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Erwachsene Kinder - Ist die Zielgruppe noch realistisch?

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26) Yannick245 © schrieb am 11.09.2016 um 17:24:39: Weniger Gewalt, kein Sex.
25) AndyV © schrieb am 01.09.2016 um 08:53:49: Aber selbstverständlich ist sie das!!! Wenn man sich eine Liveshow ansieht und sich das Durchschnitsalter des Besuchers anschaut, dann sieht man, daß es realistisch ist. Die Qualität der Hörspiele wird zwar leider nicht besser, aber der kindgebliebene Erwachsene wird trotzdem erreicht. Wenn man sich gute, erfolreiche Zeichentrickserien betrachtet hat man ja das gleiche Phänomen: Wickie und die starken Männer werden auch heute noch von vielen Erwachsenen geschaut. Warum? Es ist zeitlos gut mit einem kräftigen Schuss Nostalgie. Darum funktionieren auch die drei ??? heute noch.
24) PerryClifton © schrieb am 16.02.2016 um 14:21:53: Weil mir gerade ein Beispiel eingefallen ist: Ich habe mal Herz der Finsternis von Joseph Conrad gelesen. Das Buch ist quasi die Geschichte, der Kern. Dann gibt es eine Verfilmung mit John Malkovich, die die Handlung des Buches fast genau umsetzt, aber fast nichts von dem transportiert, was die Vorlage so gut macht. Der Film ist reine Unterhaltung. Dann gibt es Apocalypse Now, der die reine, materielle Handlung Conrads sehr frei umsetzt, hingegen aber sehr viel von dem besitzt, was das Buch aussagt. Dann gibt es zahlreiche Vietnamfilme, die handlungstechnisch teilweise mit Apocalypse Now verglichen werden können, die aber an Sinnhaftigkeit nichts zu bieten haben, weil nur geballert wird. Kann sicherlich auch unterhaltsam sein, wenn Chuck Norris reihenweise Leute umlegt, aber sowas lässt sich dann nicht für ein gutes Buch verwenden. So, Schluss
23) PerryClifton © schrieb am 16.02.2016 um 13:56:51: Hm, der Begriff "erwachsener" ist ja leider auch ziemlich frei gestaltbar, was seinen Inhalt angeht. Wie Boomtown im genannten Thema schon herausstellt, gibt es da gelungene und nicht gelungene Ansätze. Ich finde z.B. auch, dass eine kindgerechte Darstellung ernster Themen viel erwachsener sein kann, als völlig überzogene Gewalt und seelische Dramatik, die man aus Blockbustern abgeguckt hat. Und ich weiß nicht, ob es überhaupt irgendetwas mit Kinderliteratur zu tun hat, systematisch alle Themen, die Erwachsenen zu schaffen machen und sie herunterziehen, unverdaut und eins zu eins in Kinderbücher zu übertragen.
Ich bin ja auch ein Büchereikind Daher hier meine Erfahrung: Natürlich hat mich alles angezogen, was irgendwie spannend, gruselig und fantasievoll aussah. Das DDF-Buchdesign hat da dementsprechend voll seine Wirkung entfaltet. Es durfte auch gern so hart wie möglich sein. Jedenfalls das, was ich mir damals unter "hart" vorstellte. Und das war z.B. ein großes Monster auf dem Cover *g* Und dann kam es auch noch in der Geschichte vor und hat die jungen Detektive durch die Tunnel von Seaside gejagt. Erwachsene Bücher mit Mord und Thrill waren damals einfach nicht ansprechend für mich, weder vom Design, noch vom Klappentext, noch von der Dicke des Buches und der Weitschweifigkeit des Erzählens her. Wenn ich mal reingeguckt habe, schreckten mich die viel zu langgezogenen Spannungsbögen ab; oder als Kind gesagt: Ich fand's stinklangweilig. DDF waren gerade realistisch genug, um mich in meiner Entwicklungsstufe ernst zu nehmen und mir etwas vermitteln zu können. Sicherlich wollte ich was Heftiges lesen; das hieß für mich, heftiger als Mädchenbücher ;) Klar gab's auch mal Mord, z.B. bei Sherlock Holmes. Aber das war alles historisch, lehrreich und eher märchenhaft. Mit den ganzen realistischen, brutalen und actionorientierten Sachen bin ich erst über Film und Fernsehen zusammengeraten und die Filmwelt war für mich schon immer eine vollkommen andere, als die Welt in der meine damaligen Bücher und Hörspiele stattfanden. Ich habe alles an Filmen geguckt, was mir unterkam. Alles. Aber ich fand DDF nicht weniger interessant, nur weil Filme teilweise viel härter waren. Filme waren sowas wie die nächste Stufe. Daher auch kein Gedanke daran, das Vorherige zu "Updaten".
Noch später kam dann bei mir die Beschäftigung mit "richtigen" Büchern. Ich weiß, dass bei vielen nach den Kinderbüchern direkt die erwachsenere Literatur kam und der Film nie eine vergleichbare Rolle gespielt hat; aber ist das heute noch so? Vielleicht hat die Omnipräsenz der Medien ja dazu geführt, dass mein Beispiel nicht nur verbreiteter geworden ist, sondern dass der Bezug zum Film noch viel früher hergestellt wird? Während man noch Kind ist und die Härte in Film, Fernsehen und Internet sieht und dann die Kinderbücher nicht mehr an das appellieren können, was man dann ja viel früher kennengelernt hat?
Ich finde es schade, wenn die erste Stufe übersprungen wird und befürchte auch ein bisschen, dass die ernste Literatur manchmal nie gelesen wird, wenn Film und Fernsehen schon so früh den Ton angeben, dass sie, in Büchern adaptiert, teilweise sogar von Erwachsenen als literarisch sinnvoll identifiziert werden. Filme sind halt eher Unterhaltung und Bücher sind eher Bildung. (Ausnahmen bestätigen die Regel).
Bläch, schon wieder so'n Aufsatz :S
22) sushi8553 © schrieb am 16.02.2016 um 12:22:33: Ein Thema, das ja wiederholt kontrovers diskutiert wird, ist die Frage nach der Zielgruppe. Ein Großteil der Leser scheint erwachsen zu sein und Kosmos zeigt sich im stetigen Spagat (auf teils plumpe Weise) junge Leser anzusprechen und zugleich die Altfans zu halten. In der Folgen-Diskussion (rund zur Insel der Vergessens) wurde die These aufgestellt, die Bücher würden zunehmend erwachsen werden. Was ich aber glaube, ist, dass gerade die Bücher mit einer erwachseneren Thematik deutlich attraktiver für junge Leser sind. Als Büchereikind habe ich zwar einfach gelesen, was da war, wenn ich mir aber ein Hörspiel oder ein Buch gekauft oder gewünscht habe, dann habe ich im Titel oder im Klapptext immer nach zwei Thematiken Ausschau gehalten: Kunstdiebstähle und solche Fälle, die das Thema Mord zumindest streifen. Deshalb glaube ich auch, diese "Grenzaustestung" spricht - ob gewollt oder nicht - eher eine junge Kundschaft an.
21) PerryClifton © schrieb am 10.01.2016 um 21:31:32: @Prof Sehr interessanter Buchtipp und wieder viele Hintergrundinfos. So lohnt sich's immer noch, im Forum zu lesen
20) Professor Carswell © schrieb am 09.01.2016 um 03:00:42: Wie geschrieben habe ich bisher nur den äußeren zeitlichen Rahmen für meine "These" betrachtet.

