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... und der Doppelgänger

Die Buchbeschreibung
 
Der DoppelgängerErzählt von: William Arden, © Random House 1978, © Franckh 1982

Sollte es ihn wahrhaftig geben, einen zweiten... Justus Jonas? Ian, der sich aus Angst vor hinterhältigen Gaunern auf dem Schrottplatz einquartiert hat, weiß nicht, daß er dadurch die drei ???, und vor allem sein Ebenbild Justus, in große Schwierigkeiten bringt. Gefahr und Chaos lauern auf Schritt und Tritt. Justus wird an Ians Stelle von den Männern geschnappt und eingesperrt. Bob und Peter beweisen, daß sie auch ohne ihren Chef richtig und überlegt handeln können. Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt, denn es geht um Minuten!


 
Auftretende Personen
 
Justus Jonas (Jupiter Jones)
Peter Shaw (Pete Crenshaw)
Bob Andrews
Tante Mathilda und Onkel Titus
Morton (Worthington)
Ian Carew, der Sohn des Premierministers von Nanda. Er befindet sich auf der Flucht vor weißen Extremisten des Staates Nanda, die ihn als Druckmittel gegen seinen Vater mißbrauchen möchten. Er sucht auf dem Jonasschen Schrottplatz Zuflucht. Ian ähnelt Justus auf verblüffende Weise. Ein Unterscheidungsmerkmal ist allein eine Narbe, die Ian seit einer Blinddarmoperation hat.
Sir Roger Carew regiert als Premierminister in der kleinen britischen Kolonie Nanda in Südafrika. Zur Zeit arbeitet er an dem Vorhaben, Nanda in den nächsten Jahren in die Unabhängigkeit -- mit einer Regierung der schwarzen Mehrheit und den in Nanda geborenen gemäßigten Weißen -- zu führen. Dieses Ziel ist Roger Carew mehr wert als das Leben seines Sohn Ian, obwohl er diesen sehr liebt.
Mr. Gordon MacKenzie, Mitstreiter von Sir Roger Carew, er möchte zusammen mit Ndula Ian Carew finden. MacKinzie ist Weißer mit einem typischen britischen Akzent.
Mr. Adam Ndula versucht zusammen mit Gordon MacKenzie Ian Carew zu finden. Ndula ist Schwarzer.
Mr. John Kearney, der Leiter der Handelsvertretung des Staates Nanda in Los Angeles.
Fred und Walt sind Extremisten und Mitglieder einer Bewegung Weißer, deren Ziel es ist mit einer Militärherrschaft, die schwarze Mehrheit des Landes Nanda zu unterdrücken. Um die derzeitige Regierung zu einer Kursänderung zu zwingen, versuchen sie den Sohn des Premierministers Roger Carews zu entführen.
Miss Anna Lessing, die Komplizin der Entführer Walt und Fred, sie agiert im Hintergrund. Die große dunkelhaarige Frau arbeitet als Empfangsdame bei der Handelsvertretung des Staates Nanda in Los Angeles. Sie flog den Hubschrauber bei der Entführung von Justus und verlor dabei einen Ohrring, der von Bob und Peter gefunden wurde. Miss Lessing wohnt in den Bergen von Hollywood.
Falzone, ein Taxifahrer in Rocky Beach. Er hat Ian Carew auf seiner Flucht vom Hotel "Roter Löwe" in die Nähe des Jonasschen Schrottplatzes gefahren.
Haupkommisssar Reynolds
kursiv geschriebene Namen sind amerik. Originalnamen

 
Interessante Fakten
 
Es ist Sommer. Die letzte Woche der Ferien.
In einiger Entfernung von Rocky Beach liegt der Vergnügungspark "Magic Mountain".
Das Hotel "Miramar" in Rocky Beach scheint eine Art Ranch zu sein.

