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79) Desa © schrieb am 25.08.2026 um 00:04:16 zum Forumspunkt Klassiker-Nostalgie oder Wird der drei Fragezeichen-Fan alt?: Ich stoße einfach mal dazu, hab eure Diskussion im Büffel verfolgt und kann nur zustimmen. Ich will den Leuten, denen die heutigen Folgen gefallen auch nichts Schlechtreden, nur langsam ist es nichts mehr für mich. Ich fande die Idee mit dem Sound zu spielen beim Fantasmafon noch ganz gut, aber aus meiner Sicht (und jetzt wird es blasphemisch) ruhen sich die Sprecher, die Autoren und die Regie zu sehr auf ihrer Formel aus. Warum auch was ändern, wenn die Fragezeichen eine Cash-Cow sind? Das darf man bei alldem nicht vergessen, nach über 40 Jahren sind die sicher dem Millionenumsatz entwichen und haben die Milliarde geknackt. Sei es ihnen gegönnt, aber ich kann mit der Karikatur von Justus Jonas nichts mehr anfangen. Nein, Doch, Ohhh! Louis de Funes lässt grüßen. Die Hörspiele sind zu lang, die Fälle sind zu langweilig und überkomplex. Der Auftraggeber ist der Täter. Gähn. Ich hatte es schon mal erwähnt, aber dazu der Gegensatz TKKG (wieder Blasphemie). Dort haben sich die Charaktere entwickelt. Zwar ist Gabi wieder etwas nerviger geworden in den letzten Folgen, aber dafür haben TKK mehr Facetten bekommen. Es gibt immer noch einen leichten Trashfaktor aber von Folgen wie der Taubenmörder-Konnäktschen und anderem zum Fremdschämen ist man weit entfernt. Im Gegenteil. Es wurden Drohnen und KI zum Thema gemacht und da kommt der Knaller - alles technisch korrekt. Keine Übertreibungen, da hat sich wirklich jemand mit der Materie auseinandergesetzt. Und was machen die Fragezeichen? Einen Peilsender nutzen. Im Zeitalter von AirTags, die seit Jahren auf dem Markt sind. Sorry, aber da wird sich gar keine Mühe gegeben die Welt einigermaßen konsistent zu machen. Ein Peilsender war 1985 spannend, weil den nicht jeder hatte. Jetzt ist es nutzlos. Sind die 17 oder 71? Nun ja, solange es Geld einspült, wird es weiterlaufen und ich denke, das wird es noch lange machen. Aber es ist Schade, wenn Künstler denken "So, das ist gut genug. Mehr müssen wir nicht machen." Dann denke ich mir "So, das ist nicht mehr gut genug. Das muss ich nicht mehr kaufen."
78) LupusJonas © schrieb am 24.08.2026 um 21:50:18 zum Forumspunkt Klassiker-Nostalgie oder Wird der drei Fragezeichen-Fan alt?: @dcc (aus dem anderen Faden): Ich finde, die Folgen 31 und 33, „Narbengesicht“ und „bedrohte Ranch“, waren die ausgereiftesten, vielleicht das „Riff der Haie“ noch dazu. Bei 31/33 gefällt mir wirklich die schauspielerische Qualität: Pinkas Braun, Helmut Zierl, Volker Kraeft, Monika Peitsch und und und. Das war unglaublich gut. Und die drei Jungs waren gut in ihren Rollen, ausgereift, nicht übertrieben, kein dummes Gestottere. Einfach gut zu hören. Im Narbengesicht habe ich damals die Atmosphäre sehr gemocht, das Regnerische, Nasskalte… Ich hab mir die Folge an Silvester 1983 morgens vor dem Jahreswechsel auf 1984 gekauft, und diese matschige schneekalte Atmosphäre schwingt da super im Hörspiel noch mit. Die bedrohte Ranch kam bei mir im Sommer 1984 dazu, als letzte Kassette. Da war parallel Olympia in Los Angeles und die Folge war auch sehr amerikanisch, mit der fingierten Ansprache des US-Präsidenten und so. Ich finde, das sind die Folgen, die waren sehr professionell und hatten einen guten Anspruch, die eigenen Hörer ernstzunehmen, die jungen wie die älteren. Mir machen die Folgen heute noch Spaß. Aber es ist schon so, dass die Nostalgie ganz zentral ist.
77) LupusJonas © schrieb am 24.08.2026 um 21:38:04 zur Folge und der rote Büffel: Ja, wir sehen uns da, und über "Die letzten Beiträge" kann man ja dann den Anschluss suchen...
76) dcc © schrieb am 24.08.2026 um 09:38:28 zur Folge und der rote Büffel: vielleicht hier https://www.rocky-beach.com/cgi-bin/s_forum.pl?d=2314
75) LupusJonas © schrieb am 23.08.2026 um 22:11:03 zur Folge und der rote Büffel: Ich würde gern noch bissl plaudern, denke aber, wir sollten einen geeigneten Faden dafür finden. Um den roten Büffel geht's ja nicht mehr wirklich. Kommt dann irgendwann ein Foren-Blockwart? ;)
74) dcc © schrieb am 23.08.2026 um 21:13:26 zur Folge und der rote Büffel: Die Ranch war auch die späteste der (nur) 5 Folgen die wir zuhause hatten damals. ich finde aber auch, dass sich danach die Tonalität und Ausrichtung der Reihe schnell geändert hat. Es fehlt das Mysterium, stattdessen gehen Folgen schon in Richtung einer "TKKGsierung" was die Themen angeht. Zusätzlich sind dann schon einige der frühen Sprecher-Legenden nicht mehr dabei.
