu Peter halte ich für sehr sehr glaubhaft und nachvollziehbar. Anders gefragt: Wie viele der Sportskanonen aus eurer Jugend sind Profisportler geworden und machen auch im Alter von 60 beruflich etwas mit Sport?
120) dcc © schrieb am 28.08.2026 um 16:54:52 zur Folge Der Super-Papagei: Das ist einfach konsequent, und es zeigt herrlich, wie die Leute damals verstanden haben, wie Kinder ticken. die brauchen keine Details, keine Hintergründe, keine Entstehung, keine Exposition. die wollen einfach hören und in eine andere Welt eintauchen.
119) Sophen © schrieb am 28.08.2026 um 11:18:00 ins Gästebuch zum Thema Klassiker-Quiz: Sollte jetzt wieder gehen
118) Ola-Nordmann © schrieb am 28.08.2026 um 10:45:45 zur Folge Der Super-Papagei: Einmal von der Geschichte her abgesehen (mir ist der Superpapagei deutlich lieber als das Gespensterschloss), stimme ich dir vollkommen zu, dass die Entstehungsgeschichte aus dem Hörspiel gestrichen wurde. Selbst wenn sie mit dem Gespensterschloss angefangen hätten, wäre das sinnvoll gewesen. Da merkt man einfach die Unterschiede zwischen Buch und Hörspiel. Was im einen Medium funktioniert, wäre im anderen nur langweiliges Füllmaterial gewesen.
117) Ola-Nordmann © schrieb am 28.08.2026 um 06:43:35 zur Folge Diamantenschmuggel: Nach der urlaubsbedingten Pause - ich komm doch immer weniger zum Lesen als gedacht - ging es mit Diamantenschmuggel weiter. Der Start in die Europareise ist gut gelungen, für mich bisher eines der in sich stimmigsten BJHW-Bücher. Die ganzen extrem negativen Kommentare kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Gerade im Vergleich zu den beiden Sportfolgen ist das hier auf jeden Fall einige Ligen höher unterwegs.
116) sushi © schrieb am 27.08.2026 um 19:47:41 zum Forumspunkt Klassiker-Nostalgie oder Wird der drei Fragezeichen-Fan alt?: Mich haben die Bücher mehr angezogen, als es die Hörspiele konnten. Was nicht heißt, dass die Hörspiele nicht trotzdem eine große Rolle für mich gespielt haben. Der Karpatenhund wird immer für mich besonders sein, aber ähnlich geliebt habe ich auch Das Erbe des Meisterdiebs. Stimmen aus dem Nichts haben mir einen Schauer über den Rücken und ein Lächeln ins Gesicht gebracht. Auch diese Folgen haben meine Grundschulzeit geprägt. Wenn ich an die Klassiker (Bücher) denke, gehe ich mit, dass diese verlässlicher einen guten Fall zu bieten haben, als das in den letzten hundert Folgen der Fall ist. In der Spitze sehe ich das nicht so. Entscheide ich mich für ein Hörspiel, ist das gerne ein Neues. Mir sind 70 Minuten (bei einem schlüssigen Fall) lieber als 40. Nur die Sprecher würde ich sehr gerne austauschen und wieder junge Darsteller*innen hören.
115) LupusJonas © schrieb am 27.08.2026 um 19:40:01 zur Folge Der Super-Papagei: Auch eine meiner Lieblingsfolgen. Es spricht für die Macher damals, vor allem für H.G. Francis, dass sie den Mut hatten, mit dieser Geschichte anzufangen und auf die eigentliche Entstehung der drei ??? im "Gespensterschloss" ganz zu verzichten. Sie haben ihre Hörer quasi ins kalte Wasser geschmissen und darauf gesetzt, dass man sich die Grundbausteine der ??? schon selbst erschließen wird. Es funktioniert und es macht das Zuhören interessant. Und im Zweifel hört man die Geschichte gleich noch mal, wenn man zehn Jahre alt ist. Mir ist erst später aufgefallen, dass hier Onkel Titus und Tanta Mathilda noch gar nicht dabei sind. Deshalb spricht Justus auch von seiner Mutter. (Wie das im Buch ist, weiß ich nicht.) Da beide Figuren gleich im "Phantomsee" eingeführt werden, wundert es mich, dass HGF das nicht schon beim "Super-Papagei" berücksichtigen konnte. Dann hätte er Justus nicht "meine Mutter" in den Mund gelegt. Beide Folgen sind ja zum selben Zeitpunkt erschienen. Aber das widerum macht die ganze Reihe sympathisch, dass immer irgendwas Schräges und völlig Unlogisches drin ist - wie "Ich bin Nelly Town, mein Mann lebt nicht mehr..." (17). Darüber könnt ich mich heute noch beömmeln. ;DD Die vielen Stationen sind wie eine Rätsel-Rallye, aber dabei für junge Hörer durchaus anspruchsvoll. Und die Schauspieler natürlich erste Sahne. Gerlach Fiedler, Katharina Brauren, Richard Lauffen... Große Freude immer wieder.
114) alphawolf © schrieb am 27.08.2026 um 11:28:55 zur Folge Die Auferstehung: Ach herrje, was war das denn! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Nachdem ich das Buch angefangen hatte und mich die lahme Erzählung nicht abgeholt hat, hab ich mir nun das Hörbuch besorgt. Das ist ganz gut gelesen, aber der Inhalt ... puh.

