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Klassiker-Nostalgie oder Wird der drei Fragezeichen-Fan alt?1 2 3 4 5 6 7 8 9 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 » 2679) Ola-Nordmann © schrieb am 30.08.2026 um 16:09:51: Für mich gehören viele der Klassiker durchaus in die Kategorie Whodunnit. Klar gibt es die natürlich auch in unterschiedlichen Ausprägungen. Bei den ??? werden ja durchaus Hinweise gestreut, auch wenn am Ende Justus den Fall löst. Wenn der Leser aber überhaupt keine Chance hat, weil am Ende ein großer Unbekannter aus dem Hut gezaubert wird, oder ein alles entscheidender Fakt überhaupt keine Erwähnung findet (man muss ja nicht mit dem Zeigefinger direkt draufzeigen), dann geht für mich schon auch Reiz verloren. 2678) Desa © schrieb am 30.08.2026 um 14:33:19: Ein Whodunnit muss man etwas anders schreiben und nach über 40 Jahren wäre es eine zu starke Änderung des Konzepts. Werden sie nicht machen. Justus soll das Wunderkind bleiben. 2677) dcc © schrieb am 29.08.2026 um 10:13:55: Übrigens sind die Adventsfolgen die einzigen die ich noch an neuen Folgen höre Zum Thema Mitraten: Ich müsste mal überlegen wie das bei den Klassikern war. Ich mag mich irren, aber es werden dort eigentlich immer alle Infos im Verlauf eingestreut oder? Mir ist das eigentlich egal ob ich mitraten kann bzw. ich rate eigentlich nie mit. Mir geht es einzig darum, dass das alles flüssig erzählt wird, an einigen Stellen spannend und atmosphärisch ist, und dass nicht die letzten 20min aus einem ausufernden Monolog von Justus bestehen. Was ich auch total hasse - und ich merke immer wie gut das bei den meisten Klassikern ist - wenn über Figuren nur geredet wird ohne dass man sie wirklich kennenlernt, wenn zu viele Figuren auf einmal eingeführt werden, oder zu viele Wendungen bei einzelnen Figuren diskutiert werden. Kurzum: ich komme eigentlich bei vielen Folgen der Neuzeit nicht mehr mit, weil Minninger es nicht versteht, dass richtige Tempo und die richtige Art der Figureneinführung zu schreiben, und die Regie und co auch die falschen Sprecher auswählen2676) Ola-Nordmann © schrieb am 29.08.2026 um 08:00:18: Warum soll das in die reguläre Serie nicht passen? Das ist für mich im Prinzip das Paradebeispiel, wie ein Fall zu laufen hat. Das andere Extrem kann natürlich auch seinen Reiz haben, sprich der allwissende Leser. Ich liebe z.B. Columbo, da ist der Täter bekannt und es geht "nur" um das Wie der Überführung. Ein Who done it mit Informationen, die zurückgehalten werden, so dass man überhaupt nicht mitraten kann, ist für mich eigentlich die denkbar schlechteste Option. 2675) Desa © schrieb am 29.08.2026 um 00:57:26: Wie man sieht, es gibt doch einigen Gesprächsbedarf, hier sind ja jetzt auf Initiative von dcc und Lupus ein paar dutzend Kommentare entstanden. Wenn ich mir was wünschen könnte, eher in einer Sonderreihe und anstatt der Weihnachtsfolgen als Adventskalender, denn ich die reguläre Serie passt es nicht ganz, dann Folgen zum mitraten. Also das klassische Whodunnit, ohne das Justus Informationen hat, die der Hörer nicht hat. Dann hätte man auch wieder mal einen Grund genau hinzuhören und es ist für Kinder und Erwachsene gleichermaßen spannend. 2674) sushi © schrieb am 27.08.2026 um 19:47:41: Mich haben die Bücher mehr angezogen, als es die Hörspiele konnten. Was nicht heißt, dass die Hörspiele nicht trotzdem eine große Rolle für mich gespielt haben. Der Karpatenhund wird immer für mich besonders sein, aber ähnlich geliebt habe ich auch Das Erbe des Meisterdiebs. Stimmen aus dem Nichts haben mir einen Schauer über den Rücken und ein Lächeln ins Gesicht gebracht. Auch diese Folgen haben meine Grundschulzeit geprägt. Wenn ich an die Klassiker (Bücher) denke, gehe ich mit, dass diese verlässlicher einen guten Fall zu bieten haben, als das in den letzten hundert Folgen der Fall ist. In der Spitze sehe ich das nicht so. Entscheide ich mich für ein Hörspiel, ist das gerne ein Neues. Mir sind 70 Minuten (bei einem schlüssigen Fall) lieber als 40. Nur die Sprecher würde ich sehr gerne austauschen und wieder junge Darsteller*innen hören. 