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Faszinosum ??? Live-Shows

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384) AndyV © schrieb am 04.12.2019 um 09:24:02: Ich weiss ja nicht wer den Begriff "Kassettenkinder" überhaupt erfunden hat, aber so ganz stimmts eigentlich nicht. Denn ich als 1967 geborener Hörspielhörer habe tatsächlich mit Langspielplatten begonnen und habe erst dann so Ende der 70er Jahre auf Kassetten umgescwänkt. Also die ersten ???Fälle habe ich auf LP bekommen. Erst später bin ich, warum auch immer auf Kassetten umgestiegen. Zumal wars auch wirklich so, daß manache Hörspiele dann auch nur mehr auf MC veröffentlicht wurden. Sieht man ja beim Doppelgänger und beim Riff der Haie; Da war die Auflage schon nicht mehr so hoch. Dementsprechend sind heute die Preise für diese beiden Schallplatten.
383) Boomtown © schrieb am 04.12.2019 um 09:16:55: @382 Das was ich an Inhaltsangaben jetzt auch zu Bastians Buch gelesen habe ja, beide definieren das so. Mitte 70er und zweite Hälfte 80ER. Logischerweise keine präzisen Jahreszahlen, das wäre ja Quatsch. Die Grenzen sind natürlich fließend. Aber die Neunziger erfüllen ja eben gerade nicht mehr die charakteristischen Rahmenbedingungen. Kassettenkinder sind nicht Kinder die Kassetten hören. Die dürfte es bis vor ein paar Jahren gegeben haben.
382) PerryClifton © schrieb am 04.12.2019 um 07:15:58: @379 Ist das die "offizielle Definition" aus dem Buch? Also Kassettenkinder waren die von 75 bis 85? Das fände ich nun wiederum zu kurz gegriffen, imo. Gefühlt hat sich die Phase bis Anfang der 90er erstreckt, trotz rasant zunehmender medialer Möglichkeiten.
381) Boomtown © schrieb am 04.12.2019 um 04:46:14: OK, sehr, sagen wir mal mutig, sich darauf zu verlassen.
380) Dave © schrieb am 04.12.2019 um 00:36:39: @Call: Das steht irgendwie überall anders. Schon im Programmheft der Show steht in zwei Aufeinanderfolgenden Sätzen Gegensätzliches. Einmal "Das Bühnenstürck [...] basiert auf Ideen von Hendrik Buchna. Im nächsten Satz ""verfasste auf Basis des Bühnenstückes auch das Buch zur Tour". Auch an anderen Stellen heißt es mal so und mal so. Aber zumindest dem Programmheft würde ich ohnehin nicht trauen. Dadrin steht auch, dass Andreas Fröhlich auch "Master of Chess" verfasst hätte (dabei stammt das von Stefanie Burkart und Fröhlich war bei Phonophobia Co-Autor) und die 2009er Tour wird "Alive and Ticking" statt "Live and Ticking" genannt...
@Boomtown: Ich habe das Buch zuvor gelesen, weil es mehrere Monate vor der Show rauskam und ich nicht so lange warten wollte und vor allem, weil ich damit gerechnet hatte, dass es ähnlich weit vom Bühnenstück entfernt sein würde, wie es bei Sinfonie der Angst der Fall war. Denn das Buch dazu hatte ja so gut wie gar nichts mit dem Bühnenstück zu tun, gespoilert hätte ich mich damals überhaupt nicht.
379) Boomtown © schrieb am 03.12.2019 um 23:28:20: @375 Danke für die Richtigstellung! Das kenne ich tatsächlich gar nicht, aber die genannte Definition des Begriffs dürfte auch da schon identisch sein.

@377 Es geht ja um das kurze Zeitfenster zwischen Mitte 70er und zweite Hälfte 80er. TV-Programm für Kinder gab es da noch homöopathischen Dosen, Videos und Videospiele waren für Kinder noch gar kein Thema und themenbezogene Magazine, naja, es gab halt Mickey Mouse, YPS und Fix und Foxi.