Aber der Reihe nach: Eschbach präsentiert Justus, Peter und Bob ca. 35 Jahre später als die Hauptserie in ihrem Leben:
Justus, der auf dem Schrottplatz arbeitet und alte Geräte repariert ... na ja, wenn man die ganze Geschichte kennt, passt es.
Bob, der bei einem Buchverlag arbeitet ... oookay. Journalist hätte ihm zwar besser gestanden, aber es ist irgendwie nachvollziehbar.
Peter, der bei google arbeitet. Lachhaft. Ein sportlicher Junge, der sich plötzlich an den Schreibtisch setzt? Never ever. Im Verlauf der Story wird auch klar, dass Eschbach sich das so hingebogen hat, wie er's brauchte, weil es sonst nicht funktioniert hätte.

Nun zur Story an sich [SPOILER ab hier]:
Diese setzt sich im Grunde aus 2 Strängen zusammen:
- Eine Frau, die aus dem Dschungel als Tochter einer reichen Familie unverhofft wiederkehrt.
- Der Grund, weshalb sich die drei ??? getrennt haben.

Das alles hätte man in einem regulären Buch erzählen können. Eschbach bläht aber alles auf, erzählt Schlüsselszenen mehrmals und tut dabei so, als ob es das erste mal sei und der Leser einen aha-Effekt erlebt (z.B. der Tod von Peters verlobten). Spätestens nach der Hälfte des Buchs weiß der Leser, was passiert ist und sogar wie es sich im Detail abgespielt hat, weil Eschbach alles spoilert, Peter erklärt Bob sogar alles ... und dann wissen sie beide plötzlich nichts mehr davon und plötzlich zweifelt Peter sogar, ob das mit der Auferstehung nicht doch alles wahr ist!

Das schwierigste für mich: Ich erkenne die drei ??? nicht. Klar haben sie sich verändert, aber das Buch hätte auch mit drei anderen Menschen, die wieder zusammenfinden, funktioniert. Viel besser sogar.
Bis zur Hälfte des Buchs scheint sich Eschbach auf die Klassiker konzentriert zu haben und die Neuzeit ausgeblendet, so wird nur Reynolds erwähnt, nicht aber Cotta, den die drei ??? mit 200 Folgen aber viel länger kennen als Reynolds. Okay, dachte ich da noch. Gefällt mir zwar nicht unbedingt, aber vielleicht, so dachte ich, muss Eschbach irgendwo einen Cut ziehen, um nicht durcheinander zu geraten. Das Durcheinander passiert aber dann ab der Hälfte. Da werden plötzlich Kelly und Lys erwähnt und andere neue Fälle erwähnt. Das passt hinten und vorne nicht. Entweder, man muss eine klare Grenze ziehen und die Klassiker als Referenz heranziehen, oder eben die komplette Serie.

Die Stimmung: tot. Alle bekannten, bis auf Tante Mathilda, sind verstorben. Rocky Beach wird so gut wie gar nicht beschrieben. Auch die Orte, zu denen die drei ??? reisen wirken irgendwie ausgestorben.

Dazu kommt die direkte Kritik an google. Klar ist das kein Heiligenverein, aber dass alle Mitarbeiter problemlos alle E-Mails durchstöbern können? Das ist schon eine sehr krasse Behauptung und lässt mich an der Kompetenz des Autors zweifeln, der aber Bestseller geschrieben hat.

Fazit: Ein Buch, auf dem drei ??? draufstehen, Namen der drei ??? drin stecken, das sonst nichts mit den drei ??? zu tun hat, eine Story, die man in 50 Seiten hätte erzählen können. Für mich war das nix. Den Rest der "Trilogie" werd ich mir schenken.
113) dcc © schrieb am 27.08.2026 um 09:34:00 zum Forumspunkt Klassiker-Nostalgie oder Wird der drei Fragezeichen-Fan alt?: Ich habe ja alle Klassiker vor Kurzem noch mal bewusst gehört und hier im Forum kurz bewertet. und durch den Bobcast habe ich auch alle Folgen danach bis ~70 noch mal in Erinnerung gerufen. Es ist wirklich krass wie sehr sich die Serie nach ~33 geändert hat, erst Crimebusters, dann die Ära von BJHW. Was ich aber sagen will: Als André Marx dann als Autor eingestiegen ist, hat man gesehen, dass man klassisches Feeling verbinden kann mit einer modernisierten Weiterentwicklung. Wären da Francis und Bohn noch an Bord gewesen, wären einige seiner Fälle genau wie frühe Klassiker.
112) LupusJonas © schrieb am 27.08.2026 um 09:11:04 zum Forumspunkt Klassiker-Nostalgie oder Wird der drei Fragezeichen-Fan alt?: ...und ja, irgendwann kann da auch ein Autor nichts mehr machen. Das stimmt schon. Aber es sind eben nicht nur die Geschichten, sondern auch die Umsetzung. Etwas weniger Gelaber, stattdessen Mut zur Lücke und zum Raffen, etwas weniger Gestotter, weniger Selbstinszenierung, mehr Konzentration auf das Wesentliche - dann wäre zumindest der Höreindruck ein anderer. Es wäre einen Versuch wert.
 

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