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H. G. Francis - Ein Blick zurück ...

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22) jupstus © schrieb am 08.11.2011 um 19:05:55: die Manuskripte und Geschichten, die H.G. verfasste bleiben für mich der Höhepunkt der Europa Veröffentlichungen. Vorher hatten die Geschichte den theatralischen und altbackenen Charme der 60er. Erst mit H.G. wurden die Geschichten spannend modern und ihrer Zeit voraus. Allen voran ist hier Commander Perkins und die Gruselserie nennen. H.G schaffte es wirklich sich auf das wesentliche einer Geschichte zu konzentrieren, keine überflüssige Dialoge keine falsche Kürzungen, dies zeigen vor allem die Skripten der Drei Fragezeichen Serie. Nicht nur bei den den anderen Dauerbrenner der achtziger Jahre - Fünf Freunde, TKKG - bewies H.G. sein können sondern auch bei Einzeltitel, wie - Hurra, wir haben einen Hund; Goldrausch in Alaska oder Krieg im All - zeigte er sein weit gefächertes repertoire. Ich finde das die Zusammenarbeit von Körting und Francis erst Europa zu das erfolgreichste Hörspiel-Label der 70er und 80er machte.
21) Peters Uropa schrieb am 08.11.2011 um 18:27:17: Die Hörspieladaptionen von H.G.sind genauso Müll wie die heutigen auch - wenn man mal mit offenen Augen an die Umsetzungen rangeht. Kürzungen, schwere Fehler, Minninger müsste heute noch mehr Kritik ertragen, als er sowieso schon bekommt. Aber wir haben die Hörspiele als Kinder mit anderen Augen kennengelernt und sie bis heute so in Erinnerung behalten, auch wenn das keiner wahrhaben will. Klar waren die Umsetzungen knackiger, aber deswegen nicht besser. Lediglich das Gesamtgerüst aus Stimmen, Klängen etc war für uns ein anderes als das, was wir mit kritischeren Erwachsenenohren heute konsumieren. Insofern war er keinesfalls besser als Minninger heute, es ist nur anders in uns hängengeblieben. Und ja: ich mag die alten Folgen auch lieber, die haben Charme, aber das liegt nicht unbedingt an dem Drehbüchern!
20) Sven H. © schrieb am 08.11.2011 um 18:21:16: @18: Sieh es einfach als Gegenentwurf zu Beitrag Nr. 12 ...
19) Phony McRingRing © schrieb am 08.11.2011 um 18:16:30: @slanski: Eben, sehe ich ebenfalls so. Natürlich kam da auch mal Prütt bei rum (z.B. MOTU-Folge #25) und niemand hier behauptet, Francis wäre päpstlicher als der Papst - wir wertschätzend nur seinen Beitrag für die Hörspiele, und hier bin auch ich der Meinung, dass dieser wichtig war, weil sich sonst viele Serien gar nicht erst etablieren hätten können. Hätte Minninger von Anfang an Die drei ??? oder TKKG gemacht, wären diese Serien sicherlich ausreichend erfolgreich, aber der Kult und der heutige ???-Erfolg lebt großteils von den Glanztaten von einst, weil Gelegenheitskäufer zuschlagen, weil die Altfans es nicht lassen können, ihre Sammlungen vervollständigen wollen, was weiss ich...

Aber Francis brachte viele Serien auf Kurs. Genauso sehe ich das beim Ulli Herzog von Kiosk/Kiddinx, der mittlerweile ja leider ebenfalls verstorben ist, und der (anfänglich in enger Zusammenarbeit mit Elfie Donnelly) dasselbe vorallem bei Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg tat.
18) Slanski schrieb am 08.11.2011 um 17:59:39: zu 16) Naja, hier geht es nunmal um das grundsätzliche Talent, Fingerspitzengefühl und Können von Francis, mit dem er konkret die Europa-Hörspiele und speziell die ??? über Jahre bereichert hat und das zu seinen Lebzeiten vielleicht auch etwas zu wenig gewürdigt wurde. Warum man nun quasi noch während des Begräbnisses anhand eines belanglosen und völlig uninteressanten Beispiels unbedingt darauf hinweisen muss, daß der Mann - wie wahrscheinlich so ziemlich jeder künstlerisch Schaffende - auch mal Müll produziert hat, erschließt sich mir nicht ganz.
