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Meine Empfehlung - Hörenswerte Hörspiele

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3922) Mr. Murphy © schrieb am 14.02.2022 um 16:34:25: @ 3909 = Wie wäre es mit einem Punktesystem 1 - 30? 30 Punkte für die besten Folgen und 1 Punkt für die allerschlechteste Episode.
3921) Micro © schrieb am 14.02.2022 um 14:37:14: @3909 Ich muss sagen, ich kriege das für mich noch einigermaßen gut hin, zumindest bei TKKG, weil ich sowohl mit U100 als auch mit Ü100-Folgen aufgewachsen bin und daher fast jede Phase der Serie einigermaßen einordnen kann ohne mich selbst zu belügen und allzu viel zu beschönigen. Will heißen: TKKG 221 ist für mich eine 7/10. Nehme ich mir nun einen Klassiker heraus, den ich mit 6/10 bewertet habe (Die Jagd nach den Millionendieben), habe ich mich selbst nicht belogen, denn ich fand Folge 221 nach Abwägen aller Plus- und Minuspunkte eben einen Tick besser als Folge 1 (ja, das werden jetzt einige als Skandal auffassen). Da spielen Kriterien wie Story, Sprecher, Atmosphäre, akustische Umsetzung, Logik, Fluss der Geschichte, Musik und teilweise zugegebenermaßen auch mal ein Nostalgiebonus für manche Hörspiele mit rein, ohne den es subjektiv vielleicht etwas schlechter dastehen würde (meine erste selbst gekaufte TKKG-MC war Nr. 109... nicht die beste Folge, aber hat bei mir immer einen kleinen Bonus alleine dadurch). Dann gibt es auch Hörspiele, die, obwohl sie nicht grundsätzlich etwas falsch machen, meine Aufmerksamkeit nicht von Anfang bis Ende ohne Unterbrechung halten können und das gibt es durchaus auch bei älteren Folgen, bei denen zum Teil H. G. Francis noch am Werk war. Auch das ist ein rein subjektiver Eindruck, den ich weder erklären noch steuern kann, weil die betroffenen Hörspiele teilweise extrem unterschiedlich sind vom Aufbau oder der erzählten Geschichte her (Folge 10, 78, 98 und 160 kann ich hier in erster Linie bei TKKG nennen) und na klar, auch das fließt in die Bewertung mit rein, allerdings mit unterschiedlicher Gewichtung, wenn ich die Grundidee der Geschichte an sich mag, was bei den Folgen 10 und 160 vor allem der Fall ist. 78 schaff ich immer nur bis zur Hälfte, nach der die Story eine komplette 180-Grad-Wendung macht, 98 dito.
Bei den drei ??? finde ich es mittlerweile viel schwieriger, gerecht zu bewerten und das obwohl ich letztens noch zusammen mit Mihai festgestellt habe, dass TKKG 1 mit TKKG 200 viel weniger zu tun hat als DDF 1 mit DDF 200. Bei DDF ist es aber hauptsächlich Minningers Lustlosigkeit geschuldet und liegt weniger an den Geschichten selbst. Wäre zB Insel des Vergessens in der jetzigen Fassung 2003 rausgekommen, das Hörspiel hätte im Leben keine 9/10 Punkte von mir bekommen. Für den Bereich Ü160 empfinde ich es aber als eine der stärksten Folgen. Schon komisch.
Kurzum, ich könnte keine solche Liste erstellen, die den Qualitätsverfall und allgemein die verschiedenen Ären der Serien berücksichtigt. Mir gelingt es oft genug, eine für mich halbwegs gerechte Note zu können, mit der ich gut leben kann. Aber bei Serien, die so dermaßen langlebig sind, dass sie sich zwangsläufig irgendwann wandeln (bin ja mal gespannt, wann diese Veränderung bei den drei !!! kommt ), da ist das fast ein Ding der Unmöglichkeit, je mehr Phasen und Folgen dazukommen. Vor allem: Setze ich die 221 ins direkte Duell mit der 35, dann geht sie natürlich unter. Aber das macht sie trotzdem nicht zu einer schlechten Produktion.
3920) PerryClifton © schrieb am 13.02.2022 um 15:08:42: *hmpf*
3919) Mihai Eftimin © schrieb am 13.02.2022 um 14:57:57: Aber nicht auf dem Weg dahin schon wieder Herrenunterwäsche mitgehen lassen, ja? Danke! *g*
3918) PerryClifton © schrieb am 13.02.2022 um 14:55:17: Moment, ich muss mal ans Telefon... *g*
3917) Mihai Eftimin © schrieb am 13.02.2022 um 14:51:19: Äh, soll ich antworten, Herr Dr. Clifton?
3916) PerryClifton © schrieb am 13.02.2022 um 14:47:37: Na, na, wie hat der UNTADELIGE Schüler sich stets zu verhalten? Eftimin!
