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Hier kannst Du einen Kommentar zur Folge Das Lied der Knochenflö:te abgeben.

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3) Ola-Nordmann © schrieb am 19.02.2026 um 12:26:27 zur Folge Das Lied der Knochenflö:te: Was die Verdächtigen angeht, volle Zustimmung, die sind wirklich nicht überzeichnet. Das sind recht normale Nebenfiguren und gerade bei Jerome ging es mir ähnlich wie dir.

Was die Knochenflöte angeht, trifft es zwar zu, dass die schon in einem Rätsel vorkommt, das ist für mich aber ziemlich austauschbar.

2) ArabianWerewolf © schrieb am 19.02.2026 um 11:00:46 zur Folge Das Lied der Knochenflö:te: Also meine Meinung zu dem Fall geht zu 100% in die andere Richtung als von Ola-Nordmann - so verschieden sind wohl die Geschmäcker xD Ich habe Das Lied der Knochenflöte als erstes der drei neuen Bücher gelesen, die anderen beiden stehen noch aus. Ich fand das Buch sehr gelungen und habe es in einem Rutsch durchgelesen.

SPOILER

Beim Anfang sind wir tatsächlich einer Meinung, den fand ich auch sehr gut und spannend. Ich finde es auch durchaus nachvollziehbar, dass Peter nicht gleich mit der Sprache rausrückt, was passiert ist, wenn er doch den größten Teil vom Buch lang glaubt, dass er selbst für das Feuer verantwortlich ist. Das ist nichts, was man mal eben erzählt. Auch nicht seinen besten Freunden. Erst recht nicht wenn man 16/17 ist. Und erst recht nicht, wenn man zusätzlich von jemandem erpresst wird.

Auch fand ich nicht, dass die Stimmung extrem aggressiv/feindselig gewesen wäre. Tatsächlich fand ich es sogar ganz gut dargestellt, wie Justus natürlich sofort bemerkt, dass mit Peter etwas nicht stimmt, aber seinen Freund auch gut genug kennt, um zu wissen, wie er an die Sache rangehen muss, damit Peter mit ihm redet. Und natürlich kommt trotzdem was von Justus' Neugierde und Ungeduld durch, weil er nunmal Justus ist und kein Psychologe, und seinen Drang nach "alles aufklären" einfach nicht abschalten kann.

Generell fand ich die Charaktere alle sehr gut dargestellt. Mir persönlich geht das ja immer wahnsinnig auf die Nerven, wenn alle Verdächtigen zu einem wirklich absurden Grad überzeichnet sind. Das Gefühl hatte ich hier gar nicht. Ja, jeder hat so seine Charaktereigenschaften, die besonders hervorgehoben werden, aber es wird nicht ins völlig Lächerliche gezogen. Jerôme war mir sogar richtig sympathisch und ich habe die ganze Zeit gehofft, dass er wirklich nicht in dem Fall mit drinhängt.

Dass der eigentliche Fall recht schnell geklärt ist, dann aber andere Dinge passieren, kommt auch nicht zum ersten Mal vor und finde ich auch gar nicht schlimm. Ist mir ab und an sogar lieber, als wenn die drei ??? einen Fall annehmen, der sich schnell als große Nummer entpuppt, und sie dann quasi aus Stolz nicht die Polizei dazuholen.
Hier haben sie einen sehr einfachen, ungefährlichen Auftrag, dessen Lösung aber ein anderes, etwas seltsameres Rätsel aufzeigt, dessen Lösung wiederum ein Verbrechen und Vetternwirtschaft in großem Stil zugrunde liegt. Auch wirkte die Antwort auf alle Fragen am Ende für micht nicht wie aus dem Hut gezaubert - da gab es durchaus vorher schon Hinweise drauf. Und eines der Rätsel betrifft durchaus die titelgebende Knochenflöte, welche ja letztendlich der Auslöser für alles war.
Wenn ich etwas bemängeln müsste, dann, dass wirklich nicht besonders viel ermittelt wird. Viele Dinge und Gespräche ergeben sich gefühlt eher zufällig, wobei dann natürlich doch die richtigen Fragen gestellt werden. Allerdings hat es mich doch ziemlich gewundert, dass nicht von vorne herein mal der Charakter des Ferris Forcer recherchiert wurde. Da wäre ja vermutlich zumindest mal aufgekommen, was sein echter Name ist, und die Verbindungen in dem ausgeweiteten Fall wären etwas schneller klar geworden.