17) Markus H. schrieb am 08.11.2011 um 17:27:42: @Sven H.: Danke für den Hinweis! Das "Werk" von Franciskowsky kannte ich noch nicht.
16) Sven H. © schrieb am 08.11.2011 um 15:36:42: Bevor hier H. G. Francis noch der Heiligenschein aufgesetzt wird: ich hab mal ein Werk von ihm in der Hand gehabt, das alles andere als gelungen war. Es sah aus wie eine im Copyshop geheftete Seminararbeit und trug den vielversprechenden Titel "Wie man sich mit einer Fernseh-Idee bewirbt. Ratgeber für Drehbuchautoren" (Barsbüttel 1997, in seinem Eigenverlag "Francis und Lou" erschienen). Dieser "Ratgeber" war eine Frechheit, denn er bestand aus einigen wenigen Seiten mit Allerweltsweisheiten ("Schreiben Sie nicht von Hand" etc.) in viel zu großer seitenschindender Schriftart. Dazwischen befand sich ein Exposé, mit dem er sich offensichtlich bei der Produktionsfirma von "Ein Fall für Zwei" beworben hatte und abgelehnt worden war. Sprich: er hatte sein verworfenes Exposé übernommen, ebenso die dürftigen Anmerkungen des Lektorats, aus denen man nichts lernen konnte - und verkaufte das als Ratgeber! Die handelnden Figuren wurden in diesem Exposé als "Rechtsanwalt" und "Detektiv" bezeichnet - lustigerweise hatte die Suchen-und-Ersetzen-Funktion an einer Stelle versagt, weil "Matulla" mit Tippfehler geschrieben worden war. Diesen Recyclingmüll verkaufte Herr Franciskowsky allen Ernstes für 22 DM. Abzocke.
15) @12 schrieb am 08.11.2011 um 11:10:24: Ja, finde ich auch, Kimba. Ich verstehe zwar, was gesagt werden soll und stimme dem Grundtenor dieser Aussagen zu, aber letztlich ist das nicht anderes als purer Narzismus... Naja, ich wette, die Damen Wodrich und Körting und der Herr Minninger werden sich die Schenkel wundklopfen - verständlicherweise. You made their day.

Davon ab trauere auch ich Herrn Francis nach und auch ich finde, dass "seine Hörspiele" immer zu den besten, bzw. besseren zählen und zählten; insbesondere im Vergleich mit den Werken der letzten 10-15 Jahre hört man das deutlich - egal, welche Serie oder welches Label. Da mag ein großer Funken Kindheitserinnerungen mitreinspielen, aber so ist nunmal meine subjektive Meinung. Vielen Dank, H.G. Francis... Man hört sich - dankeschön!
14) Kimba © schrieb am 08.11.2011 um 10:53:24: Da hat aber jemand sehr interessante Pillen genommen...
13) SkinnerN © schrieb am 08.11.2011 um 09:20:14: Wahre Worte
12) baphomet schrieb am 08.11.2011 um 04:43:21: Zum traurigen Anlasse doch wenigstens auch einmal: Wir verabschieden hier den letzten Verteidiger der vollendeten Form, den Brückenbauer über dem Unbill gelegentlicher Inkonsistenz, den Schleifer von Tand zu Gold, gemäß einer unweigerlichen Anmut, die über dem Beiwerk erzählter Kindergeschichten thronend, den Hörer schweben zu machen wünscht, um jene Momente der Befreiung im Heraustreten aus dem Genre zu gewähren, die uns alle seit Jahrzehnten wie Galeerensklaven ans EUROPA-Hörrohr ketten. Je mehr sich die Titel in ihrer Zahl auf den 60 von HGF aufhäufen, sie quasi verschütten zu trachten, umso kühner, ruhiger wirken sie, wie gelöst von Schwere und Schwäche mancher Vorlage. Und wenn aktuell die schundigen Plotchimären, der Gestank der herbeigelogenen Szenen, die endlosen Repetitionen des vermeintlich vom "Publikum" begehrtem, genötigten heutiger Machwerke vergangen sein werden, dann können sie umso heller strahlen, die eleganten 1-28, 30-60.Vielleicht, HG, irgendwo und -wann in einer anderen, gnädigeren Dimension.
