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Meine Empfehlung - Hörenswerte Hörspiele

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4012) PerryClifton © schrieb am 24.06.2022 um 07:17:09: Fängt ja schon damit an, dass man es auf Jugenddetektivhörspiele eingrenzt, womit all die Gruselproduktionen oder die Adaptionen von Sherlock Holmes und Konsorten wegfallen...
4011) PerryClifton © schrieb am 24.06.2022 um 07:13:52: Das ist zwar nicht falsch, aber es stellt sich auch die Frage, wer es denn heute besser hinkriegt? Also nicht die isolierten Dialoge, sondern als Gesamtpaket. Ich bin mir sicher, dass die Sachen, die da von manchen genannt werden würden, für mich zu 90% gar nicht erst in die engere Auswahl kämen. Aber jeder legt natürlich auch den Fokus auf andere Dinge. Davon abgesehen ist die Serie natürlich nicht ohne Schwächen und über Kritik erhaben. Nur, wo bekommt man was Besseres?
4010) Cormac © schrieb am 23.06.2022 um 19:48:24: Mein erster Eindruck von "Seaport Secrets" war leider nicht so doll. Hab aber bislang nur ca 20min gehört, aber mir kamen die Dialoge alle etwas "holzig" vor. So als ob sie alle im vakum entstanden sind. Ob das jetzt an den Sprechern liegt oder am Schnitt der die Pausen für meine Ohren zu großzügig anlegt kann ich gerade nicht sagen. Vielleicht versuche ich ne spätere Folge & schau wie mir die gefällt.
4009) PerryClifton © schrieb am 23.06.2022 um 13:52:29: Ich würde sogar sagen, dass es hier am sinnvollsten ist, mit der besten Folge anzufangen. Meine Empfehlung wäre das zugemauerte Zimmer
4008) Mihai Eftimin © schrieb am 23.06.2022 um 10:25:34: Die Reihenfolge ist, soweit ich das bisher beurteilen kann, relativ egal. Allerdings gibt es dort Zweiteiler, darauf sollte man achten.
4007) AndyV © schrieb am 23.06.2022 um 07:58:44: Da ich nun endlich auch mal Zeit finde in die Serie "Seaport Secrets" reinzuhören meine Frage an die dies schon gehört haben: Soll mans hier chronologisch angehen, oder gibt es Folgen die herausragend gut sind und die man sich vielleicht zu erst anhören sollte? Danke für die Hilfestellung.
4006) Mihai Eftimin © schrieb am 20.06.2022 um 11:06:36: Marie-Luise gründet Gewerkschaft ... *g*
4005) PerryClifton © schrieb am 20.06.2022 um 10:59:22: Du weißt ja, bei Kosmos anrufen bring's immer, besonders nachdem der Podcast unsere fiktiven Gespräche quasi bestätigt hat... *g*
4004) Mihai Eftimin © schrieb am 20.06.2022 um 10:44:31: Naja gut, was genau als Kinder-, Jugend- oder Erwachsenenbuch gedacht bzw. geeignet ist, wird ja eh alle paar Jahrzehnte vom jeweiligen Zeitgeist umdefiniert. ;-) Bin jetzt eher von der jeweiligen Entstehungszeit bzw. der von mir vermuteten Intention von May bzw. Doyle ausgegangen. Auf jeden Fall war mir die Fiktionalität von Holmes beim erstmaligen Lesen vom "Gespensterschloss" soweit bewusst, und ich meine mich zu erinnern, ich hätte zu dem Zeitpunkt bereits einige Kurzgeschichten von SH gelesen (dass er zur damaligen Zeit von vielen durchaus als reale Person rezipiert wurde, ähnlich wie ich auch heute gekannt hab, die dachten, DDF existierten wirklich, war mir damals nicht bewusst). Daher fand ich diese Art ihn einzubauen bereits damals bemerkenswert. Es wundert mich immer noch, wie schnell das wieder aufgegeben und Holmes wieder zur fiktiven Figur wurde ...