3915) Mihai Eftimin © schrieb am 13.02.2022 um 14:34:09: Ach ja, Zitat aus einem älteren Kirschkuchen: Alliterationen am Arsch!
3914) Mihai Eftimin © schrieb am 13.02.2022 um 14:32:16: Mihai macht Möglichkeiten miemandem madig! Eindrucksäußerungsmethoden existieren endlos! Werde widerstandslos weitermachen! Palim Palim! Gojira Gojira!
3913) PerryClifton © schrieb am 13.02.2022 um 14:27:10: Manisch mannigfaltige Möglichkeiten! Planloser Perry petrifiziert! Rezensionen rigoros rechtschaffener
3912) Mihai Eftimin © schrieb am 13.02.2022 um 13:46:18: Die Unterteilung nach Autoren wäre wohl auch denkbar. Da kommt man allerdings schnell dazu, die Autoren auch vergleichen zu wollen und landet auch wieder schnell bei der Bewertung dieser ("Wieviel schlechter ist ein schlechter Arden gegenüber einem mittelmäßigen Sonnleitner?", "Wieviel besser ist ein durchschnittlicher Wolf gegenüber einem guten Hofstetter?", "Kann man einen guten Blyton wirklich mit einem guten Hartmann oder Voilier vergleichen?") und damit auch wieder beim Ursprungsproblem. Nach Genre zu bewerten wäre sicherlich auch drin, doch das Problem ändert sich nicht. Da kann man nur entweder eine Punktzahl (mit oder ohne Getränk) droppen und unkommentiert als subjektive Meinung rein zur Folge stehenlassen, oder eben eine Rezension schreiben. Man kann auch beides machen und besagtes Problem ignorieren. Oder einfach drei Worte nehmen.
3911) PerryClifton © schrieb am 13.02.2022 um 13:29:06: Hm, ich sehe schon, da sind die reinen, unkommentierten 10 Punkte wohl doch am besten geeignet ;-) Jedenfalls wenn man sich darüber im Klaren ist, was sie aussagen können und was nicht. Ich bleibe aber gerade ein bisschen am Konzept der Bewertung anhand von Autoren hängen. Selbst wenn man z.B. in den Klassikern bleibt, sind Arthur und Carey bereits ganz unterschiedlich, während man Careys eigene Werke untereinander problemlos ranken oder bewerten könnte. Bei Arden geht es wiederum in die Phase der Crimebusters über und trotzdem sind seine Bücher gut miteinander vergleichbar. Also revidiere ich meine Ansicht: Ein Puntkesystem würde ich wohl nur unterteilt nach Autoren anwenden. Oder doch nicht? Vielleicht doch eher nach Serien-Kompatibilität? Oder nach Kategorien wie "Abenteuerfolgen", "Gruselfolgen", etc.? Raaaaaaaa!!! ;-) Ich bleibe wohl lieber bei Rezensionen *g*
3910) Mihai Eftimin © schrieb am 13.02.2022 um 13:14:07: Ist der Alkoholindex beim Kirschkuchen nicht schon reichlich aussagekräftig? Punktesystem plus Getränk? Auch eher Spaß, aber gerade bei der letzten regulären Folge hat man die Diskrepanz ja deutlich anhand der Punktevergabe festmachen können, und worauf sich diese stützt, wurde uns ja zuvor plausibel dargelegt, beziehungsweise es war anhand von Ramonas und Björns verschiedenen subjektiven Eindrücken absehbar, in welchem Bereich ihre Abschlussbewertungen jeweils liegen würden. Eine Punktebewertung, die nicht zu subjektiv ist und gleichzeitig sämtliche Eindrücke wiedergibt? Ich glaube, das wird so schnell nicht funktionieren. Vielleicht bei einer Serie wie DDA, die über bislang 77 Folgen konzeptuell immer gleich geblieben und damit nicht in verschiedene "Ären" unterteilbar ist. Aber Serien wie DDF, TKKG, 5F, welche jeweils mehrfach starken Veränderungen unterworfen waren/sind ... wer dafür ein objektives, ohne Berücksichtigung besagter Veränderungen nachvollziehbares und funktionierendes Bewertungssystem anwenden kann, der werfe den ersten Stein. *g*
Ich sehe das aber ähnlich; die 221 sähe gegen die meisten Klassiker, mit wenigen Ausnahmen, relativ alt aus, während sie innerhalb dieser jetzigen Phase gut mithalten kann. Das hat in der Tat nichts mit Nostalgie zu tun, wenngleich man bei der subjektiven Bewertung nicht in allen Fällen um diese herumkommt (auch wenn eine reine Bewertung anhand selbiger bei uns, bedingt durch den Altersunterschied, in diversen Fällen anders aussehen würde, vor allem natürlich bei den Folgen Ü100). Das ist einfach eine Sache der eigenen Wahrnehmung bezüglich dessen, was einen konzeptuell an der Serie an sich abholt, und das sind gerade im Falle von TKKG oft Parameter, die durchaus objektiv messbar sind.
