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Folgen-Diskussionen

Hier kannst Du einen Kommentar zur Folge Der heimliche Hehler abgeben.

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260) alphawolf © schrieb am 11.03.2026 um 09:27:10 zur Folge Der heimliche Hehler: dcc, ich bin auch der Ansicht, dass sinnloses Gelaber aus Hörspielen raus muss, aber Impros gab es doch schon immer, sie waren bloß schon von Francis eingebaut, man denke an die Rokokokokotte. Dass die Sprecher damals nicht improvisierten lag daran, dass sie noch zu jung waren und brav abgelesen haben, was auf dem Blatt steht. Zudem wurde wegen der Schallplatten nachträglich viel rausgeschnitten. Für mich sind Impros in Ordnung bis schön, wenn sie gut platziert sind. Ich liebe zum Beispiel die Stelle in "Geisterbucht", als Bob in der Eisdiele ganz leise, dezent und vollkommen natürlich "Ach, gekleckert." sagt. Das hat wahrscheinlich kaum einer mitbekommen, aber wenn man es dann einmal hört, muss man schmunzeln. Und das macht es aus: ein kurzer Kommentar, der einen zum Lächeln bringt und das Gefühl, dass das Hörspiel Spaß macht. Das hat man leider mittlerweile immer seltener und ein schlecht platzierter/gespielter Gag sollte definitiv rausgeschnitten werden.

259) dcc © schrieb am 11.03.2026 um 08:56:36 zur Folge Der heimliche Hehler: Also, es gibt auch einige Folgen die keine Klassiker sind, die ich sehr gerne höre (Nacht in Angst, Feuermond, Poltergeist, Botschaft von Geisterhand, Nebelberg, Tödliche Spur, Fluch des Drachen,...). Logik ist mir völlig egal, die ist oft nur hinderlich und verlangsamt die Folgen. Mir geht es um den Kern dessen, was die Serie im Ursprung ausgemacht hat. Wenn jemand die TKKGisierung mag, ist das auch OK, aber DDF sind für mich Mystery, Rätsel, Übersinnliches, kalifornische Geschichte,... und das alles verpackt in sehr knappe Stories, bei denen man nach 5 Minuten weiß, worum es geht. Mit maximal reduzierten Skripten bei denen nicht gelabert, chargiert, oder gar improvisiert wird. Wenn ich mit diesen Vorlieben eine Folge wie die Hehler höre, ist das eine ganz andere Serie.

258) Der Puppenmacher © schrieb am 11.03.2026 um 08:25:36 zur Folge Der heimliche Hehler: @dcc, ich glaube, das ist vor allem deine Einstellung, ohne dir zu nahe treten zu wollen. Wenn man sich die ganze Zeit zuredet, dass die Klassiker die einzig guten Folgen dieser Serie sind, hört man aus denen danach einfach nichts mehr raus. Die Klassiker weisen z.B. viel mehr Logikfehler auf als die späteren Folgen. Wenn man als Mystery-Fan z.B. die Crime Busters nicht mag, ist das vollkommen verständlich. Aber alle folgen über 32 hinaus als nicht reizend zu empfinden, ist m.M.n. eine Frage der Einstellung.

257) Mihai Eftimin © schrieb am 05.09.2021 um 20:33:06 zur Folge Der heimliche Hehler: Genau. Zur Not besprechen wir das mit Marie-Luise, ähh ... Frau Müller-Kandinski.

256) PerryClifton © schrieb am 05.09.2021 um 20:10:42 zur Folge Der heimliche Hehler: Können wir beim nächsten Telefongespräch mit Kosmos ja klären

255) Mihai Eftimin © schrieb am 05.09.2021 um 19:45:18 zur Folge Der heimliche Hehler: *Kosmonaut, herrgott. Kosmosmaut. Wo auch immer die eingetrieben wird ...

