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33) Boomtown © schrieb am 03.09.2019 um 02:03:29: @31 Ich kann diese Effekthascherei, die du da beschreibst, nur schwer mit Hitchcock und seiner klassischen Verwendung des MacGuffins in Verbindung bringen. Für welche Filme Hitchcock nun gegenwärtig diesbezüglich ein schlechter Einfluss sein soll, müsste man dann anhand konkreter Beispiele klären. Das führt hier aber wohl zu weit. Ansonsten kann ich mich nur wiederholen, ich will lieber keine als eine belanglose Aufklärung, wenn sie für den Handlungsverlauf ohnehin nicht relevant ist. Du siehst es genau umgekehrt. Let's agree to disagree.
32) Mr. Murphy © schrieb am 01.09.2019 um 13:38:18: @ 5 (Lapathia) = Dass es nächstes Jahr einen Auftritt auf der Berliner Waldbühne geben wird, wurde bisher noch nicht angekündigt, oder? @ 12 (Sven H.) = Es soll zumindest jetzt schon bekannt sein, dass es in Deutschland Hörspielmacher geben soll, die "charakterlich voll neben der Spur" sind (und damit meine ich nicht A. Minninger!).
31) PerryClifton © schrieb am 27.08.2019 um 14:34:32: Wie gesagt, ich sehe das Ganze eher aus der Perspektive der Story und weniger aus der der Bildersprache. Genau aus diesem Grund bezeichne ich mich auch nicht als Cineasten, obwohl ich Filme liebe. Ich verstehe den McGuffin-Gedanken durchaus, doch ich möchte das Problem mal anders formulieren: Es ist einfach zu leicht, mit dieser Technik durchzukommen, selbst in dem Fall, dass man die Story nur mangelhaft durchdacht hat. Man kann nach Belieben wild durch die Gegend McGuffinieren, nur damit die Leute in Bewegung geraten und ohne sich der Unbequemlichkeit zu unterziehen, sich wirklich etwas auszudenken. Für ein Buch ist mir das definitiv zu wenig. Im Film wäre es okay, wenn es nur bei Hitchcock geblieben wäre, aber ich finde, der ganze Grundgedanke hat ein Stückweit dafür gesorgt, dass durchdachte Filmstories teilweise schon als exotisch gelten oder als überhaupt nicht mehr nötig angesehen werden, solange alles nur ordentlich publikumswirksam inszeniert wird. Etwas überzogen gesagt könnte man das Konzept als Ursprung der gesamten aktuellen Kinolandschaft deklarieren. Heutige Trailer. Es macht KAWUMMM und FIEEEEEP, man bekommt schon aus Reflex Gänsehaut, ohne dass das Gehirn auch nur eine Sekunde beteiligt war, attraktive Schauspieler hauchen einem bedeutungsschwere Sätze ins Ohr, die inhaltlich völlig egal sind, man ist bereits aufgrund der Ansprache unterbewusster Reflexe total geplättet. Dann kommt die epic speech "in a world, where blablablubb" oder "just two weeks ago he was just a normal guy" mit anschließendem Orchester-Orgasmus und man rennt begeister ins Kino, weil alles so schön gekribbelt hat. Was mir zunehmend Sorgen macht, ist, dass viele nicht mehr nur im Moment sondern anscheinend dauerhaft durch diesen Budenzauber beeinflusst werden. Ich mag Filme nicht als Illusionsnummer, ich mag eine Geschichte, von der mir etwas bleibt. Und da sehe ich bei Hitchcock eben die Wurzeln für eine Entwicklung in die falsche Richtung, IMO. Aber er war wenigstens noch jemand, der trotzdem gute Filme gemacht hat, was man von vielen Nachfolgern nicht mehr behaupten konnte. Wozu diese Radikalität, warum die Erklärung weglassen? Wenn sie nicht so wichtig ist, hält man sie eben sehr kurz. Alles andere muss nicht zwangsläufig, aber kann sehr schnell in geistige Trägheit oder sogar bewusste Blendung des Publikums münden. Bei aller Zuneigung zu Hitchcocks guten Filmen, aber wenn es nur solche gäbe, empfände ich das als sehr eingeschränkt. Aber vielleicht ist das sogar der Fall.
30) Max DoMania © schrieb am 27.08.2019 um 10:46:06: Wie Boomtown bereits angemerkt hat, ist es tatsächlich vollkommen unerheblich, was Ben Peck genau erfunden hat, eben ein typischer MacGuffin. Zudem wird diese Frage am Ende des Buches geklärt.
