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Folgen-Diskussionen

Hier kannst Du einen Kommentar zur Folge und der unsichtbare Passagier abgeben.

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1) Micro © schrieb am 17.07.2016 um 14:55:41 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Habe bereits ein Viertel durch. Bisher liest es sich viel, sehr viel flüssiger als Dittert, Minninger oder Sonnleitners Amulett und auch knapp besser als Erlhoff. Die Geschichte ist bisher nicht sonderlich spannend, unterhält aber durch die Dialoge recht gut. Was mir aber nicht in den Kopf will: Wie kommt das Ehepaar Andrews an eine höchstwahrscheinlich sündhaft teure Fahrt in einem Luxuszug?

2) Boomtown © schrieb am 17.07.2016 um 20:45:31 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Die Fahrt im Coast Starlight, der die Vorlage gewesen dein dürfte, ist durchaus für ein paar hundert Dollar zu haben. Habe auch angefangen und der Anfang lebt vor allem von der tollen Atmosphäre, die diese Reise im Zug hergibt und die Hitchcock-Reminiszenz.

3) Micro © schrieb am 19.07.2016 um 12:40:57 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Fertig. Spoilerwarnung!
Erst mal: Schreibstil: sehr gut
Idee: sehr gut
Atmosphäre: sehr gut
Humor: sehr gut
Ideen-Umsetzung: schwach.

Warum? Nun, das Buch lebt förmlich von der Atmosphäre im Zug, kann aber handlungstechnisch kaum überzeugen. Das lügt daran, dass Buchna eine gute Idee hatte, aber keinen Schimmer, wie er den Mittelteil gestalten sollte. Zwischen Beginn und Auflösung liegen ja ungünstigerweise einige Seiten. So musste ich mich Kapitel für Kapitel mit völlig irrelevanten Handlungselementen herumschlagen, die immer zum gleichen Ergebnis führen: Ein Fehlschlag in den Ermittlungen. Einmal ist ja ok, zwei Mal, aber hier passiert so oft, dass man Herrn Buchna Einfallslosigkeit bescheinigen muss! Aus der E-Book-Version (81 Seiten ohne Leseprobe) hätte ich 30 Seiten kompromisslos streichen können und das ist schade, denn die Atmosphäre ist das ganze Buch über klasse, aber die Geschichte zündet einfach nicht, bleibt zu harmlos, zu unspektakulär, zu weich, kurz: zu belanglos. Zudem befriedigt mich die Auflösung eher nicht. Krampfhaft will Buchna den betriebenen Aufwand fadenscheinig rechtfertigen, viel schlimmer: Wer alles beteiligt war, bekommt man nicht nochmal übersichtlich dargeboten.

Insgesamt kann ich nicht einmal eine Note vergeben. Das Drumherum stimmt, die Geschichte nicht. Ich war am Ende mittelmäßig enttäuscht.

4) Micro © schrieb am 19.07.2016 um 12:43:48 zur Folge und der unsichtbare Passagier: T9-Korrektur: Das liegt daran, nicht das lügt. Außerdem als Ergänzung: Eine Vorlage, die Minninger gerne seit langem mal wieder für eine 50-Minuten-Geschichte nutzen sollte, evtl. hat die Story im Hörspiel dann mehr Pfiff.

5) Boomtown © schrieb am 20.07.2016 um 13:28:57 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Kann ich nur bestätigen. Leider. Das Buch entpuppt sich nach dem eigentlich gelungenen Start doch als ziemlicher Reinfall. Leerlauf ohne Ende und dann eine hanebüchene Auflösung zur Belohnung. Wenn man sich schon von Hitch inspirieren lässt, dann vielleicht auch mal in der Hinsicht, wie man interessante Nebenfiguren und Bösewichte erschafft und die auch so in die Story integriert, dass Suspense erzeugt wird. Hier wird außer DDF eigentlich nur noch der Schaffner halbwegs plastisch dargestellt und das ist für eine Story, die an nur einem Ort und in gefühlter Echtzeit spielt, einfach zu wenig. Die Langeweile mit ständigen Anspielungen auf Filmklassiker zu überspielen, funktioniert auch nicht und am Rande fragt man sich, wie der alt der Schaffner eigentlich ist, wenn er bereits in den 50ern James Stewart bedient hat. Ich lese ja ohnehin nur noch Marx und Buchna (außer den Specials) aber auch bei den beiden liegen die letzten großen Würfe nun doch schon ein paar Jährchen zurück.

6) PerryClifton © schrieb am 20.07.2016 um 23:37:56 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Ich wollte eine längere Rezi schreiben, guck hier rein und kann's mir eigentlich sparen: Denn ich kann #3 und 5# nur Wort für Wort zustimmen. Das Buch war nicht der Hammer, der es hätte sein können.

Spoiler
Liebesgrüße aus Moskau, Mord im Orient-Express und vor allem Eine Dame verschwindet standen hier Pate, was völlig in Ordnung ist und vom Autor ja sogar erwähnt wird. Nunja, gerade letzterer Film nicht explizit; ob er sich dann doch nicht zu sehr preisgeben wollte? Denn hieraus wird vieles übernommen, doch leider reicht die Geschichte an keine der drei genannten heran.
Die Grundidee und der Anfang sind hervorragend. Leider scheint es schon länger zur Routine zu werden, dass kein DDF-Buch mehr hält, was es zu Anfang großtuerisch verspricht. In diesem Fall ist es allerdings nicht so schlimm wie es schon öfter mal war, dafür umso trauriger, weil hier soviel Potenzial drinsteckte; und letztlich verschenkt wurde. Der Autor hat sich sichtbar Mühe gegeben, am Ende alles logisch zu erklären und lose Enden zu verknüpfen, aber das Gesamtkonstrukt überzeugt nicht wirklich und bleibt tatsächlich etwas konturenlos.
Am schwächsten ist der Mittelteil; Bobs andauernde antiklimatische Ermittlungspannen (Ach, war ja doch nichts Schlimmes!...), die teilweise albernen Kabinendurchsuchungen (Papa und Sohn spielen James Bond, Justus und die Herzschmerzpolka....) Das war weder glaubhaft noch mitreißend. Die Gruselszene am Pool war nett geschrieben, aber sie war nicht gruselig, weil man zu keiner Sekunde geglaubt hat, dort wäre wirklich ein Rieseninsekt, was auch damit zu tun hat, das Peter von Anfang an viel zu schnell auf diesen Zug aufgesprungen ist.
Was mir wirklich auf den Keks geht ist dieses "Handy = Die ultimative Superwaffe". Willkommen in Smombieland wo Betroffene für Betroffene schreiben. Hier wird doch gefühlt alle 3 Seiten damit rumgefuchtelt. Klar, es ist zwar nicht so fehl am Platz wie z.B. in einem Spukhaus; aber Bobs Getue mit dem Fotografieren der Perücke... warum zum Teufel muss man die unbedingt fotografieren und warum soll das Fehlknipsen so dramatisch sein? Schonmal was von einfach angucken gehört? Es geht nicht darum die aktuelle Technik komplett auszublenden, aber im Gegenzug auch bitte nicht alles darauf auslagern; Dunkelheit im Pool? Wo ist mein Handy mit Taschenlampen-App? Kniet nieder vor meinem Zauberstab. Es wird gefährlich? Schnell die Polizei zum Bahnhof rufen. Wie... spannend.
Kurz noch alle Zusammenhänge im Netz recherchiert, aber das kennt man ja mittlerweile. Dabei wird zuvor noch irgendwo der kluge Satz gesagt, dass, wenn die Technik gerade nicht funktionert, man sich auf die gute alte Detektivarbeit besinnen sollte. Gehirn und so. Macht das doch mal verstärkt. Ok, bitte, lasst die Handys drin, aber macht doch das Ganze nicht zu den "Smartphone-Schnüfflern" o.Ä. In der kürzlich geposteten amerikanischen Fan-Fiction war das Thema z.B. immer noch wesentlich besser gelöst.

Unnnnd nach den ganzen Kritikpunkten wollen wir auch die positiven Seiten nicht vergessen: Der Schreibstil ist gut, der Humor zündet fast immer und das Buch bietet trotz allem einen sehr guten Lesefluss. Bei anderen DDF-Büchern hab ich an gewissen Stellen erstmal keinen Bock mehr, das kam hier nirgends vor. Ich habe auch die schwächeren Stellen nicht als Längen empfunden, nur als unvorteilhaft ausgeführt. Das Zug-Ambiente war klasse. Die Landschaftsbeschreibungen am Anfang waren toll, so geht das mit der USA-Atmo. Und die Grundidee war relativ originell (für die Serie) und gut. Und Orientierung an Hitchcock-Filmen hat sogar bei Minninger geklappt, warum also nicht. Was hier aber nicht ganz überzeugt, ist tatsächlich die Umsetzung.
Mit einer Note ist es da echt schwierig. Trotz allem sehe ich einen guten Ansatz hinter allem und würde letztlich wohl doch eine 2 minus geben, aber nur mit deutlichem Hinweis auf die genannten Kritikpunkte.

Jetzt ist die Rezi doch wieder länger geworden

7) DBecki © schrieb am 23.07.2016 um 22:06:22 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @ 4 Micro: Eine Vorlage, die am besten ein Anderer als Minninger umsetzen sollte.

Tja, auch dieses Buch lässt mich recht ratlos zurück. Sehr unterhaltsam, sehr humorvoll und sehr flüssig geschrieben. Ein durchaus interessantes und in der Serie (fast) neuartiges Szenario. Und ein völlig konfuses Ende mit einer abstrusen Auflösung. Schade, Herr Buchna, das hätte ein echtes Hochlicht der neueren Folgen werden können. Zumal Sie es können. So bleibt es zwar das unterhaltsamste der drei Sommerbücher 2016, für mehr reicht es aber leider nicht.

***SPOILER*** Woher wusste die Zugbegleiterin eigentlich, dass sie den Mann für Recherchen und Archiv vor sich hatte? ***SPOILERENDE***

8) Micro © schrieb am 24.07.2016 um 10:41:33 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Spoiler DBecki - Das habe ich mich auch gefragt. Vermutlich schloss sie das aus der Situation, Bob hat ja observiert - also quasi recherchiert

9) DBecki © schrieb am 24.07.2016 um 11:09:05 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Aufm Klo?

