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Folge

 

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Ola-Nordmann © schrieb am 18.02.2026 um 11:00:06 zur Folge Die silberne Spinne: Im Prinzip wurde die Folge ja gar nicht beim Hörspiel, sondern der Buchübersetzung geändert. Aus Interesse hatte ich mir mal das englische Original besorgt und ich kann dir versichern, es wirkt deutlich besser. Klar, es ist außergewöhnlich, aber bei weitem nicht das abgedrehteste, was es da gab. Beim Lesen hatte ich immer eine Art Monaco im Kopf, was erstaunlich gut funktioniert hat.

Der Puppenmacher © schrieb am 18.02.2026 um 10:54:06 zur Folge Die Silbermine: Erstmal ein fettes Dankeschön @dcc für diese schön langen Beiträge, die mir den Unterricht ( gerade ist es der Religionskurs) unterhaltsamer machen. Ein schöner Zeitvertrieb:).
Zur Silbermine wollte ich dann doch mal zu sprechen kommen. Ich als definitiv eher junger Rezipient der drei Fragezeichen bin ja eher mit den Folgen um die 200 aufwärts aufgewachsen. Dementsprechend finde ich sie auf lange nicht so schlecht wie die vielen anderen hier. Ich lese ausschließlich die Bücher und kenne auch schon rund um 200 der regulären Folgen.
Aufgrund dessen verspüre ich auchnicht diese Nostalgie für die alten Folgen, die andere hier empfinden, weswegen die älteren Folgen bei mir nicht gerade meine Top 10/Top 15 sprengen. Allerdings finde ich, dass die viele Klassiker trotzdem eine Einzigartige Atmosphäre haben, weswegen ich viele davon doch sehr mag. Eine Davon ist die Silbermine.
Twin Lakes wird im Buch viel besser charachterisiert und beschrieben. Das gibt dem Buch eine absolute super Atmosphäre. Der Fall an sich ist spannend, die Stimmung ausgelassen. Am Ende gibt es eine recht lange Szene, in der Peter und Justus von den Tätern entführt werden und mittels Hubschrauber und allem gesucht werden. Letztendlich gibt das Auto der Täter mitten in der Wüste auf und die Täter hauen ab. Später werden die beiden per Hubschrauber gefunden. Das Hörspiel ist eines der wenigen, die ich gehört habe, und es hat mich ein bisschen enttäuscht, größtenteils wegen dem Punkt dass man ohne Buchinformationen sich die Gegend kaum vorstellen kann. Der Fall kommt mir da auch viel zu kurz und es geht mir etwas zu schnell. Naja, wenigstens das berühmte Zitat „Magdalena hat auf den Hund geschossen“ hat mich zum Lache gebracht.
Ich wollte einfach nur sagen, dass die Silbermine mit dem Ameisenmenschen und dem Günen Geist (laut Buchvorlage) mein Liebster Klassiker ist und auch eines meiner Lieblingsbücher. Ich muss dazu bekennen, dass ich noch nicht alle Klassiker kenne (ich mach mich ran, jetzt stehen erstmal die Neuerscheinungen auf dem Plan, der seltsame Wecker steht aber auch schon bereit). Liebe Grüße