Jo, einige dieser Lösungen haben wir hier ja schon diskutiert. Nur eher als Wunschdenken ... ;-)
4003) PerryClifton © schrieb am 19.06.2022 um 14:33:01: Es gibt ja durchaus die Ansicht, Karl May sei heutzutage Kinderliteratur. GANZ aktuell aber wahrscheinlich nicht mehr ;-) Und auch Sherlock Holmes wird heute manchmal als Jugendliteratur gesehen... da kann man lange das Für und Wider diskutieren. Auf jeden Fall ist es mir schon als Kind aufgefallen, wie Sherlock Holmes bei Arthur als real lebende Person dargestelt wird. Ich habe das damals nicht groß hinterfragt und es dauerte ein bisschen, bis ich ihn als fiktive Figur akzeptiert hatte. (Zur Erinnerung, Superpapagei habe ich zum erstenmal mit 4 gehört).
Hm, mir fielen schon einige Lösungen für das Grundproblem ein, aber die sind alle radikal und für die eine oder andere Seite vom Trennstrich nach den Klassikern sehr schlecht ;-) Es ging ja auch schonmal der Gedanke an eine neue Phase um, in der Art der Crimebusters (aber natürlich inhaltlich anders und hoffentlich besser)...
4002) Mihai Eftimin © schrieb am 19.06.2022 um 13:44:07: Klar, in Erwachsenenbüchern finden sich solche Vermischungen durchaus immer wieder - ich sprach deshalb ja explizit von Kinderbüchern. Natürlich gibt es immer eine Art Vermengung von Fiktion und Realität, sobald ein fiktiver Schauplatz in der realen Welt angesetzt wird, und Erwähnungen von realen Personen gibt es auch immer mal wieder, aber dass diese zu handelnden Figuren gemacht werden und gleich auf mehreren Erzählebenen funktionieren, würde ich in Kinderbüchern allgemein eher als Seltenheit einstufen.
Ich hab ja nur gesagt, dass Marx alles gerne mal hinterfragt - dass das immer mit gutem Vorsatz passiere und stets zu guten Ergebnissen führe, habe ich nirgendwo behauptet. Vom rein literarischen Standpunkte her ist das ja auch erst mal ein legitimer Ansatz, aber ganz generell wäre es mir persönlich auch lieber, er täte das in, sagen wir mal, einer eigenen Berlin-Kreuzberg-Milieukrimi-Reihe für Erwachsene, da könnte er mal richtig die Sau rauslassen, ohne am Werke anderer zu kratzen. Und ich glaube durchaus, dass er DAS könnte - wahrscheinlich würde ich das sogar lesen. Handwerklich macht er ja nicht so viel falsch, und das sieht man ja auch an Beiträgen zu DDF, in denen er eben nicht auf Subversion zurückgreift.
Und da landen wir auch wieder beim Thema Erwartungen, zu dem es hier ja einen ganzen Thread gibt. Natürlich setze ich je nachdem, was ich lese/höre unterschiedliche Maßstäbe an. Ich geh ja auch nicht her und beschwere mich, dass ich in einer Benjamin-Blümchen-Folge kein Sassenberg'sches Blockbuster-Spektakel vorfinde - mal "leicht" überspitzt formuliert. *g* Langlaufende Serien haben allerdings natürlich immer das Problem, dass sie mit neuem Stoff aufwarten müssen, der originell ist, sich aber gleichzeitig an den Serienrahmen hält - DDF, TKKG und 5F ist dieses Problem gemein, und da ist der Rahmen schon relativ weit gestreckt, wenn ich mir im Vergleich Bibi & Tina oder die Teufelskicker angucke, bei denen ich mich immer noch frage, wie die auf derartige Schlagzahlen kommen, ohne dass es ZU repetitiv wird.
Und ja, das Grundproblem kennen wir. Leider auch keine wirklich guten Lösungen dafür ...