10) Boomtown © schrieb am 24.07.2016 um 23:19:57 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @6 & 7 Wo bleibt denn die Relation zu Buchnas starken Büchern (oder gar zu den Serien-Highlights), wenn man hier schon Zweien vergibt und das Prädikat "sehr unterhaltsam"? Inhaltlich sind wir uns ja in der Kritik einig, nur finde ich es weder unterhaltsam noch einer guten Bewertung würdig, wenn ein halber Band mit unzähligen Cliffhangern Leerlauf überbrückt, der die Story null weiter bringt und am Ende, genau, eine völlig abstruse Auflösung winkt, die zu allem Überfluss auch noch zum größten Teil von Bob im Off zusammen gegooglet wurde. Da bei der Idee auch eher Hitch als die eigene Phantasie Pate stand, bleibt eigentlich nicht mehr sonderlich viel übrig, außer der tollen USA-Atmo zu Beginn.

11) PerryClifton © schrieb am 24.07.2016 um 23:45:03 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @10 Das ist schon wahr. Aber die Grundidee, dass jemand spurlos im fahrenden Zug verschwindet, Anleihen an Hitchcock, tolle USA-Atmo... sowas will ich in dieser Serie einfach lesen. Und auch wenn die Umsetzung letztlich eher schwach war, immerhin hat das Buch diese Komponenten geliefert UND wenigstens halbwegs um Realismus bemüht zuende geführt. Es gab zum Schluss keinen irren Raketenwissenschaftler, keine Verschwörung der Weltgeheimdienste, keine Sci-Fi-Experimente, keine beziehungsüberladene Dramasoap und keine Gewaltorgie. Ja, das ist mir eine Bewertung wert, die evtl. etwas zu großzügig ausfallen mag.
Und wenn man's genau betrachtet, möchte ich den sehen, der alle Folgen in Relation zueinander akkurat benotet hat

12) Boomtown © schrieb am 25.07.2016 um 00:54:41 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @11 Stimmt, sowas will ich auch lesen, habe ich hier aber eben nur die ersten 30 Seiten lang. Aus den Hitch-Anleihen hätte ich Buchna deshalb auch keinen Strick gedreht, die gehören im besten Falle zur Serie dazu und waren hier ein super Ausgangspunkt. Aber das alleine reicht einfach nicht. Das mit der Relation finde ich nicht allzu schwer, man muss bei der Serie dafür aber schon das volle Spektrum nutzen.

13) DBecki © schrieb am 25.07.2016 um 02:55:25 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Wo genau vergebe ich eine 2? Wo genau fehlt die Relation ("Zumal Sie es können")? Und ja, es ist für mich unterhaltsamer als die anderen beiden Bücher. Also was genau stört Dich nun an 7?

14) PerryClifton © schrieb am 25.07.2016 um 10:18:14 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @12 Ok, du hast mich überzeugt das Schulnotensystem komplett über Bord zu werfen. Mit einer detaillierten Rezension kann man eh mehr anfangen.
Das volle Spektrum bei der Serie zu nutzen wäre außerdem unfair, so gemein bin ich nicht

15) Boomtown © schrieb am 25.07.2016 um 22:49:48 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @13 Mein Post war an 6 & 7 adressiert und dort hat PC eine 2 vergeben. Du schriebst zumindest zunächst ohne Bezug zu den anderen beiden aktuellen Folgen allgemein von "sehr unterhaltsam, sehr humorvoll" und das kann ich auf volle Länge dieses Buchs eben nicht nachvollziehen.

@14 Och, wenn man "schreiende Nebel" **** gibt und dieser Folge **, ist das doch nur recht und billig. Aber klar, Gründe sollte man dafür natürlich auch nennen.

16) PerryClifton © schrieb am 25.07.2016 um 23:16:21 zur Folge und der unsichtbare Passagier: 1. Eine 2 MINUS
2. Was sagen die Sternchen letztlich schon aus? Eigentlich müsste man mindestens ein 10 Punkte System mit Kommastelle und genau festgelegten Kriterien zur Bewertung heranziehen und anhand dessen alle Folgen systematisch durchackern. Und selbst dann wäre es schwer z.B. die positiven oder negativen Entwicklungen bei einem einzigen Autoren abzubilden, ohne in Konflikt mit den Bewertungen der anderen zu geraten. Dann doch lieber ein paar erklärende Absätze und gut.

17) Boomtown © schrieb am 26.07.2016 um 02:57:37 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @16 Ratings haben sich in der popkulturellen Rezeption als Orientierungshilfe ja durchaus nicht ohne Grund etabliert aber klar, eine ausführliche Begründung sollte im besten Fall damit einher gehen. Zur Not reicht es aber auch schon mal, Kontext oder Urheber zu kennen, um eine Bewertung einschätzen zu können. Dann muss das auch gar kein ausgefeiltes und auf vermeintliche Objektivität schielendes System sein, um eine hilfreiche Tendenz vorzugeben.

18) Arbogast © schrieb am 26.07.2016 um 10:15:03 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @ Boomtown: Was Du zu Kontext und Urheber von Rezensionen schreibst, ist so wahr! Oft fehlt wirklich die Relation. Es herrscht allumfassendes Wohlwollen. Oder Gleichgültigkeit? Das mag im privat-persönlichen Bereich liebenswürdig sein, bei Rezensionen dagegen ist es Ausdruck von Unvermögen. Rezensionen sollen dem Leser Orientierung bieten. Das können sie aber nur, wenn gut und schlecht eindeutig voneinander unterschieden wird. Nicht wenn alles in einem gefühligen "War doch ganz nett"-Einheitsbrei verschwimmt.
Bei manchen gewohnheitsmäßigen Rezensenten (nicht hier bei der RBC, sondern bei einschlägigen Hörspiel-Portalen) hat man mittlerweile den Eindruck, dass sie sich ganz gut eingerichtet haben damit, Freiexemplare zur Erstbegutachtung zugestellt zu bekommen, um dafür dann mit zitierbaren Lobeshymnen zu dienen. Das hat nichts mehr mit ehrlicher und guter Kritik zu tun.
Wer es nicht schafft, für sich einen wenigstens ungefähr gültigen Maßstab zu kreieren, an dem alle Hörspiele, zumindest reihenintern, sich zu messen haben, sollte es mit Rezensionen besser ganz sein lassen. Eine abschließende Punkte-Vergabe dient dann zur Verdeutlichung, sollte aber nur hilfreiche Ergänzung sein und nicht Ersatz für eine Rezension. Ich bevorzuge dsbei eine Sterne-Vergabe von * (schlecht) bis ***** (Meisterwerk), statt einer Benotung im Schulmeister-Stil, denn Letzteres kommt sehr häufig anmaßend rüber - und ist es auch!

19) PerryClifton © schrieb am 26.07.2016 um 10:50:10 zur Folge und der unsichtbare Passagier: So Jungs, jetzt ist's aber mal gut gewesen
An dem was ihr schreibt ist durchaus was dran; aber letztlich ist eine Rezension lediglich ein individueller Ausdruck eines Lesers vom Eindruck eines Buch und der ist bei jedem unterschiedlich. Man kann weitgehend deckungsgleiche Feststellungen treffen, aber man bewertet sie immer individuell. Eine vollkommen neutrale Rezension habe ich noch nicht gelesen.
Nun kann ich z.B. die unten stehende Rezension verfassen und dem Buch eine 2 geben, eine 4 oder auch 7,3 Punkte oder einen Stern und alles wäre von meinem Standpunkt aus richtig; außerdem fänden sich immer Leute, die zustimmen würden. Das ist ein System, das subjektiver nicht sein könnte; ausgerechnet die Zahl ist das unzuverlässigste Kriterium hier; benotet wird in der Praxis meist nach Gefühl. Man schaue sich nur bei Amazon um. Ich lese nur noch die inhaltlichen Infos, die Sterne sind reine Makulatur, die man ganz grob in "Kritiker" und "zufriedener Kunde" einteilen kann.
Je mehr man beim Rating auf Wissenschaftlichkeit pocht, desto mehr blamiert man sich übrigens (gemeint sind natürlich Bücher, Musik, Filme, aber kein Automotor o.Ä.) Hier funktioniert nur die Hermeneutik, keine Punktetabelle. Jemand, der sein Rating aufwendig ausrechnet, stützt sich dabei dann auch wieder auf willkürlich gesetzte Einzelwerte oder leitet feste Werte aus weichen Kriterien ab. Um das ganz klar zu sagen: Buch-, Musik- und Filmbewertungen sind keine Mathematik und können sich nur interpretativ, also textlich der Wahrheit ANNÄHERN. Die zahlenmäßige Bewertung ist ein reines Gimmick und genauso behandele ich sie auch.
Nur im Moment, Boomtown, hast du dich so sehr in dem (vermeintlichen) Missverhältnis meiner Worte und der untenstehenden Zahl verbissen, dass ich an dieser Stelle jetzt doch mal sagen muss: Kümmere dich lieber um deine eigenen Rezensionen und nimm die von anderen so, wie so kommen. Man kann inhaltlich diskutieren, aber du kannst niemandem nachweisen, dass er eine "falsche" Note gegeben hat. Viel Spaß dabei ;) Und Arbo: der Rezensent renzensiert sich immer selbst, das ist wahr. So auch du in Beitrag #18. Nur die Note fehlt *g*

20) Arbogast © schrieb am 26.07.2016 um 11:27:06 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @PerryClifton: Was soll denn jetzt dieses affige Gehabe?! Das ist ja fast wie in alten Zeiten. Ich dachte, darüber wären wir mittlerweile hinaus.
Sollte es Dir entgangen sein: Ich habe mich ÜBERHAUPT NICHT auf Dich bezogen, nicht mal indirekt. Mal abgesehen davon, halte ich Dich auch gar nicht für einen dieser Menschen, die ich in meinem Beitrag kritisiert habe. Was ich bisher von Dir zu den Inhalten von Folgen gelesen habe, erschien mir eigentlich immer wohldurchdacht. Wenn ich es vielleicht auch oft anders sehen mag. (Was mich viel mehr ärgert, sind diese beleidigten Ich-schlag-jetzt-mal-wie-ein-Kleinkind-um-mich-Beiträge wie Dein letzter hier.)

Mir ging es allein um diese Larifari-Rezensionen, die man in allgemeineren Hörspielforen von den immergleichen Rezensenten liest und die an Aussagekraft gen Null tendieren, weil sie im Grunde alles okay finden, nicht richtig gut, nicht richtig schlecht.

Also mal ruhig Blut, jedenfalls in meine Richtung, denn ich habe Dich nicht mit einer kritischen Silbe gemeint. (Und wenn, dann wäre ich unmissverständlicher gewesen; so gut solltest Du mich mittlerweile kennen ).


