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Folgen-Diskussionen34) Winnetou © schrieb am 20.03.2026 um 21:52:54 zur Folge Der Fluch der Medusa: @alphawolf Das war zumindest die Wahrnehmung, die ich online und auch in diesem Folgenfeed so gelesen habe. Ich finde Gravedigger selber gerade deswegen so klasse, dass er mal eine komplett neue Anlage besitzt. Genau sowas hebt Figuren eben auch mal von anderen ab. Insofern stimme ich dir zu. Es wäre schön, wenn sich einfach mal getraut wird ikonisch-facettenreiche Figuren zu kreieren. In meinen Augen macht das eine Folge/Buch viel lebhafter. 33) Max DoMania © schrieb am 20.03.2026 um 19:56:02 zur Folge Der Fluch der Medusa: @alphawolf: Das mit den blassen Figuren ist wirklich ein zentrales Problem bei Sonnleitner. Mir fällt aus seinen Folgen kaum ein Charakter ein, der sonderlich erwähnenswert wäre. 32) alphawolf © schrieb am 20.03.2026 um 19:36:13 zur Folge Der Fluch der Medusa: Interessant, dass du sagst, Gravedigger kommt bei vielen schlecht an. Für mich ist sie die beste Figur, die Sonnleitner erfunden hat, eben weil sie mal Farbe hat. In Haus des Schreckens beispielsweise fand ich alle Figuren blass, ein Einheitsbrei, obwohl es ansonsten das erste richtig gute Buch von ihm ist. 31) Winnetou © schrieb am 18.03.2026 um 16:42:45 zur Folge Der Fluch der Medusa: Widmen wir uns nun also dem Fluch der Medusa. Hier sticht das Cover wirklich positiv heraus. So schön schrecklich. Leider hat es, wie auch schon den Rezensionen bemängelt wurde, in der Folge selber keinen großen Wiedererkennungswert. Der Beginn ist wirklich athmosphärisch, obwohl er quasi in Rocky Beach spielt. Dadurch, dass aber durch die Akkustik so eine warme Sommerkulisse entsteht, also grillen zirpen und Hitze steht in der Luft, wird die Szenerie, meiner Meinung nach, visuell sehr gut transportiert. Ohne, dass der Erzähler etwas dazu erzählt, bildet sich für mich sofort ein Bild in der Nähe vom Meer/Strand. Darüber hinaus wird durch den Anfang erneut ein sehr sorgloses Gefühl transportiert. Die drei sitzen zusammen warten auf Onkel Titus, schauen aufs Meer und quatschen/necken sich. Auch der Trick mit dem Flyer und den Brief, der vorher für den Hörer schon unbewusst eingeführt wurde, finde ich gut gelungen. Kommen wir nun zu Jojo. Dieser transportiert, für das alter spielend, eine perfekte stimmliche Anlage. Auch das Rätsel, dass er in der Folge mit den Drei ??? löst, finde ich nachvollziehbar und eigentlich recht interessant. Die Tatsache, dass der Vater nun Alaska feststeckt macht die ganze Folge extrem spannend. Da dies aus journalistischen Hintergründen geschieht und auch aufgrund einer illegalen Mülldeponie des kandidierenden Gouverneurs von Kalifornien, Mr.Buchanan, ist dies eigentlich mein Hauptgrund der Geschichte: Sie ist zu kurz. Meiner Meinung nach hätte diese Story wirklich ein sehr, sehr gutes Potenzial für eine Trilogie gehabt. Vielleicht gegen Ende der ersten Folge noch nach Alaska fliegen und schon haben wir ein klasse Setting dazugewonnen, dass perfekt mit dem Thema matcht. So wirkt es an manchen Stellen etwas zu sehr zusammen gequetscht. Naja... Im Gegensatz zu vielen anderen finde ich die Figur des Gravedigger ziemlich lustig. Klar ist sie überzogen, aber Herrgott es ist lustig. Besonders die Szene mit Tante Mathilda empfinde ich als sehr ikonisch. Jedoch stimme ich ebenfalls den restlichen Rezensionen zu, dass die meisten Personen recht flach erscheinen. Bei einer Trilogie hätte man hier mehr rausholen können. Dass letztendlich die Briefschreiberin eine Gegenspielerin von Vince Buchanan ist finde ich smart, vor allem da Jojos Vater nun mal Journalist. Ich muss nur leider sagen, dass ich mir viel mehr Hörzeit von Jeremaya Carmichael gewünscht hätte, da er einen sehr interessanten Charakter bietet, der leider seitdem nicht mehr verwendet wurde. Die Auflösung am Ende finde ich gar nicht so schlecht. Auch das es um ein Stick mit belastbaren Informationen geht. Dass dieser nun aufbewahrt wurde kann ich leider ebenso wenig nachvollziehen wie die Tatsache mit dem Handy. Das ist halt wieder sehr einfach gemacht. Trotzdessen finde ich es gut, dass Sonnleitner sich traut auch mal wieder politische Themen zu behandeln, welchen ich gerne noch mehr Raum hätte geben lassen. Eine Folge, die mehr Potenzial besässen hätte. Besonders die ersten 15 Minuten bleiben bei mir immer sehr hängen. 