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Meine Empfehlung - Hörenswerte Hörspiele

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3926) Mr. Murphy © schrieb am 14.02.2022 um 22:19:24: Erinnert mich an den Witz: Welche DDF-Folge ist die beste Sport-Folge? Anwort: Die drei ??? - Die Spur des Spielers von André Marx. Schach ist offiziell ein Sport. *g*
3925) Micro © schrieb am 14.02.2022 um 20:15:42: Ja gut, manchmal hat man gewisse Plots vorab in derselben Serie einfach schon zu oft gehört (Stefan Wolf hat sich ja auch mehrfach selbst plagiiert). Ganz schlimm ist das bei Serien mit eng gestecktem Setting (Reiterhof-Thema bei Bibi & Tina, da wird inzwischen auch nur noch recycelt, was das Zeug hält), das kann durchaus da mit reinspielen, dass man dann eine für sich solide Folge schlechter bewertet, weil vorab schon zwei Folgen mit sehr ähnlichem Inhalt erschienen sind. Das mit der Gewichtung ist eine interessante Sache, weil manche ein Punktesystem mit festen Faktoren auf die komplette Serie anwenden. Das funktioniert für mich in dem Moment nicht mehr, in dem verschiedene Folgen einer Serie unterschiedliche Facetten aufweisen. Als Beispiel sei hier „Das versunkene Dorf“ (DDF 136) als atmosphärisches Highlight genannt, während „Horrortrip im Luxusauto“ (TKKG 81) mit Action punktet. Es kommt immer darauf an, worauf der Autor den Fokus legt und ob es dann gelingt, diesen Aspekt voll in gelungener Form auszuspielen. Gegenbeispiel: Emotional angedachte Szene in TKKG 192 „Feuer auf Gut Ribbeck“, wo ein kurzer Schwenk Richtung Kindesmisshandlung gemacht wird. Das geht schief, weil es nur angerissen wird und man wohl davor scheute, so etwas expliziter zu behandeln. Nur, dann sollte man es gleich ganz lassen. Gegenbeispiel für suboptimal platzierte Action: DDF 192 „Im Bann des Drachen“, wo das ganze Wegrennen nur dazu dient, die dünne Story irgendwie auf die passende Länge zu strecken.
Also, ich stehe nicht grundsätzlich immer auf Abenteuer-, Rätsel-, Action-, Fußball-, Emotions- oder Mysteryfolgen und lehne genauso nichts davon grundsätzlich ab. In jeder dieser Kategorien erinnere ich mich an Produktionen, die mir gefallen haben und welche, die ich nicht mochte. Es kommt für mich immer darauf an, was man daraus macht.
3924) PerryClifton © schrieb am 14.02.2022 um 19:15:36: Hm, langsam denke ich immer mehr über diese Punktesystem-Geschichte nach und eure Kommentare haben das Fass nun endgültig zum Überlaufen gebracht ;-)
Ich schätze, mein Problem damit liegt in der Tatsache, dass so ein System zunächst einmal als Zahl daherkommt und nach etwas Objektivem, Messbarem aussieht. Ansonsten könnte man ja wie gesagt einfach "gut/schlecht" bzw. "gut/mittel/schlecht" oder noch genauer "mies/unterer Durchschnitt/oberer Durchschnitt/super" und so weiter verwenden. Dann sieht es nämlich nach dem aus, was es wirklich ist: Ein rein subjektives, schwer vergleichbares, persönliches Empfinden. (Was natürlich vollkommen in Ordnung ist, nur eben als Zahl quasi "wissenschaftlich" aussieht, als könne man es ausrechnen und was teilweise in seiner Aussagekraft auch so behandelt wird). Die Wahrheit ist aber, dass einer viel Wert auf Atmosphäre legt, der andere auf Figuren, der dritte auf Rätsel, der vierte auf Hugenay, der fünfte auf Rocky Beach Folgen, der sechste auf Fussballfolgen, der siebte auf Vorlagentreue zum englischen Original, der achte ist 10 und möchte nicht soviele Fremdwörter, der neunte ist irgendsoein bekloppter Nerd aus 'nem Internetforum, der sich unvermittelt eine halbe Doktorarbeit zusammentippt... ;-) Sicher, ich habe schon verstanden, dass ein Punktwert zwischen 1 und 10 (mit Kommastellen bräuchte man eigentlich keine 30 Punkte) nur ein praktisches Instrument ist, um seine Meinung kurz und knackig auszudrücken und wer das will, soll es gerne weiter so machen.