21) PerryClifton © schrieb am 26.07.2016 um 11:49:10 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Lies das nochmal durch, dann wirst du sehen, dass es gar nicht so schlimm war, wie du es offensichtlich gerade aufgefasst hast. Ich schrieb doch, dass inhaltlich durchaus was dran ist, gerade betreffend der Larifari-Rezensionen. Das einzige was mich gerade etwas genervt hat, ist diese Verbissenheit betreffend meiner Notenvergabe; man kann's ja einmal anmerken und dann ist es gut gewesen. Es sah nur so aus, als ob ihr damit einfach kein Ende findet. Ich stimme komplett überein, dass eine Fünf-Sterne Rezi, die nur aus dem Satz besteht: "Für jeden echten DDF-Fan ein MUSS!" vollkommen wertlos ist und tief blicken lässt.
Der letzte Satz, dass der Rezensent sich immer selbst rezensiert ist als allgemeine Tatsache gemeint, sowohl im Guten wie auch im Schlechten und die fehlende Note war eigentlich nur ein Hinweis auf die Ironie des Ganzen innerhalb dieser Diskussion.

22) Arbogast © schrieb am 26.07.2016 um 12:03:07 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Ich glaube, ich habe es schon ganz richtig verstanden. Aber mit Deiner Erläuterung in #21 können und sollten wir es dabei bewenden lassen.
Ich hatte Euren Zank um die Schulnote nur am Rande verfolgt und mich darum auch gar nicht darauf beziehen wollen. Hier auf der RBC gibt es jemand anderen, der ständig schulmeisterlich mit Noten um sich wirft und die zur Beurteilung meist willkürlich hinzugezogenen Kriterien in knappen Sätzen und gern von oben herab abarbeitet, als wäre er der Herr Lehrer, der seinen kleinen Schüler abkanzelt. Das, gebe ich zu, missfällt mir. Ich finde das anmaßend den Autoren gegenüber.
Ansonsten ist es aber doch auch nicht schlimm, wenn man mal eine Note hinterfragt. Eine Note 2 für eine aktuelle Folge muss sich ja irgendwie in Kontext setzen lassen zu einer Note 2 für eine ältere Folge, die derselbe Rezensent vergeben hat. Das liegt doch wohl in der Logik der Sache. Sonst macht eine Benotung ja nun wirklich überhaupt keinen Sinn mehr. Aber auch damit will ich mich gar nicht auf Dich beziehen und schon gar nicht inhaltlich kritisieren, denn ich kenne den "Passagier" noch nicht einmal, insofern ist's mir in diesem Fall auch ziemlich schnuppe.

23) PerryClifton © schrieb am 26.07.2016 um 12:31:47 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Naja, dann hatte ich ja doch recht im Subtext herausgelesen zu haben, dass du jemanden angreifst. Muss man doch fairerweise sagen dürfen. Dass es nicht ich war, stand ja nicht explizit dabei. Was übrigens das generelle Problem ist, wenn man am liebsten mit dem Dolch im Gewande arbeitet. Neben der Tatsache, dass man davon ausgeht, jeder andere hätte auch ein Messer hinterm Rücken versteckt...

"Sonst macht eine Benotung ja nun wirklich überhaupt keinen Sinn mehr."

Genau das denke ich ja. Dann sollte ich aber auch konsequent genug sein, sie ganz wegzulassen; soweit hatte ich ja bereits nachgegeben. Damit ist das Thema was meine Rezi betrifft wohl hoffentlich gegessen.

24) Arbogast © schrieb am 26.07.2016 um 12:47:42 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Das mit dem Dolch im Gewande ist doch wirklich mal ein vorbildlicher Ausdruck von Selbsterkenntnis. Gratulation.

25) PerryClifton © schrieb am 26.07.2016 um 13:01:43 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Eben nicht Ich bevorzugte schon immer die Planierraupe. Meine Hände sind nur hinterm Rücken, um sie vom Anlasser fernzuhalten. Aber das hast du nie verstanden.

26) Boomtown © schrieb am 27.07.2016 um 01:08:46 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @PerryClifton Uff, also so ein Fass wollte ich nun gar nicht aufmachen. Irgendwie scheinen wir auch aneinander vorbei zu reden. Weder wollte ich mich in deine Notenvergabe "verbeißen", noch dich zu einer anderen überreden. Ich konnte lediglich deinen Text nicht mit der Note in Einklang bringen, that's it. Konkret darauf bezogen habe ich mich übrigens lediglich in zwei kurzen Posts und nicht in einer endlosen Debatte, wie du es hier suggerierst und nachgehakt habe ich auch nur, weil wir inhaltlich der gleichen Meinung sind. Insofern ist das eine etwas seltsame Diskussion über den Sinn und Zweck von Rezensionen und Ratings im Allgemeinen geworden und auch da sehe ich überhaupt keine großen Differenzen. Dass Rezis immer subjektiv sind, klar, unterschreibe ich auch sofort.

@18 Dem ist auch nichts hinzuzufügen. Diesen Schulmeister-Duktus, den hier manche User in ihren Besprechungen vor sich her tragen, ist oft nur zum Fremdschämen. (und damit meine ich auch nicht die von PC hier!)

27) PerryClifton © schrieb am 27.07.2016 um 01:45:04 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @Boomtown Ok, wenn du es so meintest, hab ich wohl ein bisschen zuviel hineingelesen. Sicher kann man inhaltlich diskutieren und auch bei einer Note mal nachfragen, kein Problem.

28) Boomtown © schrieb am 27.07.2016 um 06:03:22 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @27 Alles klar. :)

29) Mr. Murphy © schrieb am 28.07.2016 um 17:25:32 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Was die Notenvergabe betrifft: Wahrscheinlich wäre eine Punktesystem von 1 - 20 besser als das Schulnotensystem. So kann man besser differenzieren. Die beste Neuzeitfolge bekommt dann halt "nur" 15 Punkte. Und bei den Werken eines bayrischen Autors, der im Haupterwerb Lehrer ist, sprechen wir dann oft von Punkten nicht im Plural

30) Micro © schrieb am 30.07.2016 um 11:28:45 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Jetzt sage ich doch nochmal was zu den Beiträgen #6 und #10 - PerryClifton / Boomtown: Zu den Kritikpunkten von beiden kann ich bei jedem Wort nur zustimmen. Aber auch viel vom Lob, das PerryClifton in seiner Rezension ausgesprochen hat, kann man fett unterstreichen. Mit dem Unterschied dass zwischen guter Handlung und gutem Schreibstil für mich einiges mehr liegt. Will sagen: Trotz des lobenswerten Schreibstils habe ich mich durch das Buch gequält. Einfach, weil jede kurz aufflammende Spannung sofort im Keim erstickt worden ist und das Buch dadurch fast vorhersehbar wurde. Mir kam bei der Poolstelle sogar der gleiche Gedanke wie PC - internetfähige Handys haben sehr oft auch eine integrierte Taschenlampe - und die drei wohnen in Amerika, da gehe ich jetzt einfach mal von Apple aus ;-) . Aber genauso stimme ich Boomtown in Beitrag #10 zu, denn Cliftons Buchfazit ist in Relation zu seinen Kritikpunkten auch mir aufgefallen. Demnach müssten Karpatenhund, Fluch des Rubins, Spur des Spielers und Co. bei mir über einer 1 Plus liegen ;-) Letzten Endes ist es für mich unter starker Berücksichtigung des guten Schreibstils gerade noch eine gute 4. Die Kammer der Rätsel hat meiner Meinung nach eine weit weniger hergeholte Auflösung, die Personen kann man sich aufgrund ihrer geringeren Anzahl besser einprägen und vorstellen und der Anteil an Seiten, die weggekürzt hätten können, ist sehr gering, um mal einen Vergleich zu ziehen. Aber das ist subjektiv. Und bevor wieder ein leiser Verdacht aufkommt, ich wollte hier eine Rezension rezensieren, nein, das ist schließlich PCs Empfinden, welches ich lediglich ergänzen wollte, da ich größtenteils seiner Meinung bin.

31) PerryClifton © schrieb am 30.07.2016 um 12:04:33 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @30 Das ist auf diese Weise vollkommen in Ordnung. Um der Notengeschichte nochmal einen Abschluss zu verpassen: Ich lasse ab jetzt die Bewertung in Notenform weg. Dieses Buch aber zählt ja noch zum "davor", deshalb habe ich mich nachträglich und unter Berücksichtigung der Kommentare von einer 2 minus zu einer 3 entschlossen und bei der wird es bleiben. Ich kann mir gut vorstellen, dass manche das immer noch großzügig finden. Aber ich habe mir die Note auch nicht aus den Fingern gesaugt, selbst wenn ich die Notenvergabe als solche relativiert habe. Dazu könnte ich auch eine Erläuterung schreiben, aber die wäre ellenlang und in der Folgendiskussion fehl am Platz. Ich denke, am verständlichsten kommt wohl eine "nur Text" Rezi rüber, bei der sich dann jeder selbst dazu denken kann, welche Note drunterstehen würde. Ob diese dann mit der Intention des Autors übereinstimmt, ist ja nicht so wichtig

32) Boomtown © schrieb am 01.08.2016 um 14:34:33 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @30 Der Schreibstil als losgelöstes Kriterium spielt für mich eine absolut untergeordnete Rolle, wenn die Story als solche nicht funktioniert oder die Idee nur das erste Drittel trägt.
Genau, das meinte ich mit Relation. Wenn Karpatenhund eine *****-Folge ist, müssen sich daran alle weiteren orientieren, auch wenn das bedeutet, dass man praktisch seit Ewigkeiten keine Höchstwertungen mehr vergeben kann. Alles andere macht aber keinen Sinn.
BTW, eine Taschenlampen-App bekommt man für jedes Smartphone. Ansonsten müsste man sich entscheiden, wie sehr man neue Technologie einbinden möchte. Entweder richtig oder gar nicht. Aber wie hier, wo zunächst ein Funkloch die klassische Ermittlungsarbeit einleiten soll, dann aber eigentlich nix passiert und deshalb am Ende doch plump verkündet wird, dass Bob alles mal eben gegooglet hat, ist einfach übel.

