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Faszinosum ??? Live-Shows

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24) Hunchentoot © schrieb am 10.04.2014 um 11:40:32: @Boomtown Mir ist gerade was klargeworden: Du bist Alfred Hitchcock, ich bin Raymond Chandler und wir diskutieren hier gerade über das Filmscript zu "Strangers on a Train". Da prallen Welten aufeinander und beide Seiten haben ihre berechtigten Sichtweisen. Also lassen wir das Filmthema lieber einfach wieder in der Schublade verschwinden und nehmen die endlose Philosophie aus der Debatte, damit es wieder mehr um's Thema gehen kann. Einverstanden?
23) Dave schrieb am 10.04.2014 um 11:08:47: Ich konnte leider noch nicht alle der bisherigen Beiträge lesen, aber ich mal mit den ersten angefangen, und muss da ein bisschen widersprechen.
Zumindest bei mir ist es nicht so gewesen, dass ich hingegangen bin um ne Feier, oder Party zu erleben. Ich hab die beiden anderen Touren nur auf DVD gesehen, bzw. bei MOC auch das Hörspiel gehört, und bin deshalb hingegangen. Weil mir das Konzept gefiel, auch das Überspitzte und die Selbstironie. Die geschichte ist aber selbstverständlich auch sehr wichtig, und ich bin mir hundertprozentig sicher, dass kein Mensch jubeln würde, wenn die drei auf der Bühne das Telefonbuch vorlesen würden. Außer vielleicht, sie machen es ein paar Sekunden, um genau auf diese Aussage einzugehen. Die faszination geht nicht von den Sprechern allein aus, es funktioniert nur in Kombination. DDF und die Sprecher. Nur die Sprecher reichen nicht, und das wissen sie auch.
Ich glaube übrigensm, dass man Phonophobia deutlich stärker als Show bezeichnen kann, als die wecker Auftritte, und weniger als Feier. Die Showelemente wurden nämlich deutlich verstärkt, selbst Filmelemente wurden dieses Mal ja miteingebaut und das in der Regel sinnvoll.
22) Blob Andrews schrieb am 10.04.2014 um 11:06:40: Was für mich als Kind immer der Grund war, Kasperletheater zu hassen, war vorrangig eines: das nervige Publikum.
21) Hunchentoot © schrieb am 10.04.2014 um 10:44:01: Bei Filmen liegt es übrigens auch daran, dass sie von vornherein nicht "live" sind, sondern selbst im Kino schon aus der Konserve kommen, wenn man es mal mit einer Live-Aufführung von Musik oder Theater vergleicht. Allein deswegen sind Filme schon ein ganz anderes Thema als Konzerte oder Theaterstücke.
20) Hunchentoot © schrieb am 10.04.2014 um 10:24:54: @16 Mit trautig und bitter hat das nichts zu tun und so wie du es darstellst, habe ich es auch weder gemeint noch so gesagt. Du hast von mir verwendete Begriffe genommen und in eine extrem vereinfachte, herabewertende Formulierung gepackt; mit dem Verstehen worum es mir ging, hat das nichts zu tun. Nur noch ein Wort dazu (ansonsten stimme ich Ricky zu, das führt hier nicht weiter): Ja, live oder direkt dabei gibt es immer etwas, was ansonsten nicht vorhanden ist. Aber dieses etwas KANN auch aus der 'falschen' Quelle kommen und einem etwas sehr Minderwertiges als gut vorgaukeln, wenn man nicht genug differenziert, was man dann erst hinterher realisiert. Das MUSS aber nicht so sein. Und bei manchen Sachen ist der Wiederholungstest beim Gucken ohne Event tatsächlich ein Qualitätsbeweis. Solltest du damit wirklich überhaupt nicht klarkommen, hast du vielleicht hundertprozentig verinnerlicht, was KINO bedeutet; aber nicht was ein FILM ist und was er darstellen will oder kann. Ein Film kann tatsächlich auch eine ganz schlichte Aussage plotmäßig transportieren und nicht den Fokus auf