bg-color-Chooser
 
  Start
 
  Community
  Bewertungen
  Forum
  Gästebuch
  Fanstuff
  Quiz
 
  Bücher
  Hörspiele
  Filme
  Autoren
  Interviews
  Cover
  Sammlerfälle
  Aiga
  Kids
  Adventures
 
  Archiv
  Lexikon
  A bis Z
  Links
 
  Layout
  Impressum

© 1997-2022 by
rocky-beach.com

Faszinosum ??? Live-Shows

Name

Email-Adresse

Text

«  1  2  3  4  5  6  7  8  9  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  »


399) Dave © schrieb am 12.12.2019 um 14:39:54: Ich habe es eher gegensätzlich in Erinnerung. Beim simplen Namedropping gab es teilweise Applaus, einfach weil es wie ein Stichwortgeber dafür funktionierte. Beim Zauberspiegel erinnere ich mich an keinen Applaus, aber es ging definitiv ein lautes Raunen durch die Arena.
398) Ola-Nordmann © schrieb am 12.12.2019 um 08:07:26: @397: Wie der Zauberspiegel genau ankam, weiß ich nicht mehr. Es war aber generell so, dass die Anspielungen mit Zuschauerreaktionen quittiert wurden. Die Halle hat zwar nicht gebebt, aber es gab auf jeden Fall eine Reaktion. Da mir der Zauberspiegel nicht als Ausnahme (weder in die eine, wie die andere Richtung) in Erinnerung geblieben ist, schätze ich mal, dass es da genauso war.

Ggf. war es beim Zauberspiegel etwas mehr, einfach weil der auch wirklich integriert worden ist. Sowohl in der Handlung, als auch der Bühne, da ist der Effekt einfach größer. Davor war es ja öfters mal reines Namedropping. Das funktioniert beim ersten oder zweiten Mal gut, lässt dann aber in der Wirkung zwangsläufig etwas nach.
397) Boomtown © schrieb am 11.12.2019 um 16:40:50: @all, die bei der Tour dabei waren. Muss mich nochmal selbst zitieren, weil es mich tatsächlich interessiert:

"Wie kam denn z.B. bei euch die Enthüllung des "Zauberspiegels" an? Bei unserer Vorstellung gab es da keinen Mucks, kein Raunen, kein Getuschel, kein Applaus, einfach gar nichts zu hören. Dabei war das nun echt ein schöner Moment und das Ding wurde wirklich grandios von Andreas Ruch nach Raschs Vorlage illustriert. Falls er hier noch mitliest: Chapeau!"
396) Boomtown © schrieb am 11.12.2019 um 16:39:40: @395 Auf jeden Fall, die Crimebsuters waren ja auch eine andere Serie als die Klassiker. ;-) Dass jemand, der damit aufgewachsen ist, einen anderen Zugang zu DDF hat, kann ich auch nachvollziehen. Ich frage mich bloß, wie man Anfang der Neunziger mit sowas ohne Vorgeschichte aufwachsen konnte?! ;-)
395) PerryClifton © schrieb am 11.12.2019 um 07:15:12: Hm, ich würde von einer längeren Übergangsphase vor diesem Cut sprechen, in der sich bereits vieles veränderte. Um mal wieder zur Serie zurückzukehren: Die Folge Angriff der Computerviren spielt bereits in einer ganz anderen Welt als die Klassiker und es bestand auch für die Leser mittlerweile eine andere Lebenswelt. Die Heimverdrahtungs- und Hosentaschenüberwachungsmonitor-Ära hat das Ganze erst besiegelt.
394) Boomtown © schrieb am 10.12.2019 um 23:57:04: @393 Stimmt, aber der Cut kam ja dann nochmal zehn Jahre später.
393) PerryClifton © schrieb am 06.12.2019 um 06:59:22: @Boomtown Wir sind uns ja im Prinzip einig. Ohne das Thema jetzt zu sehr auswalzen zu wollen, sei nur angemerkt, dass der große Unterschied in der Wahrnehmung in diesem Fall nicht nur am zeitlichen Abstand der Späthörer liegt, sondern auch am Übergang von der Analogen in die Digitale Welt, wodurch (theoretisch) zwei Gruppen entstehen, die unter ganz verschiedenen Bedingungen aufgewachsen sind. Beschreibe heutigen Jugendlichen mal das Gefühl, mit einem Walkman unterwegs zum ersten mal die Musik von zu Hause zu hören. Das ist heute nicht mehr drin
392) Boomtown © schrieb am 05.12.2019 um 22:56:29: @391 Dass Ausnahmen die Regel bestätigen und nicht alles total trennscharf zu unterscheiden ist, ist ja wie gesagt klar. Wir beginnen uns da auch jetzt im Kreis zu drehen. Ausgangspunkt war, dass es doch recht offensichtliche Unterschiede in der Rezeption bei, nennen wir sie wegen mir Hörer, die bei den Klassikern eingestiegen sind, gibt, und denen, die später hinzu kamen. Wie wir die jeweiligen Gruppen nun nennen, können wir gerne noch bis zum Sankt Nimmerleinstag ausdiskutieren, spielt aber eigentlich gar keine Rolle. ;-)