33) PerryClifton © schrieb am 01.08.2016 um 14:59:31 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @32 Nicht ganz: Man kann ja z.B. eine 5 Sterne TKKG-Folge nicht mit einer 5 Sterne DDF-Folge vergleichen. Genauso könnte man auch jede Ära von DDF für sich betrachten; z.B. ein 5 Sterne Crimebuster im Vergleich zu allen anderen CBs, eine 5 Sterne BJHW-Folge, ein 5 Sterne Klassiker... genauso könnte man nach deutschen und englischen Büchern unterteilen oder nach einzelnen Autoren. Ein 3-Sterne Marx wäre für viele besser als ein 5 Sterne MaSo. Aber schlechter als ein 5 Sterne Marx. Deshalb ist die Relation ziemlich... relativ Aber deswegen keineswegs nur in einer einzigen Ausprägung sinnvoll. Das ist wie bei grafischen Darstellungen von Statistiken: man wählt für alles einen sinnvollen Maßstab, um die Unterschiede im aktuellen Bereich deutlicher erkennen zu können. Ansonsten hätte man links ein paar Balkentürme und rechts größtenteils Flachland. Gut für einen großen Überblick, schlecht für die Bewertung einer neueren Phase für sich betrachtet.
Beim Rest stimme ich dir aber vollkommen zu.

34) Arbogast © schrieb am 01.08.2016 um 16:45:32 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @Boomtown (#32)
Dem, was Du über den Maßstab von Bewertungen schreibst, stimme ich voll und ganz zu. Alles andere mag denkbar und möglich sein, ist aber nun wirklich völlig sinnlos, denn diese individuellen Bezüge kann ja kein neutraler Leser mehr nachvollziehen. Und darum sollte es ja gehen bei einer Rezension, wenigstens auch. Dann kann man sich's ebenso gut gleich abends ins Tagebuch schreiben, muss es aber nicht in einem Forum posten, wo es dann für niemanden als für einen selbst mehr irgendeine Aussagekraft hat.

35) PerryClifton © schrieb am 01.08.2016 um 17:24:31 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Hast du ein Tagebuch, Arbogast? Komm ich da auch drin vor?

36) Micro © schrieb am 02.08.2016 um 08:13:09 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @Perry Clifton - Meinst du das ernst? Machst du die Sternevergabe so krass von den Autoren abhängig? 3-Sterne-Marx = 5-Sterne-Sonnleitner? Für mich wäre das eine Gleichstellung der Folgen Spur des Raben oder Das brennende Schwert mit Zwillinge der Finsternis oder Stadt der Vampire. Da besteht meiner Meinung nach ein riesiger Unterschied.

37) PerryClifton © schrieb am 02.08.2016 um 12:08:02 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @Micro Nein, ich habe gesagt man KÖNNTE es z.B. auch so machen. Es ging nur darum aufzuzeigen, dass verschiedene Ansätze durchaus einen Zweck erfüllen können und es mehr als eine Möglichkeit gibt, mit Bewertungen umzugehen. In der von dir genannten Form würde ich es sicherlich nicht anwenden. Ich habe nur das starre, "einzig gültige" Konzept der Bewertungen ein bisschen relativiert.
Eine Benotung innerhalb einer Ära finde ich allerdings wesentlich sinnvoller, als jede neue Folge an den Klassikern zu messen oder auch an BJHW. Ganz verschiedene Spielfelder.

38) Boomtown © schrieb am 02.08.2016 um 12:49:37 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @33 Naja, wenn man es so will, werden in der Musik-, Film- und Literaturkritik im Prinzip ständig Äpfel mit Birnen verglichen und in Relation zueinander gesetzt. Natürlich ist das kein wissenschaftliches System aber eines, dass sich in Jahrzehnten etabliert und bewährt hat hat und sich mit etwas Erfahrung einfach dechiffrieren lässt und Orientierung gibt. So bekommen unterschiedlichste LPs wie etwa Rocket To Russia und Kind Of Blue die Höchstwertung, was sie leicht als Genreklassiker identifizierbar macht und sie kanonisieren lässt, etwa in ein gemeinsames Ranking der einflussreichsten Alben. Grundvoraussetzung ist dabei natürlich, Kunst trotzdem in ihrem jeweiligen Kontext zu bewerten, also ein Metal-Album nicht deshalb abzukanzeln, weil man mit dem Genre nichts anfangen kann. Insofern gebe ich dir Recht, dass bei DDF streng genommen die CBs losgelöst bewertet werden müssten, weil es sich um eine separate Serie handelt, in der ein "Automafia" im Gegensatz zur Hauptserie durchaus funktioniert und Sinn macht. Um einzelne Gruppen innerhalb der Serie zu bewerten, bieten sich Rankings an. Ein MaSo bekommt auch unter MaSos niemals ***** oder 10/10, weil sich dahinter ja immer Qualitätskriterien verbergen und aus Nieten unter Nieten keine Hauptgewinne werden. Trotzdem könnte man versuchen seine Folgen in eine Reihenfolge bringen - sofern man wirklich Lust hat sich damit auseinanderzusetzen.

39) PerryClifton © schrieb am 02.08.2016 um 13:22:23 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @Boomtown Na also, es gibt offensichtlich genügend Überschneidungen unserer Sichtweisen
Allerdings, ja, ich finde dass in den erwähnten Kritik-Feldern ständig Äpfel mit Birnen verglichen werden. Etabliert hat sich das System sicher, aber bewährt... naja, es ist wie es ist, man kann's entziffern. Frank Zappa hat dazu zwei schöne Quotes:

"Most rock journalism is people who can't write, interviewing people who can't talk, for people who can't read."

"Writing about music is like dancing about architecture."

Genau, da du hast ein gutes Stichwort gegeben: Ein Metal-Album nicht abkanzeln, wenn man selbst lieber Jazz hört oder umgekehrt. Man bewertet ein Metal Album nicht anhand der Trompetensoli und ein Jazz-Album nicht für's Metal-Drumming. Bitches Brew mag auch heavy sein und Gitarrensoli mal jazzig, aber Kind of Blue und Highway to Hell sind beide Klassiker ohne im Geringsten vergleichbar zu sein. Jedenfalls nicht anhand einer Zahl.

40) Boomtown © schrieb am 02.08.2016 um 15:35:37 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @39 Ob er das in Zeiten von massivem Bedeutungsverlust für Popmusik wie Pop-Journalismus gleichermaßen noch so wiederholen würde? Bin mir da nicht sicher. Zappa war ja schon auch gern selbst Teil des Kunst-Diskurses und wenn der nicht mehr oder kaum noch stattfindet, kann das auch nicht im Sinne des Künstlers sein. Dann doch lieber über Fehlinterpretationen ärgern.

41) PerryClifton © schrieb am 02.08.2016 um 15:59:52 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @40 Da ist auch was dran.

42) Arbogast © schrieb am 02.08.2016 um 16:47:23 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Hier ging es doch eigentlich um die serieninterne Bewertung bei den drei ??? anhand von Noten oder auch Sternevergabe. "Wenn Karpatenhund eine *****-Folge ist", hat Boomtown zutreffend geschrieben, "müssen sich daran alle weiteren orientieren, auch wenn das bedeutet, dass man praktisch seit Ewigkeiten keine Höchstwertungen mehr vergeben kann. Alles andere macht aber keinen Sinn."
Was hat das noch mit dem weiteren Diskussionsverlauf zu tun? Denn dass man Shakespeare nicht so ohne weiteres mit den Gebrüdern Grimm vergleichen kann, versteht sich doch nun wirklich von selbst und muss doch nicht erst mühsam erarbeitet werden, oder?
Eine Antwort auf die Frage, ob man zwei formal klar voneinander abgrenzbare Werke seriöserweise miteinander vergleichen kann, hängt doch wohl in erster Linie von der Frage ab, WAS ich daran zu vergleichen beabsichtige. Natürlich könnte man auch Hörspiele aus unterschiedlichen Serien, sogar unterschiedlichen Genres miteinander vergleichen. Es kommt halt darauf an, worauf ich dabei mein Augenmerk lege.

Die eigentliche Frage ist aber doch wohl meist nicht, OB man Bezüge und Vergleiche ziehen kann, um ein Werk zu rezensieren, sondern ob MAN es kann. Und hier lautet die Antwort eben viel zu oft: MAN kann es nicht. Oft werden Rezensionen einfach schnell hingerotzt und triefen statt vor Argumenten bloß vor persönlicher Eitelkeit.


43) PerryClifton © schrieb am 02.08.2016 um 17:27:01 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @Arbogast Du bist echt ein lustiger Typ. Und du hast mir immer noch nicht gesagt, ob du der Psycho-Arbogast bist.

44) Laflamme © schrieb am 05.08.2016 um 10:01:57 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Wunderte mich, warum sich hier schon vor Veröffentlichung des Hörspiels 43 Posts angesammelt haben und stelle fest, es handelt sich nur um das übliche Seitenverhalten des "Jetzt diskutier ma warum ma diskutiern warum a Schas net guat riacht." Ich hätte es wissen müssen.

Kommen wir zum Buch zurück und damit am besten zu einer *** Spoilerwarnung ***

Ich mag Geschichten im Zug. Da kann man bei mir also wenig falsch machen. Das Buch liest sich ganz gefällig und flüssig, aber nur wenn man nicht allzu sehr darüber nachdenkt.

- Erstmal, gute Recherche, Herr Buchna. Ich habe das erste Mal Bullshit gerufen, als ein Zug mit doppelstöckigen Wägen aufgerufen wurde, weil ich meinte, dass die Amis ihr Schienensystem, so unterentwickelt es ist, mit den Brücken und Tunnels gerade auf so etwas sicher nicht ausgelegt haben. Scheint aber kein Problem zu sein, da der AMTRAK Coastal Starlight, den es wirklich gibt, mit genau solchen Wägen fährt.

- Was ich ihm aber nicht abnehme ist, dass es einen Pool gibt. Stellt euch mal einen Standardwagen mit ungefähr 3 Meter Breite vor. Wie soll da ein Pool rein, in dem man im besten Fall aneinander vorbeischwimmen kann, und dazu noch ein schmaler Gang, um daran vorbeizugehen. Jetzt mal abgesehen vom Wasser, das auch benötigt wird, aufbereitet und auch mal ausgetauscht werden muss.

- Will mir der Autor wirklich weismachen, dass der erste Halt des Zuges nach LA (die erfundene Version hält ja nur an vier Stationen zwischen Los Angeles und Seattle) ausgerechnet das Provinznest Sacramento ist und in Oakland sowie San Jose durchgefahren wird?

- Wer nimmt bitte eine Katze auf eine Zugreise mit UND lässt sie in der Kabine frei rumlaufen? Die ist normalerweise beim ersten Öffnen der Tür weg.

- Mit welcher Begründung hat der Fremdgänger die Zugbegleiterin geholt? "Entschuldigen Sie, ich habe den Verdacht, dass der Ehemann meiner Freundin Detektive engagiert hat, um mich zu überführen, dass wir ihn schon seit ewigen Zeiten betrügen?" Sorry, ich glaube das würde nichtmal bei Brazzers (liebe Kinder unter 16, NICHT googeln!) als glaubwürdiger Plot durchgehen.

