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46) Boomtown © schrieb am 13.10.2020 um 16:03:52 zur Folge und der Jadekönig: @39 OK, zur Frage "Streitthema, warum überhaupt?" vorab nochmal kurz der Kontext: Ich habe in Post #9 ganz bewusst augenzwinkernd den Begriff "homoerotische GZSZ-Familiensaga" benutzt BEVOR ich das Buch gelesen habe, weil ich die ersten geposteten Lesereindrücke hier nicht unter einen Hut bekommen habe. Die beruhten teilwiese auf einem Missverständnis, wurde alles aufgeklärt, und ich habe das Buch inzwischen gelsen und ja, als Teil einer Backstory alles halb so wild. Da sind wir uns total einig. Zum "Streitthema" wurde das erst, als ein User hier meinte, das bei Twitter zum homophoben Aufreger verdrehen zu müssen, um sich selbst als Ehrenmann aufspielen zu können. So viel dazu.

Ansonsten, ja, wir leben im Jahr 2020 und ich komme wunderbar drauf klar. Der erste und letzte mediale Aufreger zum Thema Homosexualität war für mich übrigens als Kind der Schwulen-Kuss in der Lindenstraße. Seitdem ist das für mich kein Thema mehr. ABER: Da ich die Drei ??? logischerweise nicht lese oder höre, weil ich als Erwachsener so gerne zeitgenössische Kinderbücher lese, bin ich hier Purist, der den Unterhaltungswert immer noch aus der ursprünglichen Form der Serie zieht, meinetwegen gewürzt mit einer ordentlichen Ladung Nostalgie und Eskapismus.

Je mehr Abweichung davon, desto weniger funktioniert das für mich. Insofern sind generell Love-Stories und Familiendramen für mich keine Themen, die bei DDF funktionieren. Genauso wenig übrigens wie Eltern und Schule. Und richtig abturnend sind oder wären eben gerade auch zu starke Bezüge aufs Jahr 2020 bzw. die Gegenwart allgemein. Weder möchte ich Anspielungen auf aktuelle Popkultur oder angesagte Trendsportarten und schon gar nicht brauche ich belehrende oder aufklärerische Zwischentöne zu FFF, LGBT, BLM, BIPOC, METOO oder anderen gesellschafts- oder identitätspolitischen Themen, die ohnehin sonst omnipräsent sind und dann womöglich gerade deswegen vom Verlag, Lektorat oder Autor in die Geschichten gedrückt werden, um up to date zu sein.

Da bin ich ganz bei Perry, wenn einer schwul ist, soll man es einfach schreiben, wenn es denn der Story dient. Wozu lang und breit auswalzen und das Thema, was man eigentlich normalisieren will, ganze ohne Not wiederum selbst zum großen Ding machen. Wie in #36 bereits erwähnt, wenn die Geschichte heute spielt, und die Liebesbeziehung der Figuren demnach seit den 90ern bestand, who cares? In den liberalen Metropolregionen der Westküste hatte man bereits zu dieser Zeit überhaupt keine Probleme Homosexualität auszuleben. Da vermittelt Marx über die Figur der Haushälterin ein falsches Bild, nur um die Thematik zu droppen.

45) PerryClifton © schrieb am 12.10.2020 um 21:24:51 zur Folge und der Jadekönig: Freut mich immer, wenn eine Verständigung möglich ist Mit dem Begriff hatte ich tatsächlich auf die Unterschwelligkeit bzw. Indirektheit des Ganzen abgezielt. Wenn ich das hätte ausdrücken wollen, was du befürchtet hast, hätte ich den Begriff Pornographie verwendet. Aber davon ist natürlich nichts zu finden.
Wenn Beziehungen in Kinderbüchern vorkommen sollen, macht man das meiner Ansicht nach am besten, indem man die Figuren einfach in für die Geschichte relevanter Weise vorkommen lässt und die Beziehung auf keinerlei Art analysiert. Beispiele. Peter sagt: "Ich war mit Kelly am Strand. Gibt's einen neuen Fall?" Soweit positiv. Negativ: Kelly und Peter zicken sich an, weil Kelly an den Strand will und Peter ja immer ermitteln geht. Positiv: "Das ist Mr. Smith. Er lebt mit Mr. Johnson zusammen." Thema beendet. Negativ: "Oh! Mr. Smith hat einen Mann geheiratet!" "Das ist aber doch nicht schlimm!" "Nein, natürlich nicht!" "Hier, lies mal den Liebesbrief vor!" *diskutier, belehr, auswalz, etc.* Gleiches gilt wiederum z.B. bei Bob und Dr. Franklin. In einer Jugenddetektivserie und in einem Fall, der von Anrufen aus dem Jenseits handelt, interessiert mich die ausführliche Schilderung der Auswirkungen von Bobs Frauengeschichten auf sein Gefühlsleben absolut null. Soweit meine Meinung dazu. Es geht ja generell nicht um Verbote. Weder darum, dass etwas nie vorkommen darf, noch darum, dass etwas immer vorkommen muss. Ich argumentiere in diesem Fall in erster Linie mit Zielgruppen und den speziell auf sie zugeschnittenen Geschichten.
Davon abgesehen unterschreibe ich das, was Mr. Burroughs gesagt hat. Ich möchte einfach gute Unterhaltung, ohne Gesellschaftspolitik.
Marx hat in diesem Buch natürlich nichts falsch gemacht und das spiegelte sich ja auch in meiner guten Bewertung wieder. Aber für meinen persönlichen Geschmack gab es zuviel Beziehung und Familiendrama in der Geschichte, ganz unabhängig von der sexuellen Ausrichtung.