laut, bunt, groß, effektgeladen und sensorisch überwältigend legen. Und ganz subjektiv mal ist mir DIESE Herangehensweise an Filmkunst einfach zu platt, oberflächlich und materialistisch. Also, wenn das der "Glaube" ist, von dem bin ich schon lange abgefallen, so mit 18. Das muss man auch fast, wenn heutzutage fast nur noch strunzdoofe Hollywood-Schinken mit CGI Effekten für 200 Mio. Dollar und inhaltlicher Debilität vorherrschen. Soll mich der Teufel holen, wenn mir so'n idiotischer Murks wie Avatar gefällt, nur weil im Kino die große Effektgala vorgeführt wird, da käme ich mir hinterher geistig missbraucht vor.
@15 Mit dem Thema kommt man hier wohl schon eher weiter. Ich denke auch, was du schon geschrieben hast, dass die Gleichzeitig der Tour und der minderwertigen Hörspiele eines der größten Probleme beid er Sache ist und das eine negative Rückkopplung existiert, die existierende Probleme der Hörspiele noch weiter verstärkt.
@18 Genau das ist es, ich vermute mal bei PP stimmt alles, nur die Story nicht; aber die ist für manche das Wesentliche bei einer Show. Nur in diesem Fall einer Fan-Veranstaltung scheint es eben viel mehr auf das Feiern der gegenseitigen Anwesenheit anzukommen, bzw. es wurde langsam bis zu diesem Punkt entwickelt.
19) swanpride © schrieb am 10.04.2014 um 08:32:07: @18 Das ist der Grund warum ich immer versuche einen Platz im innenraum, nah an der Bühne zu bekommen...ich kann mir nicht vorstellen, dass die Show von fern so viel Spass macht. Da kann man ja im Grunde nur auf die Bildschirme schauen.
Was übrigens an den Shows sehr lustig ist: Ich laufe jedesmal alten Bekannten über den Weg, die ich teilweise seit Jahren nicht mehr gesehen habe.
18) Ricky Beach © schrieb am 10.04.2014 um 08:14:16: Normale Hörspiele funktionieren live nicht so gut. Trotzdem ist eine Handlung mit rotem Faden unerlässlich. Phonophobia fand ich unter diesem Gesichtspunkt sehr flach. Trotzdem hat es mir insgesamt besser gefallen als "Der seltsame Wecker", weil mir der Humor mehr liegt. Der Humor spielt bei den Liveshows eine größere Rolle. In den Hörspielen kann ich darauf verzichten. Wenn, dann nur gering dosiert. Live darf es mehr sein. Ich kann aber nicht behaupten, dass mir die Shows live besser gefallen haben als die DVDs. Bei Phonophobia saß im im Oberrang weit weg. Das Problem hat man bei den DVDs nie. Das Wir-Gefühl der Fans brauche ich nicht, um eine Aufführung zu mögen. Das dürfte individuell sehr unterschiedlich sein. Ich glaube nicht, dass man darüber allgemeingültige Aussagen machen kann.
17) swanpride © schrieb am 10.04.2014 um 07:48:21: @15 Ich glaube nach wie vor nicht, dass das eine das andere ausschließt...ich stimme zu, dass die Hörspiele (außer es sind sonderfolgen wie der Dreitag) ernsthaft bleiben sollten. Ich glaubt allerdings auch, dass die eigentlichen Hauptprobleme bei den Hörspielen viel älter sind.
16) Boomtown © schrieb am 10.04.2014 um 06:08:01: @15 Wenn mir noch besonders viel an der Serie liegen würde wie sie aktuell läuft, könnte ich das teilweise unterschrieben. Da sie aber schon so lange brach liegt, sehe ich in den Shows eine Ausdrucksform, die inzwischen mehr kann als die eigentliche Serie. Ähnlich ist es mit den Stories. Ist ja nicht so, dass die schwächer wären als die meisten Bücher in letzter Zeit. Ausbaufähig wäre beides in gleicher Form. Ich würde aber widersprechen, dass es sich bei der Darstellung der drei um Karikaturen handelt. Die Serie und die Figuren werden nicht der Lächerlichkeit preis gegeben. Es ist eher eine liebevolle Persiflage.