Mein Gesamtfazit fällt hier insgesamt gut aus. Definitv Luft nach oben, aber mir hat das Buch Spaß gemacht, es war nicht langweilig, nicht absurd. Meiner Meinung nach deutlich - DEUTLICH - besser, als die meisten Fälle, die wir in letzter Zeit hatten.

1) Ola-Nordmann © schrieb am 16.02.2026 um 08:09:04 zur Folge Das Lied der Knochenflö:te: Ok, nach dem etwas enttäuschenden Rätsel des Mondes (was durchaus auch an den extrem hohen Erwartungen lag), hatte ich bei der Knochenflöte auf eine Steigerung gehofft, heraus kam das komplette Gegenteil. Das Buch war für mich das seit sehr langer Zeit schlimmste zu lesen (und Minninger hatte in der Hinsicht die Latte schon extrem hoch angesetzt). Ich weiß zwar noch nicht, wieviel ich am Ende spoilere, aber ich setze ihn trotzdem mal.

SPOILER

Der Beginn ist eigentlich ganz gut gelungen. Man ist direkt mit Peter in einer Feuersbrunst, es passieren einige Dinge, die merkwürdig sind - etwas ungewohnt ist man direkt im Geschehen, kann man aber durchaus so machen und der Beginn macht auch Lust auf mehr. Doch danach wird es schlimm. Bis Seite 90 hat man ein komplett zerrüttet wirkendes Detektivtrio, bei dem keiner keinem traut, ständig eine agressiv-feindselige STimmung herrscht und ich es wirklich nicht geschafft habe, mehr als ein Kapitel am Stück zu lesen, weil es mir jedesmal sowas von gereicht hat. Und wegen was? Weil sich die drei vor dem Urlaub nicht einig geworden sind, ob man die Zentrale aufräumt. Und Peter, der in Schwierigkeiten ist, traut sich deswegen nicht, mit seinen Freunden zu sprechen. Wenn Peter diese Probleme hat, dann wäre es das einzig normale, wenn er sich seinen Freunden anvertraut. Tut er aber nicht, sondern schweigt alle Probleme weg, selbst wenn sein Problem direkt mit dem Fall zu tun hat.

Und dann der Fall - wobei, welcher Fall eigentlich? Die drei werden von einer besorgten Großmutter beauftragt, die sich Sorgen um ihren Enkel macht. Die drei finden auch relativ schnell heraus wo der Typ war und der spielt dann auch nicht mehr groß eine Rolle, bis er im Finale pflichtbewusst nochmal auftaucht. Zwischendurch ermitteln die drei Fragezeichen dann vor sich hin, wobei man sich tatsächlich fragt, was sie da eigentlich ermitteln. Es gibt zwar alle möglichen Sachen, aber so richtig wird nicht klar, was eigentlich groß detektivische Arbeit erfordert. Das gipfelt dann darin, dass Kari am Schluss noch irgendwas aus dem Hut zaubert, um die losen Enden irgendwie zu Ende zu bringen.

Dann bleibt zum Schluss noch die namensgebende Knochenflöte, die leider nicht wie beim Rätsel des Mondes das Thema vorgibt, sondern als reiner MacGuffin. Das Buch hätte genausogut der Rauch der Friedenspfeife heißen können.

Was soll ich abschließend noch sagen, mein Fazit dürfte klar sein. Auch wenn er Fall noch deutlich mehr Substanz als manch anderer schlechter Fall der jüngeren Vergangenheit hat, die Umsetzung fand ich furchtbar. Es muss zwischen den dreien nicht immer eitel Sonnenschein sein, aber die ersten 90 Seiten hier haben mir jegliches Lesevergnügen komplett vergellt.

 
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