@376 Untergeordnete Rolle schrieb ich extra. TV war natürlich schon wichtig, aber es gab eben nur wenig Content und die Verfügbarkeit war extrem eingeschränkt.

Lange Rede kurzer Sinn, wir wissen ja alle was gemeint ist. Das jetzt bis ins Detail auszudefinieren ist müßig und hier OT.

@374 Kann ich fast alles nachvollziehen. Aber warum liest man sich vorher das Buch zu so einem Event durch und spoilert sich damit selbst die ganze Show kaputt? Ich habe extra noch nicht mal eine Kritik überflogen.
378) Call © schrieb am 03.12.2019 um 23:24:54: So wie ich das verstanden habe, hat Hendrik Buchna ja das Buch ZUM und nicht FÜR das Bühnenstück geschrieben. Das ist also vergleichbar mit nem Minninger-Buch 😉
Daher würde ich auch jetzt mal behaupten, dass sich das ganze Stück sehr stark an seiner Bühnentauglichkeit orientiert, deshalb wird der Inhalt eher zweitrangig behandelt. Was meines Erachtens zwar in Ordnung ist aber nirgendwo anders hinführen kann als: Inhalt schlecht/Inszenierung gut. (Was meines Erachtens genau so war, auch bei denen mit denen ich mich anschließend unterhalten hatte).
377) PerryClifton © schrieb am 03.12.2019 um 19:46:04: Die Kinder- und Zeichentrickserien der 80er waren für die Kassetten wohl definitiv eine starke "Konkurrenz". Ebenso Videos. Und Bücher. Und themenbezogene Zeitschriften...
376) hilltop.house © schrieb am 03.12.2019 um 19:38:06: Und das Kinder TV in dieser Zeit keine große Rolle spielte kann man so auch nicht sagen, wurden doch genau in jener Zeit die besten Kinder/Jugend Serien produziert. Aber ich weiß natürlich was du meinst.
375) Sven H. © schrieb am 03.12.2019 um 19:21:07: @372: Stefan Bonner und Anne Weiss haben den Begriff "Kassettenkinder" nicht erfunden. Vermutlich wird sich nicht klären lassen, wann der Begriff erstmals aufgetaucht ist, möglicherweise schon vor dem Revival der Hörspiele Mitte der 1990er Jahre? Wenn jemand diesen Begriff popularisiert hat, dann war es Annette Bastian mit ihrem Buch "Das Erbe der Kassettenkinder: ... ein spezialgelagerter Sonderfall" (2003).
374) Dave © schrieb am 03.12.2019 um 19:20:14: Die drei ??? und der dunkle Taipan