@7 Was du hier schreibst lässt mich mehr oder weniger vom Glauben abfallen. Kino, Konzerte und Theater jagst du zur Qualitätskontrolle durch einen kleinen TV-Screen, weil es dann bereinigt von Emotionen und "Publikums-Feeling" eine objektive Sicht auf die "pure, echte Kunst" preis gibt, ohne "störendes, Eindruck schindendes Beiwerk"? Das liest sich wirklich wie eine ganz, ganz traurige und bittere Antithese zu jeder dieser Kunstformen.
15) Bird Wiggins © schrieb am 10.04.2014 um 01:24:32: Eigentlich wollte ich mich raushalten, weil mir dieses Gekeife zwischen Tour-Besuchern und Nicht-Besuchern auf den Zeiger ging. aber jetzt muss ich doch mal meinen Senf dazu geben.

Die Diskussionen haben einen Stand erreicht, wo es nicht mehr darum geht, ob die Show gut oder schlecht ist. Hier geht es nur noch darum, die subjektiven Meinungen zu widerlegen. Wer seinen Spaß hatte, soll seinen Spaß haben. Wer den Shows kritisch gegenübersteht, soll das tun. Aber bitte hört auf euch gegenseitig zu belehren, das führt zu nichts. Das ist nur nervig zu lesen und irgendwann dreht man ich im Kreis oder hat die Schnauze voll vom Forum.

Wer meine Meinung zu dem Thema hören/lesen will, kann das hier gerne lesen ( wobei ich glaube das das wieder untergeht): Worum es hier geht, ist doch her, wie die Shows die Authentizität der laufenden Serie beeinflussen. Das sollte diskutiert werden. Anstatt sich über solche Banalitäten zu unterhalten. Das die Authentizität leidet, dürfte wohl allgemeiner Konsens sein. Da bringt es auch nicht, das Argument, das Show und Hörspiel zu trennen sind, mantraartig zu wiederholen. Denn wenn ich eine Show, die ja mit dem Fan-Humor spielt und die Hörspiele parodiert, zur gleichen Zeit bringe, wie die eigentliche Serie noch läuft, leidet letztere ungemein. Das ist Fakt.

Einfaches Beispiel: HIMYM ist abgedreht. Wenn die Schauspieler sich jetzt über ihre Charaktere lustig machen, ist das kein Problem, denn es hat keine direkte Wirkung mehr auf die Serie. Wenn aber während der Produktionszeit von HIMYM sich mit den selben Schauspielern über die Serie lustig gemacht worden wäre, hätte das der HIMYM die Authentizität bzw. "Ernsthaftigkeit" genommen. Barney, Ted und Co. wären gleichgesetzt worden mit ihrer Parodie, da durch die sehen Schauspieler die Distanz zwischen Original und Parodie aufgebrochen worden wäre. Genau so ist das bei DDF. Wie kann ein Hörer Olli, Jens und Andi in den Hörspielen noch ernst nehmen, wenn er weiß, dass sie auf der Bühne ihren Rollen karikieren bzw. der Fan lieber die Karikatur als das authentischen Original hören will. Wenn Ersteres besser ankommt, wird Ersteres auch bedient. So einfach ist das.

