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rocky-beach.com

Drei ???-Themen die in kein bestehendes Forum passen oder auch das Sammelsurium

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3411) Mihai Eftimin © schrieb am 30.06.2022 um 20:57:13: Okay, dann auf jeden Fall auf Englisch. Ich hätte ohnehin eher nach Dennis Lynds gesucht. *g* Vielleicht liegt mir das wirklich um einiges mehr als dir, nachdem wir unsere Eindrücke von "Strangers on a Train" verglichen haben ...
Gegen Eindrücke von Blyton hätte ich übrigens auch nichts einzuwenden - ich hatte eh seit einiger Zeit mal vor 5F (und evtl. andere Serien) auf Englisch zu lesen. Natürlich im absoluten Original, keiner zeitgeistgemäßen Bearbeitung (siehe auch H&N)..
3410) PerryClifton © schrieb am 30.06.2022 um 20:32:32: @Mihai Ich hab's auf Englisch gelesen. Weiß auch nicht, ob man es auf Deutsch überhaupt bekommt. Auf jeden Fall nach Dennis Lynds suchen, nicht nach WA. Viel Erfolg, vielleicht liegt dir das Buch ja mehr Ich muss auch mal bei Zeiten was von Leo Edwards lesen. Aber erstmal Blyton zuende und dann Gekaufte Spieler und dann Computerviren und... *g*
3409) Mihai Eftimin © schrieb am 30.06.2022 um 20:19:38: Hört sich an, als müsste ich "Act of Fear" auch mal lesen, das klingt für mich sehr stark nach den späten Derrick-Folgen, in denen die Charaktere ja auch philosophieren, bis der Arzt kommt, und die auch vor allem deshalb nicht unumstritten sind ... Highsmiths "Strangers on a Train" hab ich ja auch bis zum Ende durchgehalten, trotz der offensichtlichen Mängel, also kann ich wohl einiges ab. *g* Sollte ich mich tatsächlich dran wagen - liest man "Act of Fear" besser auf Deutsch oder Englisch? Ich hab prinzipiell mit beidem kein Problem und hätte da freie Auswahl, je nachdem, was sich besser eignet ...
@Ola: Danke für die Eindrücke! Ich bin ebenfalls der Meinung, dass Inspiration immer von irgendwoher kommt, und bin auch ein entschiedener Gegner der Behauptung, jemand hätte etwas "geklaut", sofern das nicht offensichtlich der Fall ist. Mitunter kann das ja sogar für Mehrwert sorgen.
3408) PerryClifton © schrieb am 30.06.2022 um 19:29:59: Das lag auch mit an meinem persönlichen Geschmack und an meiner Kenntnis solcher Detektiv-Bücher. Der Plot hätte mich höchstwahrscheinlich nicht mehr umgehauen und der Erzählstil... vielleicht liest ja jemand gerne sowas. Genauso, wie Patricia Highsmith von manchen weit mehr genossen wird als von anderen, obwohl sie ja unbestritten nicht schlecht schreibt. Außerdem war es glaube ich auch Ardens erstes Buch und er hat sich später sicher weiterentwickelt. Soll ich doch etwas mehr ins Detail gehen? Also, der einarmige Privatdetektiv ist eine tolle Idee und eine interessante Figur. Leider besteht der Text zum Großteil aus dessen philosophischen Gedanken über alles und jedes, gerne mal verkettet, indem ein Satz auf einem Begriff endet und der nächste Satz was Neues zu diesem Begriff aussagt. Es sind auch interessante Stellen dabei und die gedankliche Beschreibung bestimmter Milieus ist wie gesagt ziemlich gut. Die Handlung war allerdings eher 08/15-Krimikost. Und um mir die ganze Welt in allen ihren Einzelheiten mit ein ganz bisschen altbekannter Handlung dazwischen von der Hautpfigur referieren zu lassen, hat es bei mir nicht für ein ganzes Buch gereicht ;-) Ich sage mal, wenn man Chandler und Hammett noch nie gelesen hat, wäre man sicherlich stark fasziniert und ein bisschen moderner als diese ist es auch. Ich atte auch gerade nach anderen Krimiautoren gesucht und andere ebenfalls aussortiert, wie Spillane zum Beispiel. Bin da durchaus wählerisch und heißt nicht, dass Ardens Bücher schlecht wären :-)
3407) Ola-Nordmann © schrieb am 30.06.2022 um 18:26:44: Ja, teilweise ist Arthur schon sehr nah am Aufbau dran. Finde ich ebenfalls nicht schlimm, aber auf jeden Fall interessant zu sehen, wo einige Wurzeln der ??? liegen. Es fühlte sich ab und an so an, als ob er eine eigene Version der Geschichten schreiben wollte. Die weiteren Bände haben ebenfalls Namen, die auch für eine ???-Geschichte gepasst hätten. Insgesamt keine Kopie, aber eine starke Inspirationsquelle.

