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Folgen-Diskussionen2) Micro © schrieb am 26.09.2018 um 22:13:59 zur Folge Das weiße Grab: Bin seit gestern auch durch. Es spricht generell schon mal für ein DDF-Buch, wenn man es schafft, dass ich es auch noch am selben Abend zu Ende lesen will, obwohl ich am nächsten Tag früh raus muss. Ganz so euphorisch wie mein Vorredner bin ich nicht, aber eine gute 2 hat Nevis‘ neuestes Werk auf alle Fälle verdient. Die Atmosphäre gelingt, das Kammerspiel auch, wodurch die Personenanzahl überschaubar ist, aber trotzdem nichts von der Lösung offen auf dem Tisch liegt. Im Endeffekt wird wenig Neues oder gar Innovatives erzählt, das aber ziemlich gut. Die Spannungsmomente werden gelungen eingefangen und ich musste in puncto Figurenzeichnung der Hauptcharaktere nicht einmal die Stirn runzeln, was bei Höhenangst ganz anders war. Der Schreibstil ist wieder mal top, man flutscht super durch. Leider kommt man an der einen oder anderen kleinen Ungereimtheit/Fehlersache nicht vorbei, was mich aber nicht sonderlich gestört hat (ein Großteil davon könnte ohnehin im Hörspiel gar nicht vorhanden sein). Ein bisschen störend ist der Umfang der Dorfgeschichte, ein paar genannte Aspekte bleiben später leider eher auf der Strecke liegen und wirken unnötig und aufbauschend, ebenso am Ende das mit Kellys Eltern, was einfach null Relevanz für die Handlung besitzt und nicht mal schlüssig erklärt/abgerundet wird. Genauso die Action ganz zum Schluss, die leider mehr effekthascherisch rüberkommt, weil Nevis der Meinung ist, er muss es nochmal spannend machen. Dagegen habe ich weiß Gott nichts, aber bitte in einem logischen Kontext mit der Story! Eine glatte 2, aber die Tendenz geht rauf zum Plus. Besser als Minninger (logisch), aber das Feurige Auge hat (nicht wirklich überraschend) die Nase vorn. 1) Call © schrieb am 24.09.2018 um 21:51:40 zur Folge Das weiße Grab: OH yeah, was für eine Geschichte. Das ist das beste Dreifragezeichenbuch das ich seit langem gelesen hab (Feuriges Auge kommt noch, wer weiß, wer weiß). Allein schon mal die Idee in einer Hütte unter einer Lawine eingeschlossen zu sein und dadurch einen begrenzten Raum mit einer limitierten Anzahl Personen zu schaffen wobei durch eine natürliche und nachvollziehbare Ursache kein Handy benutzt werden kann hat mir schon mal super gefallen. Dazu die etwas wunderliche Dorfsippe, die anderen Urlauber, die ebenfalls nicht ganz koscher zu sein scheinen, gut gemacht. Und als letztes Zuckerl noch die vielen, vielen verschiedenen Möglichkeiten und Hinweise die so dicht gestreut waren dass ausnahmsweise mal nicht ein einziger mit dem Zaunpfahl gewunken hat, ganz im Gegenteil, es gab Hinweise, bei denen ich dachte, das muss dieses und jenes sein und es kam einfach ganz anders. Die Geschichte hat jede Menge Wendungen die man nicht absehen kann und ist trotzdem nicht so abstrus dass es unglaubwürdig wäre. Klar sind auch ein paar Flüchtigkeitsfehler drin (Wie macht man Tee warm?), aber ehrlich gesagt bin ich bei dieser Atmosphäre und Storydichte bereit so Kleinigkeiten zu verzeihen. Ich war und bin einfach rundum angetan. Auch muss ich Ben Nevis loben, ich hatte auf Seite 80 schon das Gefühl, dass das ein Rohrkrepierer werden MUSS weil wir noch nicht mal richtig aus dem Präludium raus sind, aber er hat es geschafft derart an Fahrt zu gewinnen, dass ich am Ende nicht den Eindruck hatte er hätte viel gekürzt weil ihm die Seiten ausgegangen wären. Soviel sei gesagt, vieles was nach Seite 80 für die Lösung gebraucht wird,ist davor schon gefallen, wenn auch tmeist unauffällig. Ein rundum gutes Buch, ich vergebe hier eine glatte 1 und muss sagen: Feuriges Auge, halt Dich ran, die Messlatte liegt hoch! | |||||||||
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