3909) PerryClifton © schrieb am 13.02.2022 um 12:48:30: Es würde mich ja tatsächlich mal interessieren, ob man ein halbwegs vernünftiges, detailliertes Punktesystem "für alles" hinbekommt. Dass man quasi die Vergleichbarkeit erhöht, ohne sich in Geschmacksfragen zu sehr festzulegen bzw. diesen genug Raum (außerhalb der Punktebewertung?) zu lassen. Eine Aufgabe, die ich gern anderen überlasse *g* Ich habe das Thema jetzt auch nicht so bierernst gemeint. Aber auch im Zusammenhang mit Podcasts fällt ja (sowohl bei den "guten" als auch bei den "schlechten") auf, dass sie gerne eine abschließende Bewertung in Zahlen machen, die für mich dann nie besonders interessant ist. Höchstens ganz grob, in Form einer Dreiteilung von gut/mittel/schlecht, den man aus der 1-10 Punkteskala ableiten kann.
Ja, wenn ich wirklich mit einem 1-10-Raster arbeiten würde, dann nur innerhalb von Phasen. Eine 10 bei BJHW wäre zum Beispiel was anderes als eine 10 bei Arden (da fällt mir auf, dass man es auch nach Autoren aufteilen könnte...) wobei Geisterstadt (sagen wir 9.5) trotzdem lange nicht so gut wäre wie der Teufelsberg (10). Ich bin sicher, TKKG 221 könnte man in der aktuellen Phase mit einer 8.5 bis 9 versehen, während sie neben jeder der ersten 20 TKKG-Folgen ziemlich traurig aussähe. Was dann auch wieder mit dem Thema Entstehungszeit und kontextuelle Verbundenheit der Folge mit dieser zu tun hat. (Welches wiederum nichts mit dem Thema Nostalgie zu tun hat, aber wir hatten das ja gerade).
3908) Mihai Eftimin © schrieb am 13.02.2022 um 12:12:02: Ich betrachte Punktesysteme als Hilfsmittel, um ungefähr darlegen zu können, wo ich stehe. Deine Betrachtung trifft natürlich zu, und das ist wohl der Grund, warum ich immer noch an einem "idealen" System feile. Doch so wichtig nehme ich das nicht, ich wollte nur mal einen Richtwert präsentieren; letztendlich ist eine detaillierte Rezension um einiges aussagekräftiger. Vergleichen kann man Werte natürlich schlecht, wenn man aufgrund von Inhalten auf den persönlichen Geschmack schließen möchte - beispielsweise sind bei mir der "Fluch des Rubins" und die "Villa der Toten" beide bei mir als 10/10 unterwegs, doch die beiden Folgen sind konzeptuell derart unterschiedlich, dass das wenige bis gar keine Rückschlüsse darauf zulässt, was mich abholt. Dafür gibt es dann die Möglichkeit zu rezensieren.
Der Gedanke an verschiedene Serienphasen als Referenzrahmen ist nicht abwegig. Du kennst ja nicht alle bei TKKG im Detail, was vermutlich auch gut so ist. :D Ich habe alle Hörspiele gehört und fast alle Bücher gelesen, sodass ich mir ein gewisses Bild davon machen konnte. Folgen wie "Blindgänger im Villenviertel" und "Der eiskalte Clown" würdest du höchstwahrscheinlich genauso kacke finden wie ich. Nicht nur, weil in diesen Folgen vom Ursprungskonzept praktisch nichts mehr übrig ist, sondern auch, weil sie selbst innerhalb ihrer Phase ziemlich abstinken. Anders gesagt, sie SIND einfach kacke. ;-) Da sich aber auch die guten Folgen zwischen 156 und 220 nicht unbedingt mehr am Ursprungskonzept orientieren, würden dir vermutlich die wenigsten davon zusagen, was sich ja bereits anhand eines Beispiels gezeigt hat, wobei das "Geheimnis im Jagdschloss" bereits in einer Ära erschien, in der die absolut hanebüchenste Phase bereits Vergangenheit war. Die 221 ist eben nicht perfekt, doch sie ist ein klares Signal zurück zu den Wurzeln. "Den Führerschein haben Sie wohl beim Entenangeln gewonnen, was?" Der Spruch ist sowas von klassisch TKKG. :D Tims klare Meinung zu Schönheits-OPs auch, dem hätte Wolf wohl nicht widersprochen. Klößchen darf auch mal wieder aus seinen Träumen gerissen werden - "Das leere Grab im Moor" lässt grüßen. ;-) Und das alles kombiniert mit aktuellen Themen, wodurch sich eben zeigt, dass das wolf'sche Schema durchaus noch funktionieren kann. Für den Moment können wir also festhalten, dass die Serie auf keinem schlechten Wege ist, wenn sie sich dieserart weiterentwickelt.

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