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83) alphawolf © schrieb am 25.08.2026 um 12:35:40 zum Forumspunkt Klassiker-Nostalgie oder Wird der drei Fragezeichen-Fan alt?: Ja, die Sache mit der Musik ... auch wenn mir Bohn zu sehr "gehyped" wird (denn nicht alle seiner Stücke mag ich, viele der neueren zwar noch weniger - die orchestralen, die z.B. in Toteninsel eingesetzt wurden, find ich aber sehr gut). Es macht mit mir vor allem als Fan was. Das ist so ein blödes kindliches Gehabe, das einem die Sache irgendwie kaputtmacht. Es wäre bestimmt ein leichtes gewesen, Bohn ordnungsgemäß zu entschädigen und ihn wieder mit ins Boot zu nehmen. Wer weiß, vielleicht passiert es ja bei der 150 (naives Wunschdenken, ich weiß).
82) dcc © schrieb am 25.08.2026 um 10:04:22 zum Forumspunkt Klassiker-Nostalgie oder Wird der drei Fragezeichen-Fan alt?: Zu Körting/Bohn: Ja das verstehe ich auch überhaupt nicht. Eine einfache Einigung könnte in Richtung gehen: Wir veröffentlichen die Klassiker noch mal neu auf Kassette und CD in den Originalversionen, und Bohn bekommt einen ordentlichen Anteil der Einnahmen. Ob da am Ende viel bei rumkommt, weiß ich nicht. ist vermutlich auch egal. Es ginge um das Symbol.
81) LupusJonas © schrieb am 25.08.2026 um 09:56:58 zum Forumspunkt Klassiker-Nostalgie oder Wird der drei Fragezeichen-Fan alt?: Das habt ihr ganz passend zusammengefasst. Bei der Kritik an den neuen Folgen kann ich im einzelnen nicht folgen, da ich sie im Grunde zu wenig kenne, und sowas wie Fantasmafon sagt mir nix. Ob man die ??? technisch aufpeppen sollte, weiß ich nicht. Muss man probieren. Aber das ist vermutlich nicht das Problem. Es steht und fällt wohl eher mit den Geschichten an sich: Wie sind sie erzählt, wie glaubwürdig sind sie, wie authentisch werden sie dargeboten. Ich kann im Kino die tollsten technischen Effekte einsetzen, aber wenn die Geschichte nichts hergibt und der Film nur dazu da ist, die tolle Technik zu zeigen, nutzt es nix. Und das ist im kleinen Rahmen eines Hörspiels genau so. Ja, es hängt viel an der Musik. Carsten Bohn war ein echter Glücksgriff. Er war der Klaus Doldinger der Hörspiele. Die Musik hat auch dazu beigetragen, dass die ???-Hörspiele irgendwie interessant waren und mehr als nur „Was für Kinder“. Diese Musik hat Jugendlichen vermittelt, dass sie ernstgenommen werden, dass man ihnen auch solche Musik zumuten kann wie Erwachsenen im Tatort oder im Kino. Und dass man tolle Schauspieler hatte, die den Stoff ebenso ernstgenommen haben und die nicht von oben herab „Irgendwas für Kinder“ eingesprochen haben, hatte denselben Effekt. Und, wie gesagt, die Geschichten waren – jedenfalls überwiegend – dramaturgisch gut gekürzt und griffig erzählt. Klar, es gab schwache Folgen wie „der magische Zirkel“ oder „der lachende Schatten“ (nach meinem Empfinden). Aber das gehört ja auch dazu. Es macht ja allen Hörern, jungen wie alten, Spaß, zu erkennen, warum die eine Folge super und die andere wieder nicht so gelungen ist. Zu Carsten Bohn: Es ist ein Jammer, dass da zwischen ihm und Heikedine Körting so ein Krieg entstanden ist, warum man sich nicht irgendwie gütlich hat einigen können, damit zumindest die alten Folgen wieder mit der alten Musik erscheinen können. Das ist wirklich tragisch und nicht verständlich, warum nicht beide Seiten erkannt haben, wie viel sie erreichen können, wenn sie das Kriegsbeil begraben...