2673) dcc © schrieb am 27.08.2026 um 09:34:00: Ich habe ja alle Klassiker vor Kurzem noch mal bewusst gehört und hier im Forum kurz bewertet. und durch den Bobcast habe ich auch alle Folgen danach bis ~70 noch mal in Erinnerung gerufen. Es ist wirklich krass wie sehr sich die Serie nach ~33 geändert hat, erst Crimebusters, dann die Ära von BJHW. Was ich aber sagen will: Als André Marx dann als Autor eingestiegen ist, hat man gesehen, dass man klassisches Feeling verbinden kann mit einer modernisierten Weiterentwicklung. Wären da Francis und Bohn noch an Bord gewesen, wären einige seiner Fälle genau wie frühe Klassiker. 2672) LupusJonas © schrieb am 27.08.2026 um 09:11:04: ...und ja, irgendwann kann da auch ein Autor nichts mehr machen. Das stimmt schon. Aber es sind eben nicht nur die Geschichten, sondern auch die Umsetzung. Etwas weniger Gelaber, stattdessen Mut zur Lücke und zum Raffen, etwas weniger Gestotter, weniger Selbstinszenierung, mehr Konzentration auf das Wesentliche - dann wäre zumindest der Höreindruck ein anderer. Es wäre einen Versuch wert. 2671) LupusJonas © schrieb am 27.08.2026 um 08:49:56: Ja, das stimmt. Man hätte sich irgendwann entscheiden müssen, der Reihe entweder einen roten Faden zu geben oder aufzuhören. Beides knifflig. Ich bin ja nicht so weit vorgedrungen, aber wenn ich richtig liege, hatten Justus, Peter und Bob doch auch mal Freundinnen oder? Und dann lief die Fagemeinde Sturm und wollte einfach nur Geschichten wie früher. Richtig? Ich hatte schon bei Allie Jamison das Gefühl, dass da mehr geplant gewesen sein könnte, aber dann ist es ja bei zwei Folgen geblieben. Fand ich auch gut. Zwei Folgen reichten. Die ??? als Real Life Serie ist auch für mich schwer denkbar. Und auf der andern Seite wäre es natürlich doof für alle Beteiligten, einfach aufzuhören, solange der Laden noch irgendwie läuft und solange Heikedine Körting noch so agil ist. Nachvollziehbar. Immerhin: Aiga Rasch hat es vermocht, etwas zu erschaffen, das auch ohne sie weiterlebt. Die Cover sind gut und atmen immer noch denselben Geist. Etwas moderner, klar, aber schon wirklich so, dass es immer die drei ??? sind. 2670) Desa © schrieb am 27.08.2026 um 01:35:22: Das war nicht auf die Hörspiele bezogen, sondern auf Robert Arthur und die ersten Folgeautoren, die bis zu den Crimebustern ziemlich nah an dem Grundstein waren, den er gelegt hatte. Das hatte ich vergessen rauszuarbeiten. Ab der Crimebuster-Ära hat man sich davon dann entfernt und die Konstanz hat etwas gefehlt. Es kamen und gute und weniger gute Geschichten. Arthur war kein Showrunner, hat aber die Basis gelegt. Fairerweise muss man aber auch sagen, irgendwann ist alles mal außerzählt, vor allem, wenn die Detektive nicht altern dürfen und keine charakterliche Entwicklung machen. Da kann irgendwann auch der beste Autor nichts mehr machen. 2669) LupusJonas © schrieb am 26.08.2026 um 23:45:30: @dcc: habe gearde parallel zu dir geschrieben und lese deinen Kommentar est jetzt. Was du mit HG Francis anspricht, ist genau das, was ich meinte. Der konne sein Handwerk. 