30) Nostigon © schrieb am 23.08.2024 um 18:39:00 zur Folge Der Fluch der Medusa: Bin ich eigentlich der einzige, der bei Buchanans Adlatus Ace Hall immer was anderes versteht? 29) Talano © schrieb am 19.07.2024 um 09:59:04 zur Folge Der Fluch der Medusa: War letzte Woche schlecht drauf, bewerte das Buch im Nachgang etwas besser. Der Erzählstill ist okay. Plot naja, wie schon erwähnt sehr grob gestrickt. Note: 3 / 3- 28) Talano © schrieb am 14.07.2024 um 20:46:51 zur Folge Der Fluch der Medusa: Schwache Folge, schwanke zwischen 3- und 4 . Die Figur des Gravedigger ist arg albern (genau wie die Schlusspointe). Gravedigger ist sicher der Corona-Zeit und den Querdenkern und Co. und der Erkentnis geschuldet, dass da einige Vollspaken frei rumlaufen. Dafür ist sie wohlwollen angelegt und man kann es nachvollziehen. Wirklich dünn ist der Plot, der sich am Ende nahezu in Luft auflöst, das ist bestenfalls eine 4- . Schreibstill und die restlichen Figuren sind okay, nicht wirklich spannend, aber auch nicht zum Einschlafen. 27) Dave © schrieb am 15.07.2022 um 20:00:34 zur Folge Der Fluch der Medusa: @26: Zusatz: Es soll natürlich heißen: "...und auch die Medusa erst im letzten Drittel überhaupt auftaucht". 26) Dave © schrieb am 15.07.2022 um 19:46:32 zur Folge Der Fluch der Medusa: Vermutlich ist es einfach unfair einen Sonnleitner kurz nach einem Marx zu lesen. Und wahrscheinlich sollte man sich seinen Büchern auch nicht widmen, wenn man ohnehin schon nicht die beste Stimmung hat. Ich bekenne mich schuldig: Beide Fehler wurden begangen und entsprechend fällt meine Wertung aus. Schon der Einstieg in die Geschichte war unglaublich zäh. Jeder zweite Dialog besteht aus abgehackten Halbsätzen: „Ihr habt... Jemand wollte... Ich verstehe nicht“, „...ja das ist...“ „Vielleicht ist der von...“. Wow, jetzt hab ich unglaublich viel erfahren, und der Lesefluss war noch dazu bombastisch. Beschreibungen im Telegrammstil verbessern den übrigens auch enorm, genauso wie Kapitelwechsel an merkwürdigen Stellen. Dass die drei ??? sprachlich kaum auseinanderzuhalten sind brauch ich vermutlich gar nicht mehr zu erwähnen. Stilistisch wird das ganze mit der Zeit besser und man kann Sonnleitner auch nicht vorwerfen, dass er langweilig schreibt. Immer wieder streut er kleine Spannungshöhepunkte ein und teilt die drei ??? immer wieder auf um die Geschichte temporeich fortschreiten zu lassen. Was diesen Punkt angeht ist „Der Fluch der Medusa“ völlig in Ordnung. Und auch die Grundidee hinter dem Fall kann sich durchaus sehen lassen. Aber die Umsetzung zeigt wieder ein grundsätzlich mangelndes Verständnis dessen, was die drei ??? ausmachen, und in welchem Rahmen die vielen ikonischen Elemente funktionieren. Das beginnt mit dem nächsten vollkommen austauschbaren Rätsel, das man nicht erst nach der Lektüre, sondern schon direkt in der nächsten Zeile vergessen hat. Mag sein dass „Zwischen Rhein und Flughafen“ eine inhaltlich ziemlich dämliche Rätselzeile im seltsamen Wecker war, aber immerhin kann man sie sich merken. Sonnleitner hatte in seiner langen Laufbahn als DDF-Autor auch hin und wieder mal solche Rätsel dabei, den Text aus dem ohnehin sehr gelungenen „Haus des Schreckens“ beispielsweise. Aber hier zeigt er einmal mehr, dass er den Reiz, Sinn und Zweck von Rätseln in drei ??? Geschichten überhaupt nicht versteht. Ähnlich verhält es sich mit der Verwendung skurriler