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Erfolgsfaktoren der Drei ???

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174) Boomtown © schrieb am 11.12.2013 um 18:01:01: @172 Das sind ja mal ganz neue Erkenntnisse. Und was soll uns das nun sagen? Hitch war ein Trendthema, also kann man 40 Jahre später ja auch in ein und dieselbe Serie Jürgen Klopp installieren, weil der ja jetzt auch ein Trendthema ist? Oder noch besser sowas wie den 1.FC Borussia, in teure Lizenzen muss man ja heute schließlich nicht mehr investieren.
Abgesehen davon hatte Hitch sehr wohl eine dramaturgische Funktion in der Serie und zwar gleich auf mehreren Ebenen.
173) Hunchentoot © schrieb am 11.12.2013 um 17:44:56: Ja, unglaublich, dass auch eine Wirtschaftszeitschrift alles vom wirtschaftlichen Standpunkt aus sieht und andere Faktoren dabei außer Acht lässt
172) Crazy-Chris schrieb am 11.12.2013 um 17:34:11: Im Artikel aus der Wirtschaftswoche findet sich ein Absatz, der hier thematisch gut hineinpasst. Ich zitiere:

"1964 bietet Groschen-Romancier Robert Arthur dem US-Verlag Random House eine Krimireihe für Jugendliche an. Aus der Masser der Neuerscheinungen hebt den ersten Band "Das Gespensterschloss" weniger die Grundidee heraus. (...) Die neue Reihe punktet, indem sie eine Promi-Marke clever nutzt: Alfred Hitchcock. Der englische Filmregisseur hatte zwar nichts mit der .... Serie zu tun - abgesehen von der Lizenzgebühr für die Nutzung seines Namens. Aber sein Name zog und suggerierte Eltern ein gewisses Niveau".