44) ArabianWerewolf © schrieb am 12.10.2020 um 19:47:37 zur Folge und der Jadekönig: @40 Ungefähr genau so, jap ;)
Ich stimme auch vollkommen zu, ich bin selbst kein Fan von Beziehungsdramen bei den drei ??? (oder auch allgemein). Aber nachdem solche Dinge bei den drei ??? ohnehin schon vorkommen und wir hier tatsächlich mal eine Variante haben die so noch nicht vorkam und auch nicht aufs übelste mit Klischees vollgestopft ist, finde ich dass es so wie in diesem Buch durchaus akzeptabel ist.
Mein persönliches Problem mit dem Begriff 'Erotik' in diesem Zusammenhang kommt daher wie homosexuelle Beziehungen in den Medien und der Öffentlichkeit leider immernoch sehr häufig auf Sex und Fetisch reduziert werden, so als wäre es irgendein voyeuristisches Spektakel. Was hier ja eben nicht der Fall ist, aber von der Begrifflichkleit klang es für mich halt so als würde es damit Gleichgesetzt werden. Das hab ich sehr falsch aufgenommen, also Entschuldigung dafür.

43) Mr Burroughs © schrieb am 12.10.2020 um 17:42:06 zur Folge und der Jadekönig: @ Perry: Danke, besser haette ich das nicht schreiben koennen. Ich will einfach Unterhaltung mit einer Folge (was mittlerweile ja schon ein ehrgeiziges Ziel ist) und fertig. Und das hat eben null mit meiner persoenlichen Ansicht zu dem Thema in der "echten" Gesellschaft zu tun.

42) PerryClifton © schrieb am 10.10.2020 um 22:36:09 zur Folge und der Jadekönig: Um das Thema nochmal mit etwas deutlicheren Worten (hoffentlich) abzuschließen: Wenn ich über ein Buch von Thomas Mann reden würde und den Begriff "Homoerotik" verwendet hätte, würde sich niemand darüber aufregen. Erstens, weil es stimmt und zweitens, weil es da nichts zum Aufregen gibt. Wenn man sich jetzt so darüber echauffiert und gleich vom Absprechen der Existenzberechtigung faselt, ist das Allernetteste, was ich dazu sagen kann, dass man mit einer derartig zur Schau gestellten Empfindlichkeit der LGBT-Szene bestimmt nicht dient.
Der wirkliche Standpunkt war folgender: In DDF-Büchern haben Beziehungskisten nichts zu suchen. Das ist eine Ansicht, die man vertreten kann oder die man auch vollkommen anders beurteilen kann. Wie bei allen anderen Standpunkten auch. Das Thema gibt es nicht erst seit diesem Buch, sondern es war auch schon bei den Freundinnen oder bei Brittany und Justus oder bei Bob auf der Couch von Franklin und bei vielen anderen Gelegenheiten Gegenstand der Diskussion. Wir befinden uns hier bei einer Kinderbuchreihe, nicht bei Gefühls- und Aufklärungsliteratur für heranreifende Teenager.

41) PerryClifton © schrieb am 10.10.2020 um 21:55:46 zur Folge und der Jadekönig: @38

40) PerryClifton © schrieb am 10.10.2020 um 21:54:54 zur Folge und der Jadekönig: Ungefähr so wie die nachfolgenden Beiträge, in denen ich bereits schrieb, dass ich die Textstelle auf die falschen Personen bezogen hatte?