dcc © schrieb am 18.02.2026 um 10:29:53 zur Folge Die bedrohte Ranch: Die Ranch war die "letzte" der fünf Folgen, die ich als Kind gehört habe, und sie ist heute für mich der letzte Klassiker im engeren Sinne. Keine Folge danach erzeugt bei mir noch das vollständige, originale Klassiker-Feeling. Kurz danach wurden ja die Musiken von Carsten Bohn nicht mehr verwendet, und schon in "dessen" letzten Folgen sind die Themen oft ganz anders, oder die Sprecher sind nicht mehr aus der ganz alten Liga. Damals als Kind ist mir gar nicht aufgefallen, dass die Drei hier schon relativ reif klingen, im Vergleich zur Nr 7 (Drache), die wir auch besaßen. Was mir aber damals umso mehr aufgefallen ist, wie sehr sich diese Folge tonal unterscheidet. Ich glaube, wir haben sie nicht so häufig gehört, weil sie sich einfach wirklich brutal "dystopisch" anfühlt. Im Kern ist es ja ein klassisches Motiv bei den Fragezeichen, dass jemand einen großen Aufwand betreibt, um damit etwas zu erreichen bzw. sich zu bereichern. Bis dahin war das aber zumeist mit märchenhaften / Mystery-Elementen verknüpft (Gespenster, Drache, Teufel, Gnome,...). Hier geht es nun in Richtung Sci-Fi und Aliens, und das in einem Weltuntergangsszenario. Puh, das fühlte sich in der Kindheit schon hart an. Auch die Umsetzung ist bis zu einem gewissen Punkt sehr kantig und ernst. Da entgleitet einem (gespielten) Soldaten einfach mal so ein Schuss, der hätte töten können. Später verbrennt es einem die Haare. Auch der Ton der "Soldaten" untereinander ist nicht ganz Fragezeichen-like (von wegen Saufen,...). Das sehr mysteriöse Cover von Aiga Rasch, bei dem mir in der Tat nicht klar war, was hier eigentlich gezeigt wird, trägt zum Eindruck bei (aus heutiger Sicht erinnert mich das sehr an eine Szene aus dem - thematisch ja ähnlichen - M. Night Shyamalan Film "Signs"). Ganz großartig ist die Inszenierung der "Erscheinungen" und Ufo-Sichtungen. All das führt aber auch zu einer gewissen Ausnahmestellung dieser Folge innerhalb der Klassiker. Übrigens, ich glaube dass auch M.V. Carey oder H.G. Francis klar war, dass man die kindliche Zielgruppe irgendwann früh wieder einfangen musste, so erörtert Justus schon nach 25 Minuten, dass das alles doch nur ein Schwindel sein kann, und sie an sowas nicht glauben. Schon nach 28 Minuten wird dann alles aufgedeckt. Neben der Atmosphäre sind es vor allem die Gastsprecher, die hier richtig glänzen. Der immer tolle Siegfried Wald hat etwas mehr Sprechzeit, Zierl und Draeger haben nette Auftritte, ich mag auch sehr die ORIGINAL Elsie Spratt (Barbara Focke). Die Show stehlen aber allen die Barrons, hier vor allem der sensationell aufspielende Pinkas Braun. Für mich vielleicht die stärkste Sprecherleistung bei den ??? überhaupt. Wie er über Gott und die Welt und vor allem die moderne Gesellschaft ablästert, ist einfach immer wieder grandios! Ebenso wie die Scharmützel mit seiner Ehefrau, welche einfach als Kontrast zu ihm wunderbar gewählt ist. Übrigens, diese Folge läuft gerade mal 40 Minuten, und dennoch läuft in der Phantasie mindestens ein Zweistunden Spielfilm ab. Toll!

