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Geheimnisvolle Botschaften

Die Buchbeschreibung
 
Geheimnisvolle BotschaftenErzählt von: Christoph Dittert, © Kosmos-Verlag August 2011

Der Raub eines alten handgefertigten Buchs stellt die drei ??? vor ein Rätsel. Denn im Haus von Professor Mathewson hätte es weitaus wertvollere Beute gegeben. Kaum beginnen Justus, Peter und Bob zu ermitteln, stecken sie schon bis zum Hals in Schwierigkeiten: Ein geheimnisvoller Gegner ist ihnen stets einen Schritt voraus - und schreckt vor nichts zurück ...


 
Auftretende Personen
 
Justus Jonas gerät unvermittelt vor die Mündung eines Revolvers - und sein in Jeans verpackter Unterschenkel schließt schmerzhafte Bekanntschaft mit dem Riemen einer Peitsche.
Peter Shaw trifft in Sachen Kampfsport auf seine Meisterin und trägt einen peinigenden Tritt in die Rippen davon. Wenn es um das Knacken von Türschlössern unter Zuhilfenahme seiner Spezialdietrichsammlung geht, hat der Zweite Detektiv hingegen nichts verlernt. Nicht näher kennenlernen will Peter Ratten und Skelette, denn diese gehören nicht gerade zu seinen besten Freunden.
Bob Andrews guckt - wie Justus - in den Lauf einer urplötzlich auf ihn gerichteten Pistole. Darüber hinaus haben seine Beine - wie Justs Unterschenkel - eine qualvolle Begegnung mit einer Peitsche. Ansonsten ist der dritte Detektiv ganz in seinem Element: Im Zeitungsarchiv der Rocky Beach Today sucht er Nachrichten über mittelalterliche Handschriften und über die Pergamentmacher-"Dynastie" in Rocky Beach. Später lässt Miss Bennett ihren geschätzten Mitarbeiter selbstredend auch sonntags in die dann eigentlich geschlossene Stadtbibliothek, wo Bob im Onlinearchiv die digitalisierten Ausgaben der alten Stadtzeitungen aus dem 19. Jahrhundert durchstöbert.
"Arthur" unterhält einen Stand auf dem Handwerkermarkt, der an diesem Wochenende auf dem Marktplatz von Rocky Beach stattfindet. Der vollschlanke Mann handelt eigentlich mit Oldtimern, frönt aber nebenher der Passion des Pergamentmachens. Sein Urgroßvater fertigte einst ein Pergamentbuch an, das im vorliegenden Fall ein begehrtes Objekt ist.
Barbara Mathewson ist eine optisch eher unscheinbare junge Dame mit braunen Locken und leichten Pausbacken. Sie verfügt über einen starken Willen und eine ausgeprägte Persönlichkeit. Barbara wohnt mit ihrem Vater im Villenviertel von Rocky Beach, nicht weit von den Ausläufern der Steilküste entfernt. Den Beruf ihres Dads empfindet sie als langweilig und trocken. Sehr viel mehr Interesse zeigt Barbara dagegen an Peter, der ihre schlecht verhohlenen Avancen jedoch nach Kräften ignoriert.
Nicolas Mathewson ist Professor für Geschichte, mit dem Spezialgebiet Europäisches Mittelalter. Der freundliche Mann Mitte vierzig arbeitet an einer der Universitäten von Los Angeles. Ihm wurde vor drei Tagen ein über einhundert Jahre altes Pergamentbuch gestohlen, das er vor ca. zehn Jahren auf einem Trödelmarkt erstand und das ihm sehr am Herzen liegt. Entwendet wurde es aus der herrschaftlichen Villa des Historikers, die auf einem riesigen Grundstück thront, das von einer hüfthohen Mauer aus alten Steinen umgeben ist. Mathewson hat unlängst einer Fachzeitschrift für Geschichte ein Interview gewährt, in welchem er sein Pergamentbuch als Liebhaberstück erwähnte. Der 425 PS starke Chevrolet Impala, den der Geisteswissenschaftler sein Eigen nennt, lässt Peter ins Schwärmen geraten.