80) dcc © schrieb am 25.08.2026 um 08:08:48 zum Forumspunkt Klassiker-Nostalgie oder Wird der drei Fragezeichen-Fan alt?: Ich behaupte, der Grund warum mir die meisten Klassiker gefallen hat wenig mit Nostalgie zu tun, schon allein weil ich nur 5 Folgen als Kind überhaupt kannte. Wenn überhaupt, dann kommt Nostalgie durch die Bohn Musik, die ich eben auch aus Fünf Freunden und TKKG kannte. Sie spielt bei mir schon eine große Rolle für das richtige Feeling. DDF haben danach auch völlig das musikalische Konzept verloren. Warum hat man nie jemanden beauftrag, mal 30 neue Stücke zu schreiben die aus einem Guss sind? Stattdessen gibt es ständig und sogar innerhalb der Folgen ein wirres Gemisch aus Rock, Synthie, Jazz, Elektro, Klassik,... gruselig! Übrigens, einen einzigen Lichtblick der in die richtige Richtung ging, gab es mal mit dem musikalischen Neustart bei 125. Wie da in 125 und 126 das damals neue Hauptthema variiert wird, das hatte schon eine gewisse Ambition. So viel zur Musik. Die Schwächen der "neueren" Folgen (und damit meine ich im weiteren Sinne alles nach 34 und im engeren Sinne die letzten ~70 Folgen - mit einigen Ausnahmen vor allem bei den Marx Stories) sind vielfältig: Die Sprecher sind zu alt, die Gastsprecher kann man nicht auseinander halten, die Stories sind zu lang, die Auflösungen sind zu abstrus und langwierig, man kann den Handlungen nicht mehr folgen weil sie mäandern anstatt sich um EIN klares Phänomen zu drehen, die Skripte sind stümperhaft und sprachlich nicht mehr präzise, es fehlt Hitchcock, man nimmt das Mysterium nicht mehr ernst, die Regie hat die drei Hauptsprecher nicht im Griff, alles verkommt zu Klischees und falsch verstandenem Fan-Service,.. Was einen Neustart oder eine Neuausrichtung angeht: Da weiß ich ehrlich gesagt gar nicht was ich will. Wenn sich die Dinger wie sie heute sind sowohl bei alt als auch jung gut verkaufen, na dann sei es so. ICH persönlich kann aber mit dem Team hinter der Hörspielen und leider auch den drei Hauptsprechern nichts mehr anfangen. Ich würde der Serie wieder eine Chance geben, wenn man es echt mit 14 jährigen neu versuchen würde, aber dann auch mit neuen Autoren, Regie,... ich wünsche mir die frühe Naivität der Serie zurück.
79) Desa © schrieb am 25.08.2026 um 00:04:16 zum Forumspunkt Klassiker-Nostalgie oder Wird der drei Fragezeichen-Fan alt?: Ich stoße einfach mal dazu, hab eure Diskussion im Büffel verfolgt und kann nur zustimmen. Ich will den Leuten, denen die heutigen Folgen gefallen auch nichts Schlechtreden, nur langsam ist es nichts mehr für mich. Ich fande die Idee mit dem Sound zu spielen beim Fantasmafon noch ganz gut, aber aus meiner Sicht (und jetzt wird es blasphemisch) ruhen sich die Sprecher, die Autoren und die Regie zu sehr auf ihrer Formel aus. Warum auch was ändern, wenn die Fragezeichen eine Cash-Cow sind? Das darf man bei alldem nicht vergessen, nach über 40 Jahren sind die sicher dem Millionenumsatz entwichen und haben die Milliarde geknackt. Sei es ihnen gegönnt, aber ich kann mit der Karikatur von Justus Jonas nichts mehr anfangen. Nein, Doch, Ohhh! Louis de Funes lässt grüßen. Die Hörspiele sind zu lang, die Fälle sind zu langweilig und überkomplex. Der Auftraggeber ist der Täter. Gähn. Ich hatte es schon mal erwähnt, aber dazu der Gegensatz TKKG (wieder Blasphemie). Dort haben sich die Charaktere entwickelt. Zwar ist Gabi wieder etwas nerviger geworden in den letzten Folgen, aber dafür haben TKK mehr Facetten bekommen. Es gibt immer noch einen leichten Trashfaktor aber von Folgen wie der Taubenmörder-Konnäktschen und anderem zum Fremdschämen ist man weit entfernt. Im Gegenteil. Es wurden Drohnen und KI zum Thema gemacht und da kommt der Knaller - alles technisch korrekt. Keine Übertreibungen, da hat sich wirklich jemand mit der Materie auseinandergesetzt. Und was machen die Fragezeichen? Einen Peilsender nutzen. Im Zeitalter von AirTags, die seit Jahren auf dem Markt sind. Sorry, aber da wird sich gar keine Mühe gegeben die Welt einigermaßen konsistent zu machen. Ein Peilsender war 1985 spannend, weil den nicht jeder hatte. Jetzt ist es nutzlos. Sind die 17 oder 71? Nun ja, solange es Geld einspült, wird es weiterlaufen und ich denke, das wird es noch lange machen. Aber es ist Schade, wenn Künstler denken "So, das ist gut genug. Mehr müssen wir nicht machen." Dann denke ich mir "So, das ist nicht mehr gut genug. Das muss ich nicht mehr kaufen."