Wenn ich allerdings solch einen Punktewert sehe und wenn der dann auch noch zu scheinbar objektiven Vergleichen herangezogen wird (seht mal, die Crimebusters haben im Schnitt 6.2 und die Buchna-Folgen 5.9 also sind die Crimebusters unanfechtbar besser!) müsste er einen ganz logischen Unterbau mit messbaren Kategorien haben, was dann wieder kaum Platz für die eigentliche subjektive Meinung lässt. Sagen wir zum Beispiel: 1. Gab es die Idee schon oder ist sie neu in der Serie? (Und da fängt es bereits an, das ist quasi der umgekehrte Klischee-Koeffizient) 2. Ist die Handlung schlüssig? (Womit wir bei Logiklücken wären, einem zweiten bekannten Problem, welches dazu auch noch jeder unterschiedlich beurteilt) 3. Ist die Folge noch zeitgemäß? (Problemfeld 3, ebenfalls häufig kritisiert)... Okay, ich schwöre, ich habe nicht vorher gewusst, worauf das jetzt hinauslief und mir fällt tatsächlich gerade nichts anderes ein, was auch nur den Hauch von objektiver Messbarkeit hat... sollten einige Podcasts also dieser scheinbaren Wissenschaftlichkeit aufgesessen sein? Das hieße ja im Umkehrschluss aber, dass solche Konzepte auf der Vermeidung von persönlichen Eindrücken basieren... Jedenfalls funktioniert dies alles imho nicht, denn so sind keine objektiven, vergleichbaren Kriterien messbar, die zugleich etwas mit der wirklichen Qualität der Geschichte zu tun haben. Selbst wenn man streng literaturwissenschaftlich herangehen würde, was sowohl Podcasts nicht hinkriegen als auch selbst den größten Nerds nicht leichtfallen dürfte, interessieren einen am Ende des Tages eben doch eigentlich nur die persönlichen subjektiven Meinungen und die Aspekte, die jeder dafür auswählt bzw. heranzieht. Es ist eben Kunst und daher nicht rein objektiv durchdringbar. Deshalb finde ich Worte, egal wieviele, zur Bewertung am sinnvollsten. Ein Punktewert kann zwar schnell eine grobe individuelle Einschätzung wiedergeben. Aber je mehr man sich in zahlenmäßigen Vergleichen verliert, desto weniger sagt man imho letztlich damit aus. Siehe wiederum den Klischee-Koeffizienten als bestes Beispiel. Die haben bald die ganze Serie mit Zahlenwerten versehen, und was ist damit letztlich an Aussagekraft gewonnen? Nichts.

PS: Sorry :-D Aber jetzt bin ich mit dem Thema wenigestens durch.
PPS: Millionendiebe n i c h t besser!? Skandal! Zeter! Mordio! *grummel* ;-)
3923) Micro © schrieb am 14.02.2022 um 18:23:46: @3922 Aber was würde das ändern? Das Bild bliebe ja weiterhin verzerrt, ob es nun 10, 15, 30 oder 100 Punkte sind.
3922) Mr. Murphy © schrieb am 14.02.2022 um 16:34:25: @ 3909 = Wie wäre es mit einem Punktesystem 1 - 30? 30 Punkte für die besten Folgen und 1 Punkt für die allerschlechteste Episode.
3921) Micro © schrieb am 14.02.2022 um 14:37:14: @3909 Ich muss sagen, ich kriege das für mich noch einigermaßen gut hin, zumindest bei TKKG, weil ich sowohl mit U100 als auch mit Ü100-Folgen aufgewachsen bin und daher fast jede Phase der Serie einigermaßen einordnen kann ohne mich selbst zu belügen und allzu viel zu beschönigen. Will heißen: TKKG 221 ist für mich eine 7/10. Nehme ich mir nun einen Klassiker heraus, den ich mit 6/10 bewertet habe (Die Jagd nach den Millionendieben), habe ich mich selbst nicht belogen, denn ich fand Folge 221 nach Abwägen aller Plus- und Minuspunkte eben einen Tick besser als Folge 1 (ja, das werden jetzt einige als Skandal auffassen). Da spielen Kriterien wie Story, Sprecher, Atmosphäre, akustische Umsetzung, Logik, Fluss der Geschichte, Musik und teilweise zugegebenermaßen auch mal ein Nostalgiebonus für manche Hörspiele mit rein, ohne den es subjektiv vielleicht etwas schlechter dastehen würde (meine erste selbst gekaufte TKKG-MC war Nr. 109... nicht die beste Folge, aber hat bei mir immer einen kleinen Bonus alleine dadurch). Dann gibt es auch Hörspiele, die, obwohl sie nicht grundsätzlich etwas falsch machen, meine Aufmerksamkeit nicht von Anfang bis Ende ohne Unterbrechung halten können und das gibt es durchaus auch bei älteren Folgen, bei denen zum Teil H. G. Francis noch am Werk war. Auch das ist ein rein subjektiver Eindruck, den ich weder erklären noch steuern kann, weil die betroffenen Hörspiele teilweise extrem unterschiedlich sind vom Aufbau oder der erzählten Geschichte her (Folge 10, 78, 98 und 160 kann ich hier in erster Linie bei TKKG nennen) und na klar, auch das fließt in die Bewertung mit rein, allerdings mit unterschiedlicher Gewichtung, wenn ich die Grundidee der Geschichte an sich mag, was bei den Folgen 10 und 160 vor allem der Fall ist. 78 schaff ich immer nur bis zur Hälfte, nach der die Story eine komplette 180-Grad-Wendung macht, 98 dito.