Es war die vierte Tour und schon die fünfte Show der drei ??? auf der großen Bühne, siebzehn Jahre nach der ersten. Und während „Master of Chess“ und „...und der Super-Papagei“ sehr minimalistisch waren was die technische Umsetzung anging, wollte man doch zumindest teilweise die Vertonung eines Hörspiels präsentieren, hatte „...und der seltsame Wecker“ schon stärker auf zusätzliche Effekte wie eine LED-Wand gesetzt. Phonophobia trieb das mit einer eigens für die Tour entwickelten Panel-Wand und fünf Musikern (dafür aber keinem Erzähler) auf die Spitze. Die neue Show „...und der dunkle Taipan“ geht diesen Trend nicht weiter, sondern kommt, vom Finale abgesehen, dem Ursprungskonzept wie es in Master of Chess praktiziert wurde am nächsten. Der Erzähler ist zurück, es gibt keine Video-Elemente mehr, das Spiel mit Licht und Farben wurde reduziert. Man könnte sagen, es handelt sich um die unspektakulärste Liveshow. Und wäre da das grandiose Finale nicht, wäre es auch absolut richtig zu sagen, dass diese Show dem Konzept nichts mehr hinzuzufügen weiß. Doch das muss überhaupt nicht schlecht sein. Denn während Phonophobia in der großen Halle super funktioniert hat, blieb auf Dauer doch nur eine recht geringe Halbwertszeit, und die Faszination verflog auf der DVD spätestens beim zweiten Anschauen. Bei „...und der dunkle Taipan“ könnte es umgekehrt sein. Auch wenn bei uns in Stuttgart die Stimmung wunderbar war würde ich sagen, dass mich „Phonophobia“ damals mehr begeistert hat. Und doch kann ich mir vorstellen, dass der Taipan den Unterhaltungsfaktor über längere Zeit aufrecht erhalten kann.
Was den Vergleich aus meines Sicht etwas problematisch macht ist die Tatsache, dass Phonophobia für mich eine komplett neue Geschichte war, während ich das Buch „...und der dunkle Taipan“ bereits gelesen hatte und im Gegensatz zur ebenfalls in Buchform erschienenen „Sinfonie der Angst“ ähneln sich Buch und Bühnenstück dieses mal stark, mit Ausnahme des dritten Viertels findet sich nahezu jede Szene in beiden Medien wieder. Dieses dritte Viertel ist es auch, das als einziges seine Längen hatte, der Rest hat mich ausnahmslos unterhalten und auch die kleinen Längen hier werden doch recht schnell überbrückt.
Das ganz große Plus sind die Sprecher, allen voran Michael Prelle und Tim Grobe, der in jeder seiner Figuren glänzt. Die Rückkehr des Erzählers macht sich durchweg positiv bemerkbar, Prelle kombiniert hier Hitchcockschen Sarkasmus mit liveshowtauglicher Leichtigkeit und stärkt die Show ungemein. Einziges Manko ist, dass er nicht wie Helmut Krauss auf der Bühne hinter seinem Tisch sitzen darf, sondern wie die anderen Gastsprecher auf und Abtritt. Dieser Tisch mit Leselampe hat den ersten Livetouren immer eine gewisse Heimeligkeit verpasst die einer etwas kühleren Professionalität gewichen ist. Die spiegelt sich im ganzen Charakter der Show wieder. Die Zeiten, in denen Versprecher, ungeplante Gags und ähnliches an der Tagesordnung waren sind leider vorbei, dabei würde das auch heute noch in den großen Hallen funktioniert (Hat es 2009 in ähnlich großen Hallen ja auch noch). Tatsächlich empfand ich nämlich den Moment am charmantesten, als die drei scheinbar aus dem Skript ausbrechen und sich ihre Späße mit dem Geräuschemacher liefern. Am Verhalten des Erzählers merkte man dann doch, dass die Szene so geskriptet war (Vermutlich um dem Geräuschemacher, der dieses Mal weniger Aufmerksamkeit als früher bekam, seinen starken Moment zu ermöglichen), was der Szene etwas geschadet hat, dennoch war es neben einem tatsächlichen Patzer gegen Ende, als der Erzähler an einer Requisite Hand anlegen wollte, die vielleicht schönste des Abends.
Das Finale zeigte einmal mehr, dass Kai Schwindt ein fantastischer Regisseur ist. In Phonophobia lief mir ein Schauer über den Rücken, diesmal war ich schlichtweg gefesselt, die Inszenierung war hervorragend und ein bestimmtes Element des Buches wurde tatsächlich auf der Bühne umgesetzt was der gesamte Halle ein Raunen entlockt hatte.
Inhaltlich verlässt sich „...und der dunkle Taipan“ etwas zu sehr auf die Klassiker, äußerlich tut ihm der klassische Anstrich (der sogar einen Theatervorhang gekonnt einsetzt) dagegen sehr gut. Ich hatte in Stuttgart mit einer befreundeten Familie einen schönen Abend, würde den Besuch jedem drei ??? Fan weiterempfehlen und kann auch nur zu einem Blick auf den Merch raten. Während mich weder das klassische Kassettenmotiv noch die Schrottplatz-Shirts wirklich gereizt haben sehe ich im Tour-Shirt das bislang stärkste von allen Liveshows. Shon als Cover auf dem Buch war der dunkle Schlangenkopf eine nahezu perfekte Kombination aus Silvia Christophs Zeichenstil und Aiga Raschs prägnanter Motivauswahl. Auf dem T-Shirt harmoniert das perfekt mit dem umgebenden Schwarz und ist sowohl alltagstauglich (sieht vermutlich auch für nicht Kenner ansprechend aus) als auch klassisch.