Interessant, denn genau diesen Standpunkt habe ich auch vertreten, als es darum ging dass die modernen Geschichten allzusehr auf Mode- und Trendthemen setzen würden, und dass es früher so eine Trittbrettfahrerei nicht gegeben hätte. Nun, für meinen Standpunkt bin ich übel beschimpft worden: war was ganz anderes, war notwendig, blabla.
Nun, wie man sieht haben auch andere Leute den Eindruck dass früher schon seinerzeit aktuelle Themen und Trends genutzt wurden (um mal das böse Wort "anbiedern" zu vermeiden), ohne dass dazu eine dramaturgische Notwendigkeit bestanden hätte. Und diejenigen trauen sich sogar, dass in einen Artikel eines renommierten Wirtschaftsmagazins zu schreiben.
Womit ich ausdrücklich nichts gegen diesen alten Schachzug sagen will - den fand und ich finde ich immer noch beeindruckend, mein Respet dafür. Immerhin hätten ja auch andere Autoren und Verlage diesen Trick anwenden können. Aber entweder hatte sonst niemand die Idee, oder alle anderen waren zu stolz dafür, selbst zurückzustehen und die eigene Serie unter einem zugekauften, zugkräftigen Markennamen laufen zu lassen.
171) Crazy-Chris schrieb am 21.07.2013 um 11:22:19: @169 TKKG hatte für mich immer so etwas wie einen "Heimvorteil". Auch wenn die TKKG-Stadt fiktiv ist (mit starken Parallelen zu München), so bilden die Bücher zumindest für mich retrospektiv die Entwicklung der BRD von '79 bis ins neue Jahrtausend ab. Von kalten Krieg und der DDR über die Wiedervereinigung bis hin zur EU-Osterweiterung, der Autor hat die Gegenbenheiten der Entstehungszeit immer gut eingefangen. Den TKKG Hörspielen geht dieser Zeitgeist m.E. naturgemäß größtenteils ab, weil etliche diese Zeitreferenzen nicht für die Handlung und Dialoge relevant waren und im Hörspielskript dann auch nicht auftauchen.
Dem gegenüber steht DDF, deren Geschichten im fernen USA spielen. Der Reiz des exotischen ist da, aber mein persönlicher Bezug war (und ist) gleich Null. Dafür überzeugen mich die Geschichten und größtenteils auch die Charaktere.
Unterm Strich würde ich "unentschieden" sagen... gemocht habe ich beide Serien gleich gern, gelesen habe ich mehr TKKG weil in den 80ern einfach deutlich mehr Bücher rauskamen als bei DDF. Erst seit der Jahrtausendwende hat DDF da numerisch überholt, und da TKKG als Buchserie tot ist wird sich das so schnell nicht ändern.
170) Tuigirl © schrieb am 21.07.2013 um 04:13:11: @ 169- ja, Klischeehaft. Das ist das Wort das ich gesucht habe!
169) Sophie schrieb am 20.07.2013 um 19:10:23: @tuigirl: Ich denke, TKKG bezieht sich einfach stärker auf die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen, also bezieht z.B. stärker die Schule mit ein. Mitunter hat mich TKKG als Kind auch mehr angesprochen als die drei ???. Dass die Charaktere bei den drei ??? besser ausgearbeitet sind, finde ich nicht. Vielleicht sind sie aber nicht so klischeehaft wie bei TKKG. Solltest du Point Whitmark mal hören, wirst du vielleicht feststellen, dass die Charaktere sich in den ersten Folgen gar nicht so sehr voneinander abgrenzen. Die Charakterisierung der Figuren nimmt erst im Laufe der Serie zu, finde ich. Bei den drei ??? haben wir ja von Anfang an recht festgelegte Rollen sozusagen.
168) plimstulli2 schrieb am 20.07.2013 um 17:44:10: tkkg und point whitmark erklärt nicht all zu viel.
167) Tuigirl © schrieb am 20.07.2013 um 17:43:22: TKKG hat mir als Kind sehr gut gefallen (besser als die ???), aber mittlerweile ist mir das einfach zu platt. Die Charaktere bei den ??? sind viel besser ausgearbeitet finde ich. Leider kenne ich Point Whitmark noch nicht, kann dazu also nichts sagen.
166) plimstulli schrieb am 20.07.2013 um 17:40:10: tkkg und point whitmark erklärt all zu viel.
165) Sophie schrieb am 20.07.2013 um 14:19:00: @163: Das erklärt meiner Meinung nach aber nicht all zu viel. Die von dir genannten Faktoren weisen andere Serien auch auf, vor allem Point Whitmark und TKKG. Die sind aber nicht so erfolgreich.
164) Tuigirl © schrieb am 19.07.2013 um 23:26:35: @163- du hast den Humor vergessen!
163) eldiabolo schrieb am 19.07.2013 um 22:54:19: ich darf das mit den 'erfolgsfaktoren' jetzt mal endgültig klären: geheimniss, atmosphäre, spannung, jugend das wars auch schon! ;)
162) JackAubrey © (JackAubrey@gmx.de) schrieb am 10.09.2011 um 16:03:31: @161: Ob die Auswahl des Lesestoffs von Erwachsenen für Kinder auch nostalgische Gründe hat, kann man natürlich nicht allgemeingültig sagen, ich meine ja. Was man allerdings nachweisen und zeigen kann, sind typische Entwicklungen einer Serie, sei es im literarischen oder audiovisuellen Bereich. Um nichts anderes geht es mir hier Und ob mein Neffe einmal der größte Marco Sonnleitnerfan wird? Wir werden es sehen.
161) DLA schrieb am 10.09.2011 um 14:34:03: Vielleicht kann man sich ganz allgemein darauf verständigen, dass Enid Blyton, Julie Tatham und die Autoren der drei Fragezeichenbücher Jugendbuchautoren waren bzw. sind. Muss hier abermals ein Nebenkriegsschauplatz eröffnet werden?
@Chris: Ich bezog mich auf den Beitrag von Jack A.; mein Anspruch war sicherlich nicht, den Erfolg „neuer“ Jugendbücher/-buchreihen zu erklären. Das könnte ich auch gar nicht. Das ist viel zu kompliziert: Zeitgeist, richtiger Verlag, wohlwollende Rezensenten sind sicherlich genauso wichtig für den Erfolg von Büchern wie deren Inhalt. Aber wer kann schon genau sagen warum Buch X ein Weltbestseller wurde und es für Buch Y nur zur Deko in einem Möbelgeschäft reichte?
160) Crazy-Chris schrieb am 10.09.2011 um 13:46:01: Finde ich beides konzeptionell nicht wirklich mit DDF vergleichbar.

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