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Die Problematik zwischen Buch und Hörspiel

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105) Dave schrieb am 18.09.2013 um 11:22:36: @100: Das mit dem "rumgezickt" ist was anderes. Das wird zur Zeit wirklich manchmal übertrieben, wobei ich finde, dass es in gewissem Maße schlichtweg dazugehört. Und so viel mehr haben sie früher auch nicht gemeinsam ermittelt. Zumindest nicht in den Büchern. In den Hörspielen wurden früher häufig die Szenen, in denen einer der drei ??? alleine ist rausgeschnitten, heute werden sie oft übernommen. Das ist eindeutig ein Pluspunkt für die alten Hörspiele, wobei die "Einzelszenen" heute meiner Ansicht nach besser sind als früher. Ich denke grad an die Befreiung von Jeff im "Zauberspiegel", da läuft Justus ja alleine zum haus und geht alleine ins Haus rein. So wie er da redet, also von der art, der Lautstärke, und so weiter, hab ich die ganze Zeit gedacht, da wär nochmal jemand dabei. Heute flüstern die dann wenigstens, auch wenn das, wenn es über einen längeren zeitraum geschieht (Bsp. Skateboardfieber) auch sehr unecht wirkt.
@99: Als guter Freund muss man auch nicht immer mitlaufen wenn der andere was sagt. Das ist nicht gerade das, was man unter Freundschaft verstehen sollte. Teilweise überredet Justus Bob und Peter, ihm zu folgen, und dann ist ja alles Ok, aber wenn er einfach selbst entscheidet, und die anderen beiden schlichtweg ignoriert, dann hat das nichts mit Freundschaft zu tun, und an Peter und Bobs Stelle würde ich mir mit der Zeit ausgenutzt vorkommen.
@98: Den Doppelgänger werd ich erst in ein paar tagen hören, und das Buch hab ich vor einiger Zeit gelesen, sodass ich mich nur noch vage dran erinnere. Aber ich finde Justus Verdacht im rasenden Löwen nicht sonderlich peinlich. Das passiert ihm auch später noch ab und zu.
104) Hunchentoot © schrieb am 18.09.2013 um 11:21:08: @99/100 *zustimm*
103) Crazy-Chris schrieb am 18.09.2013 um 10:16:36: Zustimmung @101.
102) Ricky Beach © schrieb am 18.09.2013 um 09:42:14: # 101, stimmt, denn küssen wollten sie sich früher nie.
101) Sommerfuchs © schrieb am 18.09.2013 um 09:30:14: Witzig. Ich hatte bei den Klassikern nie das Gefühl, dass Justus mit Peter und Bob befreundet ist. Ich finde, er ist schon recht deutlich der Chef und das Genie des Trios. Da ist eine gewisse Distanz, die heute oft nicht mehr da ist. Peter und Bob bewundern ihren Chef, können ihn aber oft nicht verstehen und teilen auch nicht seine Interessen und Vorlieben. Das ist jetzt sehr subjektiv wahrgenommen, aber vielleicht findet man dafür sogar Belege im Text.
100) Besen-Wesen © schrieb am 18.09.2013 um 09:26:42: So sehe ich es auch, swanpride.
Der Umgang war insgesamt freundschaftlicher. Das heißt nicht, dass Justus dominanter war oder die beiden anderen alles mit sich machen ließen. Heute wird zuviel herumgezickt - und trotzdem wird vergleichen mit früher viel öfter zusammen ermittelt (=alles zusammen gemacht). Bei einigen Autoren habe ich den Eindruck als würde teilweise bewusst veruscht, Justus unsympathisch darzustellen.
99) swanpride © schrieb am 18.09.2013 um 07:56:10: Bob und Peter haben in den Klassikern eben NICHT alles mit sich machen lassen. Wenn einer von ihnen auf eine Mission aus irgendwelchen Gründen nicht mitkommen konnte, dann war das eben so, und zwar ohne, dass da gleich ein Drama draus gemacht wurde. Sicher gab es Momente, in denen Justus die beiden sozusagen überstimmt hat, aber ich hatte immer das Gefühl, dass sie vor allem deswegen mitkamen, weil sie gute Freunde waren und nicht wollten, dass Justus sich allein in Gefahr begibt.