dcc © schrieb am 18.02.2026 um 10:24:10 zur Folge Der Ameisenmensch: Siehe da... die nächste Folge auf meiner Favorites List ist ebenfalls von M.V. Carey, und es ist eine der wenigen die ich schon als Kind viel gehört habe. Hier gebe ich zu, dass sicher in meiner Bewertung eine große Portion Nostalgie mitspielt. Die Folge steht sicher an der Spitze der sinnfreien und unlogischen Geschichten, aber sie macht auch deswegen irgendwie Spaß. Warum das Ganze "Ameisenmensch" heißt, weiß ich bis heute nicht. OK, klingt spooky, hat aber wenig mit der eigentlichen Handlung zu tun. "Die rasende Vogelscheuche" oder "Insektenalarm" oder was weiß ich wären passender gewesen. Überhaupt erinnert die Story an alte Hollywood Gruselklassiker aus der Insekten/Spinnen-Ära. Das ganze, sehr kurze Hörspiel besteht eigentlich nur aus einer Aneinanderreihung von Schocker-Szenen, bzw. Angriffen auf die Hauptfigur begleitet von - auf die Dauer unerträglichen - Schreien, und ein wenig Ermittlungsarbeit bzw. Füllmaterial dazwischen. Dafür jedoch gibt es großartige Sprecherleistungen: Marianne Kehlau hätte sich in Hollywood einen Oscar verdient, Katharina Brauren ist wieder herrlich knarzig, und Volker Brandt gefällt mir besonders als träumerisch verpeilter Kunst-Restaurator. Worum geht es eigentlich? Das ist ohne das Buch relativ schwierig zu rekonstruieren. Da ist ein Diener Ehepaar was wohl nur dort arbeitet, um einen Tunnel zu einem Museum zu graben um dann mit der Beute zu entkommen, obwohl ja spätestens dann als sie verschwinden (wollen) mit der Beute jedem klar sein würde, wer sie sind. Gleichzeitig ist noch eine weitere Bedienstete im Haus, die vorgibt im Rollstuhl zu sitzen, das aber gar nicht tut, und mit dem Diener Ehepaar unter einer Decke steckt. Warum? ist das Zufall? Haben die alle zu dritt da angeheuert? Warum die Rollstuhl-Masche? Wie es der Zufall so will, findet der Raub aber gerade dann statt, als der gute Meister-Fälscher alle Bilder durch seine Kopien ersetzt hat, weil er die Originale alle selbst stehlen will. Großartiger Plan! Würde nie auffallen, und man würde ihm nie auf die Schliche kommen. Ach ja, und weil es so einfach ist einen ewig langen Tunnel zu graben, erfinden sie eine wandelnde Vogelscheuche und sonstigen Spökes um die eigentlich allein wohnende Hauptperson vom Keller fernzuhalten. Macht Sinn... Am Ende ist nur einer völlig unschuldig: Der titelgebende Insektenforscher, der als Scheusal eingeführt wird. Dennoch mag ich das Tempo der Folge, und auch das Setting von Villa und Museum an einem Hang mit Maisfeldern hat es mir als Kind immer angetan. Auch dass man damals den Mut hatte, einfach Begriffe zu verwenden, die Kinder unmöglich verstehen konnten ("Er hatte eine Sense. Wie der Schnitter Tot").

dcc © schrieb am 18.02.2026 um 10:21:41 zur Folge Das Riff der Haie: Auch das Riff der Haie höre ich eigentlich nie. Wir sind hier in einer Klassiker-Phase, wo sich die Themen schon deutlich ändern in Richtung dessen was dann auch bei der BJHW später kam. Hier ein Umweltthema mit besonderem Fokus auf Protesten von Aktivisten, was mich ehrlich gesagt bei ??? gar nicht interessiert. Überhaupt ist hier der Aufbau recht ungewöhnlich, zumindest im Vergleich zu den frühen Klassikern. Man weiß lange eigentlich nicht, worauf diese Folge hinauslaufen soll. Bezeichnend, dass es dann 25 Minuten vor allem nur um das eher belanglose Rätsel des Benzinverbrauchs der Windrose geht. Relativ überraschend und aus dem Nichts kommt dann der Verweis auf das gesunkene U-Boot, und nach erst 30min beginnt die eigentliche Geschichte. Immerhin werden hier schnell die meisten Figuren präsentiert, und zumindest die Sprecher sind mit Wald, Diess, Schulzki, und einigen anderen gut gewählt. Bemerkenswert sind einige neue Melodien hier von Carsten Bohn, die meines Wissens nach in wenigen ??? Hörspielen verwendet wurden.

dcc © schrieb am 18.02.2026 um 10:20:13 zur Folge Der Doppelgänger: Auf einem Arden Buch basiert dieses Hörspiel, was wiederum eine andere Art von Story ist. Kein Mysterium, kein merkwürdiges Phänomen, sondern eine actionreiche Verwechslungsgeschichte, allerdings mit einem politischen Background wie es ihn ähnlich beim Spiegel und bei der flammenden Spur gibt. Beim erneuten Hören ist mir aufgefallen, wie merkwürdig der Umgangston innerhalb der ??? zu Beginn der Folge ist. Ich weiß nicht ob es an Arden oder Francis oder gar den pubertierenden Sprechern liegt, aber wie sich die Drei zu Beginn der Geschichte unterhalten, das erinnert (leider) schon an das elendige Möchtegern-Improvisieren, Chargieren und Necken welches viele der heutigen Folgen kennzeichnet. Egal! Es beginnt spannend und actionreich mit einer Entführung, und dann einem groß angelegten Polizeieinsatz. Was mich immer überrascht hat, dass Justus schon nach rund 10 Minuten wieder befreit wird, und die Geschichte dann eine andere Richtung nimmt. Ich bin leider kein großer Fan von Horst Frank als Sprecher, und hier hat er wohl seinen größten Auftritt. Ich finde immer, er betont so eigenartig, und vieles klingt sehr danach, dass er ge-xt wurde, und an den anderen vorbei redet. Es geht weiter mit einer SEHR langen Erklärbar Szene in der uns all die politischen Hintergründe beigebracht werden. Ich muss gestehen, ich finde das alles etwas lahm. Auch mag ich die meisten Sprecher in dieser Folge nicht so sehr, zumal sie alle mit mehr oder weniger merkwürdigem Akzent sprechen. Im Folgen geht es nur noch darum Jan zu finden, was ich leidlich spannend finde. Dass die ganze Folge auf dem absurden Zufall basiert, dass zwei Kinder absolut identisch aussehen und auch noch im gleichen Nest in Kalifornien sind, hilft nicht gerade