Fazit: Nicht perfekt aber dennoch sehr schön und weiterzuempfehlen.
373) PerryClifton © schrieb am 03.12.2019 um 17:46:26: @Boomtown Dachte ich mir Allerdings ist der Begriff, den sie erfunden haben, dann etwas schwammig. Natürlich weiß man trotzdem, was gemeint ist. Andererseits klingt das Wort auch ein bisschen nach Diagnose, deswegen fand ich es nie so toll.
372) Boomtown © schrieb am 03.12.2019 um 17:28:07: Kurz zum Thema "Kassettenkinder": Dass man auch nach 1990 noch Kassetten hören konnte, ist mir schon klar. ;-) Der Begriff wurde von den Autoren Stefan Bonner und Anne Weiss im Buch "Wir Kassettenkinder: Eine Liebeserklärung an die Achtziger" erfunden und, wie der Titel schon verrät, ziemlich klar definiert. Es geht um die Generation, die mit Hörspielkassetten als DAS "Hauptmedium" für Kinder in einer Zeit sozialisiert wurden, als Kinder-TV, Videospiele und sonstiges Home-Entertainment für Kinder noch eine untergeordnete oder gar keine Rolle spielte. So habe ich den Begriff auch gemeint. Bin davon ausgegangen, der sei hier geläufiger. Finde die Definition sinnvoll, weil sich in den letzten Jahren immer öfter zeigt, dass es altersbedingt doch erhebliche Unterschiede in der Rezeption zu geben scheint. Das zeigen all die Diskussionen über neue Autoren, über Podcasts oder jetzt über die Inszenierung der Live-Shows ziemlich deutlich.

@368 Ups, ich saß auch in Block B so etwa 10 Meter mittig vor der Bühne. Den genauen Platz verrate ich lieber nicht, vielleicht saßen wir direkt beieinander. ;-) Aber ich meine das auch wirklich gar nicht böse oder gar persönlich. Im Prinzip hast du ja bei deiner Beschreibung der Dramaturgie vollkommen recht.
Es ist halt wie bei einer großen, alten Rockband, um bei dem Vergleich zu bleiben, wo alle auf die großen Hits warten und die dann obligatorisch abfeiern. Wenn es da eine jüngere Generation gibt, die etwas neues und eigenständiges erwartet, verschieben sich die Erwartungen erheblich und das ganze funktioniert nicht mehr so rund. Bei MoC war es noch eine ziemlich homogene Hörerschaft und der Fokus lag ganz klar auf dem kollektiven "abkulten", so wie auch bei den Veranstaltungen des Vollplaybacktheaters zu der Zeit. Das hat sich offenbar geändert.
Allerdings muss ja aber auch jedem klar sein, und das verstehe ich dann nicht, dass Schauspieler Mitte 50 gerade auf der Bühne Stücke, in denen sie 16jährige spielen, zwangsläufig nur noch noch als Persiflage inszenieren können. Eine ernst gemeinte und auf Spannung basierende Story ohne komödiantische Metaebene stelle ich mir in dem Rahmen einfach nur furchtbar vor. Das wäre für mich dann der totale Rohrkrepierer.
371) PerryClifton © schrieb am 03.12.2019 um 14:09:37: Interessantes Thema eigentlich. Sind Kassettenkinder das gleiche wie Hörspielkinder? Sind die erste Generation der DDF-Hörer vielleicht eher als LP-Kinder zu bezeichnen? Gibt es eine Hauptphase der Kassettenkinder und eine Spätphase oder zählen "die aus den 90ern" irgendwie nicht mehr dazu? Fragen über Fragen, allerdings etwas OT.
370) Ola-Nordmann © schrieb am 03.12.2019 um 13:51:21: @368: Der Vergleich mit der heißen Kartoffel trifft es ganz gut. Ein, zweimal hab ich da auch nichts dagegen, da funktioniert sowas auch bestens, hier war es irgendwann aber einfach zuviel des Guten und nicht mehr lustig.

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