 
Überprüfte Übersetzungen
Text
I will leave that knowledge to your own discovery.
Forward, then, to mystery and adventure!
Alfred Hitchcock
Nein, dieses Aha-Erlebnis überlasse ich meinen Lesern.
Im übrigen zeichnet sich dieser Fall durch eine weitere Besonderheit aus, auf die ich ebenfalls aufmerksam machen muß: Ein Land in Afrika namens Nanda. Sucht bitte nicht im Atlas und im Lexikon. Ihr würdet es nicht finden. Wir mußten Rücksicht nehmen und einige Personen- und Ortsnamen in der Nacherzählung ändern. Nämlich: ein Bericht über Ereignisse, die durch einen absurden, geradezu unglaubhaften Zufall (Stichwort »Doppelgänger«!) eine so überraschende Wende nehmen und mit so vielen zusätzlichen Komplikationen belastet werden, würde den Beteiligten in der Öffentlichkeit eine Art kurioser, augenzwinkernd kommentierter Berühmtheit verschaffen, auf die sie wenig Wert legen, da es im Grunde um selbstverständliche, sehr ernste Dinge geht: Menschenrechte, Menschenwürde, Freiheit.
Deshalb haben sich die drei ??? mit mir zusammen dafür entschieden, daß wir Tarnbezeichnungen verwenden – was ja der Spannung und der realistischen Atmosphäre keinen Abbruch tut. Also auf ins Geheimnis, ins Abenteuer!
Alfred Hitchcock
Aus dem Kapitel "Eine haarsträubende Neuigkeit": die Fiktion der britischen Kolonie Nanda wird im Vorwort der Übersetzung - wie bereits im Fall "Zauberspiegel" - aufgezeigt und in ein bewusstes Stilmittel umgewandelt.
"Jupe's right," Pete agreed hopelessly. "You can't hide from Aunt Mathilda. She's Scotland Yard, the FBI, and the Canadian Mounties combined! We might as well go out." »Justus hat recht«, pflichtete Peter entmutigt bei. »Vor Tante Mathilda kann man sich nicht verstecken. Scotland Yard, FBI und kanadische Gebirgsjäger in Personalunion - das ist sie! Da müssen wir schon hingehen.«
Aus dem Kapitel "Freunde oder Feinde?": Die "Mounties" sind nicht die kanadischen Gebirgsjäger - der Begriff hat nichts mit mountain zu tun, sondern kommt von Canadian Mounted Police (Force): es handelt sich hierbei um die kanadische berittene Polizei. [Danke hierfür an Aldebaran]
"Yes, Second, we do," Jupiter declared smugly. "I was kidnapped because I look a lot like a boy named Ian Carew. Ian is the son of Sir Roger Carew. Sir Roger is prime minister of the small British colony of Nanda in Africa, and is preparing Nanda to become an independent country next year with government by the black majority and the Nanda-born moderate whites. But he is opposed both by the underground Black Nandan Alliance, whose members want to expel all whites from the country, and the white extremists of the National Party, who want an all-white government and army to keep the black majority without a say in the running of the country's affairs." »Ja, Kollege, es ist aber so«, erklärte Justus selbstzufrieden. »Ich wurde entführt, weil ich einem Jungen namens Ian Carew zum Verwechseln ähnlich sehe. Ian ist der Sohn von Sir Roger Carew. Sir Roger ist Premierminister der kleinen britischen Kolonie Nanda in Südafrika und arbeitet zur Zeit darauf hin, daß Nanda im nächsten Jahr seine Unabhängigkeit erklärt und künftig von einer Regierung der schwarzen Mehrheit und den in Nanda geborenen gemäßigten Weißen geführt wird. Seine Gegner sind aber einerseits die Untergrundorganisation ›Schwarzes Nanda‹, deren Mitglieder alle Weißen des Landes verweisen wollen, andererseits die Partei der weißen Extremisten, die eine ausschließlich mit Weißen besetzte Regierung und Militärführung anstreben und die schwarze Mehrheit in unwürdiger Abhängigkeit halten wollen.«
Aus dem Kapitel "Freunde oder Feinde?": Mit dem fiktiven Staat Nanda mag William Arden die Apartheid in Südafrika im Sinn gehabt haben, doch wurde bei ihm Nanda in Afrika nicht auch nur ansatzweise verortet. Die Übersetzung legt stärker nahe, dass Nanda als Chiffre für Südafrika dient (oder zumindest im südlichen Afrika liegt, sofern Leonore Puschert die Bezeichnungen "südliches Afrika" und "Südafrika" verwechselt haben sollte).