dcc © schrieb am 18.02.2026 um 10:18:30 zur Folge Der magische Kreis: Bin jetzt in meinem Klassiker-Marathon beim magischen Kreis angekommen. Ich mag die Folge nicht besonders. Irgendwie ist das eine Folge, die inhaltlich schon auf dem Weg in Richtung Crimebusters ist. Die drei haben einen Ferienjob, es geht um die Verlagswelt, Filmrollen und Manuskripte,... In der Folge wird ziemlich viel geredet, weil Justus ständig Dinge erklären muss. Im Grunde gibt es hier gar kein Mysterium, was aber durch den titelgebenden "magischen Kreis" etwas ausgeglichen werden soll - nur leider trägt der wenig bis gar nichts zur Handlung bei. Übrigens ist die Ähnlichkeit dieses Elements zur Kultgemeinschaft in der (nur zwei Folgen vorausgegangenen) singenden Schlange frappierend, ebenfalls von M.V. Carrey. Immerhin sorgt dieses Element für eine sehr ähnliche, spannende Nachtepisode. Es ist aber auch mehr oder weniger das einzig spannende hier. Die Riege der Sprecher ist beachtlich (Flesch, Meves, Rode, Stark,...), doch so richtig erinnerungswürdig ist keine der Figuren. Dennoch bemerkenswert ist die Folgen-übergreifende Bandbreite von Horst Stark: Im rasenden Löwen einen durchweg ehrlichen Ranger-Typ, im verschwundenen Schatz ein gerissener Gangster, hier ein ultra-schleimiger Manager. Kein großer Klassiker. Zu viel Gelabere, zu wenig erinnerungswürdiges, wenig Spannung.

dcc © schrieb am 18.02.2026 um 10:17:01 zur Folge Die Silbermine: und wir machen weiter mit der nächsten Geschichte von M.V. Carey. Auch diese Folge habe ich erstmals als Erwachsener gehört. Ich lege sie heute immer mal wieder in den Player ein, sie ist aber nicht ganz vorne dabei bei meinen All-Time Classics. Knapp dahinter. Irgendwie habe ich bei diesem Hörspiel immer das Gefühl, es ist eine kleine, abgespeckte Version vom Teufelsberg. Es geht um Edelsteine, es geht um eine Höhle, es gibt viel Historie die erzählt wird, es gibt einen garstigen Typen der die Höhle beschützt,... Der Folge fehlt es aber irgendwie an Größe. Ich kann das gar nicht recht erklären, aber in meiner Phantasie ist die Mine hier winzig klein, weil eben die Ausflüge dorthin immer wieder sofort beendet werden. Man bekommt gar kein Gefühl für diese Mine. Sie wirkt eher wie ein einziger Raum in den die vier gehen. Auch der Ort Twinlakes erschließt sich mir nicht. Ich meiner Vorstellung ist das eine ausgestorbene Westernstadt, es scheint aber dann doch noch ein belebter Ort mit vielen Häusern zu sein. Mit Trowe hat die Folge eine permanente Erklärbär-Tante. Thormann spielt großartig den garstigen Thurgood, hat aber zu wenig "Screentime". Kramer als Sheriff und Steffens als Osborne sind edle Ergänzungen. Überhaupt scheint ein Problem der Folge zu sein, dass die interessanten Figuren alle nur erzählt werden aber kaum selbst richtig auftreten. Warum mag ich sie dennoch? Die Dynamik zwischen den Dreien und Allie ist wieder unterhaltsam, es gibt viel abenteuerliche Ermittlungsarbeit, die Ausflüge in die Höhle sind immer noch spannend und etwas gruselig, der nächtliche Machetenangriff ist ein kurzes Highlight (sehr ähnlich wie der Sensenangriff der Vogelscheuche im Ameisenmenschen). Außerdem werden wieder wunderbar mysteriöse Bohn-Stücke eingesetzt. Die Auflösung verschlafe ich regelmäßig, sie kommt aber auch als völliger Zufall der her

