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Winnetou © schrieb am 12.05.2026 um 19:38:11 zur Folge Tauchgang ins Ungewisse: Ich finde Tauchgang ins Ungewisse ist nicht nur ein richtig guter und zugleich mysteriöser Titel, er versprüht mit dem Cover auch zugleich eine sehr unheimliche Athmosphäre. Besonders der Algenwald kommt hier hervorragend zur Geltung. Zu der Folge gibt es leider zwei, drei Kritikpunkte, die die eigentlich ganz gute Folge deutlich runterziehen. Zunächst einmal ist das natürlich die völlig unglaubwürdige Darstellung von Jorunn. Für eine neunjährige!!! Da hat Kari Erlhoff leider eine große Schwäche offenbart. Ein paar Jahre älter und man hätte hier mehr Glaubwürdigkeit gehabt. Das Anwesen der Familie Grey bzw. des Vaters von Jorunn finde ich irgendwie extrem cool. Auch die Bucht und der Algenwald bietet ein tolles Setting. Ebenso der Aufhänger macht lust auf mehr und wirkt sehr mysteriös. Die Idee rund um die Selkis finde ich schon sehr cool. Besonders die Szene in der Jorunn von ihrer Begegnung erzählt ist musikalisch wunderbar unterlegt. [Br] Dass was MaxDoMania im vorherigen Kommentar bemängelt, sind genau die Tatsachen, die ich bei dieser Folge gut finde und die auch ein Alleinstellungsmerkmal bieten. Gerade, dass Bob in die moralische Not genötigt wird seine Freunde eventuell zu betäuben macht den emotionalen Reiz aus. Genau dass er sich aber letztenendes dazu durchringt, zumindest seine Freunde, nicht zu betäuben, passt genau zu Bobs moralischem Charakter. Das der FBI Agent letztenendes noch mitdrinnenhängt finde ich wieder einen Nebenstrang, der aus dem Nichts und den man nicht hätte mit reinnehmen müssen. Jedoch weiß ich auch nicht wie das im Buch ist und ob dort noch mehr Tiefe zu diesem Nebenstrang vorhanden ist. Die Tatsache, dass das FBI überhaupt vorkommt, mag ich hingegen sehr gerne. Das gibt den Drei ??? Hörspielen mehr Action und hebt sie auf eine neue Ebene. Zu dem Thema: Tauchgang ins Ungewisse ist dieser over the top Fall, den es einfach mal brauch und bei dem man sich freut, wenn er ab und zu auftaucht. Ebenso die Tatsache, dass Kelly wieder mehr eingebunden wird (wenn auch indirekt) macht das ganze Leben der Drei ??? lebendiger. Was ich dagegen bisschen heftig finde ist, dass eine neunjährige mit einer Harpune Jagd auf drei sechzehnjährige macht. Das ist schon sehr krass. Was mich auch sehr stört ist, dass die Gegenspielerin überhaupt keine Screentime erhält. Man fühlt keine Präsens, die ja auch nicht vorhanden ist, weshalb von ihrer Seite überhaupt keine Bedrohung ausgeht. Fazit: Eine gute Folge von Kari Erlhoff, die ein bisschen unter dem Radar läuft und bei der man sich, wie immer bei Kari, heimisch in Rocky Beach fühlt. Die Story ist leider geplagt von einer unglaubwürdigen Auftraggeberin. Dies tut dem Plott jedoch keinen Abbruch. Dennoch sind da einfach ein paar Unstimmigkeiten, die dazu führen, dass sich die Folge auf eine Ebene mit Botschaft aus der Unterwelt und Straße des Grauens hebt. Von der "Grey-Trilogie" die schwächste, aber dennoch eine gute Folge der Drei ???. Einzig und allein Jorunn hindert mich daran, diese Folge öfters zu hören als sie es verdient hätte.