Zum inhaltlichen ließe sich einiges zu Namens-, biografischen und charakterlichen Auffälligkeiten in Bezug auf die "Vorläufer"(-sub)serie(n) der Hardy Boys sagen, wie Callie Shaw als Freundin von Frank Hardy, Morton einem der besten Freunde der Hardys oder über ihre Tante, die mit im Haus wohnt - ebenso zur Ein- Körpertheorie, sowohl bei den T3I als auch den Hardy Boys, und weiterem.
Mangels Resonanz werde ich jedoch die Thematisierung der sich daraus ergebenden Fragestellungen hier einstellen.
Um wieder mehr auf den Threadtitel "Erwachsene Kinder - Ist die Zielgruppe noch realistisch?" einzugehen will ich auf das Buch des US-amerikanischen Sprachwissenschaftlers Michael Cornelius "Boy Detectives: Essays on the Hardy Boys and Others" aus dem Jahr 2010 hinweisen, in dem auch auf die "Three Investigators" eingegangen wird, in dem noch ein Schritt weiter gegangen wird. In diesem wird die These vertreten, dass die klassischen* - wozu in diesem Buch auch die T3I gezählt werden - Jugenddetektivserien der heutigen Generation entwachsen sind.
*) Was der Autor unter klassisch versteht - und ob dies tatsächlich auf die aktuellen DDF zutrifft - bedürfte einer längeren Erörterung und kann dem Buch entnommen werden.
19) Professor Carswell © schrieb am 08.01.2016 um 03:55:39: Worauf ich bei meiner Betrachtung/These "Drei Freunde vs. zwei Brüder - Die Hardy Boys agierten am Markt die T3I reagierten" nicht eingegangen bin ist die Erwähnung, bei es mitunter am deutlichsten zu Tage tritt, dass unmittelbar nach dem ersten Band "Dead on Target" (1987) der "Hardy Boys Casefiles"-Serie die T3I-Crimebusters-Subserie als Reaktion drauf kreiert wurde und 1989 zwei Jahre später der erste Band erschien. Beide wandten sich an ein älteres Publikum und hatten diverse Gemeinsamkeiten aber auch entscheidende Unterschiede.