- Da wollte der Herr Whitty also so dringend nach Seattle und das als Kurzurlaub tarnen. Dazu nimmt er einen Zug, der planmäßig 35 Stunden unterwegs ist, mit regelmäßigen Verspätungen (Püntlichkeitsrate 2%) im Bereich von 5 bis 11 Stunden. Mit dem Flugzeug ist man übrigens risikoloser in 2 1/2 Stunden dort.

- Und so nebenbei organisiert Cotta mal schnell binnen 19 Minuten einen Großeinsatz der Polizei aus 618 Kilometern Entfernung. Wo hat er denn überhaupt die Telefonnummer her? Mal schnell gegoogelt, oder in Washington angerufen, dass sie ihn mal bitte schnell in die Hauptstadt von Kalifornien durchstellen sollen?

- Sonst hätte mich nur noch interessiert, wie die Gauner es geschafft haben, diese Trippelschritte im dunklen Poolraum nachzustellen, dass sie sich nach prähistorischem Tausendfüssler anhören. Das wurde meines Wissens ja nicht geklärt.

*** SPOILER ENDE ***

Sonst schließe ich mich im wesentlichen Micro in Post #3 an, aus einer sehr guten Idee mit sehr schöner Atmosphäre (hätte mir noch mehr Landschaftsbeschreibung gewünscht) und teilweise netten Humoreinlagen ziemlich wenig gemacht. Hätte großartig werden können, sinkt leider aufgrund zu vieler Belanglosigkeiten und Unlogik auf unteres Durchschnittsniveau.

45) Professor Carswell © schrieb am 05.08.2016 um 15:56:46 zur Folge und der unsichtbare Passagier:
"Was ich ihm aber nicht abnehme ist, dass es einen Pool gibt."
Das nehme ich Herrn Buchna voll und ganz ab. Wenn es sogar Autos mit Schwimmbecken gibt, dann in einem Zug allemal (Autos: Gemeint sind US-Stretchlimousinen mit Swimmingpool).

"Stellt euch mal einen Standardwagen mit ungefähr 3 Meter Breite vor."
Die Standard-Innenraummaße der amerikanischen Doppelstockpassagierzüge betragen sogar nur 2800 mm. Siehe Link → tinyurl.com/zhy8v9v (Modelgrafik-Aufmaßplan [Anmerkung: AAR Plate F = Lichtraumprofil Plate F der Association of American Railroads]).

"Wie soll da ein Pool rein, in dem man im besten Fall aneinander vorbeischwimmen kann, und dazu noch ein schmaler Gang, um daran vorbeizugehen."

Bei einer angenommenen Innenpoolbreite von 2,10 und einer Wandungstärke von 2 mal 5 cm ergibt sich ein "schmaler Gang" von 60 Zentimetern. Nimmt man die durchschnittliche Schulterbreite von erwachsenen amerikanischen Männern von ca. 46 cm, haben zwei Personen 39,33 cm Abstand zueinander sowie zum Beckenrand [(210cm-46cmx2)/3].

46) Boomtown © schrieb am 05.08.2016 um 16:31:03 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @44 Naja, ist ja nicht so, dass hier bisher ausschließlich OT diskutiert wurde. Ansonsten finde ich jetzt manche Kritikpunkte auch etwas arg spitzfindig. Sacramento z.B. ist für einen Touristenzug doch der deutlich realistischere und attraktivere Zwischenstation als das siffige Oakland und auch nicht wirklich kleiner. Mal abgesehen davon hält der echte Coast Starlight Express ja auch dort. Und eine Katze im Zug lässt mich auch noch nicht wirklich die Hände überm Kopf zusammen schlagen. Den Pool fand ich auch schon grenzwertig aber es sind letztendlich das fehlende Konzept und die hanebüchene Story, die das Buch scheitern lassen.

47) Laflamme © schrieb am 05.08.2016 um 17:22:55 zur Folge und der unsichtbare Passagier: 46 Ja, ich habe mir natürlich die Reiseroute des Coastal Starlight angeschaut. Ich gebe dir, dass Oakland nicht die attraktivste Stadt der Westküste ist. ABER: Direkt daneben ist eine DER größten Tourismusattraktionen, San Francisco. Der ACS hält dort nicht, also würden alle Leute, die sich SF anschauen wollen, in Oakland aussteigen.

48) Boomtown © schrieb am 05.08.2016 um 23:51:48 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @47 Klang so, als hättest du den echten Zug recherchiert aber wie auch immer, die Reise darin ist wohl auch in der Realität eher keine Hop-On Hop-Off-Veranstaltung, die bequem Touristen-Highlights der Westküste ansteuern soll. Die Zugreise selbst ist das Highlight und zumindest das kommt im Buch auch sehr gut rüber, wie ich finde.

49) Ricky Beach © schrieb am 07.08.2016 um 08:41:56 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Bei dem Schwimmbecken endete die Vorstellungskraft bei mir bei der Ansiedlung im oberen Stockwerks des Wagens. In meiner Vorstellung war es eher Platzangst-Plantschen statt Wohlfühl-Schwimmen. Vorstellbar an sich ja, aber so beengt, dass es nicht attraktiv erscheint, da auch der Platz bis zur Decke sehr begrenzt ist. Deckenkontakt beim Steigen ins Becken wäre wohl immer ein Risiko. Wenn man dazu noch ein wenig Wohlfühl-Ambiente haben möchte, was vermutlich der Anspruch in einem solchen Zug ist, streikt mein Gehirn. Ansonsten schließe ich mich der mehrheitlichen Bewertung an. Idee und Atmosphäre gelungen, die Story ist das Problem. Die Idee ist nicht einmal schlecht. Aber das langwierige Durchsuchen jeder einzelnen Kabine und nicht zuletzt die Auflösung waren enttäuschend.

50) Professor Carswell © schrieb am 07.08.2016 um 13:59:44 zur Folge und der unsichtbare Passagier: "In meiner Vorstellung war es eher Platzangst-Plantschen statt Wohlfühl-Schwimmen. [...] Wenn man dazu noch ein wenig Wohlfühl-Ambiente haben möchte, was vermutlich der Anspruch in einem solchen Zug ist, streikt mein Gehirn."

Als "Platzangst"-Plantschen stelle ich mir auch das "Schwimmen" in Autos vor. Bei den Limos mit Swimmingpool kann von swimming im Sinne der Fortbewegung eines Lebewesen im Wasser überhaupt nicht die Rede sein es handelt sich vielmehr um Sitzbadewannen, nichtsdestotrotz nennen die Verleiher solcher Limos in ihrem Angebot diese Becken Swimmingpool und das bei dem Anspruch in einer solchen Limo nicht nur ein wenig Wohlfühl-Ambiente zu haben sondern sogar viel davon zu haben. Meine Vorstellungskraft sagt mir, dass es sich bei dem von Buchna erdachten Pool ähnlich verhält. Meine Vorstellungskraft geht sogar so weit, dass ich mir vorstellen kann, dass Detektivjugendbücher mit Wohlfühl-Ambiente angepriesen und verkauft werden bei denen sich dann der Inhalt als Platzangst-Plantschen entpuppt.

51) Mr. Murphy © schrieb am 07.08.2016 um 15:37:53 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Nun bin ich auch mit dem Buch durch. Mir hat das neue Werk von Buchna gut gefallen. Die Geschichte ist sowohl unterhaltsam als auch spannend geschrieben. Atmosphäre, Humor, Spannung und glaubwürdige Handlung sind jeweils gut gelungen. Ich setzte hier mal einen ***Spoiler*** Die Detektive kommen auf die Idee zu ermitteln und durchsuchen alle Kabinen. Einige Leser fanden das langweilig. Da einige male während der Durchsuchungen etwas passiert, fand ich es nicht langweilig. Es wird ja nicht seitenweise abgehandelt, dass sie in etlichen Kabinen nichts finden. Dafür reichte dann je ein Satz zwischen den Ereignissen. Wenn die Kabinen nicht durchsucht worden wären, hätte es dafür sicher auch Kritik gegeben. Schön, dass mal wieder Justs schauspielerisches Talent gefragt war. Bobs Observierungsaktion fand ich amüsant. Er denkt dreimal es passiert was wichtiges und dann entpuppt sich alles jeweils als etwas harmloses. Waren diese Ereignisse vom Prinzip her eine Hitchcock-Anspielung auf Meta-Ebene? Gelungen fand ich, dass am Ende die Schlußfolgerung von Justus, wo sich der verschwundene Passagier befindet, sich als falsch erweist. Inklusive anschließender Befürchtung, dass der Ruf der drei ??? nun ruiniert sei. Hier im Thread wurde auch der Teil der Auflösung kritisiert mit der Anzahl der Gegner. Dieser Aspekt hat mir sehr gut gefallen, da dies schon überraschend war. Dagegen fand ich es zu gewollt, dass plötzlich besoffene Gäste aufgetaucht sind. Unglaubwürdig fand ich den zeitlichen Aspekt in der Cotta Hilfe organisiert hat. Schön gruselig geschildert waren die Ereignisse in der Schwimmhalle. Der Meinung, dass dem Autor ein Konzept für dieses Buch gefehlt hat, kann ich mich auch nicht anschließen. Ich frage mich eher, ob Buchna die Ereignisse vor dem 1. Kapitel auch aufgeschrieben hat und die dann der Schere wegen der Seitenbegrenzung zum Opfer gefallen sind. Fazit: Die neue Folge von Buchna ist kein Highlight aber gut ist es schon geworden. (Dummerweise verrät das Wort "Gut" bereits die Note! *g*)

52) Boomtown © schrieb am 08.08.2016 um 22:49:13 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @51 "Es wird ja nicht seitenweise abgehandelt, dass sie in etlichen Kabinen nichts finden."

Doch, genau das wird abgehandelt. Man hätte auch einfach schreiben können "Die drei ??? durchgesuchten daraufhin den ganzen Zug, fanden aber nichts Verdächtiges". Das hätte den gleichen Effekt gehabt und man hätte sich 60 Seiten gespart. Die Episoden sind der Story genausowenig dienlich wie Bobs Recherche. Da hilft es auch nicht, dass man das - mit effekthascherischen Cliffhängern versehen - parallel erzählt. Es bleiben aneinander gereihte Belanglosigkeiten. Besser wäre es gewesen, den Platz dafür zu nutzen, die späteren Bösewichte in die Geschichte zu integrieren, anstatt die am Ende als die großen Unbekannten einfach so aus dem Hut zu zaubern. Wenn wenigstens der nette Schaffner in die Verschwörung integriert gewesen wäre, aber nicht mal das...