Winnetou © schrieb am 12.05.2026 um 19:07:16 zur Folge Falsche Schuld: Ich wollte der Falschen Schuld nun nochmal einen neuen Versuch geben, nachdem ich den Fall bisher nur einmal, am Erscheinungstermin, konsumiert hatte. Auch wenn das Cover nicht direkt etwas mit dem Titel zu tun hat, so ist es als Symbolik doch nicht schlecht. Zumal der Titel "Falsche Schuld" schwer illustratorisch darzustellen ist. Der Anfang ist echt athmosphärisch und wirkt nicht so 0815. Ich weiß nicht ob es wirklich so gemeint, aber vielleicht ist die Aussage von Justus, dass sie einen Kometen beobachtet hätten eine Anspielung auf Geheimakte Ufo. Vielleicht hätte man ihn gleich noch Chandra-6 nennen können? :) Ebenso die Aussage mit den Gangs erinnert mich an den Schatz der Mönche. Da hätte man vielleicht nochmal direkteren Bezug nehmen können. Eine Sache, die zudem in der ganzen Folge positv herraussticht ist, dass man sich mal wie in Rocky Beach spielt. Man ist mal an mehreren Schauplätzen unterwegs anstatt immer nur den Schrottplatz als Handlungsort zu wählen. Die Szene mit Tante Mathilda hätte man halt einfach kürzen können...und schwupps hat man wieder 5 Minuten weniger, die man für die Bootsüberfahrt hätte nutzen können. Auch, wenn ich letztens online gelesen habe, dass dies wohl eine Referenz auf die Detektivarbeit und das zunehmende Interesse von Tante Mathilda in den Rocky Beach Crimes war. Da ich das Buch oder Hörbuch selber nicht gehört habe, kann ich dazu natürlich keine valide Aussage treffen. Dennoch ein interessanter Sidefact. Das ändert aber natürlich trotzdem nichts daran, dass man die Szene zumindest im Hörspiel hätte streichen müssen. Ebenso die Szene am Polizeirevier sowie den Anruf Cottas auf der Insel. Kurz zusammenfassen und zack hat man wieder mindestens 6 Minuten weniger. Wie ich auch schon genannt habe, passt die Stimme der Hafenmeisterin überhaupt nicht zu der Beschreibung im Buch. Aber wohl eine Änderung die weniger auffällt. Statt Anne hätte man vielleicht Ernesto Porto einsetzen können. Den alten Haudegen zu hören, hätte mein Drei ??? kids Herz schneller schlagen lassen. Geiler Typ! Die Athmosphäre auf der Insel geht dann bisschen flöten. Da fehlt einerseits die Bootsüberfahrt mit Rubbish George und der Inselspaziergang mit Joe, der eindeutig eine Referenz zu Fell-Joe aus "O du finstere" darstellt. Sind ja beide Einprödler, leben abgeschieden und besitzen den ähnlichen Charakter. Das Ende ist halt ein bisschen beschissen, da zu langer Monolog. Das ist im Buch halt deutlich besser gelöst. Auch fehlen einige Ermittlungen, die das Ende nicht aprubt wirken lassen. Des Weiteren klingt die Synchronstimme von Henry van Istor echt nicht gut. Ich verstehe ehrlich gesagt auch überhaupt nicht was da genau passiert ist, da sie die ganze Zeit über normal ist, nur am Ende so klingt als wäre sie woanders aufgenommen worden. Auch, dass die beiden Sektenmiglieder Henry van Istor nach nur ein paar Minuten wie eine heiße Kartoffel fallen lassen ist auch ein bisschen mehr als fragwürdig. Klar Hörspiel und so, aber im echten Leben ist das keine Sache, die binnen weniger Minuten entschlossen wird. Ach ja, zu guter letzt noch eine Referenz. Der Satz: "Wir müssen das nun auseinaderdividieren." ist eine klare Referenz an "Die Rache der Samurai". You can't tell me wrong. Fazit: Eine Folge, die eine sehr gute Kriminalgeschichte hätte sein können, aber leider unter falschen Kürzungen leidet. Dennoch werden sehr viele nette Anspielungen auf ältere Drei ??? Fälle fallen gelassen. Die Folge besitzt trotzdessen einen gewissen Charme. Der Fall besitzt eine gewisse frische, die auf jedenfall gut tut. Unter anderem die kleinen Momente in denen vom Football geredet wird führen dazu, dass man sich wie in einer lebendigen Geschichte fühlt. Es bleibt somit eine Folge, die man gut hören kann, man aber auch nicht viel verpasst, wenn man es nicht tut. Als mittlerweile Buchleser vor dem Hörspiel, trauert man einfach nur wieder dem Potenzial hinterher, dass da hätte genuzt werden können.