78) LupusJonas © schrieb am 24.08.2026 um 21:50:18 zum Forumspunkt Klassiker-Nostalgie oder Wird der drei Fragezeichen-Fan alt?: @dcc (aus dem anderen Faden): Ich finde, die Folgen 31 und 33, „Narbengesicht“ und „bedrohte Ranch“, waren die ausgereiftesten, vielleicht das „Riff der Haie“ noch dazu. Bei 31/33 gefällt mir wirklich die schauspielerische Qualität: Pinkas Braun, Helmut Zierl, Volker Kraeft, Monika Peitsch und und und. Das war unglaublich gut. Und die drei Jungs waren gut in ihren Rollen, ausgereift, nicht übertrieben, kein dummes Gestottere. Einfach gut zu hören. Im Narbengesicht habe ich damals die Atmosphäre sehr gemocht, das Regnerische, Nasskalte… Ich hab mir die Folge an Silvester 1983 morgens vor dem Jahreswechsel auf 1984 gekauft, und diese matschige schneekalte Atmosphäre schwingt da super im Hörspiel noch mit. Die bedrohte Ranch kam bei mir im Sommer 1984 dazu, als letzte Kassette. Da war parallel Olympia in Los Angeles und die Folge war auch sehr amerikanisch, mit der fingierten Ansprache des US-Präsidenten und so. Ich finde, das sind die Folgen, die waren sehr professionell und hatten einen guten Anspruch, die eigenen Hörer ernstzunehmen, die jungen wie die älteren. Mir machen die Folgen heute noch Spaß. Aber es ist schon so, dass die Nostalgie ganz zentral ist.
77) LupusJonas © schrieb am 24.08.2026 um 21:38:04 zur Folge und der rote Büffel: Ja, wir sehen uns da, und über "Die letzten Beiträge" kann man ja dann den Anschluss suchen...
76) dcc © schrieb am 24.08.2026 um 09:38:28 zur Folge und der rote Büffel: vielleicht hier https://www.rocky-beach.com/cgi-bin/s_forum.pl?d=2314
75) LupusJonas © schrieb am 23.08.2026 um 22:11:03 zur Folge und der rote Büffel: Ich würde gern noch bissl plaudern, denke aber, wir sollten einen geeigneten Faden dafür finden. Um den roten Büffel geht's ja nicht mehr wirklich. Kommt dann irgendwann ein Foren-Blockwart? ;)
74) dcc © schrieb am 23.08.2026 um 21:13:26 zur Folge und der rote Büffel: Die Ranch war auch die späteste der (nur) 5 Folgen die wir zuhause hatten damals. ich finde aber auch, dass sich danach die Tonalität und Ausrichtung der Reihe schnell geändert hat. Es fehlt das Mysterium, stattdessen gehen Folgen schon in Richtung einer "TKKGsierung" was die Themen angeht. Zusätzlich sind dann schon einige der frühen Sprecher-Legenden nicht mehr dabei.
73) LupusJonas © schrieb am 23.08.2026 um 19:28:11 zur Folge und der rote Büffel: @dcc: Haha, sowas hat manchmal ganz banale Gründe. „Die bedrohte Ranch“ (33) war einfach die letzte Folge, die ich mir im Sommer 1984 gekauft habe. Danach habe ich mein Geld eher in Popmusik und Chromdioxid-Kassetten zum Aufnehmen investiert. Man wird ja nicht jünger. Ich habe die Hörspiele trotzdem immer wieder abends gehört, aber nicht mehr so oft. Alle Folgen, die ich habe, sind heute mit der Zeit damals und mit meinem Lebensgefühl verknüpft. Das bekannte Phänomen. Später habe ich die meisten Kassetten mit der Zeit über ebay vertickt, die einzige ???-LP erst vor kurzem für gut 70 Euro. Irgendwann so um das Jahr 2000 herum habe ich alle Klassiker-Folgen mit der alten Musik als MP3 bekommen und von denen speise ich mich jetzt doch. Erst danach habe ich auch die Folgen bis 39 gehört, aber schnell wieder vergessen. Ich glaube, der „Super-Wal“ ist mir noch als ganz gute Folge hängengeblieben und „der rote Pirat“ auch, aber ich müsste sie heute wieder hören, um die Storys beurteilen zu können. Mache ich vielleicht die Tage.
72) dcc © schrieb am 23.08.2026 um 19:05:05 zur Folge und der rote Büffel: Mich würde interessieren, warum du die Klassiker vor allem bis 33 eingrenzt. Danach lief ja noch die Bohn Musk eine Zeitlang, und die Geschichten danach sind auch noch von den klassischen Autoren. Tatsächlich ist bei mir aber auch der Cut bei 33 - über 34 (roter Pirat) lasse ich noch mit mir reden. Danach fühlen sich die Geschichten einfach nicht mehr gleich an.
 

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