53) Micro © schrieb am 09.08.2016 um 11:27:40 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @52 - Das kann ich genauso unterstreichen, Wort für Wort mit dickem Ausrufezeichen. Ich habe auch drauf gewartet, dass dieser offenbar 100-jährige Schaffner mit drin steckt... Zitat @51: Wenn die Kabinen nicht durchsucht worden wären, hätte es dafür sicher auch Kritik gegeben.

Davon redet ja keiner. Aber ist es zu viel verlangt, wenn man diese von BT erwähnten 60 Seiten Belanglosigkeit, die den Fall in keinster Weise vorantreiben, auf 3-4 Seiten runterkürzt? Den Zwischenfall mit der römischen Ziffer und der aufgebrachten Dame fand ich auch noch recht gelungen, aber damit hätte man es belassen müssen. Ein James-Bond-spielendes Kind oder eine ganz gefährliche Katze hätte es nicht auch noch gebraucht. Dass überhaupt was passiert, ist ja schön und gut, aber was (und dieses Wort müsste man jetzt kursiv schreiben können, um die Betonung drauf zu legen) passiert, hilft dem Fall nirgendwo. Hätte Buchna es weggelassen, hätte trotzdem jeder problemlos den Zusammenhang verstehen können. Mein Gedanke war, dass dieser Band ursprünglich eine Kurzgeschichte für den Zeitgeist war, aber nicht zum Thema passte oder Buchna eine noch bessere Idee einfiel. Darum das ganze Leerlauf-Füllwerk.

Im Nachhinein betrachtet hat mich letztendlich von diesem Werk lediglich der Anfang überzeugt, bis zum Punkt, an dem Mr. Whitty wieder da zu sein scheint, was Justus aber nicht glaubt. Insofern bin ich mit einer 4 denke ich mal recht großzügig, letztendlich war insgesamt gesehen sogar "Der Mann ohne Augen" besser, durch den ich mich auch recht gequält habe (da aber aufgrund des Schreibstils und nicht wg. der Handlung). Hoffe, dass die Rotwein (oder Whisky, nichts für ungut)-Szene im Hörspiel bleibt, die blieb mir nachhaltig in Erinnerung. Vielleicht mache ich mir mal die Mühe, spiele H. G. Francis und zimmere ein Hörspielskript zum Passagier zusammen. Da läge in der Kürze die Würze.

54) PerryClifton © schrieb am 09.08.2016 um 12:15:22 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Um's mal kurz zu machen: "The covers of this book are too far apart."

55) Käptn Kidd © schrieb am 09.08.2016 um 13:23:37 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @44, 46, 47, 48: San Francisco hat (aufgrund seiner geografischen Lage) keinen eigenen Fernbahnhof. Dafür muss in der Tat immer Oakland herhalten. Nicht gerade bequem, aber im Autoparadies USA hat die Fortbewegung auf Schienen eben nicht den gleichen Stellenwert wie hier in Europa. Daher ist das Netz also entsprechend dürftig.
Auch Sacramento finde ich als Station nicht so weit hergeholt, schließlich ist es die Hauptstadt von Kalifornien und damit für Touris nicht ganz uninteressant.

56) Boomtown © schrieb am 09.08.2016 um 15:01:34 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @55 Vor allem würde Sacramento mit seiner "Old Town" bei so einer Nostalgietour mit dem Zug prima ins Programm passen. Es gibt Raddampfer, ein historisches Eisenbahnmuseum und als Lucky Luke-Fand fand ich das Wells Fargo Museum klasse. Aber wie gesagt, ich glaube gar nicht, dass ausgedehnte Sightseeing-Stopps beim Coast Starlight vorgehen sind. Um von LA aus SF zu besuchen, gäbe es jedenfalls eine Menge bessere Möglichkeiten.

57) Lauraism © schrieb am 11.08.2016 um 02:36:50 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Werter Arbogast,
ich habe Ihre Beiträge schon immer sehr genossen, resp. wertgeschätzt. Ich bin gerade von der Denkweite Ihres Beitrages > 02.08.2016 um 16:47:23 < zutiefst beeindruckt.
Beste Grüße
Lauraism

58) Mr. Ndula © schrieb am 18.08.2016 um 06:40:23 zur Folge und der unsichtbare Passagier: fand das Buch ziemlich schlecht. Es war unglaublich langweilig. habe die ganze Zeit gehofft, dass am Ende noch irgendetwas spannendes passiert. Aber da kam leider nichts mehr.

59) Effendi © schrieb am 12.09.2016 um 10:05:11 zur Folge und der unsichtbare Passagier: So, dieses Buch habe ich nun auch durch. Ich empfinde es trotz starker Schwächen als das beste der drei Sommerbücher. Die Zugatmosphäre wird schön beschrieben, aber um Begegnungen, komische Charaktere etc. beschreiben zu können, müsste das Buch wohl dicker sein. Negativ ist mir ebenfalls die wie aus dem Nichts auftauchende Käfer-Geschichte und der Pool, den es so nicht geben dürfte. Bei den beschriebenen Maßen dürfte dieser Pool mehrere 1000 Liter Wasser enthalten, die damit auch das gleiche in Kilogramm wiegen und selbst eine träge Masse darstellen. Ich bin kein Physiker, aber ich kann mir gut vorstellen, wo das Wasser sich nach einer Notbremsung befindet und ganz sicher nicht mehr im Pool. Nicht umsonst sind Tankwagen immer Mehrkammerfahrzeuge. Schwimmen wäre in diesem Pool ebenfalls nicht möglich, da sich treffende Schwimmer immer Bewegungen machen. Die reine Schulterbreite anzunehmen wäre also zu wenig. Richtiger ist die Spannweite von Armen und Beinen und diese beträgt mind. 1m50, eher mehr.

60) guru01 © schrieb am 28.10.2016 um 12:34:26 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Hier gibt es von mir eine solide 3 als Bewertung. Idee gut, Atmosphäre gelungen und der Schreibstil ist auch gut. Leider oft zu langweilig und zu langatmig. Die Auflösung des Falles hat mir persönlich gefallen.

61) Micro © schrieb am 25.01.2017 um 21:14:03 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Der unsichtbare Passagier ist jetzt also Nr. 189. Minninger zieht seine Signale aus dem Jenseits vor und das offenbar ohne vorherige RRP. Mir fehlt da das Verständnis, wie viel Einfluss er hat.

62) Boomtown © schrieb am 25.01.2017 um 22:13:59 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @61 Und es kommt noch besser, denn wenn Körting in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehen sollte, ist er der alleinige Boss.

63) Professor Carswell © schrieb am 25.01.2017 um 23:37:45 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @61: Dass es für "Signale aus dem Jenseits" keine RRP gibt glaube ich eher nicht. Das gab es schon mehrere Male, dass bei den RRP-Ankündigungen eine RRP übersprungen wurde und später nachgereicht wurde. Das hat meist mit terminlichen Abstimmung mit dem Locationveranstalter zu tun, die noch nicht fixiert sind.

@62: Minninger for president! Make EUROPA great again! Aber bitte Europa auch nur in der Großbuchstabenvariante, sonst wandere ich nach Australien aus. :->

64) Svenja © schrieb am 26.01.2017 um 08:48:21 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Im letzten Jahr war es bei den Folgen 181 - 184 genauso. Die RRPs zu den Folgen "Kabinett des Zauberers" (181), "Im Haus des Henkers" (182) und "Der Hexengarten" (184) wurden letztes Jahr mit dem selben Newsletter bekanntgegeben. Der Termin für Folge 183 "Der letzte Song" kam erst einige Wochen später.
Viel spannender ist für mich die Frage, ob nun Folge 188 "die Kammer der Rätsel" oder "Signale aus dem Jenseits" sein werden. Dass Andrè Minninger die Signale geschrieben und er bei EUROPA wohl das eine oder andere zu melden hat, lässt keinen Rückschluss zu. Also bleibt auf dem Teppich!

65) Micro © schrieb am 26.01.2017 um 12:10:03 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Ich denke nicht, dass man die Kammer der Rätsel um ganze zwei Nummern voverlegt. Könnte mir höchstens einen Marketing-Hintergrund vorstellen, falls man demnächst an DDF-Escape-Rooms feilt (wenn es schon Drei ???-Zahnpasta gibt... nichts ist unmöglich).

66) AndyV © schrieb am 26.01.2017 um 12:30:13 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @62,@63: Man könnte das Garn auch noch ein wenig weiter spinnen: A. Minninger als EUROPA-Boss, Regisseur, Produzent, Autor und Sprecher. Ich glaub dann würde ich auch nach Down Under ziehen.

67) Käptn Kidd © schrieb am 26.01.2017 um 13:57:06 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @65: Sind DDF-Escape Rooms nicht tatsächlich schon längst in Planung? Ich bilde mir ein, dass das schonmal irgendwo Thema war.

68) Professor Carswell © schrieb am 26.01.2017 um 14:54:27 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @67: Siehe auch bei Eintrag #38754 im Gästebuch.

69) Micro © schrieb am 24.05.2017 um 19:12:01 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Kann jemand die Nummern noch vertauschen? Steht ja jetzt definitiv fest, dass die 188 und 189 getauscht sind.

70) Professor Shay © schrieb am 14.07.2017 um 19:20:49 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Ich fand das Buch ganz unterhaltsam und endlich darf sich auch mal Justus so richtig schön verrennen. Ich find's auch gut, dass der Leser genau so an der Nase herumgeführt wird. Buchna versteht es, mit den Erwartungen der Leserschaft zu spielen. "Ja, der Bob beobachtet jetzt das vermeintliche Opfer und sieht dann, wie der..." oder auch "In der letzten Kabine finden Justus und Peter dann endlich...". Aber keine einzige der Erwartungen tritt ein.

Wobei ich auch sagen muss, dass einer der drei (allen voran natürlich Justus) die Finte mit der zerissenen Karte schon früher hätte bemerken können, das war dann doch etwas ZU offensichtlich.

Es wurde aber gar nicht mehr erklärt, warum Peter die Maskerade des echten Entführungsopfers durchschaut hatte, oder? Ich hatte nochmal versucht die Stelle wiederzufinden, in der Peter den alten schlafenden Mann zum ersten mal sieht, konnte sie jetzt aber nicht mehr wiederfinden. Was genau hat ihn denn jetzt gestört?