Alan Jones ist ein Professor aus New York, der seinen Kollegen Nicolas Mathewson um ein Treffen bittet, um dessen Meinung zu einem Forschungsprojekt zu hören. Mr Jones stand vor fünfzehn Jahren in dem Verdacht, einen Einbruch bei dem Pergamentmacher Arthur begangen zu haben, wodurch sein Ruf als Wissenschaftler trotz später erfolgter offizieller Entschuldigung einigen Schaden nahm. Während seines jetzigen Aufenthaltes in Rocky Beach nächtigt Alan Jones im vornehmsten Hotel der Stadt, dem Excelsior. Der Gelehrte weiß nicht nur mit historischen Zeitschriften, sondern auch mit einer Peitsche und Schusswaffen umzugehen.
Shu Liin ist eine schlanke, durchtrainierte Asiatin, die es in puncto Geschmeidigkeit mit einer Katze aufnehmen könnte. Die Kampfsportlerin ist außerdem mit Schusswaffen vertraut - wobei sie nach eigener Auskunft dank mehrerer schwarzer Gürtel einen Feind auch problemlos mit einem einzigen Schlag ins Jenseits zu befördern verstünde. Liins Sozialbeziehungen bleiben im Dunkeln - ein Telefonat in einer fremden Sprache, eines mit einer jungen Frau und ein Wangenkuss werfen Fragen auf, die jedoch offen bleiben. Ihre Furchtlosigkeit, Tatkraft, Unerschütterlichkeit und ihr Pragmatismus treten im Gegensatz dazu deutlich zu Tage.
Frank Kelham ist ein Kollege von Professor Mathewson. Er verschafft dem Historiker in den Räumlichkeiten der Universität Zugang zu einem Röntgenapparat ...
Inspektor Cotta ist zwar "manchmal ein wenig mürrisch", aber letztlich doch immer hilfsbereit. So auch hier, wo er auf Justs Bitte hin zum Türöffner für die Detektive wird, die am heiligen Sonntag unbedingt und sofort Zugang zum Stadtarchiv im Rathaus von Rocky Beach begehren. Am Ende des Falles sorgt der Inspektor zusammen mit einem weiteren Polizeibeamten für die Verhaftung krimineller Elemente und erkennt Justus als eine Art Kollege an.
William Baker hat das Amt des Zweiten Stadtverordneten von Rocky Beach inne. Der muskelbepackte Hüne überzeugt nicht gerade durch geschliffene Eloquenz, moralische Integrität oder Arbeitseifer, ist jedoch gerne bereit, sein Wissen über die Küstenstadt zu teilen.
Jacob Jones war nicht nur der Ururgroßvater von Alan Jones, sondern Ende des 19. Jahrhunderts auch ein hoher Beamter in der Stadtverwaltung von Rocky Beach. Er entstammte einer gelehrten Professorenfamilie, die erst in der Generation vor ihm in den Heimatort der drei Detektive gezogen war. Jacob wurde vor einhundertfünfzehn Jahren wegen eines Verbrechens schuldig gesprochen, welches er gemeinsam mit einem Komplizen in San Francisco begangen hatte. Seine Familie verlor daraufhin ihr gesellschaftliches Ansehen und kehrte Rocky Beach den Rücken.
Ignacio Jaramago war der Komplize von Jacob Jones. Er wurde allerdings im Zuge ihrer Straftat angeschossen und starb mehr als vier Monate später an den Folgen der Verletzung. Die Familie Jaramago gehörte zuvor zu den angesehensten Einwohnern von Rocky Beach. Weit mehr als ein Dutzend Familienangehörige fanden in dieser Stadt ihre letzte Ruhestätte, beginnend mit dem anno 1825 verstorbenen Miguel Jaramago, dem im Laufe der Jahre u.a. ein Fernando und ein Ruben Jaramago ins Grab folgten.
Eine blonde Frau findet nicht nur Zeit für ihr Baby, sondern auch für die drei ???, denen sie erzählt, dass das Campillo-House schon vor dreißig Jahren einem Erdbeben zum Opfer fiel.
Mr Barnes ist ein ehemaliger Lehrer der High School von Rocky Beach, der pensioniert wurde, als die drei Detektive die erste Klasse besuchten. Der alte Herr besucht mit seiner Gattin das Heimatmuseum von Rocky Beach, genauer gesagt die Dauerausstellung über die Gründung der Siedlung.
Zwei bewaffnete Sicherheitsleute des Heimatmuseums sind bei Alarm schnell zur Stelle. Zumindest einer der beiden erweist sich als korrupt ...