4001) PerryClifton © schrieb am 19.06.2022 um 12:44:25: Das stimmt allerdings, die Sache mit Holmes etc. ist eine gelungene Referenz innerhalb eines größeren fiktionalen Universums, so wie man es sonst zum Beispiel bei Lovecraft findet. Hitchcock wird so ebenfalls zur Kunstfigur, in einer Form, die die Realität derart gänzlich verlassen hat, dass man ihn imho problemlos heute weiterleben lassen könnte, ohne dass irgendjemand denkt "Oh je, sie können ja eigentlich gar nicht mehr zu Hitchcock gehen, da er ja tot ist". Holmes als wirklich lebenden Charakter darzustellen ist allerdings nicht neu, das war schon zu Conan Doyles Zeiten so. Ein anderes Beispiel für eine Vermischung dieser Art findet sich im Werk von Karl May.
Marx das reine, interessierte Hinterfragen zu unterstellen finde ich schon sehr wohlwollend Natürlich hinterfragt er alles, aber immer mit dem Vorsatz, dass er die Antworten schon kennt, nämlich dass alles verlogen, wertlos und elend ist und in die Knie gezwungen gehört. Daraus kann man sicher einen literarischen Ansatz machen. In besagten Kinderbüchern finde ich es allerdings fehl am Platz, besonders, wenn es sich um ein voretabliertes Werk anderer Autoren handelt, dass man dann nur noch auseinandernehmen muss. Lasst ihn doch mal etwas Neues aufbauen, anstatt etwas Vorhandenes zu dekonstruieren. Ich glaube nicht, dass er das hinbekommt. Ganz abgesehen davon, dass seine Dekonstruktionen nicht einmal fair sind. In allem nur das Negativste zu sehen, ob es nun wirklich da ist oder nicht, ist keine große Leistung. Ich verweise wieder auf den gestohlenen Preis als Buch, wenn man eine faire und ausgewogenere Charakterisierung einer Hauptfigur sehen will.
Du hast recht, was die Ansprüche angeht. Da sich diese mit der Zeit verändern, passt man ja auch seine Lesegewohnheiten an. Wenn man dann zu "trivialer" Kinderliteratur zurückkehrt, sucht man dort auch nicht mehr die Dinge, die man woanders findet. Was nicht heißen soll, dass in besagter Literatur nicht Dinge zu finden sind, die man woanders nicht findet bzw. dass nicht auch Erwachsene dort etwas (wieder-)entdecken können. Allerdings regt man sich dann nicht darüber auf, dass eine etablierte Serie bei ihren Charakteristika wie Bilderdiebstählen oder Geistererscheinungen bleibt. Man erkennt aber, wo sie gut umgesetzt werden und wo sie nur pro forma, ohne Überzeugung, eingesetzt wurden und somit komplett verpuffen. Natürlich geht und ging es immer schon um was anderes; einige Autoren kapieren das überhaupt nicht, andere prinzipiell schon, ziehen aber ihr eigenes Ding durch, welches leider zufällig destruktiv bezüglich der eigentlichen Sache ist. Ab und zu erscheint mal eine Folge, die nicht nur die Versatzstücke richtig handhabt, sondern damit auch noch eine tiefere Übereinstimmung mit der Serie erzielt. Das passiert allerdings so sporadisch, dass man es nur noch zufällig nennen kann.
Um fair zu sein; die Serie hat natürlich heute ein Grundproblem: Sie weiß nicht wirklich, in welcher Zeit sie spielt, wie alt die Protagonisten sind, welche technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen es gab oder nicht gab und wie realistisch bzw. fantastisch sie sein will. Sie hat auch keine einheitliche, logische Hintergrundgeschichte mehr und keine stringenten Charakterzeichnungen. Nichteinmal die örtlichen Gegebenheiten sind noch schlüssig. In diesem "verrückten Labyrinth" kann jeder mal zwei Meter gehen und kommt irgendwo an... Da kann man sich doch nur TKKG loben *g*
4000) Mihai Eftimin © schrieb am 19.06.2022 um 11:50:23: Letztendlich geht es bei allem darum, welche persönlichen Ansprüche man an ein Werk hat, und inwieweit es das auffängt, was es einem zu vermitteln sucht. Klingt jetzt nach einer Platitüde, ist aber für JEDE Geschichte entscheidend, und da spielt es keine Rolle, ob wir von "Hochliteratur" oder von "Trivialliteratur" sprechen. Man muss sich am Ende immer fragen, warum einem der (literarische) Erzähler diese Geschichte erzählt hat. Am Beispiel der "dritten Zivilisation" geht es halt darum, Fragen aufzuwerfen - für Stanislav eben die Frage nach dem Sinn von allem (und da kommt man wohl unweigerlich hin, wenn man ewig und drei Tage allein auf einer Weltraummission abhängt und hin und wieder mal was repariert), für den Jungen dann eben um scheinbar triviale Dinge, die für Individuen seiner eigentlichen Spezies absolute Simplizitäten darstellen, ihm aber, bedingt durch das Aufwachsen in einer neuen Heimat, ohne die alte zu kennen, komplett unbekannt sind. Dadurch wird er zum Bindeglied zwischen alter und neuer Heimat, eben zur "dritten Zivilisation". Hat man das als Leser/Hörer einmal verstanden, ist es plötzlich komplett irrelevant, ob auf dem Planeten irgendwelche Orks oder Morlocks oder wattauchimmer rumgeistern und was das für welche sind, ist die exakte Aufklärung über selbige am Ende bestenfalls ein "nice to have"; funktionieren tut die Geschichte auch ohne, weil sie gar nicht erst den Fokus darauf legt.