Interessant, dass sich der Schreibstil so unterscheidet. Dass man Kinderliteratur etwas anders schreibt ist ja noch nachvollziehbar, dass sich der Schreibstil aber so ändert, dass du das Buch abgebrochen hast, ist schon extremer als ich erwartet hätte.
3406) PerryClifton © schrieb am 30.06.2022 um 18:12:31: PS: Es war halt ein typischer Detektivroman mit Mord und verschwundenen Personen etc. Ich glaube auch, Arden ist generell gut in Milieuschilderungen. Nur, damit sich das jetzt nicht vernichtender liest, als es gemeint ist
3405) PerryClifton © schrieb am 30.06.2022 um 18:08:35: Ein super Überblick Ola, vielen Dank Jetzt ist das Rätsel bzgl. der Inspiration wohl geklärt. Ich würde es von außen mal so beurteilen: Jeder Autor holt sich seine Inspiration irgendwo her und auch alte Sachen neu umzusetzen ist an sich legitim. Aber Arthur hat hier teilweise "hart am Rand" gearbeitet *g* Natürlich nicht insgesamt, aber bezogen auf einzelne Aspekte. Ich finde es unterm Strich nicht schlimm, aber es ist gut zu wissen.

Ich habe auch was anzubieten: Das Lesen von Blyton hatte ich kurz unterbrochen, um mal einen von William Ardens Erwachsenenkrimis zu lesen, nämlich Act of Fear. Ich kann das Buch nicht insgesamt rezensieren, weil ich es nicht komplett durchgelesen habe. Es war keineswegs schlecht, aber ich muss sagen, dass mir Ardens Schreibstil hier überhaupt nicht zusagte bzw. sogar etwas auf den Keks ging. Er schreibt dort völlig anders als bei DDF, wo ich ihn sehr viel lesbarer finde. Der Fall an sich war nichts besonderes soweit, allerdings okay. Und in dem Buch steckt bestimmt auch was drin. Aber die Erzählweise hat es mir leider verdorben. Im Englischen gibt es das schöne Wort "rambling". Das trifft es wohl am besten. Kein Vergleich zur schlanken Effektivität der DDF-Prosa.
3404) Ola-Nordmann © schrieb am 30.06.2022 um 10:49:20: Jeder hat ja seine Einflüsse, bei Arthur war das ziemlich sicher Leo Edwards, der in den 20er und 30er Jahren mehrere Reihen von Kinderkrimis geschrieben hat. Die beiden längsten sind Jerry Todd und Poppy Ott, deren erste Bände "Jerry Todd and the Whispering Mummy" und "Poppy Ott and the Stuttering Parrot" heißen. Da es mich zum einen schon immer mal interessiert hat, wie sehr sich Arthur hier hat inspirieren lassen, zum anderen die Bücher inzwischen im public domain sind (findet man als pdf recht schnell), habe ich in den letzten Tagen die flüsternde Munie gelesen. Da ich um eine kurze Zusammenfassung gebeten worden bin, folgt diese jetzt:

