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Drei ???-Themen die in kein bestehendes Forum passen oder auch das Sammelsurium

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3336) Mihai Eftimin © schrieb am 08.02.2022 um 22:11:17: Patricia Highsmith, "Strangers on a Train". Wo fang ich da nur an? Am besten beim Anfang. ;-) Die Art, wie Guy und Bruno ins Gespräch kommen, unterscheidet sich doch sehr von der Art und Weise, wie ICH mit jemandem in der Bahn ins Schnacken komme, insbesondere, wenn die andere Person ebenfalls männlich ist. :D Guy scheint allerdings direkt einen nachhaltigen Eindruck auf Bruno gemacht zu haben, was man deuten kann, wie man lustig ist, in späteren Szenen aber unübersehbar ist und jeden Versuch unterbindet, das Werk ohne den Hintergrund der Autorin zu betrachten. Guy wird hier von Anfang an in seinen moralischen Grundsätzen erschüttert, da er den von Bruno als "perfekten Mord" bezeichneten "Tausch" zwar ablehnt, aber später erfahren muss, dass Miriam während seines Aufenthaltes in Mexiko tatsächlich umgebracht wurde, was nur auf Bruno zurückzuführen sein kann - woraus dieser auch keinen Hehl macht. Im Gegenteil, er kontaktiert Guy und verklickert ihm, er könne jederzeit gegenüber der Polizei behaupten, Guy sei auf seinen Vorschlag eingegangen, sollte er diese verständigen wollen. Was folgt, ist ein Wechselbad der Gefühle - Guy hasst Bruno zunächst, dann findet er ihn aber total toll, und letztendlich kommt er der Aufforderung nach, Brunos Vater zu ermorden. Vielleicht wären beide, lassen wir die Logik des realen Lebens außen vor, sogar mit ihren Taten durchgekommen, doch anstatt jeden Kontakt zu vermeiden und sich somit nicht weiter verdächtig machen zu können, wie es eigentlich mal geplant war, taucht Bruno immer wieder auf, sogar, als Guy seine neue Flamme Anne heiratet. Nachdem Bruno ersäuft, gesteht Guy die Tat dem ehemaligen Liebhaber seiner ehemaligen Frau, und der ermittelnde Detektiv Arthur Gerard hat damit das Geständnis, das er braucht. Ende im Gelände.
So, wie beschreibe ich Highsmiths Stil am besten? Ich sag's mal so: Das Spiel "Introspektion" hat sie durchgezockt, so viel ist mal sicher. :D Nach der titelgebenden Anfangsszene kommen für eine gewisse Zeit sehr kurze Kapitel, in denen sie möglichst viel in kurzer Zeit abhandeln will, was sich nicht gerade flüssig liest, aber zum Glück wird es hinterher wieder besser. Leider macht sie auch sehr abrupte Szenenwechsel innerhalb einzelner Kapitel, oft innerhalb desselben Absatzes (vom Konzept "Leerzeile als Szenentrenner" hat sie wohl auch wenig gehalten), sodass es noch konfuser wird. Trotzdem bleibt man dran, was durchaus für die Geschichte spricht, auch wenn kaum eine Figur rational oder nachvollziehbar denkt oder handelt. Es verwundert wenig, dass der Filmregisseur, der Logik für langweilig hielt, daran Gefallen fand ... :D Wenn man Bruno baden schicken will, erschafft man sich eben eine Welt, in der es auf Schiffen keine Rettungsringe gibt, damit sich Guy schön selbst noch in Lebensgefahr begeben kann. Und nein, das ist NICHT der fragwürdigste Aspekt der Geschichte hinsichtlich Logik und Nachvollziehbarkeit. ;-)
Herrlich ist, wie Bruno Guy zwischenzeitlich regelrecht stalkt, ihm stolze 21 anonyme Briefe schreibt, tagelang vor seiner Bude herumlungert - und die Einzige, die gar nichts merkt, ist Anne. Sogar das etwas vertrottelt wirkende Landei aus Iowa, bei dessen Darstellung ich dauernd an Inspector Columbo denken musste, hat irgendwann geschnallt, dass sich Guy ständig in Widersprüche verstrickt.