@390 Um cool ging's ja nicht. Wobei, bei Musik und Filmen überlasse ich die Deutungshoheit in der Regel auch zunächst mal denen, die die jeweilige Blütezeit direkt miterlebt haben und posaune nicht in die Welt, dass Bob Dylan in den Achtzigern am besten war, nur weil ich persönlich ihn da zum ersten Mal wahrgenommen habe. ;-)
391) Call © schrieb am 05.12.2019 um 21:15:53: Das ist ja eigentlich eh ein bisschen absurd mit der ganzen Definition, den es geht ja um eine Art gefühlter Wahrheit. Ob Du Dich als Kassettenkind empfindest, oder nicht, definierst Du doch letztendlich für Dich selbst. Den was hinter dem Begriff steht inkludiert ja nicht nur dass man Hörspiele als Kassette konsumiert hat, sondern auch dass das Hörspiel das bevorzugte Medium war um die Freizeit wenn nicht gestalten, dann zumindest zu untermalen. Da kann in einer Familie ohne Fernseher und PC der kleine Thomas Mitte der 90er mit den MOTU-Figuren seines 12 Jahre älteren Bruders Stunden- und tagelang die Geschichten nachspielen, während er die Hörspiele hört, aber genauso kann die kleine Claudia Mitte der 80er zwar Hin- und Wieder Kassetten als originäres Medium gehört haben, sich aber in der Freizeit bedeutend öfters Colt Seavers und McGyver angeschaut haben oder zum Ponyreiten gegangen sein.
Der eine fühlt sich als Kassettenkind, obwohl er qua Definition es nicht sein kann und Vice versa die andere wäre es, verbindet aber mit ihrer Kindheit etwas ganz anderes...
390) PerryClifton © schrieb am 05.12.2019 um 15:30:48: Ok, sehe gerade, dass die LPs parallel zu den MCs erschienen, ich hatte irgendwie im Kopf, dass es die LPs etwas früher gab, Denkfehler meinerseits. Der Teilsatz mit 79 bis 88 geht so klar und die Unterschiede finde ich ebenfalls interessant. Aber ich möchte da andererseits auch kein Schwarz-Weiß-Bild, bei dem nach strengen Kriterien überprüft wird, wer per Geburtsrecht zur coolen Gruppe gehört und wer nicht
389) Boomtown © schrieb am 05.12.2019 um 12:03:16: OK, verstehe das Problem wie gesagt nur bedingt und sehe keinen bessere Bezeichnung. Es ging ja um die unterschiedlichen Erwartungen des Publikums. Ich könnte statt Kassettenkinder und Generation Podcast auch sagen, diejenigen, die zwischen 79 und 88 als Kinder mit der Serie konfrontiert wurden, haben ein anderes Verständnis davon, als die, die es erst in den Neunzigern wurden. Gerade den Unterschied finde ich ja interessant. L
388) PerryClifton © schrieb am 05.12.2019 um 07:15:30: @Boomtown Das stimmt schon alles, und für eine grobe Übersicht ist es auch ein passendes Bild. Ich wollte nur darauf hinaus, dass es immer mehr zerfällt, je mehr man in die Einzelfallbetrachtung geht. Oder anders gesagt: Das Phänomen ist ein wenig größer, als dass man es nur durch das Wort "Kassettenkind" erfassen könnte. (Und das sage ich als Kassettenkind).
387) Boomtown © schrieb am 04.12.2019 um 23:02:49: @386 Danke für das Feedback. Bestätigt dann ja meine These. Wie kam denn z.B. bei euch die Enthüllung des "Zauberspiegels" an? Bei unserer Vorstellung gab es da keinen Mucks, kein Raunen, kein Getuschel, kein Applaus, einfach gar nichts zu hören. Dabei war das nun echt ein schöner Moment und das Ding wurde wirklich grandios von Andreas Ruch nach Raschs Vorlage illustriert. Falls er hier noch mitliest: Chapeau!