2668) LupusJonas © schrieb am 26.08.2026 um 23:41:20: @Desa: Nur EINEN Autor in den ersten Folgen? Wie meinst du das? Bei der Umsetzung zum Hörspielskript? Die Bücher hatten ja schon mehrere Autoren, das kannst du nicht gemeint haben. @dcc: "Riff der Haie" ist einfach interessant angelegt, atmosphärisch gut umgesetzt und die Schauspieler sind alle glaubwürdig und überagieren nicht usw. "Narbengesicht" ähnlich, auch "die bedrohte Ranch". Da haben sich die Geschichten weiterentwickelt, etwas erwachsener. Nach den vielen teilweise noch jungenhaften Rätsel-Geschichten (Superpapagei, Rubin, Wecker, Erbschaft etc.) die ich alle gut finde, gab es irgendwann aber einen interessanten Shift, den ich gern mitgemacht habe. Wenn es immer nur um rätselhafte Botschaften oder singende Schlangen und schreiende Wecker gegangen wären, wäre es irgednwann langweilig geworden. Wobei ich die genannten Folgen alle liebe. Ach, es war einfach in den Anfangsfolgen einfach alles irgendwie drin. Über die einzelnen Folgen mache ich mir vielleicht in den dortigen Kommentaren mal ausführlicher Gedanken. - Habe vorhin in die "Schwarze Rose" reingehört. Also, es ist schon echt komisch, dass die neuen Folgen alle so breitgelabert werden und kein Dialog mehr echt und natürlich klingt. Wirklich, ich kann kaum weiterhören. Die Jungs zelebrieren nur noch ihren eigenen Kult und gefallen sich dabei. Das kann man kaum mit anhören. Schade. Man muss kein Nostalgiker sein, um zu erkennen, dass die alten Folgen da wirklich echt besser sind. Einfach handwerklich. Die neue Titelmusik ist nicht schlecht, das würde ich nicht sagen. Aber reizt mich nicht. Wie gesagt: Die Sachen von Carsten Bohn höre ich zzt wirklich gern nebenher. Ganz ohne Hörspiele. Das ist schon was anderes. 2667) dcc © schrieb am 26.08.2026 um 23:14:41: Das stimmt aber faktisch nicht. Damals hat Francis die Hörspielskripte geschrieben die auf den Büchern der ersten 3-5 Autoren basierten. Heute macht das Minninger basierend auf den Büchern der heutigen ~5 Autoren. Da hat sich gar nicht viel geändert was das Setup angeht, nur was die Qualität angeht. Die US Autoren haben ihr Publikum ernst genommen und wollten etwas neues schaffen. Heute schreiben Fans für Fans. Francis war ein absoluter Gott was Sprache und Timing angeht. Heute hast du Minninger, der... nun ja... wirklich mit dieser Aufgabe überfordert ist. Der größte Unterschied ist vielleicht die Aufgabe und Ambition von Körting damals. Die wollte überall nur die Besten, und hat daher die Elite der Bühnen ins Studio geholt, vorm Mikro und dahinter. Heute gibt es da gar kein Anspruch mehr. Die Drei sind die Stars, dürfen ihr eigenes Ding machen, je länger die Folgen desto "besser", Musik wird zusammengewürfelt, Gastsprecher sind beliebig oder irgendein Stunt-Casting ab und an 2666) Desa © schrieb am 26.08.2026 um 22:41:33: Nur abschließend zur Musik, das hatte ich ja auch gemeint, das Intro ist so losgelöst vom Rest. Es fehlt das Verbindende. Gute Musik gibts heute auch noch, Game of Thrones hatte großartige Stücke. Der übrigens deutsche Komponist hat auch sowas wie Pacific Rim gemacht, der Soundtrack zum Film ist wirklich episch. Und natürlich kann ein Hans Zimmer auch immer wieder liefern. Nur sind das natürlich Namen, die Europa nicht so schnell bekommt. Da kann man aber generell den Bogen schlagen: es fehlt ein übergeordnetes Konzept. Es fehlt ein Showrunner, der alle Autoren, die Regie, die Sprecher und den Sound unter einem Hut hat. Studio Europa liefert nur noch ab, es gibt keine Vision mehr. Warum waren die ersten Folgen so gut? Weil es nur EINEN Autor gab, der alles aus einem Guss gemacht hat. Nun gibt es viel zu viele Köche und es verwässert das Produkt. Ich wünsche der Reihe mal wirklich jemanden mit einer Vision, der über 2 dutzend Folgen mal die Hand drauf hat und die Qualität sichert. Auch wenn das dem ein oder anderen Ego vielleicht nicht gefällt, man sieht in der Unterhaltungsbranche ganz genau, dass es nur so funktioniert. Negativbeispiel Star Wars, wo sich die Regie gegenseitig das Franchise kaputtgemacht hat. Die Fragezeichen hätten es definitiv verdient und Geld wird sicher nicht das Problem sein. 2665) Winnetou © schrieb am 26.08.2026 um 22:10:38: @2663 Lustigerweise fand ich persönlich Ruf der Krähen als Buch echt gut. Hat mir damals beim Lesen viel Freude bereitet. | |||||||||
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