Hierzu hat bereits William McCay der Autor von "Comic-Diebe" und "Im Visier" 2002 in einem Interview mit Seth Smolinske gute Einblicke und Antworten geliefert.
Zu finden unter http:// www.threeinvestigatorsbooks.com/ BillMcCay.html und hierbei besonders die Antworten zu den Fragen
"It has been said that the Crimebusters series was developed to compete with the relative success of the Hardy Boys Casefiles books from that time. I'm guessing that your experience working with the Hardy Boys books is what may have led Jenny Fanelli to seek you out for the Crimebusters?"
und
"What is your personal assessment/comparison of the two series - Hardy Boys Casefiles vs. 3 Investigators Crimebusters?"

It's worth reading.
18) Professor Carswell © schrieb am 07.01.2016 um 05:34:38:
Robert Arthurs drei Detektive vs. Edward Stratemeyers zwei Brüder?
Betrachtungen:
Dass die Reihe "The Three Investigators" eine bessere Version der "Hardy Boys" werden sollte war schon Robert Arthurs Antrieb, wie man unter anderem der Briefkorrespondenz zwischen dem Autor und dem Verlag entnehmen kann.

Bei einem zeitlichen Abfolgevergleich der beiden Reihen fielen mir ein paar Parallelen auf die es erscheinen lassen als seien die T3I immer einen Tick langsamer mit Innovationen gewesen. Hier habe ich zunächst einmal nur den äußeren zeitlichen Rahmen betrachtet.
Edward Stratemeyers "Hardy Boys" erschienen noch zu seinen Lebzeiten ab 1927; die wiederum eine Weiterentwicklung seiner Jugendbuchreihe "Rover Boys", die von 1899 bis 1926 erschien, war und ebenfalls eine große Fangemeinde hatte. Ähnlich wie Arthur hat Stratemeyer nur noch die ersten Jahre und nicht mehr den Boom der Serie erlebt. Beide Serien wurden von anderen Autoren fortgeführt.

Beginnend im Jahr 1959 wurden die Bücher umfassend überarbeitet um sinkende Verkaufszahlen zu stoppen. Es wurden u. a. rassische Stereotypen beseitigt und Kapitel entfernt. Das seinerzeit von Verlagsseite wohl wichtigste Argument für die Überarbeitung war die Bücher in einem einfacheren und zeitgemäßeren Stil zu präsentieren, das einen Versuch darstellte, mit dem Fernsehen konkurrieren zu können. Diese Bemühungen waren wohl Arthur nicht entgangen und er requirierte für seine im Entstehen begriffenen T3I Alfred Hitchock als Galionsfigur. Dieser war ab 1955 mit der wöchentlich erscheinenden TV-Serie Alfred Hitchcock Presents im Bereich Thriller und Mystery einem breiten TV- Publikum bekannt, um als Überleitung von TV zum Buch fungieren zu können.

Ab 1984 kamen die Hardy-Boys-Spielbücher "Nancy Drew and the Hardy Boys Be a Detective Mystery Stories", bei denen der Leser ins Geschehen mit einbezogen wird, heraus; diese verfolgten erfolgreich die Linie die Bantam Books mit der Reihe "Choose Your Own Adventure" vorgegeben hatte.
Mit einem Jahr Verspätung ab 1985 wollte auch Random House nach diesem Konzept mit den T3I-Bücher "Find Your Fate Mysteries" auf diesen Zug aufspringen, was jedoch nicht mehr gelang.
Als verspäteten Nachhall haben wir heute die Subreihe "Dein Fall! Deine Lösung!".