Winnetou © schrieb am 12.05.2026 um 10:50:20 zur Folge Botschaft von Geisterhand: Um auch gerade nochmal meinen Senf zum Thema Fernreisen und Rocky Beach als athmosphärischen Ort abzugeben: Ich habe grundlegend nichts über Fälle, die in Rocky Beach spielen. Mein Problem ist, dass sich Rocky Beach oft nicht wie eine kalifornische Kleinstadt anfühlt, was unter anderem an den von Ola-Nordmann genannten Problemen liegt. Ich meine Kari Erlhoff schafft diese Athmosphäre aufrechtzuerhalten, da erschließt es sich mir halt nicht, wieso andere Autoren dies nicht auch schaffen. Das verzerrt das Bild das man von Rocky Beach erhält immens. Aus einem lebendigen, wird ein eintöniges Küstenstädtchen. Zu den Fernreisen: Ich finde sie einfach erfrischend, da man eben mal Abwechslung erhält. Im Wald der Gefahren oder Puppenmacher sind ja kürzliche Beispiele. Bei solchen Fällen ist dies eine gute Wahl, aber z.B die schwarze Rose hätte man auch gut und gerne bei Rocky Beach spielen können. Oder wieso nicht bei dem Kloster von Erbe des Meisterdiebes spielen lassen. Das ist halt etwas, was dann auf Dauer nicht zu einer "nachhaltigen" Stadt führt.
Winnetou © schrieb am 12.05.2026 um 06:48:29 zur Folge Botschaft von Geisterhand: @187 Danke, für die Aufklärung @188 Bei mir ist es der Gedanke an die Geschichte rund um das Poppol-Vuh im Zusammenhang mit der Archäologin, die mich hier an das Potenzial eines Dreiteilers denken lässt. Das hätte eine wunderbare Expuditionsreise in den südamerikanischen Dschungel werden können. So gesehen hat Marx diese Idee so halb später bei Toteninsel verfolgt. Nicht das Buch selber lässt auf einen Dreiteiler schließen, sondern die nicht ausgebaute Grundidee.
Boomtown © schrieb am 12.05.2026 um 00:57:07 zur Folge Botschaft von Geisterhand: Warum ist jetzt der alte Post vor dem neuen?
Boomtown © schrieb am 11.05.2026 um 23:33:17 zur Folge Botschaft von Geisterhand: Danke, das dachte ich mir. Ist ja tatsächlich ein Paradebeispiel für Stümperei, Kontinuitätsprobleme und fehlendes Gespür für eine Region, in der man offensichtlich noch nie war, aber glaubt sie literarisch inszenieren zu können. Wobei man ja schon mit gesundem Menschenverstand eine Autovermietung für Luxuswagen nicht von LA in eine verschlafene Kleinstadt verlegen würde.
Boomtown © schrieb am 11.05.2026 um 22:39:50 zur Folge Botschaft von Geisterhand: Super, vielen Dank für den Originaltext! Interessante Wende. Also liegt die Autovermietung in Rocky Beach, der Schrottplatz aber nicht. 😄 Eine halbe Meile von landeinwärts, dann noch eine ganze Weile mit dem Rad durch unbewohntes Gebiet Richtung Norden an der Küste entlang und dann ist man erst in Rocky Beach. So abgekoppelt hatte das wohl kaum einer auf dem Schirm, oder?