dcc © schrieb am 18.02.2026 um 10:15:20 zur Folge Die singende Schlange: Wieder eine meiner Favorites - auch zuerst im Erwachsenenalter gehört, wieder basierend auf einem M.V. Carey Buch. Für mich auch eine ganz klassische Drei Fragezeichen Story: Es gibt ein Mysterium was mehrmals wiederholt wird, und hinter allem steckt wieder der Plan Geld zu machen. Dieser Fall wimmelt geradezu von skurrilen Figuren, sowohl auf Seiten der Guten als vor allem bei den Bösewichten: Patricia Osborne, Asmodi, Dr. Shaitan, Noxworth, Prof. Barrister,... - und die Sprecherliste bietet viele Granden der Szene auf (Mackensy, Schulzki, Rode, Steffens,...). Besonders Spaß machen mir bei den ??? ja immer nächtliche Aktionen, und hier sind die beiden nächtlichen Beschattungen der Kult-Gemeinschaft besonders spannend und mit einer der mysteriösesten Melodien von Bohn unterlegt. Auch der Einbruch bei "Bentley" ist spannend. Bei der singenden Schlange handelt es sich um eine der Folgen, bei der die familiären Beziehungen für mich immer etwas dubios waren. Es gibt ja praktisch nie eine klassische Konstellation von "Eltern mit Kind" bei ???. Hier ist es ähnlich wie beim Ameisenmenschen: Es befinden sich lauter Leute im Haus von Allie, nur nicht die Eltern. Überhaupt Allie Jamison. Ich mag die Dynamik die sie zusätzlich reinbringt, und die Leistung von Katrin Fröhlich ist locker die beste aller Kindersprecher in den Klassikerfolgen. Positiv ist noch hervorzuheben, dass es eine der Folgen ist, die bis zum Ende spannend bleiben.

dcc © schrieb am 18.02.2026 um 10:13:15 zur Folge Die silberne Spinne: Eine völlig abgedrehte Folge, die ich erst als Erwachsener kennengelernt habe, und heute immer wieder bei mir im Player landet. Die Spinne ist die wohl merkwürdigste Folge mindestens innerhalb der Klassiker. Ich weiß, dass das Hörspiel zwar stark verändert wurde, aber das Original nicht weniger außergewöhnlich ist (Land in Europa anstatt Stadt in Texas). Jedes Mal bei dieser Folge denke ich, dass diese Geschichte eigentlich für eine andere Serie gedacht war, Arthur sie dann aber für die ??? adaptiert hat. Sowas gab es auch bei anderen Serien (zB Star Trek) oder Videospielen (Super Mario Bros 2). Während andere Klassikerfolgen meist ein mysteriöses Phänomen behandeln, mit dem Leute abgeschreckt werden sollen, damit ein einfaches Verbrechen stattfinden kann, oder es um reine Rätsel / Schnitzeljagden geht, handelt es sich bei der Spinne um einen echten Wirtschafts-Thriller, zumindest wenn man die fast nebenbei abgefrühstückten Dialoge der Bösewichte mitbekommt. Das ist schon ein wahrlich "großer" Plan, der weit über das Sujet der Serie hinaus geht. Vom Setting ganz zu schweigen. Die Stadt unter der Kontrolle einer allmächtigen Firma wirkt eher wie aus einer Sci-Fi Dystopie. So habe ich auch gerade bei dieser Folge immer das Gefühl, einer ganze Streaming-Serien Staffel beizuwohnen. Es passiert so viel. Autounfall, Erkunden der Stadt, Verfolgungen, Kämpfe, Gefangennahme, und die gänzlich surreale Köhler-Szene. Auch das Finale ist keine Auflösung im klassischen Sinne. Besonders stark sind auch hier die Sprecher. Charles Regnier hat seinen einzigen Auftritt, Horst Stark gibt wieder eine ganz andere Note und Franz-Josef Steffens ist brutal böse. Man hätte sich mehr von ihm gewünscht. Die silberne Spinne ist keine Folge, die ich jeden Tag hören kann, aber gerne wenn ich in der richtigen Stimmung für etwas eine etwas andere Art von ??? Story bin