Bei den drei ??? finde ich es mittlerweile viel schwieriger, gerecht zu bewerten und das obwohl ich letztens noch zusammen mit Mihai festgestellt habe, dass TKKG 1 mit TKKG 200 viel weniger zu tun hat als DDF 1 mit DDF 200. Bei DDF ist es aber hauptsächlich Minningers Lustlosigkeit geschuldet und liegt weniger an den Geschichten selbst. Wäre zB Insel des Vergessens in der jetzigen Fassung 2003 rausgekommen, das Hörspiel hätte im Leben keine 9/10 Punkte von mir bekommen. Für den Bereich Ü160 empfinde ich es aber als eine der stärksten Folgen. Schon komisch.
Kurzum, ich könnte keine solche Liste erstellen, die den Qualitätsverfall und allgemein die verschiedenen Ären der Serien berücksichtigt. Mir gelingt es oft genug, eine für mich halbwegs gerechte Note zu können, mit der ich gut leben kann. Aber bei Serien, die so dermaßen langlebig sind, dass sie sich zwangsläufig irgendwann wandeln (bin ja mal gespannt, wann diese Veränderung bei den drei !!! kommt ), da ist das fast ein Ding der Unmöglichkeit, je mehr Phasen und Folgen dazukommen. Vor allem: Setze ich die 221 ins direkte Duell mit der 35, dann geht sie natürlich unter. Aber das macht sie trotzdem nicht zu einer schlechten Produktion.
3920) PerryClifton © schrieb am 13.02.2022 um 15:08:42: *hmpf*
3919) Mihai Eftimin © schrieb am 13.02.2022 um 14:57:57: Aber nicht auf dem Weg dahin schon wieder Herrenunterwäsche mitgehen lassen, ja? Danke! *g*
3918) PerryClifton © schrieb am 13.02.2022 um 14:55:17: Moment, ich muss mal ans Telefon... *g*
3917) Mihai Eftimin © schrieb am 13.02.2022 um 14:51:19: Äh, soll ich antworten, Herr Dr. Clifton?
3916) PerryClifton © schrieb am 13.02.2022 um 14:47:37: Na, na, wie hat der UNTADELIGE Schüler sich stets zu verhalten? Eftimin!
3915) Mihai Eftimin © schrieb am 13.02.2022 um 14:34:09: Ach ja, Zitat aus einem älteren Kirschkuchen: Alliterationen am Arsch!
3914) Mihai Eftimin © schrieb am 13.02.2022 um 14:32:16: Mihai macht Möglichkeiten miemandem madig! Eindrucksäußerungsmethoden existieren endlos! Werde widerstandslos weitermachen! Palim Palim! Gojira Gojira!
3913) PerryClifton © schrieb am 13.02.2022 um 14:27:10: Manisch mannigfaltige Möglichkeiten! Planloser Perry petrifiziert! Rezensionen rigoros rechtschaffener
3912) Mihai Eftimin © schrieb am 13.02.2022 um 13:46:18: Die Unterteilung nach Autoren wäre wohl auch denkbar. Da kommt man allerdings schnell dazu, die Autoren auch vergleichen zu wollen und landet auch wieder schnell bei der Bewertung dieser ("Wieviel schlechter ist ein schlechter Arden gegenüber einem mittelmäßigen Sonnleitner?", "Wieviel besser ist ein durchschnittlicher Wolf gegenüber einem guten Hofstetter?", "Kann man einen guten Blyton wirklich mit einem guten Hartmann oder Voilier vergleichen?") und damit auch wieder beim Ursprungsproblem. Nach Genre zu bewerten wäre sicherlich auch drin, doch das Problem ändert sich nicht. Da kann man nur entweder eine Punktzahl (mit oder ohne Getränk) droppen und unkommentiert als subjektive Meinung rein zur Folge stehenlassen, oder eben eine Rezension schreiben. Man kann auch beides machen und besagtes Problem ignorieren. Oder einfach drei Worte nehmen.

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