Mit "Nanda" hatte die Übersetzerin ein Problem: der deutschsprachige Text vermeidet es erstaunlich konsequent, "Nanda" abzuleiten, so als nähme man den Namen des fiktiven Staates zähneknirschend hin, ohne sich jedoch an weiteren neuen Wortschöpfungen beteiligen zu wollen. Statt dessen wich Leonore Puschert stets auf umschreibende Formulierungen entweder mit dem zentralen Begriff "Nanda" oder auf vermeintliche Synonyme aus. Deshalb findet sich nirgends die Übersetzung des Attributs "nandan" (die vermutlich "nandisch" gelautet hätte).
Jupiter nodded, and presented the Investigators' business card with a flourish. The two Nandans studied it. Justus nickte und reichte ihm mit einer schwungvollen Geste die Geschäftskarte der drei ???. Die beiden Afrikaner betrachteten sie aufmerksam.
Aus dem Kapitel "»Djangas Stätte«": Auch "Nandan" fällt der Übersetzung zum Opfer. Die Einwohner Nandas erscheinen in der Übersetzung eben nicht als "Nandander" (was sich analog zu Ruandern und Ugandern durchaus angeboten hätte), sondern ihre Nationalität verschwindet durchweg hinter der weitaus unschärferen Bezeichnung "Afrikaner", obgleich William Arden im Originaltext nirgendwo "African" für Nandas Einwohner verwendet hat (vgl. andere Ausländer in den Übersetzungen, z.B. der "Chinese" Won, der "Japaner" Taro Togati, der "Engländer" August August oder die "Rumänen" Radulescu und Eftimin).
[...] Of course, Ian has a Nandan accent. I'm a bit surprised -" [...] Natürlich spricht auch Ian den heimatlichen Akzent. Ich bin deshalb überrascht –«
Aus dem Kapitel "»Djangas Stätte«": Hier verschwindet die Länderbezeichnung ebenfalls.
[...] At home Sir Roger was frantic until Ian sent a message through the Nandan Trade Mission in Los Angeles." [...] Sir Roger zu Hause war verzweifelt, bis Ian ihm durch die Handelsvertretung des Landes Nanda in Los Angeles eine Nachricht zukommen ließ.«
Aus dem Kapitel "»Djangas Stätte«": Auch hier wird auf ein Attribut verzichtet (vgl. hingegen die "rumänische Handelskammer").
"Precisely, Second," Jupiter said. "Mac, the word is obviously African. What does it mean in Nandan?" »So ist es«, sagte Justus. »Mac, das Wort klingt unverkennbar afrikanisch. Was ist für Sie aus Nanda damit gemeint?«
Aus dem Kapitel "Justus läßt nicht locker": In der unkonkreten Übersetzung wird nicht einmal deutlich, dass die ursprünglichen Einwohner Nandas über ihre eigene Sprache verfügen.
"All right, yes! I flew the helicopter. I am a Nandan patriot. We have lived there for two hundred years."
"We have lived there for two thousand years," the black Nandan said. "We will give you a place in our country and work together for a free Nanda, but it is our country."
"Never!" Anna Lessing snarled.
»Also gut! Ich habe den Hubschrauber geflogen, und ich gehöre zu ihnen! Schon immer. Ich trete für ein sicheres, freies, zivilisiertes Nanda ein!«
»Frei für wen, Miss Lessing?« fragte Ndula ruhig.
»Nicht für Sie!« erwiderte die Frau aufgebracht. »Nanda gehört den Weißen, die es besiedelten, bebauten und seit zweihundert Jahren bewohnen!«
»Und wir leben dort schon seit zweitausend Jahren«, sagte der schwarze Afrikaner. »Sie haben Ihre Bauten mit unserer Arbeitskraft errichtet, und dafür haben Sie uns in unserer eigenen Heimat zu Sklaven gemacht. Wir werden Ihnen in unserem Land einen Platz zuweisen und für ein freies Nanda zusammenarbeiten, aber es ist und bleibt unser Land.«
»Niemals!« fuhr Anna Lessing auf. »Wir haben uns Nanda untertan, es ist unser Besitz und wir werden ihn behalten!«