29) Boomtown © schrieb am 27.08.2019 um 09:42:23: OK, ob das nun das richtige Stilmittel für ein Kinderhörspiel ist/war, sei noch mal dahingestellt. Aber es liegt doch in der Natur der Sache, dass man bei einem MacGuffin am Ende gar keine befriedigende Auflösung mehr aus dem Hut zaubern kann, weil es inhaltlich keine Rolle spielt. Ist doch einfach total egal, welche Regierungsgeheimnisse das nun am Ende von North by Northwest sind, man will doch nur wissen, ob die Protagonisten nun in der Kiste landen oder nicht. Ansonsten ok, dass der geschassten Chandler diese Ansichten hat, ist ja nachvollziehbar und auch richtig. Hitchcock hat sicher andere Prioritäten gesetzt. Da sind wir uns ja einig. Logik und Dialoge waren weniger wichtig als Bildsprache aber das ist ja auch das tolle: Psycho würde fast genau so wie er ist auch als Stummfilm funktionieren - mit Bernard Herrmanns Musik natürlich. Dialoge braucht es da gar keine.Faszinierend.
28) PerryClifton © schrieb am 27.08.2019 um 07:14:34: @27 Ich will mich nicht streiten, aber ich muss der Art deiner Verteidigung einfach widersprechen. Ich fand es früher als Kind immer nervig, dass Pecks Erfindung nicht genannt wurde. Also hat es für mich der Story geschadet, wenn auch zugegebenermaßen nicht in großem Maße. Ich sehe einfach die Notwendigkeit des Vorenthaltens nicht. Dass man den McGuffin in seiner Funktion erkennt, ist im Prinzip ja okay. Dieses Bild von Hitchcock gab es übrigens früher schon und es wurde bzw. wird auch von prominenter Seite geteilt. Chandler sagte: "his plots often lose their grip on logic" und "he cares less about dialogue in a scene than shooting it upside down through a glass of champaign". Ich will ja eigentlich nur darauf hinaus, dass er es in der ein oder anderen Szene übertrieben hat und dass seine Persönlichkeit dies auch nahelegt. Dass ich nicht auf den Zug aufspringe, ihn komplett zu verurteilen, ist doch wohl klar. Aber jetzt mal langsam, Jurassic Park ein schrottiger B-Movie? Die Effekte sehen heute immer noch besser aus, als das meisten an aktueller CGI. Bei Avatar bekommt man ein paar Jahre später bereits Augenstechen. Harryhausen sieht heute wohl auch veraltet aus?
27) Boomtown © schrieb am 27.08.2019 um 03:59:33: @22 Der Punkt ist doch, es hat dem "Unsichtbaren Gegner" NICHT geschadet, dass die Erfindung NICHT genannt wird und ja, ich finde so eine plumpe Erklärung im Nachgang nicht gerade besonders sexy, weil sie das Kopfkino, das sich in der Folge aufgebaut hat, ohne große Pointe zum Platzen bringt. Wozu? Und so habe ich auch noch bei keinem Hitchcock hinterher den MacGuffin als Zumutung empfunden.

Ansonsten neigt man bei Hitchcock heute natürlich dazu, das lehrbuchmäßige visuelle Erzählen in den Fokus zu nehmen. Das war in der zeitgenössischen Rezeption aber noch ganz anders. Das reine Posen mit seinen Fähigkeiten war da kein Kriterium. Die Filme mussten das Publikum unterhalten und sonst nichts. Insofern finde ich das Bild des narzisstischen und eitlen Regisseurs weder stimmig noch fair. So etwas wie die Exposition von Rear Window wurde erst später zum Lehrstück des Filmemachens. Hitchcock hat das ja nicht als solches planen können, deshalb kann man ihm das auch nicht vorwerfen. Ob er es jetzt in der ein oder anderen Szene mal übertrieben hat oder nicht, und ob das heute nach Jahrzehnten im Einzelfall noch immer und überall funktioniert, sind dann nochmal andere Fragen, die meiner Meinung aber nicht wirklich relevant sind. Shadow Of A Doubt ist fast 80 und sein Alter sieht man dem Film bestenfalls dadurch an, dass er schwarzweiß ist. Schaut man heute Jurassic Park, denkt man hingegen nur, was für ein schrottiger B-Movie das denn bitte sein soll.
26) PerryClifton © schrieb am 26.08.2019 um 15:19:38: @Andy Yup
25) AndyV © schrieb am 26.08.2019 um 14:29:58: @PerryClifton Zufall: Hab gestern nach Jahrzehnten mal wieder "Die Vögel" mit der entzückende "Tippi" geschaut. Was für ein Film!
24) PerryClifton © schrieb am 26.08.2019 um 14:18:10: Oder nicht richtig schreiben können...