 
Eine kurze Kostprobe
 
"Ich bin Pergamentmacher. Ich arbeite nach den alten Überlieferungen meiner Vorfahren, die diesem Beruf über viele Generationen nachgingen."
"Und davon kann man leben?", fragte Bob.
Arthur lachte. "Das nicht, zugegeben! Aber es ist ein schönes Hobby. Nebenbei handle ich mit Oldtimern. So wie diesem hier." Er wies über die Schulter nach hinten auf den Plymouth. "Aber meine eigentliche Leidenschaft ist das Erstellen von Pergamenten und auch das Schöpfen von edlem Papier. Diese Kunst war vor allem in Europa verbreitet. Seit sich das Papier durchsetzte, übrigens wahrscheinlich von China aus, benutzte man immer weniger Pergament. Weil es viel teurer war als Papier, das man einfach aus alten Lumpen herstellen konnte. Für ein Pergamentbuch ... also meistens für Bibeln, versteht ihr ... für ein solches Buch mussten oft ganze Herden geschlachtet werden, damit es genug Viehhaut zum Trocknen gab. Eine Bibelhandschrift war darum meist der wertvollste Besitz eines Klosters, mehr wert als das Gebäude selbst." Man merkte Arthur die Leidenschaft an, die er für seine Arbeit hegte.
"Aber ich will euch nicht langweilen. Heutzutage gibt es natürlich nur noch wenige Pergamentmacher. Ein Handwerk für Liebhaber sozusagen. Im Umkreis von vielen hundert Meilen bin ich der Einzige, und vor mir ging es meinem Vater und dessen Vater ebenso. Meine Familie lebt seit Generationen hier in Rocky Beach, aber richtig bekannt wurden wir mit unserem Hobby nie. Geschweige denn, dass wir viel Geld damit verdient hätten."