Ab 1997 starte eine neue Prequel-Subreihe der Hardy-Boys mit der Bezeichnung "The Clues Brothers" für die jüngeren Leser, in der die beiden um einiges jünger sind und weniger komplizierte Fälle lösen.
Mit zwei Jahren Verspätung ab 1999 - nun beim europäischen Lizenznehmer - wollte auch Kosmos etwas für die jüngeren Leser anbieten und startete mit den "drei ??? Kids".

Edward Stratemeyer hatte sich auch noch als Ergänzung zu den "Hardy Boys" den Charakter eines weiblichen Detektivs ausgedacht, um auch diese Geschlechterrolle zu bedienen. Er kreierte die Reihe "Nancy Drew mysteries series", die erfolgreich von 1930 bis 2003 lief.
Ab 2004 wurde die Nachfolgeserie "Nancy Drew Girl Detective" ins Leben gerufen, die erhebliche Modifikationen erfahren hat, u. a. werden die Folgen in der Ich-Erzählperspektive geschrieben.
Zwei Jahre später 2006 erscheinen die ersten Bände der "drei !!!", in denen die Gründerin und Anführerin Kim Jülich in der Ich- Erzählperspektive die Fälle in ihr Detektivtagebuch schreibt.

Wie weiter oben bereits geschrieben sind dies alles "nur" Betrachtungen ...
17) PerryClifton © schrieb am 26.12.2015 um 01:51:12: PS: Die Formulierung ist etwas unglücklich, es sollte keine vergleichende Wertung entstehen zwischen der Mühe des Profs und bspw. der Arbeit derjenigen, die diese Seite erstellt und erweitert haben. Ich hoffe, man weiß was gemeint war
16) PerryClifton © schrieb am 26.12.2015 um 01:45:33: In dieser quantitativen Hinsicht hat sich wohl keiner je so gründlich mit der Serie beschäftigt wie du und dazu noch alle daran teilhaben lassen. Dadurch ist vieles übersichtlicher und klarer geworden. Da du aber manchmal auch ironische Kommentare wegen deiner Akribie zu hören bekommst, hier mal ein Lob
Das rein wissenschaftliche Interesse hört natürlich da auf, wo das Wissen nicht mehr nennenswert vergrößert werden kann. Die andere Frage ist, ob man ein Musikstück nicht mehr hören mag, wenn man es allergenauestens analysiert hat. Die Frage habe ich für mich bereits bei verschiedenen Gelegenheiten unterschiedlich beantwortet.
15) Professor Carswell © schrieb am 26.12.2015 um 00:08:28: "Aber einige entdecken auch in den alten Sachen etwas neu, von dem sie vorher evtl. nichts geahnt haben." Das war für mich eine der Hauptmotivationen - wohl eine Minoritätenmotivation - mich wieder mit der Reihe zu beschäftigen. Durch akribische Inspektionen in literarischer und zeitgeschichtlicher Hinsicht kam ich zu neuen Einsichten in Bezug auf den Nukleus der Reihe. Das habe ich nun bis zu einem Grad durchdrungen an dem es mich sehr überraschen würde wenn es noch Überraschungen gäbe, womit mein Interesse an der Reihe doch sehr nachgelassen hat. Und was die Konglomeration der reinen Fakten anbelangt habe ich zunächst für mich und dann für die Allgemeinheit eine Art Synopsis geschaffen um alte und neue Zusammenhänge und Verknüpfungen zu erkennen. Auch in diesem Feld ließe sich nur noch belangloses ergänzen.
14) PerryClifton © schrieb am 25.12.2015 um 11:59:39: Meine Theorie ist ganz einfach: Warum bleiben Erwachsene bei einer Serie aus ihrer Kindheit? Weil sie Gewalt, Mord, Action und psychologischen Thrill suchen? Wohl kaum, das gibt es doch überall zuhauf (und besser umgesetzt). Nein, sie bleiben dabei bzw. entdecken sie wieder, weil die Serie etwas hat, was einen jenseits dieser Extreme großartig unterhält. Ursprünglich gedacht für Kinder, daher der Verzicht auf derartiges, war die Umsetzung so gut, dass selbst Erwachsene daran noch Spaß haben können und sich weniger fehl am Platze dabei vorkommen ein Kinderbuch zu lesen, als bei manchen anderen Serien. Dazu passt es dann auch, dass die Befürwortung extremer Elemente wächst, je mehr der Charme der Klassiker für manche verblasst, bzw. nie vorhanden war, wie für die Generation, die heute und erst mit den neuesten Folgen einsteigt. Man kann sie dafür nicht tadeln. Aber einige entdecken auch in den alten Sachen etwas neu, von dem sie vorher evtl. nichts geahnt haben. Andere machen die alten Geschichten im Nachhinein schlechter als sie sind, um die neuen besser aussehen zu lassen. So ist das eben, daran wird sich wohl nichts mehr ändern.
13) Micro © schrieb am 25.12.2015 um 01:47:44: Ohne die Einträge 2-12 gelesen zu haben: Erst mal: Viele der erwachsenen User hier sind mit den drei Fragezeichen - ob Buch oder HSP - groß geworden, der Anteil von den Leuten, die sich heutzutage mit 30 entschlossen haben, ohne Vorwissen mal ein DDF-Buch zu lesen, dürfte erheblich geringer sein. Deshalb ist die Zielgruppe so verschoben. Die jungen Hörer/Leser kommen dazu, aber die alten gehen nicht. Jetzt zur Problematik "Zu alt": Ich kann diese Sichtweise durchaus nachvollziehen, weniger bei den zeitlosen Hörspielen, als vielmehr bei den Büchern. Auch wenn die Hauptzielgruppe mittlerweile eigentlich nicht mehr 10-15-jährige Heranwachsende betrifft, finden sich in den Büchern - und ich habe bisher nur 5,6 gelesen - zuhauf Formulierungen, Satzbauten, Dialoge und Handlungsstränge, die einen weichgespülten Krimi als Gesamtwerk ergeben, keinen Thriller für Erwachsene. Selbst die Straße des Grauens liest sich noch in diesem Rahmen. Natürlich ist das meine Meinung, aber an den Büchern lässt sich diese unschwer belegen. Der fast völlige Verzicht auf Todesfälle und wenn, dann jenseits von blutrünstigen Morden (sieht man mal davon ab, wie oft die Hauptcharaktere insbesondere in den 150er Folgen immer wieder haarscharf dem Tod von der Schippe gesprungen sind). Und schließlich trägt das Alter und die genaue Berufsbezeichnung viel bei: Die drei ??? sind jugendliche Hobbydetektive, keine erwachsenen Polizisten. Alles Punkte, weswegen man als Ü30-DDF-Leser garantiert auch mal gefragt werden kann, ob man dafür nicht zu alt ist. Ein Schwenk zu den Hörspielen: Hier ist das anders, gerade die Klassiker kann jede Generation gut hören.
12) PerryClifton © schrieb am 24.12.2015 um 00:41:19: @2 "Was macht die Serie so anders? Das wunderbare Zusammenspiel der Charaktere. Weitreichende Gewaltlosigkeit- man muss einfach keine Angst haben, dass im naechsten Moment was furchtbares passiert. Viel Humor. Skurrile Nebencharaktere. Interessante Handlungsorte. Nebenbei ist es ab und zu auch noch lehrreich. Kurz gesagt- witzige, harmlose und gute Unterhaltung. Gut geeignet zur Entspannung. Und all das ist doch gut und wichtig fuer JEDES Alter."