254) Mihai Eftimin © schrieb am 05.09.2021 um 19:30:39 zur Folge Der heimliche Hehler: Das Konzept von TKKG ist ja ein paar Jahre älter als das von T&L; vielleicht war die Kampfsportwelle da noch nicht so extrem ausgeprägt. Aber ja, mit dem "gelben Drachen" ging es los, und spätestens ab ca. 100 lief es dann völlig aus dem Ruder. Und ab ca. Folge 175 kam dann die vermeintliche Kurskorrektur, nach der Tim dann plötzlich ALLES verlernt hat. Inzwischen darf er immerhin wieder drohen. :D Da hätte ich es besser gefunden, wenn man sich wieder auf den frühen Tarzan zurückbesonnen hätte, eben aufgrund seiner zeitlosen Übertragbarkeit als Judoka, der den entsprechenden Ehrenkodex berücksichtigt und daher pädagogisch unbedenklich ist.
"Durch die vielen Änderungen alter Kinderbücher soll eine funktionale Zeitlosigkeit herbeigeführt werden, die gar nicht möglich ist, weil schon deren Konzepte ein Spiegel ihrer Zeit sind und die Bücher erst dadurch zeitlos ansprechend werden können. Die Zeitbezüge herauszunehmen resultiert also in einer kompletten Entwertung der Werke und verbaut den Weg für Verständnis und Wertschätzung." Den Satz sollte sich so mancher Kosmosmaut mal an den Kühlschrank kleben! Aber ja, genau so ist es, und das ist auch der Grund, warum die TKKG-Neuausgaben von vornherein zum Scheitern verurteilt waren. Kann man auch aufs Redesign übertragen, bei dem ein funktional wie ästhetisch zeitloses Layout durch ein vermeintlich funktional zeitloses, in Wirklichkeit aber stark zeitbezogenes, ersetzt wurde.

253) PerryClifton © schrieb am 05.09.2021 um 18:22:16 zur Folge Der heimliche Hehler: Genau, entweder hat Wolf da intuitiv einen Riegel vorgeschoben oder vorgeschoben bekommen. Das Resultat ist jedenfalls, dass beim frühen Tarzan eine zeitlose Übertragbarkeit gegeben ist, die später wegfällt. Spätestens beim Gelben Drachen sind wir voll in den Martial Arts 80ern.
Yo, ich mag die Begriffseinteilung "funktional zeitlos" und "zeitlos ansprechend". Kann man gleich mal anwenden: Durch die vielen Änderungen alter Kinderbücher soll eine funktionale Zeitlosigkeit herbeigeführt werden, die gar nicht möglich ist, weil schon deren Konzepte ein Spiegel ihrer Zeit sind und die Bücher erst dadurch zeitlos ansprechend werden können. Die Zeitbezüge herauszunehmen resultiert also in einer kompletten Entwertung der Werke und verbaut den Weg für Verständnis und Wertschätzung.
Klar, Kategorien haben es so an sich, immer mit Ausnahmen und Überschneidungen kämpfen zu müssen Bei Tom Sawyer spielt ja auch noch die allegorische Deutungsebene für die dauerhafte Aktualität eine Rolle, nicht nur der Zeitbezug.

252) Mihai Eftimin © schrieb am 05.09.2021 um 17:53:58 zur Folge Der heimliche Hehler: Ich greife das Beispiel "Super-Papagei" direkt mal auf, weil es gut zeigt, was ich mit meiner Unterscheidung zum Ausdruck bringen will: Der zählt nämlich meiner Auffassung nach zur ersteren Kategorie, der Geschichten, die praktisch zu jeder Zeit spielen können, denn einem Haufen Papageien ein paar Sprüche beizubringen, nur um jemanden zu ärgern, wäre heute kein kleinerer oder größerer Aufwand als in den 60ern, und eine Geschichte darüber kann man ohne jeden Zeitbezug erzählen, insofern ist sie in andere Zeiten übertragbar (ich nenne es für den Zweck dieser Diskussion mal "funktional zeitlos"). Ob sie auch zeitlos im Sinne von "zeitlos ansprechend" ist, das könnte man vermutlich nur feststellen, indem man die Folge allen DDF-Fans ab Baujahr 2000 vorlegt und sie hinterher fragt, ob sie sie hinterm Ofen hervorgelockt hat. "Tom Sawyer" wiederum ist nicht "funktional zeitlos", da die Geschichte strikt auf die Zeit bezogen ist, in der sie spielt, aber Kategorie 2, "zeitlos ansprechend", trifft (meiner Meinung nach) zu, weil es gerade DURCH den strikten Bezug auf die eigene Entstehungszeit über die vielen Jahre zum Klassiker wurde. Es ist auf diese Weise zum historischen Dokument geworden. Und dann auch noch zu einem, das das Glück hat, Kinder späterer Generationen unterhalten zu können.
Ich will natürlich mitnichten behaupten, die beiden Kategorien seien Entweder-oder-Optionen. Es gibt sicherlich Werke, auf die beides zutrifft, so wie es Werke gibt, auf die gar nichts zutrifft, und jede Menge Grauzonen. Ich halte lediglich eine grobe Einteilung für sinnvoll.
Was "Locke" angeht, pflichte ich dir bei. Es hat vermutlich seine Gründe, warum die Serie nicht in Ansätzen so langlebig war wie TKKG, und das nicht nur aufgrund des verschiedenen Zielpublikums. T&L schreien noch lauter "Achtziger!" als die Crimebusters bei DDF. Bei TKKG gibt es Folgen wie "Das leere Grab im Moor", "Abenteuer im Ferienlager" oder "Banditen im Palasthotel", die, wären sie von 2021, mit Sicherheit auch immer noch funktionieren würden. Dagegen gibt es Folge 179, "Abzocke im Online-Chat", die nicht nur ein Trendthema behandelt, sondern dies auch noch in sehr unglücklicher Weise tut: Sie beschäftigt sich mit Abofallen im Internet, denen nur wenige Monate nach Erscheinen des Buches gesetzlich ein Riegel vorgeschoben wurde. Als das Hörspiel erschien, war es bereits obsolet. Ein absolutes Paradebeispiel für "schlecht gealtert".
Und ja, deine Anekdote mag sehr subjektiv sein, und Jugendliche, die aus Lust und Laune andere verkloppen, dürfte es auch heute noch geben, aber die Kampfsportwelle war definitiv 80er, und bei Tim gingen die richtigen Auswüchse lustigerweise erst wesentlich später los.