23) PerryClifton © schrieb am 26.08.2019 um 14:17:01: BTW, das ist natürlich Jammern auf hohem Niveau. Nicht das hier der Eidnruck entsteht, ich würde keine Hitchcock-Filme mögen
22) PerryClifton © schrieb am 26.08.2019 um 07:11:12: @20 Oh oh oh, da gibt es schon noch Unterschiede Wenn jegliche Suspension of Disbelief geopfert wird, wie in manchen Podcasts, wenn komplett am Geist der Geschichte vorbeireviewed wird, ist das schon etwas anderes, als wenn eine Szene als besonders unglaubwürdig oder gar leicht lächerlich heraussticht, weil sie einfach zu weit hergeholt ist. Nicht nach den Maßstäben strenger, realistischer Logik, denn dann braucht man keine Geschichten zu erzählen, aber nach den Maßstäben storyinterner Logik. Die Debatte gibt es oft auch bei Fantasy, manche meinen, nichts müsse dort realistisch sein, weil es ja Fantasy ist, andere sagen zu Recht, dass die Geschichte einer inneren Logik folgen muss und ihre eigenen Gesetze nicht verletzen darf. Die Geschichte muss nach ihren eigenen Regeln Sinn ergeben. Hitchcock erzählt nunmal in unserer Welt und biegt die Gesetze der Plausibilität manchmal so sehr, dass es heutzutage lächerlich wirkt, und auch früher schon, denn der Rest der Geschichte funktioniert trotzdem. Da kann er über Wahrscheinlichkeitskrämer spotten wie er will, ein bisschen Übertreiben tut er es gelegentlich schon mal ganz gerne. Da hilft ihm auch sein Genie-Status nichts.
Die Filmtechniken hat er nicht für die Wissenschaftler verwendet, das ist klar. Aber er hat sie oft ein bisschen zu sehr in den Vordergrund gestellt und zusammen mit dem Prinzip des McGuffin ergibt das für mich eben das Bild eines gewissen Materialismus, einer Formbezogenheit, die manchmal zu sehr über dem Inhalt steht. Hätte es dem unsichtbaren Gegner geschadet, wenn man gesagt hätte, Peck hat ein Flugzeugleitsystem erfunden und Punkt? Gemeint ist, dass das Vorenthalten auch manchmal nerven kann, wenn es unnötig ist. Beim Gegner ist es tatsächlich nicht so wild. Aber das Hitchcock überhaupt die Idee hatte, es so weit treiben zu müssen, einen Teil der Story einfach fallen zu lassen, spricht Bände.
21) Boomtown © schrieb am 26.08.2019 um 03:49:35: @19 Dann hätte Körting aber auch genauso gut jetzt zum Jubiläum aufhören können. Das wäre ein deutlich passenderer Zeitpunkt gewesen als ihr eigener Geburtstag.
20) Boomtown © schrieb am 26.08.2019 um 03:45:55: @17 Danke für die Erklärung. Hab Hitchcock ja schon öfter hier im Forum zitiert: "Logic is dull." Da haben sich seit Second Screen und Social Media sicher auch Sehgewohnheiten verschoben. Logik, Realismus und Plausibilität der Unterhaltung zu opfern funktioniert nicht mehr wirklich gut, wenn sich direkt im Netz lautstark drüber aufgeregt wird. Das Thema hatten wir ja auch schon bei den Podcasts. Man tut sich jedenfalls keinen Gefallen, wenn man nach den Kriterien einen Hitchcock-Film schaut.

Dass er irgendwann mal nur clevere Filmtechniken aneinandergereiht hätte, um Filmwissenschaftler zu begeistern, halte ich allerdings wirklich für groben Unsinn. Mit sowas hätte man natürlich auch vor 60 Jahren nie den Mainstream erreicht. Den McGuffin als Zeichen der Zuschauer-Verachtung zu deuten, finde ich ebenso fragwürdig, um es mal vorsichtig zu formulieren. Es gibt doch unzählige Beispiele, wo sehr wohl eine ganze Menge dafür spricht, den Gegenstand, der die Handlung in Gang setzt, hinten runter fallen zu lassen. Eben weil die Erklärung im Zweifelsfall banal - oder noch schlimmer egal - wäre. Passendes Beispiel "Der unsichtbare Gegner". Pecks Erfindung und der Inhalt des Films spielen zu Recht keine Rolle. Die nachgeschobene Aufklärung im Buch braucht kein Mensch. Aber okay, wenn du das subjektiv so empfindest, will ich dir das nicht nehmen.
19) Communityname © schrieb am 25.08.2019 um 11:28:05: Jens Wawrczeck hat ja schon in einem anderem Interview gesagt, wenn die Produzentin aufhört, macht er Schluss damit. Vielleicht nächstes Jahr, wenn die 75 wird. Dann kommen bestimmt neue Sprecher, ein neuer Film soll ja auch kommen.

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