39) ArabianWerewolf © schrieb am 10.10.2020 um 21:50:23 zur Folge und der Jadekönig: Anyway, um zurück zum Buch zu kommen, inkl. evtl. Spoiler:
Wie einige vor mir bin auch ich kein Fan von dem Stilmittel, mitten in die Story geworfen zu werden um dann mit einem "Was bisher geschah" aufgeklärt zu werden. Hier ist das aber so gut geschrieben, dass es mich wirklich überhaupt nicht gestört hat. Im Gegenteil, ich fand es sehr spannend und erfrischend. Ähnlich wie bei Band 200, aber eben doch nochmal etwas anders.
Die Story insgesamt ist letztendlich ein Familiendrama, das durch das Verbrechen überhaupt erst komplett ans Licht kommt. Ohne mir jetzt jemals eine Folge GZSZ oder dergleichen angetan zu haben, möchte ich hier aber beinah böse Absicht unterstellen, wer das Buch mit ... 'sowas' vergleichen will. Es ist auch nicht dramatischer oder 'trashiger' als im Meister des Todes, an dem sich niemand wirklich gestört hat. Eben einfach ein famliärer Hintergrund wie er vorkommt, der den Charakteren Tiefe und Motive gibt.
Und weil hier schon Streitthema (Warum überhaupt? Wir haben 2020, kommt drauf klar): An einer homosexuellen Beziehung zweier Charaktere ist nix automatisch 'erotisch'. Schon gleich gar nicht, wenn diese Beziehung nicht einmal 'offen gelebt' wird in der Erzählung, sondern nur von Dritten und kurz in einem Brief erwähnt wird. Wir haben so viele Beziehungen in den Stories der drei ???, warum hängen sich jetzt genau hier auf einmal Leute daran auf dass es eine "Lovestory" wäre? Ich verstehe das Problem nicht, besonders da hier der Hintergrund mit dieser Beziehung, die in der Vergangenheit so verpöhnt gewesen wäre, ja ein wichtiger Faktor in der Aufklärung des Falls und der verworrenen Familiengeschichte ist. (Und nur damit wir uns hier richtig verstehen: auch sonst sind gleichgeschlechtliche Beziehungen nichts, was in einem Kinderbuch nix verloren hätte. Nehmt doch einfach hin, dass auch solche Beziehungen/Familien normal sind und hört auf die Existenz solcher zur Debatte zu stellen. Thanks for coming to my Ted Talk.)
Das tatsächliche Verbrechen des Falls ist erstens ein Diebstahl - der aber erst sehr viel später ans Licht kommt - und ein (versuchter) Versicherungsbetrug. Letzteres war mir persönlich recht schnell klar, allerdings waren die genauen Motive für mich bis weit später im Buch nicht so einfach zu erraten. Ich finde Marx hat hier mit seinem Schreib- und Erzählstil richtig gepunktet. Man konnte mit den gegebenen Hinweisen gut miträtseln. Selbst als nach den ersten ca 80-90 Seiten etwas das Tempo rausgenommen wurde, ist es nicht langweilig geworden. Ich konnte das Buch tatsächlich bis zum Ende hin nicht aus der Hand legen.
Das einzige, was mir wirklich nicht getaugt hat, ware die übertrieben 'coole' Skaterszene und wie sehr die darin vorkommenden Charaktere überzeichnet waren. Gut, alle Charaktere in den drei ??? sind irgendwie überzeichnet dargestellt, aber hier war es schon extrem klischeehaft mMn. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.
In Schulnoten gesprochen schwanke ich zwischen einer sehr guten 2 und einer 1-

38) ArabianWerewolf © schrieb am 10.10.2020 um 21:20:17 zur Folge und der Jadekönig: @PerryClifton Als jemand, die selbst Teil der LGBT 'Szene' ist, kann ich dir durchaus bestätigen: Ja, man überliest das vollkommen arglos.

37) PerryClifton © schrieb am 08.10.2020 um 07:23:51 zur Folge und der Jadekönig: @35 Perfekt zusammengefasst. Ich würde nur noch eine dritte Möglichkeit hinzufügen: Manchen geht es auch einfach nur um Aufmerksamkeit, die sie mit ihren formelhaften Skandalrufen erzeugen wollen. So eine Art Werbung für die eigene Tugend
@36 Ich bin da relativ großzügig. Es war spannnend, kurzweilig und unterhaltsam, da gebe ich auch eine gute Note. Allerdings wird diese Geschichte durch nichts lange bei mir hängenbleiben. Marx ist nachwievor nicht mein Autor, denn er setzt die Prioritäten auf Dinge, die ich bei DDF nicht suche bzw. die meiner Meinung nach dort nichts zu suchen haben. Allerdings erkenne ich immer an, wenn er eine funktionierende Geschichte beisteuert.

 
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