Was mir zunächst einmal aufgefallen ist, war die durchaus stark vorhandene Öffentlichkeitsarbeit. Bevor man zur eigentlichen Geschichte vordringt, kommen nämlich ein paar Abschnitte, mit denen ich in einem Buch aus den 20ern noch nicht gerechnet hätte. Als erstes ein "Jerry Todd says:", was im Prinzip der Einleitung durch Hitchkock bei Arthur entspricht, nur dass am Ende noch schön Werbung für die anderen Bände der Reihe gemacht wird. Danach kommt die "Chatter-Box", in der Leserbriefe veröffentlicht werden, im Anschluss daran der "Freckled Goldfish Lodge" in der man beitreten kann. Einfach an Leo Edwards schreiben und man bekommt einen Ausdruck mit Initiationsritual und allem weiteren zugeschickt und zum guten Abschluss gibt es noch die Autogrammkarte von Leo Edwards zu bestellen. Nach dem Inhaltsverzeichnis geht dann auf Seite 20 meines PDFs die eigentliche Geschichte los.
Die Geschichte beginnt damit, dass die vier Hauptfiguren (Scoop Ellery, Red Meyers, Peg Shaw und natürlich Jerry Todd eher zufällig einen Detektivklub gründen. Die vier treffen auf einen älteren Herrn, Mr. Arnoldsmith, der Sterne poliert und sich als Leiter einer Landesweiten Detektivgesellschaft ausgibt, der Jungs anwirbt, um in seiner Gesellschaft "Juvenile Jupiter Detectives" zu werden. Für fünf Dollar verkauft er ihnen vier Sternabzeichen, die sie zu seinen Mitarbeitern machen. Kurz danach stolpern die vier in den eigentlichen Fall. Im folgenden fasse ich den kurz zusammen, wer das nicht lesen möchte, darf erst wieder ab Spoiler Ende weiterlesen
SPOILER
Auf dem Heimweg stellen die vier fest, dass die Tür des College-Museums geöffnet ist und die vier scheichen sich hinein, um die Mumie Ramses II zu sehen, die kurz vorher für das College beschafft wurde. Als sie davor stehen, beginnt diese zu flüstern: "I'm not dead. I'm sleeping.", woraufhin die vier wegrennen. Als die vier den Schreck überwunden haben und sich klar machen, dass Mumien nicht sprechen können, kehren sie zurück und finden keine Mumie mehr, sondern den niedergeschlagenen Mr. Arnoldsmith. Kurze Zeit später kommt dann noch der örtliche Polizist, der von einem Ramses telefonisch informiert wurde, dass jemand niedergeschlagen wurde. Die vier Jungs wollen die Mumie wiederfinden und die ausgelobten 200$ Belohnung erhalten. Dabei werden sie zum einen von Polizist Bill unterstützt, als auch von Mr. Arnoldsmith, der sich gegenüber den Kindern als geheimer Prüfer der Mumien ausgibt, der von der zentralen Mumienimportgesellschaft beauftragt ist, um sicherzustellen, dass aus den Mumien keine Insekten kriechen, die jeden Menschen im Umkreis/der Stadt mit Juckreiz infizieren würden. Darum sei es unabdingbar, dass er die Mumie zuerst untersuchen kann. Was dann folgt ist ein Hin und her, bei dem einiges schief geht, am Ende
(ab hier LÖSUNG DES FALLES)
aber herauskommt, dass die Mumie von einigen Studenten geklaut wurde, um einen Initiationsritus mit neuen Verbindungsanwärtern durchzuführen. Den vieren gelingt es, die Mumie zu nehmen und zu Mr. Arnoldsmith zu bringen. Dieser setzt sie jedoch im Keller fest und will die Mumie verbrennen, da er die Mumie gefälscht und verkauft hat. Sein Geschäftsmodell besteht darin Mumien zu fälschen und nach dem Verkauf die Beweise zu vernichten. Das Feuer lockt die anderen Stadtbewohner an und alles wird aufgelöst.
SPOILER ENDE
Sodele, dann mal ein paar Anmerkungen zur Geschichte. So wirr das mit der Mumie klingt, ich hatte letztens eine Sendung im ZDF gesehen, wo es um den Mumienwahnsinn zu Beginn des letzten Jahrhunderts ging. Der Markt war wohl riesig, von daher ist die Grundidee durchaus nicht völlig an den Haaren herbeigezogen. Gelesen hat sich das Buch gut, es ging auch öfters um das ganze drumherum in der Stadt, das Privatleben, etc. Der Titel des Buches hat allerdings eher weniger mit der Geschichte zu tun, das Flüstern ist eher eine Randepisode und wird auch relativ schnell geklärt. (kennt man heutzutage bei den ??? ja auch).