11) Kitt © schrieb am 06.11.2011 um 22:29:18: Fur mich war H.G. Francis eine Legende! Er hat, wie bereits an anderer Stelle erwähnt, soviel wie kaum ein anderer für das Hörspiel getan und es zu dem gemacht, was es bis heute in vielerlei Hinsicht noch ist: Kult. (Mit Außnahme von Frau Körting vielleicht, die für mich auch so etwas wie eine Ikone des Mediums Hörspiel ist). Seine Drei ???-Skripte werden wohl unvergessen bleiben. Ich wage sogar soweit zu gehen, dass es ohne Francis' Skripte, die zweifellos genial sind, diesen Erfolg der drei ??? so nie gegeben hätte. Dafür gebührt ihm ewiger Dank! Für mich ein Markenzeichen seiner Skripte: Die Zeitlosigkeit, die er durch seine Arbeiten den Klassikern gegeben hat. Also, um zum Ende zu kommen: Man kann sich nicht genug verneigen vor diesem Mann: Vor seiner unglaublichen Produktivität, seiner Genialität, seinem Schaffen, kurzum: Seinem Lebenswerk in Sachen Hörspiel! Danke Francis! R.I.P. In großer Dankbarkeit Kitt
10) jakovich © schrieb am 06.11.2011 um 11:41:23: H. G. Francis verstand sein Handwerk wirklich. Wurde er auch (wie Sven schrieb) nicht bei der Color-Line-Arena gewürdigt, so geschah dies im kleineren Rahmen zumindest auf einer der Hörspielmessen. Sein Auftritt und das Interview mit Günter Merlau war für mich ein Highleight der Hörspielmesse. H. G. Francis war sichtlich gerührt, dass das Publikum ihm so dankbar für sein Werk war. Schön, dass er das erfahren konnte.
9) JackAubrey © schrieb am 06.11.2011 um 11:07:45: Francis verstand sein Handwerk (was man bei den Hörspielen heute von nur noch wenigen sagen kann). Es ist unübertroffen, wie er in kurzen, knappen Dialogen alles wesentliche Transportiert. Darüber hinaus hatte er aber auch ein Gefühl für den übergeordneten Spannungsbogen einer Folge (den gibt es heute praktisch nicht mehr). Denn viele Kürzungen, z.B. im Doppelgänger, sind absolut gerechtfertigt, nicht nur aufgrund der Zeit, sondern aufgrund der Dramaturgie, wenn alles gesagt ist, braucht man eben auch nicht mehr "weiterlabern". Schade, dass es jetzt keine weitere Folge aus seiner Feder geben wird, ich hatte immer gehofft, dass er noch mal einen Auftrag bekommt. Die Top Secret Edition wäre da ideal gewesen. Gar nicht auszudenken, was er aus einer Folge wie Brain-Wash noch hätte raushohlen können...
8) Peters Opa © schrieb am 05.11.2011 um 21:54:25: Folge 60 - Dopingmixer von 1994 war lt. dieser Datenbank das letzte Hörspiel von Francis. Danach hat Körting diese Aufgabe an Minninger übergeben. Davor hatte sie ja schon Bohn "aussortiert". Wahrscheinlich ging es auch hierbei ums Geld. Franciskowsky ist für mich der (Haupt-)Schlüssel für den Erfolgs der Europa-Produktionen. Tolle Leistung, leider ist dies zeitlebens nicht gewürdigt worden.

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