Ola-Nordmann © schrieb am 11.05.2026 um 22:39:12 zur Folge Die Yacht des Verrats: Endlich mal jemand, der das genauso abstrus findet, die zum Einschlafen zu hören 😁 Als Kurzgeschichte mit doppelter Lottchen Intention wäre es mir lieber gewesen, auch wenn ich den Anfang nett fand.
alphawolf © schrieb am 11.05.2026 um 22:23:22 zur Folge Botschaft von Geisterhand: ... und die drei wollen auch nicht völlig verschwitzt vor Mr Gelbert stehen, wenn sie mit ihm verhandeln. 
Max DoMania © schrieb am 11.05.2026 um 22:15:31 zur Folge Die Yacht des Verrats: Nach der erneuten Lektüre (und Hören) weiß ich nicht so ganz, was ich von der Folge halten soll. Den Fall an sich und das meiste, was auf dem Schiff passiert, finde ich an sich echt gut, kommt nur zu kurz, weil Ben Nevis meinte, man müsse die Hälfte des Buches für eine elendig lange und sterbenslangweilige Exposition verbraten, anstatt den eigentlichen spannenden Teil auszubauen. Und das Hörspiel macht dann den gleichen Fehler noch mal, anstatt am Anfang kräftig zu kürzen. Wobei fast alle Hörspiele seit ca. der 200 echte Schlaftabletten sind. Vielleicht nimmt mans zu Ernst, dass angeblich die Leute die drei ??? zum Einschlafen hören? Ich hab das nie gemacht, wäre als Kind auch gar nicht drauf gekommen; ich kann aber auch schlecht einschlafen, wenn jemand neben mir labert.
Max DoMania © schrieb am 11.05.2026 um 21:46:13 zur Folge Botschaft von Geisterhand: Und Justus ist bestimmt auch nicht der schnellst auf dem Fahrrad...
Ola-Nordmann © schrieb am 11.05.2026 um 19:44:00 zur Folge Botschaft von Geisterhand: Ok, das heißt, die Übersetzung stimmt auf jeden Fall. Wobei man die 20 Minuten auch nicht als reine Fahrzeit werten darf. Auflegen, durch Tunnel 2, ggf. Onkel oder Tante Bescheid geben, beim Autoverleih abstellen und ins Büro gehen. Wenn man dann noch fünf Minuten Sicherheit draufrechnet, ist es zumindest etwas kürzer. Aber trotzdem ist das eine größere Ortschaft als ich es mir vorgestellt habe. Zumal ja auch der Schrottplatz wahrscheinlich nicht ganz am Stadtrand liegt.
alphawolf © schrieb am 11.05.2026 um 18:26:39 zur Folge Botschaft von Geisterhand: Ach ja, und: "I'll be at your office in twenty minutes to discuss the matter."
alphawolf © schrieb am 11.05.2026 um 18:21:03 zur Folge Botschaft von Geisterhand: ist das zu glauben: Fiery eye ist eine von zwei amerikanischen DDF-Ausgaben in meinem Besitz. They rode out through the main gate, then half a mile down the shore road into the heart of Rocky Beach. Off to their left the Pacific Ocean gleamed blue in the sunshine, its surface dottet with boats. To their right rose the Santa Monica mountains, brown and jagged. The Rent-'n-Ride Auto Rental Agency occupied a corner on the main street.
Boomtown © schrieb am 11.05.2026 um 16:29:38 zur Folge Botschaft von Geisterhand: Vor allem bedeuten ja 20 Minuten ins Zentrum auf der anderen Seite auch wieder 20 Minuten heraus. Da wären wir schon bei 40. In der Zeit fahre ich von Wiesbaden bis nach Frankfurt. 😄 Wenn den Quark tatsächlich Arthur so geschrieben hat, braucht man sich über die wenig konsistente Beschreibung der deutschen Autoren nicht beklagen.
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