Die Thematik, um die man natürlich nicht herumkommt: Ja, Highsmith war bekanntermaßen homosexuell, ja, sie hat das Thema auch in ihren Werken behandelt, und ja, sie hat in der Szene bis heute eine große Fangemeinde. (Hier der obligatorische Disclaimer, dass das völlig in Ordnung geht.) Auch in "Strangers on a Train" scheint es durch - doch während die Thematik zum größten Teil eher als Subtext über der Interaktion zwischen Bruno und Guy schwebt, so macht eine Stelle SEHR klar deutlich, worauf Highsmith hinauswollte, nämlich bei der Überlegung, "If he [Bruno] could strangle Anne, too, then Guy and he could really be together." Ja, das lässt wenig Spielraum für Interpretationen. ;-) In Anbetracht der Tatsache, dass das Buch von 1950 ist, ist das aber schon bemerkenswert. (Fun Fact am Rande: Der Ausdruck "gay" fällt, wenn mich nicht alles täuscht, gerade mal zweimal im ganzen Buch, und in beiden Fällen wird er in seiner heute als veraltet geltenden Bedeutung im Sinne von "fröhlich", "heiter" gebraucht.) Würden die Leute im Buch etwas weniger qualmen und saufen, hätte das Teil genauso gut letzte Woche erscheinen können, und die Leute wären immer noch hin und weg.
Eine gewisse humoristische Metaebene ergibt sich dadurch, dass Guy keinen Südstaatenakzent mag - bekanntlich stammte Highsmith ja gebürtig aus Fort Worth, Texas. ;-)
Vieles, was ich bis hierhin benannt habe, mag nicht sehr erbaulich klingen, aber insgesamt ist es gar kein schlechtes Buch, wenn man als Krimi-/Thriller-Fan mal die Abwechslung sucht und sich einem konfusen und hoffnungslos unlogischen, aber auf keinen Fall langweiligen Psychodrama hingeben möchte. Das Buch behandelt eine sehr spezielle Facette der menschlichen Psyche, und die Charaktere philosophieren sogar an einigen Stellen darüber. Das Ganze hat ein wenig von den Derrick-Folgen ab ungefähr 1992, in denen die Ermittlungsarbeit eher hintenansteht und man das Gefühl hat, Reinecker hätte lieber philosophische Dialoge darüber geschrieben, was einen Menschen zum Mörder machen kann; die Denkweisen, Handlungsstrategien und Motive der dort handelnden Personen waren ähnlich skurril und realitätsfern, die Atmosphäre ähnlich düster. Eine seltsame Welt, in der seltsame Figuren seltsame Sachen machen. Man könnte meinen, Reinecker habe damals dieses Buch gelesen und als Inspirationsquelle für knapp 100 Folgen genutzt. :D
Würde ich das Buch also empfehlen? An sich schon, aber nicht jedem. ;-)
Mein persönliches Kultzitat aus dem Buch: "Everything was created to be seen drunk." Joa, das nenne ich einen Standpunkt. :D
3335) Mr. Murphy © schrieb am 05.02.2022 um 09:40:20: Hier noch ein ganz anderer Joke: Ist der drei ??? Autor Marc Brandel mit dem ehemaligen britischen Formel 1 Rennfahrer Martin Brandel verwandt?
3334) Mr. Murphy © schrieb am 05.02.2022 um 09:35:14: Die Folge "und der Geisterjunker" wird es in Zukunft irgendwann bestimmt mal geben! Ich ahne bereits, von welchem Autor! Natürlich Christoph Dittert! In der Story könnten Charaktere aus "Die Legende der Gaukler" wieder auftauchen. Denkbar wäre noch, dass er sich zusätzlich Figuren aus dem "grünen Kobold" "ausleiht" *lol*
3333) PerryClifton © schrieb am 05.02.2022 um 08:34:15: Sehr schön auch die Aufreihung in der Twitter-Frage... da überlegt man, auf welche der beiden Arten sich -junker und -punker möglicherweise reimen könnten ;-) Bei John Sinclair wäre der Titel wahrscheinlich "Geisterpunks greifen an". "Der Geisterjunker" klingt wiederum nach einer klassischen Novelle von Theodor Storm oder so.
PS: Wir haben ja mehrere Vorteile: Wenn der dritte Weltkrieg ausbricht, interessiert sich niemand mehr für's Gendern, für Corona oder für's Klima. Außerdem kann Mihai für uns dolmetschen, wenn 'die Russen kommen'. Man muss die Dinge immer von der positiven Seite sehen :-D
3332) Mr. Murphy © schrieb am 05.02.2022 um 07:26:59: Der Joke auf Twitter mit der Frage nach zukünftigen drei ??? Titel a la "Die drei ??? und der Geister....." hat mich an mein altbekanntes Hobby erinnert: Titel der übernächsten Veröffentlichungs-"Welle" sind geleakt worden, was meistens ein Scherz war/ist.