Dann will ich zum Schluss noch auf den Vergleich von Jerry Todd und den ??? eingehen. Auch wenn die Geschichte eine komplett andere als bei Arthur ist, so gibt es doch im Aufbau und der Gestaltung einige deutliche Parallelen und auch mehrere direkte Referenzen. Jerry Todd spielt in Tutter, einer fiktiven Kleinstadt in Illinois. In der ersten Folge formt sich eine Jugenddetektivgruppe, deren Zusammenstellung auch ähnlichkeiten aufweist. Der Anführer (Scoop/Justus), der durchaus ans mystische Glaubende, der in Friedhofsszenen entsprechend agiert (Red/Peter), mit Abstrichen der ruhige, bedachte dritte (Peg/Bob) Jerry nimmt ein wenig die Rolle des Lesers ein, denn aus seinen Augen erleben wir die Geschichte. In Tutter gibt es zwei Brüder, die Tutter-Boys, die als Erzfeinde dargestellt werden (Skinny), der Polizist ist zwar bei beiden vorhanden, allerdings sind Bill und Kommissar Reynolds in ihrer Art grundverschieden. Bill wirkt mehr wie der dusselige Dorfpolizist, nicht wie der väterliche Mentor.
Die klaren Referenzen werden in einigen Namen deutlich, besonders beim ersten Detektiv. Die vier werden immer als "Juvenile Jupiter Detectives" bezeichnet und von den Striker Boys mit dem Spitznamen "Jupe" aufgezogen. Wo Jupiter "Jupe" Jones herkommt, dürfte ohne Zweifel sein. Die Lehrerein der vier heißt Mrs. Skinner, der Name könnte zumindest für E. Skinner Norris Pate gestanden haben. Bei Peg und Peter halte ich es eher für unwahrscheinlich, da Peter im Original ja Grenshaw heißt. Da müsste dann schon PegShaw als Einheit zu Grenshaw geworden sein.
Alles in allem gefallen mir die ??? besser, was hauptsächlich daran liegt, dass Jerry und Co deutlich naiver dargestellt werden und eine Szene, wo sie dem Dieb auflauern wollen, einfach nicht zum Rest gepasst hat. Zudem kam mir in Edwards Mumie das Ermitteln etwas zu kurz, da hat der Zufall öfters mal mitgespielt. Letzteres kann sich in anderen Büchern natürlich ändern (und ist ja auch bei den ??? immer mal wieder vorhanden)
3403) Max DoMania © schrieb am 27.06.2022 um 12:47:31: In dem Fall war das in Röthenbach bei Nürnberg. Ich bin normalerweise auch höhere Preise gewöhnt, aber die Frau, von der ich die Bücher gekauft habe, wollte sie vermutlich einfach nur loshaben.
3402) Dave © schrieb am 27.06.2022 um 10:11:47: Auf was für Flohmärkte gehst du? Da wo ich meine Klassiker her hab, haben die mindestens 2 pro Stück gekostet, manchmal auch 4. Jetzt bin ich neidisch...
3401) Max DoMania © schrieb am 26.06.2022 um 14:50:16: Zum Glück gibt es wieder Flohmärkte! Ich hab heute auf einem einen Karton mit insgesamt 33 3-???-Klassikerbüchern in einem Top-Zustand ergattern können, darunter auch viele mit Alternativ-Cover. Preis: 10
3400) AndyV © schrieb am 01.06.2022 um 10:44:43: Ups, sorry, war im falschen Tread, gehört selbstverständlich in den Podcast, mein Fehler.
3399) AndyV © schrieb am 01.06.2022 um 10:43:12: Hab mir jetzt in aller Ruhe mal den Bobcast vom Unheimlichen Drachen gegönnt. Und obwohl ja wie hinreichend bekannt, gerade diese Anfangsfolge nicht gerade ein Highlight war, ist der Bobcast dazu für mich einer der Besten.
3398) Mihai Eftimin © schrieb am 15.05.2022 um 17:45:43: Wenn Eftimins Wumme Silberkugeln verschießt, könnte das gegen Vampire durchaus helfen ... oder Lucille Anderson spielt doch noch bei "Dracula mon amour" mit ...
3397) PerryClifton © schrieb am 15.05.2022 um 14:58:30: Richtig, da war doch was mit Waffenschein und so...

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