251) PerryClifton © schrieb am 05.09.2021 um 16:55:58 zur Folge Der heimliche Hehler: Ja, ein guter Gedanke. Dass man die Zeitlosigkeit in gewisser Weise zergliedern muss, so wie du das vorschlägst, scheint unabdingbar zu sein. Denn Zeitlosigkeit im Sinne davon, dass ein Buch NICHT der Spiegel seiner jeweils aktuellen Zeit ist und so in JEDER Zeit funktionieren würde... gibt es sowas? Okay, theoretisch ist das vielleicht möglich. Aber in der Praxis ist es wohl nicht das, worüber wir hier reden. Es geht also um das, was du "zeitlos ansprechend" nennst. Auf die elementarste Ebene heruntergebrochen wären das natürlich die klassischen Stoffe Liebe, Hass, Rache, Geheimnis, Verrat, Verbrechen usw. Mit diesen Themen wäre man theoretisch also zeitlos ansprechend. Nun haben aber sowohl zeitlose als auch schlecht gealterte Bücher solche Stoffe. Und wenn wir wieder ein paar Stufen höher klettern, fängt es an, unscharf zu werden. Warum ergibt ein Haufen sprechender Papageien eine zeitlose Geschichte? Und warum ist z.B. mit Tom Sawyer ein strikt auf seine Zeit bezogenes Buch so zeitlos? (Ich meine nichteinmal den Bezug zur aktuellen Rassismusdebatte).
Ein Kuriosum, weil ich gerade Tom und Locke Folge 3 gehört habe: Ich finde, dass T&L wesentlich weniger zeitlos ist als TKKG. Obwohl ich es genauso sehe wie du, was Wolfs Absicht mit dem Spiegel der jeweiligen Zeit angeht, sind einige alte TKKG-Folgen meiner Ansicht nach zeitlos und klassisch. Bei T&L habe ich jedoch stets ganz konkret die 80er vor Augen und die Dinge, die genau dann, genau so, stattfanden und heute nicht mehr so ablaufen würden. Was ist das für ein Hexenwerk? *g*
Vielleicht ist das auch rein subjektiv (was nicht heißen soll 'falsch' oder 'eingebildet'). Sorry, ich muss mal aus dem Nähkästchen plaudern: Tom hat einen neuen Karatetritt gelernt und muss ihn nun bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit an Person X oder Y, die gerade vorbeikommt, ausprobieren. (Sind natürlich die Bösen, Glück gehabt!). Würde man vielleicht für schlechtes Schreiben halten, aber ich habe das GENAUSO im wirklichen Leben erlebt. Leider war es kein heldenhafter Tom und ich persönlich habe den Tritt (für nichts) in den Bauch abbekommen. Auch nicht als einziger. Weil der Typ nunmal auf der in den 80ern aktuellen Kampfsportwelle mitschwamm, ansonsten sowieso ein Schlägertyp (bzw. Junge) war und angeben wollte. Ich bin zwar sicher, sowas gibt es heute auch noch, aber für mich ist es in dieser Form fest mit dem Entstehungszeitraum der Geschichte verbunden, so wie Wolf das darstellt. Komischerweise ist das bei Tarzan und seinem anfänglichen Judo viel weniger der Fall. Spätere Kung Fu Eskapden und übertriebene "Notwehr" mal außen vor gelassen

 
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