Volle Zustimmung. Das bringt es deutlicher auf den Punkt, als manche ellenlange Diskussion :-)

@5 "Dementsprechend gibt es da bei DDF und auch bei Kinderbüchern allgemein durchaus unterschiede, womit ich mich sehen lassen würde".

Warum eigentlich? So'n Quatsch :-S

@3 "Die guten Autoren schaffen es, sowohl Kinder als auch Erwachsene zu fesseln, mit Mitteln, die man 10 jährigen schon zumuten kann."

Genau.

"Besonders ist außerdem, dass die Bücher einen ziemlichen Anspruch stellen an den Leser. Das gibt es sonst bei Kinderbüchern kaum. Bei DDF muss man mitdenken, und auch aufmerksam bleiben, dann kann man entweder frühzeitig auf die Lösung kommen, oder (bei den etwas verworrenen Geschichten) man versteht die Story sonst nicht. Damit werden auch Erwachsene gefordert."

Es sei denn, man kann die Lösung nur "erraten", wenn man vorher Seelenheilkunde studiert bzw. die gerade laufenden Fernsehserien brav gesehen hat. Oder der Fall ist gerade mal wieder so konzipert, dass er nur im Kopf des Autoren logisch nachvollziehbar ist.

@4 "Für ein gutes Jugendbuch ist man nie zu alt."

Word.

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