dcc © schrieb am 18.02.2026 um 10:11:14 zur Folge Das Aztekenschwert: Wir sind beim Aztekenschwert angekommen. Ich höre die Folge eher selten, kann aber wieder mal nicht so recht erklären warum. Ich finde, das ist wieder eine typische Arden-Geschichte, vergleichbar mit Teufelsberg, lachender Schatten oder Phantomsee - insofern als es eine abenteuerlich Outdoor Geschichte ist, bei der es stark um historische Ereignisse geht. Die Geschichte macht Spaß, es wird nie langweilig, man lernt einiges über die Geschichte Kaliforniens, die (heute noch stärker ausgeprägten) Vorurteile gegenüber Mexikanern werden thematisiert, die Bohn'schen Zwischenmusiken sind großartig. Was sind aber die Dinge, die gegenüber den (für mich) absoluten Spitzenklassikern fehlen? Zum einen gibt es hier nichts mysteriöses. Zwar wird ein solchen Element mal kurz angedeutet mit der kopflosen Reiterfigur, aber das hat sich schnell erledigt. Zum anderen gibt es irgendwie keine prägenden Charaktere. Es gibt viele Rollen, die aber alle nur wenig Screen-time haben. Einen echten Widersacher oder eine kultige Figur à la Rhandur gibt es nicht. Die meisten Sprecher sind flach, der Sprecher von Pico ist eine schlimme Fehlbesetzung. Tulsa und Cap werden zwar von Top-Leuten gesprochen, haben aber nur winzige Nebenrollen. Der beste Sprecher ist eigentlich Steffens, aber der hat auch nur die Sheriff-Rolle (absurd, dass er dann auch Mr. Shaw spricht...). Völlig wirr fand ich immer, dass die Norris-Familie hier offenbar wohlhabende Ranchbesitzer sind. Insgesamt eine stimmungsvolle, abenteuerliche Folge, die nur etwas am Fehlen von prägnanten Widersachern leidet.

Winnetou © schrieb am 17.02.2026 um 22:20:35 zur Folge Der tanzende Teufel: Da stimme ich dir zu. Das Mädchen am Anfang (Heikedine Körting) reißt mich hier auch immer raus. Ich weiß auch nicht warum, aber irgendwie regt mich diese ganze Szene in den ersten zwei Kapiteln auf. Nachher finde ich es dann aber sehr gelungen. Ich mag vor allem das Pacing, das immer auftaucht ohne zu sehr auf die Tube zu drücken. Jim mag ich auch und überhaupt die ganze geschichtliche Historie gefällt mir hier sehr gut. Obwohl bei mir ebenfalls kein Rocky Beach Feeling aufkommt mag ich das Buch im späteren Verlauf, wie gesagt, sehr gerne. Der Anfang nervt mich aber immer so sehr, dass ich das Hörspiel ebenfalls sehr, sehr selten mal höre (wenn überhaupt :))