Charaktere. Ja, die gab es von Anfang an in der Reihe, man könnte sogar sagen, dass sie eines ihrer Markenzeichen sind. Der Grund warum Charaktere wie Java-Jim, Mrs. Boogle, Agata Agawam, Mr. Barron und co. so hervorragend funktioniert haben liegt aber darin, dass sie trotz ihrer Skurrilität noch greifbar und glaubhaft waren. „Gravedigger“, der verrückte Vogel aus dieser Folge ist das dagegen nicht mehr im geringsten. Er ist eine einzige Witzfigur, die nicht mal ansatzweise vorstellbar ist. Klar, auch ich musste lachen als er zu Tante Mathilda mit gekreuzten Finger „Weiche von mir Zombie“ sagte und ihr ein Alter von 2812 Jahren zuschrieb, aber ich kann ihn und das ganze Geschehen dann nicht im geringsten mehr ernst nehmen. Das mag in den Crimebusters funktionieren, weil die Bücher konsequent nahe an der Karikatur der Reihe dran sind. „Der Fluch der Medusa“ will das aber nicht sein und dann ist das Ganze problematisch. Ich könnte mich jetzt noch drüber auslassen, wie offensichtlich (und in sich durchaus schlüssig) Sonnleitner seinen Fall aufbaut und dann längst klare Zusammenhänge Kapitel später als große Enthüllung präsentiert. Oder, dass die drei ??? mehrfach fahrlässig ein Kind in große Gefahr bringen. Oder dass ich noch nicht verstanden habe warum das Buch überhaupt „Der Fluch der Medusa“ heißt, wenn außer im Titel nie ein Fluch vorkommt und auch die Medusa erst im letzten Titel überhaupt auftaucht. Aber ehrlich gesagt will ich nicht noch mehr Zeit und Energie für dieses Buch aufwenden und belass es dabei. Sonst ärgere ich mich nur wieder unnötig ;) Bewertung: Irgendwas zwischen vier und fünf 25) Holmes © schrieb am 09.04.2022 um 16:55:45 zur Folge Der Fluch der Medusa: Achtung SPOILER! Nette Geschichte, nichts Außergewöhnliches. Ich habe mich durchs Buch am Anfang kämpfen müssen, könnte am Schreibstil oder dem etwas langsamen Einstieg liegen. Danach nimmt das Buch Fahrt auf und es entwickelt sich eine gute, spannende Geschichte, die stets gut unterhält. Gravedigger war für meinen Geschmack etwas over the top; aber naja, geschenkt. Dafür gefiel mir Jojo umso besser als etwas tragischer „Held“ der Geschichte. Der Titel ist leider einer des schlechtesten der letzten Jahre – verrät viel zu viel und nimmt so jeglichen Aha-Effekt, der in zweiten Teil erzeugt werden soll. Dass Jojo’s Vater am Ende nur sein Handy verloren hat ist zwar was Neues, aber auch ein bisschen langweilig. Wenn man die ganze Geschichte darauf aufbaut und die Verbrecher auch als potenzielle Entführer und Vertuscher im großen Stil darstellt, die Justus und Co. bedrohen und verfolgen (lassen) hätte eine Entführung auch ins Bild gepasst und wäre nicht zu viel des Guten sondern würde das Gesamtbild abrunden. Die Medusa als Versteck hatten wir zwar schonmal (Figuren als Versteck für wertvolle Dinge wie Filmrollen, siehe Reich der Ungeheuer), ist aber trotzdem schön umgesetzt. Das Rätsel gefiel mir persönlich nicht so. Es war zwar vernünftig gemacht, aber langsam werden die Situationen, in denen Rätsel verwendet werden, immer komplizierter, um deren Einsatz zu rechtfertigen. Insgesamt ist das Buch Mittelmaß. Das Rätsel ist auch das Problem des Hörspiels: Es ist einfach schwer, so einen hochkomplexen Text zu verbildlichen, ohne dass der Leser entweder komplett verwirrt ist oder nach zwei Sätzen abschaltet. Sonst ist die Geschichte wirklich gut umgesetzt worden, es kommt Stimmung auf und es wird ermittelt. Nur der Schluss wurde leider extrem zusammengekürzt. Das Hörspiel ist mit 73 Minuten schon wirklich lang, aber ich bin auch ein Fan für lange Geschichten, die viel Raum für Charaktertiefe bieten, was hier in Ansätzen passiert ist (Jojo, Jojo’s Mutter, Gravedigger in Ansätzen, der Rest bleibt eher blass). Daher ist das Hörspiel ein wenig schwächer als das Buch, aber immer noch ganz gut. Holmes | |||||||||
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