Die DDF-Classics spielen allein schon dadurch eine Sonderrolle, dass sie nicht nur einen literarischen Wert aufweisen (ein für mich besonderes Beispiel dafür erkläre ich weiter unten), dessen Einfluss wohl nicht mal ihr Erschaffer erahnen konnte, sondern auch, weil sie eine Tradition begründet haben, die die Hörspiel-Landschaft bis heute prägt: Jeder weiß, was DDF mal gut gemacht hat, und sucht dementsprechend einen Weg, sich genau diese Charakteristika zu eigen zu machen. Marx' Weg ist der des Hinterfragens, der Suche nach Fragen, die die Classics nach seiner Auffassung nicht hinreichend beantworten, und stellenweise durchaus auch der Subversion. Point Whitmark hat einen Weg gesucht, an das anzuknüpfen, was speziell die Hörspiele zu Klassikern macht, und gleichzeitig neue Wege zu gehen. Seaport Secrets will ebenfalls daran anknüpfen, gleichzeitig aber auch ausbügeln, was bei PW etwas überhand nahm. Die 3 Senioren wollen eine humorvolle Hommage an die DDF-Classics (und andere Serien) sein, gleichzeitig aber auch eine originelle Geschichte erzählen. Letztendlich stellt das alles eine Kontinuität dar, welche unübersehbar ist und vor allem an die Nostalgie appelliert. (Selbiges wollte wiederum "The New Three Investigators" in den USA, aber das Projekt ist ja leider gescheitert.) Das Ergebnis muss jeder für sich beurteilen.
Hier mein oben angekündigtes Beispiel für einen beispiellosen literarischen Kniff: das "Gespensterschloss". Hier wird der realexistierende Alfred Hitchcock erstmals zur fiktionalen Romanfigur. Gleichzeitig wird durch Justus klar verdeutlicht, dass innerhalb des hier erschaffenen Universums Sherlock Holmes, Hercule Poirot und andere reale Personen waren. Dies ist mit Abstand die genialste Vermischung von Realität und Fiktion, die mir je in einem Kinderbuch untergekommen ist. Allein deshalb finde ich dessen Reduktion auf "Trivialliteratur" reichlich fragwürdig. Da steckt einfach so viel mehr drin.