dcc © schrieb am 17.02.2026 um 22:17:26 zur Folge Der verschwundene Schatz: Ich habe schon an anderer Stelle viel zu dieser Folge gesagt, aber wo ich schon dabei bin muss es hier auch noch mal strukturiert und umfangreich sein. Eine meiner fünf Kindheitsfolgen und bis heute - oder heute noch mehr - eine meiner absoluten All-Time Classics. Gleichzeitig nehme ich zur Kenntnis, dass die wohl allgemein gar nicht gut bewertet wird. Wo soll ich anfangen? Wahrscheinlich ist dies meine liebste der Robert Arthur Story. Wie viel meiner Liebe davon auf das Konto von H.G. Francis geht, vermag ich nicht zu sagen. In jedem Fall ist seine Bearbeitung auf den Punkt. Ich bin ja ein totaler Fan von sprachlicher Präzision, und hier zeigt die sich schon bei der Einleitung. In nur einem Satz lässt Francis durch Pasetti die Location, das Setting und den Anlass erklären, und baut gleichzeitig eine Spannung auf. "Als in Rocky Beach eine Ausstellung kostbarer Edelsteine und Schmuckstücke stattfand, ließen die drei Detektive sich dieses Ereignis schon deshalb nicht entgehen, weil die ausgestellten Kostbarkeiten mit ungewöhnlichem Aufwand gesichert wurden". Wir wissen, dass etwas passieren wird. Im weiteren Verlauf entwickelt sich zwei Handlungsstränge die sich immer wieder überschneiden und beide gleichsam absurd sind. Auf der einen Seite geht es um den auf rätselhafte Weise gestohlenen "goldenen Gürtel", auf der anderen Seite geht es um die ebenso mysteriösen Vorkommnisse im Garten von Miss Agawam (was für ein großartiger Name!). A propos: Ich dachte ja immer, der Aufwand der betrieben wird für einen schnöden Banküberfall sei einigermaßen übertrieben - bis ich just von den Sparkassen Tresorraum Überfällen gelesen habe. ich sage nur: "wir haben oft darüber geredet, dass der Tresor nicht aus Stahl, sondern nur aus Beton war" :-) Wie auch immer. Das Tempo ist hoch, vor allem in der ersten Hälfte. Ganz ähnlich wie beim Karpatenhund werden die ??? direkt Zeuge der mysteriösen Erscheinung (Gnom). Die später folgenden nächtlichen Ermittlungen sind grandios spannend und super inszeniert (zunächst die Episode im alten Theater, dann bei Miss Agawam). Was ich besonders an der Folge schätze ist, wie oft man sie hören kann, und immer wieder Kleinigkeiten entdeckt. Es gibt zig Anspielungen die man kaum mitbekommt (z.B. der Mini-Auftritt von Rawley am Anfang im Museum "lasst mich mal vorbei Jungs"). Auch die Idee, dass Miss Agawam früher diese Bücher über Gnome geschrieben und daraus vorgelesen hat, und dass Justus das dann sofort durchschaut, ist sehr schön. Es gibt eigentlich kaum Verdächtige in diesem Hörspiel, dennoch gibt es genügend "Möhren" die uns vor die Nase gehalten werden, um mitzuraten (etwa die Erwähnung von Miss Agawams Neffen). Gleichzeitig übertrifft diese Folge wohl alle anderen Hörspiele was "Auslassungen" angeht. Es gibt so viele Zufälle, so viele Kürzungen. Beispiele? Das Museum ist ja in Rocky Beach, dennoch vermuten die ??? einfach mal, dass der gestohlene Gürtel in diesem alten Theater versteckt ist, was zufällig in der Los Angelos Nachbarschaft von Agawam ist. Warum ist ausgerechnet in diesem Theater dann ein großes Loch im Fundament, welches der Tunnel zur Bank ist, aber dennoch ist man sich sicher, dass Mr. Jordan nichts damit zu tun hat?? Übrigens heißt es erst, dass die ??? nichts Verdächtiges im Theater sahen, später reden sie aber über das große Loch. Spektakulär sind die Kürzungen bei der Verfolgung der Gnome. Die Beiden laufen kurz in den Garten, werden dann aber in irgendeinem Kohlekeller gefangen genommen. Man weiß hier gar nicht, wo sie eigentlich sind. Später werden sie aber wieder am Haus von Agawam in den Transporter geladen. Die Auflösung habe ich bis heute nicht richtig verstanden. Zum einen ist es traurig, dass der Gürtel wirklich nicht im Museum gefunden wurde, aber Justus ihn später findet. Zum anderen ist mir nicht klar, wie man em Ende die Kleinwüchsigen überführt, nur dadurch dass sie zur Zentrale kommen. Witzig auch, dass Bob eigentlich die Auflösung in einem Halbsatz schon ganz früh vorwegnimmt, aber Justus das einfach so abtut. Aber sei es drum! Das ist alles egal wenn das Tempo und die Spannung stimmen, und die Sprecher alle hervorragend aufgelegt sind. Hier seien besonders Horst Stark als Rawley erwähnt (man vergleich mal wie "lieb" der im Vergleich im rasenden Löwen klingt) sowie die Brönnekes als "Japaner ohne peinlichen Akzent". Wie viele Folgen fällt auch diese in der zweiten Hälfte ab. Die Gespräche mit dem Bösewicht im Keller sind noch sehr spannend, aber die parallele Handlung mit Bob und Patrick ist etwas lahm. Fast acht Minuten der extrem kurzen Folge gehen nur für die Verfolgung des Transporters drauf. Man denkt dann auch immer, dass die Folge eigentlich vorbei sei, aber auf ein mal löst Justus noch das Gürtel-Rätsel :-) Normalerweise behaupte ich ja, dass die Klassiker auch jenseits von rosaroter Nostalgiebrille und Kindheitserinnerungen eine besondere Qualität haben. Bei dieser Folge gebe ich aber gerne zu, dass die auf mich als Kind einen besonderen Eindruck hatte: Gnome sagten mir nichts, weshalb das alles noch viel spannender war. Liliputaner kannte ich wohl aus Hollywood Serien der 80er, es gibt dadurch eine so schöne Hollywood-Verbindung. Den ehrenvolle Japaner und seine Abrechnung über amerikanische Jugendliche fand ich immer imposant. Es gibt auch eine Anspielung auf Justus' Schauspielvergangenheit, die ich gar nicht verstand. Last but not least: Allein der Gedanke, was die Bösewichte hier mit Just und Peter vorhaben könnten (Sklaven, in einem Fass ins Wasser stecken,...) hat bei mir als Kind einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Ola-Nordmann © schrieb am 17.02.2026 um 22:13:25 zur Folge Die gefährliche Erbschaft: Interessant wie unterschiedlich das???-Flair verbunden wird. Die Erbschaft ist für mich der Prototyp der ???-Folgen. Das waren für mich früher ganz klar Rätselfolgen, die ich mit den dreien verbunden habe. Die einzige Gruselfolge, die zu meinen Favoriten zählt, ist der Geist (wobei ich da von der Buchseite her komme und die Akzente nicht erleben musste)