Aus dem Kapitel "Triumphiert doch noch der Gegner?": Nachdem Anna Lessing als Komplizin der Extremisten überführt ist, reagiert sie mit "Haß und Wut". Leonore Puschert fühlte sich offenkundig bemüßigt, neben einigen hinzugefügten Erläuterungen zum geschichtlichen Hintergrund der Kolonialisierung vor allem die Überheblichkeit und den damit einhergehenden Rassismus viel stärker hervortreten zu lassen, als dies bei William Arden der Fall ist - von "Sklaven" bzw. "Sklaverei" ist im Original nirgendwo die Rede.
"You'll never learn that from me. Ian is in our hands and Sir Roger will have to do what we want."
"No, Miss Lessing, he won't do what you want," MacKenzie said. "No matter what you threaten, he will do his duty for the future of Nanda."
"You think he will risk his only son's life?"
"Yes," Ndula said. "He will."
Chief Reynolds said, [...]
»Das werden Sie von mir nie erfahren. Ian ist in unserer Hand, und Sir Roger wird tun müssen, was wir verlangen.«
»Nein, Miss Lessing. Er tut nicht alles, was Sie wollen«, sagte MacKenzie. »Was Sie ihm auch androhen, er wird seine Pflicht für Nandas Zukunft tun. Was Sie fordern, würde in einem blutigen Bürgerkrieg enden, und das wird Sir Roger nie zulassen.«
»Sie glauben, er wird für die Interessen eines unzivilisierten Negerstammes das Leben seines einzigen Sohnes aufs Spiel setzen?«
»Ja«, sagte Ndula. »Das wird er tun.«
»Niemals! Er wird zwangsläufig Vernunft annehmen und einsehen, daß er ein Weißer ist und zu uns gehört!«
Hauptkommissar Reynolds sagte: [...]
Aus dem Kapitel "Triumphiert doch noch der Gegner?": Nur wenig später ergänzt Leonore Puschert den Originaltext erneut - zum einen mit dem Szenario eines Bürgerkriegs (welches im Original bereits im Kapitel "Peter makes an accusation" durch Ndula heraufbeschworen worden ist), zum anderen mit einer weiteren Hasstirade der Extremistin, die nicht nur zum zweiten Mal (s.o.) die Einwohner Nandas in typisch kolonialistischer Weise als "unzivilisiert" herabwürdigt, sondern auch zur ultimativen Beleidigung greift. Sieht man einmal von der deutschen Folge "Schwarze Sonne" und davon ab, dass deren Autor Marco Sonnleitner anderswo mindestens dreimal den Titel des Abzählreims "Zehn kleine Negerlein" untergebracht hat, so ist dies hier die einzige Passage der in den USA geschriebenen Bücher der "Die drei ???"-Serie, in der das N-Wort auftaucht, wohlgemerkt als Äußerung einer Rassistin - nur eben ausschließlich (und deshalb überflüssigerweise) in der Übersetzung ...
Back in the small house, Anna Lessing taunted them.
"I told you you'd never find them. Admit it, MacKenzie, we've beaten you! And we'll beat you and Sir Roger!"
Als sie alle wieder im Haus waren, höhnte Anna Lessing: »Ich sagte Ihnen ja, Sie würden ihn nicht finden. Geben Sie sich geschlagen, MacKenzie! Und in Nanda werden wir Sie und Sir Roger und die übrigen Feiglinge auch noch schlagen!«
Aus dem Kapitel "Triumphiert doch noch der Gegner?": ... und noch einmal setzt die Übersetzung einen drauf.
The boys all grinned at the director, thanked him, and left. Alone Mr Hitchcock went on chuckling at his joke. It was a bad joke, but it was a good title for a most clever and successful adventure. Da strahlten die Jungen den großen Regisseur an. Sie bedankten sich und nahmen Abschied. Alfred Hitchcock mußte noch etliche Male über seinen Scherz lächeln. Doch im übrigen empfand er es als außerordentlich beruhigend, daß Justus Jonas' Doppelgänger verhältnismäßig rasch wieder aus dem Aktionsbereich der drei ??? entschwunden war.
Aus dem Kapitel "Alfred Hitchcock beliebt zu scherzen".

 
Der Auftraggeber dieses Falles
 
Justus wird zu Beginn der Geschichte entführt, nach seiner Befreiung erhalten sie von Adam Ndula und Gordon MacKenzie den Auftrag, den auf der Flucht befindlichen Ian Carew zu finden. 

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