3999) PerryClifton © schrieb am 19.06.2022 um 09:04:31: Mit Tschechow kann ich bisher nicht dienen Richtig, das ist genau die Sache. Wenn man sowas hört/liest und dann eine "Aufklärung" erwartet, hat man falsche Vorstellungen von dem, was man da vor sich hat. Warum das Gebotene trotzdem reicht, weißt du ja. Nun ist Whitehead wohl keine "Hochliteratur" (und über den Begriff kann man sowieso streiten), aber in seinen Geschichten steckt offenbar mehr drin, als in "Riesenspinnen jagen Leute über Insel". Ich zögere wiederum mit dem Begriff, aber Muster der "Trivialliteratur" sind nicht alles. (Der Verzicht auf ebensolche natürlich auch nicht). Wenn man da allerdings nie herausgekommen ist, kann man sich auch nach weiteren hundert Folgen DDF noch streiten, dass es ja immer um Bilderdiebstähle und Geister geht und das natürlich alles viel besser wird, wenn man Klischees einfach umdreht und Erwartungen untergräbt... Speck mit Bohnen statt Bohnen mit Speck. Marx hingegen bringt das Künststück fertig, genau das zu tun, dabei aber wie etwas weniger triviale Literatur AUSZUSEHEN. Daher wohl auch seine Anhängerschaft. Allerdings ist seine Methode einfach die Subversion. Man könnte auch sagen, er trampelt jeden Turm um, den er findet. Andere haben da natürlich auch mitgemacht. Aber die einzige echte literarische Tiefe ist hier in den Klassikern zu finden. Und das bereits weniger in den Spätklassikern, so sehr ich sie teilweise auch mag. Was wiederum zu Seaport Secrets führt: Genau da ist ja auch deren Schwachpunkt zu finden: Die Macher haben die Charakteristika guter Hörspiele vollkommen verinnerlicht und wenden sie effektiv an. Gut, dass man nicht jede Rolle mit professionellen Sprechern besetzen kann, ich nachvollziehbar. Die Geschichten selbst sind offensichtlich mit Herzblut und auch Nostalgie geschrieben und sind generell sehr sympathisch. Sie imitieren aber andere stark, die Anleihen bei DDF sind teilweise überdeutlich, bleiben allerdings letztlich (gelungene) Pastiches. Das merkt man dann an den Stellen, wo Sachen nur verwendet werden, weil sie in solchen Hörspielen immer verwendet wurden und daran, dass die Geschichte selbst nicht so "hängen bleibt", wie man es von den Originalen gewohnt ist. Natürluch steckt auch etwas Persönliches drin, sonst wäre die Serie nicht zu ertragen. Aber die Eigenständigkeit muss dort noch zunehmen. Kurioserweise hatte PW in der ersten Folge das Zeug, etwas viel Eigenständigeres zu erschaffen, entwickelte sich dann aber schnell in eine andere Richtung...
3998) Mihai Eftimin © schrieb am 18.06.2022 um 22:11:07: Was aus Stoff von Lem gemacht wurde, muss ich mir wohl auch mal anhören. Zu dieser hier sei gesagt, dass viel spontan über Dinge wie der Sinn vom Sein philosophiert und alles gezeigt, aber relativ wenig aufgeklärt wird. Dennoch war das Werk für mich an sich vollkommen und bedarf dessen, was einige nach einer erklärenden Fortsetzung hat schreien lassen, überhaupt nicht, da war ich völlig zufrieden. Mag aber, wie gesagt, daran liegen, dass mir die russische Erzähltradition, wie ich sie insbesondere durch Anton Tschechow kennengelernt habe, durchaus nicht komplett fremd ist, und sie für mich auch in der Adaption durchscheint. Ist möglicherweise für einige gewöhnungsbedürftig.
Zum Medium an sich: Sassenberg z.B. versteht es durchaus, mehr Blockbuster-Vibes in seine Produktionen einzubinden und dem Hörspiel an sich ein neues Gesicht zu geben - dafür lässt es halt an einigem anderen vermissen, wie wir ja allein schon anhand von PW festgestellt haben. Er hat die Zeichen der Zeit erkannt, dafür aber auch ALLES über Bord geworfen, was mal am Medium geschätzt wurde und zusehr auf Effekthascherei gesetzt. Im Gegenzug existiert eben Seaport Secrets, was ein extremer Gegenpol dazu ist, aber halt auch dadurch punktet.
Zur Wechselbeziehung zwischen Buch und Hörspiel hab ich ja schon einige Male die Blauen herangezogen ... *g* Auch dort sind mir in letzter Zeit immer mal wieder Werke untergekommen, die eine gewisse Fallhöhe suggerieren, selbst wenn sie partiell vom selben Autor sind. Aber auch DDF taugt zum Vergleich, auch wenn man keine pauschalen Aussagen dazu treffen kann ...

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