98) eldiabolo schrieb am 18.09.2013 um 00:27:28: @davilein naja also im doppelgänger steht just ja schon recht nackig da, als bob ihm die lösung für "die ranch des roten löwen" präsentiert. und wie er im löwen den guten jim hall falsch verdächtigt ist auch leicht peinlich.
97) Dave schrieb am 17.09.2013 um 16:43:48: @89/90: Da zeigt sich die Unterschiedlichkeit der Fans. Derr eine mag den "alten" Justus mehr, für den anderen ist gerade der unerträglich. Mich hat der ursprüngliche Justus so nie gestört, das war halt Justus, was mich eher gestört hat war, dass er nie deswegen auf die Nase gefallen ist und das Bob und Peter alles mit sich machen lassen. In der Neuzeit lernt Justus hin und wieder seine Lektion, Beispiele sind "Das düstere Vermächtnis", "Schwarze Madonna", sowie "...und der verschollene Pilot". Ich finde, dass das auch früher mal hätte geschehen dürfen.
96) Hunchentoot © schrieb am 16.09.2013 um 13:00:52: @95 So wie du das in diesem Post formulierst, stimme ich dir vollständig zu.
95) eldiabolo schrieb am 16.09.2013 um 12:32:13: @92 meinst du damit auch mich? ich bin absolut kein freund von pathologisierung - ich verwende nur polemische begriffe, um scharf zu beschreiben! ich bin da voll bei dir, dass gerade der ausergewöhnliche/extreme/exaltierte charakter interessant ist. und das gilt meinerseits auch fürs richtige leben. empfinde die heutigen zeiten mit ihrer normierung und gleichschaltung der menschen furchtbar.
94) Hunchentoot © schrieb am 15.09.2013 um 23:31:14: @93 Ganz genau deswegen. Gerade weil 'Normalität' nur ein mathematischer Durchschnitt ist und in der Realität so nie vorkommt, verleitet die Überbewertung einzelner Persönlichkeitsmerkmale dazu, jeden sofort als klapsmühlenreif abstempeln zu können, wo er/sie sich noch völlig im Bereich des ganz 'normalen' Wahnsinns befindet ;-) Oder anders gesagt, für einen Hypochonder ist jedes Jucken sofort potenziell tödlich.
Ganz davon abgesehen, dass es ein ureigenes Merkmal der Literatur ist, Charaktere überspitzt darzustellen, um dem künstlerischen Ausdruck des Werkes gerecht zu werden.
Bla. Back to topic :-)
93) Tuigirl © schrieb am 15.09.2013 um 23:11:14: @92 dazu faellt mir nur ein, was mein Onkel (Arzt) mal gesagt hat: "Es gibt keine gesunden (normalen) Leute. Es gibt nur Leute, die schlecht untersucht sind."
92) Hunchentoot © schrieb am 15.09.2013 um 12:38:57: Eines muss ich mal einwerfen, ich kann es absolut nicht leiden, wenn jedes Verhaltensmerkmal eines Charakters egal ob durch Fan oder Autor immer direkt psychopathologisiert wird. Justus ist klug aber verhaltensauffällig, aha Autismus/Manie/Asperger-Syndrom. Peter fürchtet sich ständig, aha Kindheitstrauma und schlechte Erziehung. Bob lief früher nur in staubigen Bibliotheken herum und kompensiert sein Nerd-Minderwertigkeitsgefühl nun durch das Abschleppen von Frauen. Skinny Norris ist nicht kindlicher Rivale sondern DER Rivale, ein verlogener manipulativer Psychopath. Tante Mathilda braucht die Unterwürfigkeit anderer und kommandiert Justus und Titus aufgrund ihrer Allmachtphantasien herum. Titus hingehen besitzt natürlich eine ausgeprägt masochistische Ader. Usw. usf.
Kann man die Leute nicht einfach ganz normale Figuren mit ihren Eigenheiten sein lassen, ohne sie direkt in eine Schublade zu stecken? Es muss irgendein Reiz darin liegen, alles und jeden als gestört zu betrachten...
91) eldiabolo schrieb am 15.09.2013 um 11:53:15: .. oder 'teletubbies' gucken. ^^

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