Die drei ??? - Der Enkel des Notars / Ausnahmsweise wurde der Arbeitstitel auch geleakt: Der Enkel des Verräters

Klappentext gibts noch keinen. Aber bei dem Titel können sich viele Fans bereits denken, um was es inhaltlich geht und wo die Ermittlungen statt finden könnten.

Die drei ??? und der dritte Weltkrieg - ui ui ui ... Der Titel deutet bereits an, dass der Fall Rückbezüge auf die noch nicht veröffentlichte Folge "Der 3 Milliarden Dollar - Mann" hat. Der russische Präsident hat mitgekriegt, dass der Professor kein Krebs hat und bemerkt, dass der Trick mit der Pipeline nicht funktioniert. Deshalb beginnt er langsam aber bestimmt den dritten Weltkrieg zu starten. Von seinen Startbemühungen erfährt Justus in Amerika und beschließt, mit Peter, Bob und Biden (durch die Ereignisse im "3 Milliarden Dollar Mann" ihr größter Fan geworden) heimlich nach Russland zu fliegen. Wird es ihnen gelingen den 3 Weltkrieg zu verhindern? Welche Rolle spielt der zwilichtige ehemalige deutsche Kanzler Schröder in dem Fall?
3331) Mr. Murphy © schrieb am 03.02.2022 um 19:59:33: Total lustig, wie sich die zwei Bankräuber streiten. Es ist sehr amüsant, wie der Otto die Alarmanlage in der Bank auslöst!
3330) PerryClifton © schrieb am 03.02.2022 um 19:55:22: Bester Otto-Film
3329) Mr. Murphy © schrieb am 03.02.2022 um 18:30:52: @ 3326: Das erinnert mich an die berühmte Thomas-Ballermann-Straße! Jedoch nicht von Wolf, sondern von Otto! In seinem 1. Spielfilm wird sie bei dem legendären Bankraub erwähnt! Erinnert sich noch jemand daran? Den kurzen Filmausschnitt gibt es im Internet youtube. com/ watch?v=Y9byTZxZVrc Leerzeichen weg machen. Der Titel des Videos ist passenderweise "Der perfekte Bankraub"
3328) PerryClifton © schrieb am 02.02.2022 um 19:03:26: *g*
3327) Mihai Eftimin © schrieb am 02.02.2022 um 18:57:11: Gut, wahrscheinlich hätte er auch noch ein Geiergesicht, feuerrote Haare und zwei Goldzähne gehabt, damit auch dem unaufmerksamen Hörer nicht entgeht, dass der Typ nochmal wichtig wird.
3326) PerryClifton © schrieb am 02.02.2022 um 18:47:37: Bei Wolf hätte er aber noch in der Beutekrall-Straße 11 gewohnt, in einem alten verwahrlosten Haus und wäre bereits vorher aufgefallen, weil er Gabys Hund fast überfahren hätte xD
3325) Mihai Eftimin © schrieb am 02.02.2022 um 18:18:59: @Perry: Ersetze "Kollegen" durch "Amigos", und du beschreibst die investigativ schlüssigste TKKG-Folge seit den "Crash-Kids". *g*
3324) PerryClifton © schrieb am 02.02.2022 um 17:11:14: @Mihai Ja, vor allem wenn es heißt:
"Jemand ist ins Museum eingebrochen!

Gib mal den Namen von der einzigen Person ein, mit der wir bisher gesprochen haben. Diesem 'Bösi McEvil'. Ah, hier ist die Webseite www.museumseinbruch-heute.de! Da steht Bösi McEvil, alias 'der Museumsschreck von Beverly Hills' alias Pedro 'klau den Scheiß und verdufte' Schnappinski. Wohnt gegenüber vom Museum. Hat früher Baugruben ausgehoben, im Tunnelbau gearbeitet und knackt in seiner Freizeit gerne Stahltresore. Er war gestern abend nicht zu Hause, weil er mit seinem Kumpel Alfons Alibi, einem Maskenbildner, im Restaurant 'Doppeltes Lottchen' essen war."
"Glaubst du, wir haben eine Spur?"
"Kommt, Kollegen!"

3323) PerryClifton © schrieb am 02.02.2022 um 16:54:18: Das Video ist super
Was, Jim Knopf auch? Oh je. Ich kenne jemanden, der auf den SJW-Zug aufgesprungen ist, aber dieses Buch immer (noch?) als Positivbeispiel feiert... Irgendwie auch traurig, wenn man alles für die Ideologie wegopfern muss :-s
3322) Mihai Eftimin © schrieb am 02.02.2022 um 16:52:13: Zu der Frage, ob Bobs Recherchefähigkeiten heutzutage überhaupt noch gebraucht werden: Ja. Man muss es nur richtig machen und auch mal darauf hinweisen, dass man nicht buchstäblich alles im Netz findet. Das Beispiel, das ich immer wieder hervorkrame, ist ja das "Seeungeheuer" - historische Ausgaben von Boulevardmagazinen findet man natürlich nicht zwangsweise im Internet, besonders dann nicht, wenn diese schon in Prä-Internet-Zeiten eingestellt wurden, also ist der Gang ins Archiv der einzige Weg. Im "Mann ohne Augen" darf Bob ja auch mal wieder ordentlich recherchieren, und das sogar noch aus dem gleichen Grunde, aus dem ihm diese Aufgabe ursprünglich mal zugeteilt wurde. Und die Fähigkeit zu einer vernünftigen Internetrecherche ist vielen Menschen auch nicht gerade angeboren. Leider finden wir demgegenüber auch mal den Fall, dass einfach stumpf gegoogelt wird, eine moderne Form des "lazy writing". Doch dass diese Fähigkeit heute generell überflüssig sein soll, kann ich gar nicht finden.

Noch zum NZZ-Artikel: Danny formuliert es treffender, als ich es je könnte.

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