dcc © schrieb am 17.02.2026 um 22:12:42 zur Folge Der tanzende Teufel: Puh, jetzt musste ich mir den Teufel vornehmen. Diese Folge landet bei mir absolut nie im Player. Das liegt aber weniger an den lauten Schockauftritten des Teufels, sondern an vielen anderen Dingen. Vieles an dieser Folge fühlt sich für mich merkwürdig und befremdlich an. Es geht schon los mit diesen furchtbaren Auftritten von Heikedine Körting als kleines Mädchen auf Speed. Was man bzw. sie sich dabei gedacht hat, wo es doch zig andere Kinderrollen gibt, die auch von Kindern gesprochen wurden. Mich haut das immer direkt raus aus dem Kopfkino. Überhaupt, sprecherseitig sticht hier niemand positiv heraus. Der Sprecher von Jim klingt recht alt dafür dass er der junge Clay sein soll - und sein Vater kaum älter klingt. Über den Chinesen müssen wir nicht reden. Dies ist auch eine der wenigen Klassikerfolgen, wo es mir zu viele Charaktere gibt, und ich dadurch der Handlung schwer folgen kann. Die Auftritte der Titelfigur sind hingegen erstklassig in der alten Abmischung. Dann die Namen. Frankie Bender? Diakon Kastner? Der Gammler Andy? Für mich klingt das alles nicht nach Rocky Beach. A propos Rocky Beach. Dies ist vielleicht DIE Folge, in der Rocky Beach am meisten vorkommt, im Sinne von ganzen Nachbarschaften, und dennoch wirkt das irgendwie nicht wie Rocky Beach auf mich. ich kann es nicht erklären. Rocky Beach Feeling habe ich am meisten bei der flammenden Spur. Musikalisch hat man hier wunderbar stimmungsvolle Stücke von Bohn aus jener Zeit drin, die aber für mich nicht so richtig zur wenig mysteriösen, sondern eher kriminologischen Natur der Story passen.

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