71) Micro © schrieb am 29.09.2017 um 17:17:31 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Stellenweise ist das Hörspiel besser als das Buch. Was die Kürzungen betrifft - da ist im Mittelteil mal so richtig schön viel rausgefallen, sehr schön. Die Szene im Schwimmwaggon war auch gut umgesetzt. Leider ist alles um den Mittelteil herum dafür ziemlich lang gestreckt, auch wenn es sich um "nur" 65 Minuten handelt. Das, was mit der Story zu tun hat / sie voranbringt, wird ausgeschlachtet bis zum Geht-nicht-mehr. Nicht langweilig, aber doch recht belanglos. Die Auflösung wurde allerdings irgendwie glaubwürdiger präsentiert als im Buch. Ich würde generell sagen, dass hier viel, was mir am Buch nicht gefallen hat, ausgeräumt wurde. Dafür gibt's keine glänzende Atmosphäre (na ja, da habe ich wohl auch zu viel erwartet), nur selten passende Musik und der Humor des Buches zündet hier so gut wie gar nicht, die wenigen Gags wirken einfach gekünstelt. Die Kürzungen gegenüber der Buchvorlage helfen dem Hörspiel zwar, aber gerettet werden kann die Geschichte nicht. Dass so etwas möglich ist, hat Minninger ja mit dem "Tuch der Toten" vor nicht allzu langer Zeit bewiesen. 3- bis 4 plus, mehr geht hier definitiv nicht.

72) guru01 © schrieb am 02.10.2017 um 20:33:37 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Das HSP fand ich noch besser als das Buch. Ziemlich lustig, gute Atmosphäre und die Story ist auch o.k.

73) Call © schrieb am 05.10.2017 um 17:41:31 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Mir hat das Hörspiel rückblickend besser gefallen als das Buch. Ich erinnere mich noch dass ich beim Buch am Ende das Gefühl hatte es sei nach dem langen Spannungsaufbau sehr hektisch gelöst worden, das ist mir im Hörspiel nicht so vor gekommen, was aber vornemlich daran gelegen haben mag dass vielleicht einfach der Mittelteil etwas straffer gezogen wurde (was ihm nicht schlecht getan hat). Seit ewigen Zeiten also wieder ein Hörspiel das besser als das Buch ist. Das ist schön, lässt mich aber ehrlich gesagt nicht wirklich hoffen, wir werden sehen (hören).

Im CD-Booklet steht übrigens dass ALLE Hörspiele auch auf Kassette UND VINYL erhältlich sind, allerdings immer nur die Erstauflage hergestellt wird. Das würde der Volksmund dann schon ein bisschen verar...e nennen.

74) Boomtown © schrieb am 06.10.2017 um 00:20:05 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @73 Was ist denn daran Verarsche?

75) Call © schrieb am 06.10.2017 um 18:23:35 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Dass es schlicht und ergreifend NICHT ALLE Folgen auf LP gibt und hier suggeriert wird es gäbe ALLE und wenn man sie nicht mehr bekommt dann ist halt die Erstpressung schon ausverkauft.

76) Boomtown © schrieb am 07.10.2017 um 01:59:24 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Ok, das stimmt natürlich, wobei es bei Vinyl inzwischen üblich ist, dass es zunächst mal nur eine Auflage gibt und die früher oder später weg ist. Insofern, selbst wenn es alle Folge gegeben hätte, wären wohl nur noch die letzten lieferbar. Korrekt wäre natürlich der Slogan "ab Folge soundso wieder auf Vinyl" gewesen. Aber immerhin schreibt man nichts mehr von "limitiert". Das war nämlich die eigentliche Verarsche, Kundentäuschung und nah am Betrug. Der Hinweis auf die Auflage soll zwar auch suggerieren, dass man hier auf jeden Fall eine Rarität kauft, was keinesfalls so sein muss, aber das ist wenigstens sachlich korrekt ausgedrückt.

77) isreit © schrieb am 09.10.2017 um 20:18:15 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Ist es wirklich glaubhauft, dass es in einem Zug einen POOL gibt?

78) Micro © schrieb am 09.10.2017 um 20:26:14 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @77 siehe Beitrag 45.

79) Professor Carswell © schrieb am 09.10.2017 um 21:46:04 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @77: Von den Abmessungen her ist es glaubhaft und realistisch.
Ich sage nicht, dass es ein entspanntes Erlebnis für hallenbadgewohnte Schwimmer ist, und selbst da gibt es Zeiten der Bedrängnis.
Die Herausforderung für die Ingenieure wäre die Trägheitskraft des Wassers in einem beschleunigten Bezugssystem im Falle einer Notbremsung mit irgendeiner Vorrichtung unter Kontrolle zu bringen.
Tödlich (!) unrealistisch ist hingegen wenn MaSo Justus und Peter in "Schrecken aus der Tiefe" mit einem 25 Meter langen Gartenschlauch tauchen lässt.

80) Professor Carswell © schrieb am 09.10.2017 um 22:27:30 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Wie verhält es sich eigentlich mit dem gebetsmühlenartig aus den Verlagen Kosmos und Europa vorgebrachten Alter der Zielgruppe und der Szene mit den "Morsezeichen"? Ist nicht Minninger der erste wenn Fans Kritik an seinen Werken üben er auf die junge Zielgruppe verweist für die, und nur für die, es stimmig, sein muss?

81) Käptn Kidd © schrieb am 13.10.2017 um 15:19:41 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @80: Es ist ja nicht nur die eine Szene, die ziemlich eindeutig geraten ist. Der Gipfel ist der Spruch "Keine Sorge Liebling. Dein Mann denkt doch, du machst ein Wellness-Wochenende in Palm Springs". Leichte Ansätze von moralischer Verwerflichkeit hat das Ganze schon irgendwie … und gerade im Hinblick auf die erwähnte Zielgruppe ist es eigentlich schon etwas fehl am Platz.

Ansonsten finde ich die Folge ganz nett. Als Hörspiel ist sie allemal schön zu hören. Mir gefällt das Kammerspielartige, das sich durch den Zug ergibt: limitierte Örtlichkeiten und eine überschaubare Anzahl von Personen. Zwar ist es etwas merkwürdig, dass in einem so großartigen Zug nur gefühlt 10 Leute mitfahren. Aber dem Plot tut es gut.
Was ich mal wieder sehr schade finde, ist die verschenkte Atmosphäre. Immerhin bietet ein alter luxuriöser Zug endlos Potential. Trotzdem sind, wenn ich mich nicht irre, so gut wie überhaupt keine typischen Zuggeräusche zu hören. Pfeifen, Rattern, Türen oder knarzendes Holz sind mir nicht aufgefallen. Auch ein Raum mit Schwimmbad hätte sich doch klangmäßig ganz nett darstellen lassen. Warum auf das alles fast konsequent verzichtet wurde, leuchtet mir nicht ganz ein. Erst am Schluss, als der Zug vor dem Showdown in den Bahnhof einfährt, gibt's mal ein bisschen Soundkulisse.
Außerdem nervt's, dass sich mal wieder ziemlich viele Lösungen dadurch ergeben, dass einer irgendwas wahllos vor sich hinbrabbelt und dem anderen dadurch, oh Wunder, diverse Lichter aufgehehen (Haare, doppelter Boden, Handschellen etc.).

82) Käptn Kidd © schrieb am 13.10.2017 um 15:25:28 zur Folge und der unsichtbare Passagier:
*** Sicherheitshalber noch mal ein SPOILER FÜR BEITRAG 81! ***

83) Timmy der Hund © schrieb am 16.10.2017 um 21:38:01 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Ein Satz vorab: Bevor ich mir eine Folge anhöre, schaue ich nicht in das DDF-Forum oder die Bewertungen, auch nicht auf den Autor. Ich lasse mich da gern überraschen und kann das sehr empfehlen, um nicht voreingenommen zu sein. Zur Folge: Ich habe mich während der ersten Hälfte gut unterhalten gefühlt. Das neue Setting im Zug, die Geräusche und die Musik haben gepasst. Bis zu dieser (Achtung Spoiler) recht unglaubwürdigen Szene, nach der es ebenso unglaubwürdig weiter ging. Das hätte nicht sein müssen und verdirbt schon viel. Mir scheint, die Autoren haben sich zu sehr zur Gewohnheit gemacht, dass man bei DDF auch Quatsch bringen kann, wenn der sich hinterher irgendwie auflöst. Was beim Bergmonster noch funktioniert hat (ich habe mir in der Fantasie einfach vorgestellt, dass es das Monster gibt), klappt in dieser Folge nicht mehr. Am Ende bleibt eine 3-4, 3- vielleicht. Etwas schade um die guten Ansätze.

84) Mr. Murphy © schrieb am 20.10.2017 um 15:38:17 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Mir hat die Hörspielumsetzung des Buchs von Hendrik Buchna gut gefallen. Es ist nur wenig wichtiges aus der Mitte des Buchs rausgekürzt worden. Die Rollen sind sehr gut besetzt worden. Note 2 Minus fürs Hörspiel

85) Nico © schrieb am 05.11.2017 um 00:10:46 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Ich habe den Passagier noch nicht gehört, sehe ich das richtig, dass Gernot Endemann wieder dabei ist?! Das wäre ja phänomenal. Kaum zu glauben, wann war der das letzte mal dabei? Irgendwann in den 30er Folgen?

86) Micro © schrieb am 05.11.2017 um 13:24:13 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @85 - Der Passagier hat sprechertechnisch das beste Aufgebot seit Ewigkeiten. Nur kann sich niemand davon entfalten, da die meisten Rollen viel zu klein sind. Lediglich Dux als Schaffner hat etwas mehr Text.

87) Boomtown © schrieb am 06.12.2017 um 13:14:29 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Ja, die Besetzung ist top. Alles andere fast peinlich. Zum Inhalt habe ich ja bei der Bucherscheinung am Anfang des Threads bereits alles gesagt. Durch den gekürzten Mittelteil wirkt das ganze noch grotesker. Die zähe Suche in dem Gepäckwagen und dem Wassertank ist schon beim ersten Mal reines Füllmaterial, was die Handlung in keinster Weise nach vorne bringt. Die dann, weil's so schön war, nochmal genauso ergebnislos zu wiederholen, ist schon dreist.

Es gibt zudem außer Dux als Schaffner keinerlei Nebenfiguren, was für die kammerspielartige Inszenierung unabdingbar gewesen wäre, Ermittlungen finden nur durch Geistesblitze statt und die einzig leidlich spannende Szene liefert ein vermeintlich lebendes Fossil im Swimmingpool eines Zuges. Nunja. Das einzige, was im Buch zumindest über die ersten Seiten nett war, war die Zugatmosphäre. Die fehlt im Hörspiel aber auch. Da sieht man vorm geistigen Auge nur noch die drei alleine hinter Körtings Glasscheibe am runden Tisch sitzen und ablesen. Übel. Und so ein Mist wird auf Doppel-LP gepresst.