 
Interessante Fakten
 
Bob hat von dem Diebstahl des alten Pergamentbuches von Nicolas Mathewson in der Rocky Beach Today gelesen.
In Mr Mathewsons Pergamentbuch findet sich die Niederschrift mittelalterlicher Minnelyrik, genauer gesagt ein mittelhochdeutsches Liebesgedicht aus der Tegernseer Pergamenthandschrift:
D bist mn, ich bin dn.
des solt d gewis sn.
d bist beslozzen
in mnem herzen,
verlorn ist das sluzzeln:
d muost ouch immr darinne sn.
Das Excelsior ist das exklusivste Hotel in Rocky Beach. Der rot gestrichene alte Prachtbau liegt am Jachthafen und verfügt über einen mondänen Glaseingang sowie Holzbalkone vor allen Zimmern, die zum Hafen liegen. Ein Portier in roter Uniform mit goldenen Verzierungen an der Schulter öffnet den Gästen die Tür zum Eingangsbereich, der durch edle Ledersitze und eine marmorne Rezeption besticht. Im Restaurant des Nobelhotels können sich die drei ??? das einfachste Gericht - ein Toastbrot Hawaii - gerade so leisten.
Der Supersportler Peter kann sich selbstredend den Genuss von Erdnussflips erlauben.
Peter wendet sich ab und bricht in Husten aus, als sich Professor Mathewson eine Pfeife anzündet.
Die drei ??? setzen bei der Untersuchung des Pergamentbuches auch Schwarzlicht ein, um eventuell vorhandene geheime Botschaften zu finden - vergebens.
Das Rathaus von Rocky Beach liegt unweit des Schrottplatzes. Unter der Woche öffnet die Behörde um acht Uhr morgens, an Sonntagen aber bleibt sie geschlossen. Der Bau steht direkt über einer Wasserader, weshalb der Keller hin und wieder überflutet wird. In dem Gebäude ist auch das Stadtarchiv untergebracht. Aktuelle Akten stehen interessierten Bürgern offiziell nicht zur Einsicht offen, die im alten Kellergewölbe lagernden Bestände hingegen schon. Dort stehen lange Regalreihen, in denen alle erhaltenen Dokumente lagern, die vor 1930 entstanden sind.
Bob findet im Internet die Abhandlung eines Hobbyforschers, der Informationen zur Gründung von Rocky Beach ins Netz gestellt hat, u.a. auch das Foto einer Stadtgründungsurkunde, auf der die Namen der fünf Stadtgründer in der Reihenfolge von eins bis fünf vermerkt sind. Der dritte dieser Siedlungspioniere hieß José Luengo Campillo.
Das nicht mehr existierende Campillo-House lag in der Nähe des Rathauses, unterhalb des Gerichtsgebäudes am Rande des Villenviertels. Seor Campillo hatte ehedem eine Metalltafel angefertigt und vor seinem Haus angeschlagen. Die Beschriftung dieser Tafel, die noch heute im Heimatmuseum von Rocky Beach zu bestaunen ist, spiegelt das Pathos eines stolzen Stadtgründers wider:
Dem ewigen Ruhm Gottes, bei seiner Herrlichkeit, als Grundstock für Rocky Beach. Wanderer, verweile hier frei und ungebunden, sieh das Werk, das Menschenkraft heute wirken mag. Sieh das Meer und ahne die Größe des Herrn. Möge die Siedlung blühen und zur Stadt reifen, möge es wohl sein dir und mir.
Peters MG hat keine Klimaanlage zu bieten und wird im heißen Kalifornien des Öfteren zu einem Backofen.
Im Handschuhfach seines MGs führt Peter stets Taschenlampen mit sich - die Erfahrung hat gezeigt, wie sinnvoll diese Maßnahme für Detektive ist.
Das kostenpflichtige Heimatmuseum Rocky Beach öffnet seine Pforten auch an Sonntagen und lässt den wenigen Besuchern bis 19.30 Uhr Zeit zum Begutachten historischer Exponate. Das Museum verfügt über drei Stockwerke, und auf die in einem blassen Gelbton gestrichene Außenwand hat ein ortsansässiger Künstler eine riesige Stadtansicht von Rocky Beach gemalt. Im zweiten Stock des Gebäudes wird eine Dauerausstellung über die Gründung der Stadt geboten. Die Vitrinen in den Ausstellungsräumen sind mit Alarmanlagen ausstaffiert; zusätzlich werden sie von Überwachungskameras gefilmt.
Der Friedhof von Rocky Beach schließt sein schmiedeeisernes Tor in den Sommermonaten um 20 Uhr. Das Gelände weist auch einen nicht mehr genutzten historischen Teilbereich auf, der hinter einer dichten Baumgruppe verborgen liegt. Dort sind die Wege schmaler, die Gräber mehr oder weniger verfallen und das Moos omnipräsent.
Alle drei Detektive scheuen keinerlei körperlichen Kampfeinsatz, sofern es das Böse (bzw. die Bösen) niederzuringen gilt - auch wenn es weh tut.

 
Der Auftraggeber dieses Falles
 
Der bestohlene Professor Mathewson fungiert als Auftraggeber der drei ??? - oder vielleicht sollte man eher sagen, dass er keine Einwände gegen ihre Ermittlungen erhebt. Der eigentliche Antrieb für die Beauftragung des Detektivbüros geht nämlich von Barbara aus.
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