@385/384 OK, ob der Begriff nun streng wissenschaftlich belastbar ist, sei mal dahingestellt. Eure Einwände halte ich aber für wenig stichhaltig. Fakt ist doch, dass die Erfolgsgeschichte des Kinderhörspiels neben den medialen Rahmenbedingungen auch durch den Durchbruch der MC überhaupt erst in der Form zustande kam. Denn erst damit erhielt das Hörspiel im großen Stil Einzug in die Kinderzimmer, da Hörspiele von da an von Kindern mehr oder weniger autark benutzt werden konnten. Mit einem unkaputtbaren Kassettenrekorder wurde nämlich im Gegensatz zum Plattenspieler schnell so ziemlich jedes Kinderzimmer ausgerüstet.
Dass es zu dieser Entwicklung eine Vorlaufzeit und auch ein Nachwirken gab, ist doch völlig unumstritten. Das sah so aus, das der erste große Konkurrent für Europa groteskerweise Hörspiele von TV-Sendungen und Filmen waren. Körting selbst sprach mal von Umsatzeinbußen von 50 %, als ALF und Disney mit Tonspuren von Filmen und Serienfolgen auf den Markt kamen. Das war dann der erste Schubser Richtung Nischenprodukt. Hörspiele wurden zum Merch für Film und TV. Den Rest besorgte dann der Game Boy 1990. Danach war in der Medienlandschaft für Kindern nichts mehr wie vorher. Insofern halte ich den Begriff "Kassettenkinder" für junge Konsumenten in diesem knappen Zeitfenster für durchaus treffend.
386) Victor Hugenay © schrieb am 04.12.2019 um 20:33:08: @Boomtown Ich war am 30. November in Frankfurt (also einen Tag vor dir) und da war die Stimmung großartig. Dass das am nächsten Tag nicht mehr der Fall war, lag vermutlich wirklich daran, dass es eine Zusatzshow war.
385) PerryClifton © schrieb am 04.12.2019 um 14:01:11: Der Begriff Kassettenkinder, der zunächst so einleuchtend klingt, ist also eigentlich gar nicht besonders hilfreich. Wenn man an die Hochzeit der Hörspiele denkt, denkt man an Europa und die Drei ??? Hörspiele. Die Hörer der ersten Stunde wären dann aber keine Kassettenkinder und würden somit nicht zu dieser Gruppe gehören, von der man sie eigentlich nicht ausschließen sollte. Dann haben die 80er ihre eigenen Bedingungen, unter denen die Kinder groß geworden sind. Mitten dahinein eine Linie zugunsten der Kassetten zu ziehen schafft ebenfalls kein eindeutiges Bild. Dann gibt es auch noch die Unterschiede innerhalb der Lebensumstände, z.B. haben in meinem Umfeld viele erst sehr spät Kabelfernsehen bekommen. Ab den 90ern einen Strich zu ziehen, halte ich schon eher für sinnvoll, da die 80er ihr eigenes Ding waren und für mich eben komplett mit Hörspielen verbunden sind, auch das Umfeld betreffend. "Hörspielkinder" wiederum wären dann aber auch Leute, die früher selbige im Radio gehört haben und "Kinder der 80er" sind nicht automatisch Kassettenkinder... blah, schlecht gewählte Kategorien. Wie auch bei den Generationenmodellen etwas, das hauptsächloch auf dem Papier gut klingt.

gesamtes Forum chronologisch


[TOP] - [Druckversion] - [rocky-beach.com] - [Impressum] - 27.08.2018