Wenn Olli, Jens und Andi in anderen Serien auftreten und da ihre Rollen karikieren, ist das kein Problem. Es steht ja nicht direkt im Bezug zu DDF (vgl. Jack the Ripper) Da schmunzelt man drüber und gut ist. Aber so wie das jetzt ist, das Tour parallel zu den Hörspielen/Büchern läuft, funktioniert das nicht. Die Tour hätte von mir aus nach dem Ende der Serie stattfinden sollen. Das wäre besser gewesen und hätte mehr Distanz zum Produkt gehabt. So schädigt die Tour das Produkt.
14) Hunchentoot © schrieb am 10.04.2014 um 00:09:57: Naja, ich bin verfechter der Wahrnehmungstheorie und denke, dass man durch Konzentration auf die Sache das gleiche Erlebnis im Fernsehen wie im Kino haben kann. Zumindest bei Filmen. Musik ist da wieder was anderes, viel abstrakteres... Das mit Mey ist ein gutes Beispiel für das wovon ich eigentlich rede. Keine Effekte, kein Firlefanz und der Reiz liegt in der Unmittelbarkeit und Echtheit der Show (bzw. Musik), ohne störendes, Eindruck schindendes Beiwerk. (Vermute ich aufgrund anderer mir bekannter Musikaufführungen). Genau sowas ist für mich der Kern der Qualität. Keine vorgeschobene Bombastik, sondern pure, echte Kunst. Und auch wenn das Konzert live besser ist, die Musik wird auch im TV noch genauso gut bleiben, nur die Erfahrung ist mittelbarer. Liegt der Fokus mehr auf der Person, lässt sich das Treffen natürlich nicht mal ansatzweise im Fernsehen wiedergeben, liegt er auf der Musik, kann die Aufzeichnung immer noch sehr viel transportieren.
Beispiel: die Brand New Oldies DVD von Carsten Bohn. Das Konzert hab ich schon mehrmals gesehen und es ist toll, wenn auch das Live dabei sein bei einem anderen Konzert intensiver war. Aber ich höre mir durchaus auch öfter den Audio-Kommentar an, der so ist, als unterhielten sich die Musiker bei mir im Wohnzimmer. Das funktioniert durchaus, ohne direkt dabei sein zu müssen, wenn man sich nur genu darauf einlässt. Auch das Konzert wirkt keineswegs langweilig, nur weil es auf Konserve ist. Aber live kommt noch etwas hinzu, das ist wahr.
13) swanpride © schrieb am 09.04.2014 um 23:53:09: @12 Die Akustik ist anders, es mach einen Unterschied wie groß das Bild ist (manche Details sieht man einfach ab einer gewissen Größe nicht mehr, zudem ist ein großer Drachen nun mal beeindruckender als ein kleiner).
Ich mag zum Beispiel auch Reinard Mey Musik...wenn man da auf ein Konzert geht, dann ist das anders als bei anderen Interpreten. Hat mehr was von einer klassischen Aufführung. Es gibt kein Bühnenbild, es gibt keinen Schnickschnack, nur ein Typ der singt und zwischendurch was erzählt. Und doch ist es großartig, teils wegen der Akustik, aber vor allem auch, weil es etwas persönliches hat.
12) Hunchentoot © schrieb am 09.04.2014 um 23:46:01: @11 Ok, gekauft. Wenn ich das aber jetzt durch meine Brille interpretiere, muss ich fragen: Kann es sein, dass die Kinosituation nur deine Augen mehr für etwas geöffnet hat, was sowieso schon da war? Hat das Kinoerlebnis evtl. nicht den Film verbessert, sondern vielleicht nur deine Wahrnehmungsfähigkeit punktuell erweitert? Ich vermute, der Film wird immer gleich gut sein, nur die Empfänglichkeit variiert. Und ich denke, die Livesituation macht einen nur wacher für die ganzen einzelnen Reize, während man vorm Fernseher gewöhnlich halb abwesend ist.
Was ich absolut unterschreiben kann, ist die Sache mit der größeren Echtheit während einer Live-Situation, da stimme ich komplett zu. Nur unterscheiden sich wohl unsere Ansprüche an die Voraussetzungen die eine Show haben muss und was genau sie entweder erweitert oder verfälscht.
11) swanpride © schrieb am 09.04.2014 um 23:28:56: Nehmen wir mal ein anderes Beispiel: Dornröschen. Ich habe diesen Film schon immer geliebt. Vielleicht war er sogar mit ein Grund, warum ich mich frühzeitig für Ballett begeistert habe. Irgendwann ist der dann noch ein letztes Mal in den Kinos gelaufen und ich habe ihn mir angeschaut. Und da ist mir zum ersten Mal so richtig klargeworden, was für ein Meisterwerk der Film eigentlich ist. Die Details, die Bildgewaltigkeit, die Musik....als Malefiz sich mit "Allen Mächten der Hölle" verwandelt, da habe ich mich im Sitz zurückgedrückt, obwohl ich genau wusste, was als nächstes kommt. And dem Tag ist mir zum ersten Mal so richtig klargeworden, dass man einen Kinofilm erst dann wirklich gesehen hat, wenn man ihn aus so geschaut hat, wie mal sollte - im Kino.
Ich schaue mir Dornröschen jetzt viel seltener an...ich mag den Film immer noch, aber es ist halt, als ob man sich ein Gemälde von drei Metern Entfernung hinter einer Glasscheibe anschaut. Es ist schlichtweg nicht dasselbe.
@9 Um deine Frage zumindest Teilweise zu beantworten: Ein großer Reiz liegt darin, dass es eben life ist. Da kann nicht nachbearbeitet werden...das ist wie im Theater. Dadurch, dass nicht nachgebessert werden kann, ist die Vorstellung beeindruckender, aber auch viel echter, zumal bei den Live-Shows das Publikum als unberechenbares Element mit dazukommt. Was mir beim Wecker auch ein wenig gefehlt hat war der Überraschungseffekt, den man bei MoC und Phonophobia hatte. Und wenn man es sich life anschaut, dann kann man dahinschauen, wo man möchte...ich beobachte zum Beispiel immer ganz gerne den Geräuschemacher.
10) Hunchentoot © schrieb am 09.04.2014 um 23:02:32: @9 Ja, der Untergang. Nur ist der eben eine Wegwerf-Nummer mit Einmal-Effekt und sowas suche ich nicht. Das bezieht sich aber konkret auf mich und sollte nicht heißen, dass jeder so ist. Ich bin tatsächlich schon soweit, dass ich Filme hauptsächlich wegen des Plots gucke Für mich gibt es z.B. nichts Sinnloseres, als 3D Kino.
Ja, ich konnte nur versuchen zu vermuten, worin der Reiz denn für andere liegt und meine Vermutungen waren "Gemeinschaftsgefühl" "Idolbegegnung" "Große Effekte" und "Unwichtigkeit des Inhaltes". Ich bin offen für Aufklärung und wenn ich gegenteilig antworte, dann nicht aus Ablehnung, sondern um die Widersprüche mit meinem Weltbild aufzuzeigen und ggf. korrigieren zu können.

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