73) LupusJonas © schrieb am 23.08.2026 um 19:28:11 zur Folge und der rote Büffel: @dcc: Haha, sowas hat manchmal ganz banale Gründe. „Die bedrohte Ranch“ (33) war einfach die letzte Folge, die ich mir im Sommer 1984 gekauft habe. Danach habe ich mein Geld eher in Popmusik und Chromdioxid-Kassetten zum Aufnehmen investiert. Man wird ja nicht jünger. Ich habe die Hörspiele trotzdem immer wieder abends gehört, aber nicht mehr so oft. Alle Folgen, die ich habe, sind heute mit der Zeit damals und mit meinem Lebensgefühl verknüpft. Das bekannte Phänomen. Später habe ich die meisten Kassetten mit der Zeit über ebay vertickt, die einzige ???-LP erst vor kurzem für gut 70 Euro. Irgendwann so um das Jahr 2000 herum habe ich alle Klassiker-Folgen mit der alten Musik als MP3 bekommen und von denen speise ich mich jetzt doch. Erst danach habe ich auch die Folgen bis 39 gehört, aber schnell wieder vergessen. Ich glaube, der „Super-Wal“ ist mir noch als ganz gute Folge hängengeblieben und „der rote Pirat“ auch, aber ich müsste sie heute wieder hören, um die Storys beurteilen zu können. Mache ich vielleicht die Tage.
72) dcc © schrieb am 23.08.2026 um 19:05:05 zur Folge und der rote Büffel: Mich würde interessieren, warum du die Klassiker vor allem bis 33 eingrenzt. Danach lief ja noch die Bohn Musk eine Zeitlang, und die Geschichten danach sind auch noch von den klassischen Autoren. Tatsächlich ist bei mir aber auch der Cut bei 33 - über 34 (roter Pirat) lasse ich noch mit mir reden. Danach fühlen sich die Geschichten einfach nicht mehr gleich an.
71) LupusJonas © schrieb am 23.08.2026 um 16:37:48 zur Folge und der rote Büffel: @dcc: Ja, gut auf den Punkt gebracht. Vielleicht gönne ich mir mal einen Blick in das Buch.
70) dcc © schrieb am 23.08.2026 um 16:34:38 zur Folge Der Ameisenmensch: Ich glaube eigentlich, auch heute gibt es solche Leute noch. Allein, es scheint bei Europa gar nicht mehr den Anspruch zu geben, echte "Größen" aus der Schauspielszene von irgendwelchen Theatern zu gewinnen. Wenn man mal im Bobcast hört, was das für gestandene Profis damals von den Bühnen des Landes waren, dann wird einem klar, welche Beziehungen die Körting damals hatte oder aufgebaut hat. heute klingen fast alle Sprecher nach beliebigen Soap-Darstellern, irgendwo im stimmlichen Niemandsland zwischen 20 und 50 Jahren.
69) LupusJonas © schrieb am 23.08.2026 um 16:26:25 zur Folge Der Ameisenmensch: @dcc: Ja, wer die Klassiker liebt, wird sich mit den neuen Folgen ab spätestens Folge 39 schwertun, allein schon weil die Musik von Carsten Bohn fehlt. Das mit den farblosen Sprechern ist auch sowas: Weil viele Sprecher heute eher farblos sind, kleistern sie umso mehr Effekt obendrauf, so dass es am Ende viel zu grell ist. Künstler wie Peter Pasetti oder Gisela Trowe wussten, was sie können. Sie konnten jede Rolle und jeden Raum mit einfachen schlichten Worten und ohne akustischen Kleister durchdringen. Da saß alles. Ich weiß auch nicht, warum es (jedenfalls nach meinem Eindruck) heute kaum noch solche Schauspielqualitäten gibt. Axel Milberg ist vielleicht einer der wenigen, die das noch draufhaben.
68) dcc © schrieb am 23.08.2026 um 16:20:28 zur Folge und der rote Büffel: Herrlich, wir sind uns so einig... Zum Büffel: Das Buch ist wirklich ganz fantastisch - vom Hörspiel ware hier aber wohl die meisten (?) Fans des Buchs enttäuscht. und nein, Fröhlich und Rohrbeck klingen natürlich ganz anders, das ist ja auch verständlich. Für mich sind sie aber inzwischen wirklich wirklich zu alt. Es ist einfach nicht mehr glaubwürdig. Schlimmer als das reine Alter finde ich aber ist die Art wie sie heute "spielen". Früher war da diese authentische Naivität, die zu den Jugendlichen passte. heute versuchen sie das herbeizuspielen, was einfach nur peinlich ist. Dann gibt es auch viel zu viele improvisierte Interaktionen. Ständig wird gestöhnt, gegrunzt, bestätigen - ein pausenloses "aha".... "ähem"... "ja ja".... "hmmmhmmm". Einfach unerträglich. volle Zustimmung auch, dass es so wirkt, als nehmen sie das Ganze nicht mehr ernst
 

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