88) Sniffer © schrieb am 10.12.2017 um 14:33:58 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Der Poolwaggon bekommt einen Ehrenplatz unter den Skurrilitäten des ???-Universums! Zusammen mit der, anscheinend tonnenschweren CD des Herrn Abakulow, dem horizontal startenden Raumschiff, dem sprechenden Wal, Wildkatzen die man streicheln kann (eine der dümmlichsten Einfälle überhaupt!!! Wer schon mal versucht hat, ne Wildkatze zu streicheln, weis wovon ich spreche!!) und so vieles mehr! Liebe Autoren/innen! Mehr Recherche, weniger Drogen!!! ;)

89) Sniffer © schrieb am 10.12.2017 um 16:19:07 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Die Folge ist wirklich eine der schwächsten. Mal davon abgesehen, dass die Handlung ein schlecht zusammengepapptes Sammelsurium aus Krimiklassikern ist, ganz vorne, Mord im Orientexpress, hat sie einige dicke Logikschnitzer. Warum muss man jemanden entführen und denjenigen durch ein Double ersetzen, wenn man etwas stehlen will? Gerade wenn man sowieso zu mehreren agiert. Da würd ich mehr Energie in den Raub stecken, als in die Entführung. (Hab die Folge nur einmal gehört, möglich das ich die Erklärung verpasst hab, aber trotzdem ist das unlogisch.) Dann wird gesagt, das Fossil des Arthropleura sei 4 Mille wert. Wer sagt denn, das man das Ding auch für den Preis los wird? Klar, es gibt Sammler, aber wenn ich weis, das Fossil ist geklaut, versuche ich doch den Preis soweit zu drücken wie es irgend möglich ist! Was mich aber richtig ärgert, ist die mäßige Kombinationsgabe des 1.! Ich wusste sofort, das der schlafende Mann der Entführte ist. Ein Klischee des Kriminalromanes der allerersten Stunde! Und Justus, als alter Krimifan, hätte da sofort reagieren müssen. Genug gebasht! Ansonsten hab ich aber viel geschmunzelt, denn von den Fehlern abgesehen, lässt sich die Folge gut hören. Als Einschlafhilfe topp!

90) JohnDoggett © schrieb am 10.12.2017 um 20:16:01 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Für ein Fossil, das 4.000 $ wert ist, würde sich der Aufwand kaum lohnen.

91) Sniffer © schrieb am 11.12.2017 um 11:43:36 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @JohnDoggett Mit 4 Mille meinte ich 4 Millionen. Entschuldige. Ziemlich am Ende der Folge erwähnt Bob, dass er das bei seinen Recherchen ermittelt hat, glaub ich.

92) Effendi © schrieb am 06.11.2018 um 17:43:36 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @88: der ominöse Poolwagen ist natürlich Unsinn. Das kann es aus mathematischen und physikalischen Gründen gar nicht geben, auch wenn die Idee sicher reizvoll und der Prof. es für möglich hält. Ist es aber nicht. Im Post 45 wird angenommen, das zwei Schwimmer natürlich Platz haben, um sich zu begegnen. Da sich Schwimmer aber in der Regel schwimmend begegnen und nicht wie Hunde paddelnd, ist die Annahme, zwei Menschen müssten mit einer Schulterbreite von 46 cm spielend aneinander vorbei kommen, leider falsch

.Richtig wäre es gewesen, die Spannbreite eines Menschen zu nehmen und die Schulterbreite. Die Spannbreite nehmen wie mit 180 cm an, also haben wir 180 46 "Spielraum" 20 Gang 60 Wandstärke 10 cm = 316 cm. Das ist, wie der Prof ausgeführt hat, schon breiter ist als die amerikanischen Waggons mit 280 cm.

Nun zum Inhalt des Pools. Die Innenbreite beträgt also 246 cm. Nehmen wir an, dieser Pool hätte eine Wassertiefe von 120 cm (damit man schwimmen kann) und eine Länge von 1.000 bis 1.500 cm. Damit haben wir also einen Inhalt von 29,52 qm bis 44,28 qm. Was umgerechnet einer Masse von 29.500 bis 44.300 Litern Wasser entspricht und damit der gleichen Menge an Kilogramm. Dazu kommt die Technik (Heizung, Umwälzpumpe, Filtersysteme, Rohre, Wasserspeicher) und noch einige Passagiere. Ich gehe davon aus, das damit solch ein Wagen in seine Belastungsgrenze kommt.

Wir haben also 30 bis 45 to. Wasser und damit eine träge und sich bewegende Masse. In einer normalen Kurve vervielfacht sich die Masse aufgrund der Geschwindigkeit des Zuges um ein Vielfaches. Die Fliehkraft drückt drückt das Wasser also nach "aussen". Der Wagen dürfte dabei entgleisen oder die Räder halten den Scherdruck einfach nicht aus. Auf gerader Strecke muss man die Masse beschleunigen oder abbremsen, im Falle einer Notbremsung sogar sehr schnell. Dabei bewegt sich das Wasser aber weiter nach vorne. Wir brauchen also eine Wand vorne und hinten, die das Wasser im Becken hält zusammen mit Türen, die dem Druck ebenfalls stand halten können. Durch die Masse des Wassers und der Geschwindigkeit haben wir leicht mehrere Hundert Tonnen Druck auf diese ominöse Wand. Sie würde brechen und das Wasser wäre sonstwo. Auch hier ist ein Entgleisen des Wagens sehr wahrscheinlich.

93) Effendi © schrieb am 06.11.2018 um 17:44:17 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @edit: natürlich Kubikmeter nicht Quadratmeter.

94) Professor Carswell © schrieb am 07.11.2018 um 01:57:10 zur Folge und der unsichtbare Passagier: "der ominöse Poolwagen ist natürlich Unsinn. Das kann es aus mathematischen und physikalischen Gründen gar nicht geben, auch wenn die Idee sicher reizvoll und der Prof. es für möglich hält."
Nach wie vor halte ich den Poolwagen für möglich und nur im Sinne der Gemütlichkeit für Unsinn, aber nicht aus mathematischen und physikalischen Gründen.
So ein Poolwagen jedoch dürfte wohl aus Personensicherheitsgründen nur für die Benutzung bei stehendem Zug die Zulassung bekommen.
"Ominöse Wände" die dem Druck stand halten können werden nicht benötigt.
Auf unseren Straßen fahren ständig mit Flüssigkeiten gefüllte Fahrzeuge herum, wie Öltanklaster, Milchtanklaster, Biertanklaster, Speiseöltanklaster etc. pp. Die bei diesen Fahrzeugen, die genau in dem von dir genannten Tonnenbereich liegen, auftretenden Beschleunigungs- und Abbremskräfte der Ladung, sowie die in Kurvenfahrente auftretenden Fliehkräfte der Ladung werden allerdings durch sogenannte Schwallbleche reduziert.
Im Schienenbereich nennen sich diese Fahrzeuge Kesselwagen. Selbst wenn diese Kesselwagen nur teilweise befüllt sind, d.h. mit nach oben offener Flüssigkeitsoberfläche, und eine Notbremsung machen entgleisen sie nicht.
Die stärksten Beschleunigungskräfte treten bei Flüssigraketentanks auf. Auch diese funktionierten (meistens).

95) Professor Carswell © schrieb am 07.11.2018 um 03:15:16 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Sorry, ich vergaß auf deine Anmerkung bzw. die vermeintliche Falsifizierung des Schwimmens in errechnetem Pool einzugehen. Als Mensch wie ein Hund zu paddeln ist schwimmen; hier würde ich sagen liegst du leider falsch. Schwimmen ist definiert als Schweben eines Körpers in einer Flüssigkeit bzw. die Fortbewegung eines Lebewesens im Wasser. Im Buch und Hörspiel wird nichts zu einem Schwimmstil verlautet der in dem Pool möglich oder nicht möglich ist. Ich wiederhole mich: Gemütliches, entspanntes oder sportliches Schwimmen ist etwas anderes als in dieser "erweiterten Badewanne" des Luxuszuges.

96) Boomtown © schrieb am 07.11.2018 um 03:40:47 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Es reicht auch einfach ein Blick auf die Homepage des echten Coast Starlights, um zu sehen, dass der Autor sich den Pool ausgedacht hat.

97) Effendi © schrieb am 07.11.2018 um 08:59:49 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @94: das ist leider nur halb richtig. Diese Fahrzeuge, egal ob auf der Straße oder auf der Schiene haben niemals nur eine Kammer, sondern immer mehrere Kammern. Damit wird verhindert, das die gesamte Ladung auf einen Punkt wirkt und die Fliehkräfte zu groß werden. Man nennt das kraftschlüssige Verladung.

98) PerryClifton © schrieb am 07.11.2018 um 11:11:18 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Oh Gott, zwei Nerds diskutieren seitenweise über ermüdende Details mit wissenschaftlicher Akribie und pedantischer Genauigkeit...

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99) Effendi © schrieb am 07.11.2018 um 12:38:09 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @98: pedantische Genauigkeit ist manchmal eine Frage von Leben oder nicht Leben. Ein leider sehr drastisches Beispiel was passiert, wenn Ladung sich selbstständig macht, kann man hier leider bewundern: http:// tis.gdv.org/tis/foto/2013/2013_12. htm

100) PerryClifton © schrieb am 07.11.2018 um 14:48:59 zur Folge und der unsichtbare Passagier: @99 Eeek Aber davon abgesehen finde ich es schon interessant, anhand der Fakten darüber zu spekulieren, ob Buchna hier mal einfach so richtig die Regeln des Machbaren überschreiten wollte (ungfähr wie beim Space Shuttle Flug) oder ob es nur eine plausible, wenn auch nicht reale Möglichkeit ist. Anders gesagt: Fantasy aus Überzeugung, mangelnde Recherche oder ein Experiment in Sachen (Un-)Glaubwürdigkeit? Oder doch alles im grünen Bereich?

101) Mihai Eftimin © schrieb am 12.04.2021 um 20:33:37 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Nach dem Genuss dieser Folge, welchen ich lange vor mir hergeschoben habe, musste ich unwillkürlich an den Schlusssatz der Derrick-Folge "Entlassen Sie diesen Mann nicht!" denken: "Psychoanalyse ist die Geisteskrankheit, für deren Therapie sie sich hält."

102) Mihai Eftimin © schrieb am 12.04.2021 um 20:35:32 zur Folge und der unsichtbare Passagier: Falscher Thread ...

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