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Folgen-Diskussionen253) dcc © schrieb am 23.08.2026 um 16:34:38 zur Folge Der Ameisenmensch: Ich glaube eigentlich, auch heute gibt es solche Leute noch. Allein, es scheint bei Europa gar nicht mehr den Anspruch zu geben, echte "Größen" aus der Schauspielszene von irgendwelchen Theatern zu gewinnen. Wenn man mal im Bobcast hört, was das für gestandene Profis damals von den Bühnen des Landes waren, dann wird einem klar, welche Beziehungen die Körting damals hatte oder aufgebaut hat. heute klingen fast alle Sprecher nach beliebigen Soap-Darstellern, irgendwo im stimmlichen Niemandsland zwischen 20 und 50 Jahren. 252) LupusJonas © schrieb am 23.08.2026 um 16:26:25 zur Folge Der Ameisenmensch: @dcc: Ja, wer die Klassiker liebt, wird sich mit den neuen Folgen ab spätestens Folge 39 schwertun, allein schon weil die Musik von Carsten Bohn fehlt. Das mit den farblosen Sprechern ist auch sowas: Weil viele Sprecher heute eher farblos sind, kleistern sie umso mehr Effekt obendrauf, so dass es am Ende viel zu grell ist. Künstler wie Peter Pasetti oder Gisela Trowe wussten, was sie können. Sie konnten jede Rolle und jeden Raum mit einfachen schlichten Worten und ohne akustischen Kleister durchdringen. Da saß alles. Ich weiß auch nicht, warum es (jedenfalls nach meinem Eindruck) heute kaum noch solche Schauspielqualitäten gibt. Axel Milberg ist vielleicht einer der wenigen, die das noch draufhaben. 251) dcc © schrieb am 23.08.2026 um 15:12:13 zur Folge Der Ameisenmensch: Das ist ja krass. Da ist unsere Historie und vor allem die Vorliebe für exakt die Klassiker 1-33 ja super deckungsgleich! (gleichwohl, ich hatte damals nur 5 Folgen und der Ameisenmensch war eine davon!). Trotz all der Logikschwächen und der Zufälle mag ich auch diese Folge sehr. Ich mag das Feeling, die Atmosphäre, ich rieche praktisch den "Mais in den Bergen", das stickige Museum, die skurrilen Figuren (!),... Aber ja, dass praktisch alle Dreck am Stecken haben (außer der Titelfigur) ist irgendwie einzigartig innerhalb der Klassiker. Volle Zustimmung was Klassiker vs Neuzeit angeht! Ich habe die meisten Klassiker erst als Erwachsener entdeckt, und das ist was Sprecher, Inszenierung, Skripe, Sprache, Präzision,... angeht einfach um Lichtjahre besser als das elendige Gelabere von lauter farblosen Sprechern heute. 250) LupusJonas © schrieb am 23.08.2026 um 13:32:32 zur Folge Der Ameisenmensch: (sorry, ich dachte ich knnte den Text noch bearbeiten, stattdessen ist er jetzt doppelt drin. Bitte 248) löschen. Danke! und 250) auch... 249) LupusJonas © schrieb am 23.08.2026 um 13:31:05 zur Folge Der Ameisenmensch: Ich bekenne mich als Klassiker-Fan bis Folge 33, hatte damals aber nicht alle der 33 Hörspiele. "Der Ameisenmensch" gehörte auch nicht dazu. Ich habe ihn vor Jahren zum ersten Mal gehört und jetzt noch mal aufs neue. Eigentlich eine interessante Folge, auch vom Set und von den Figuren her, sehr Hitchcock-like. Die Sprecher sind wieder 1a, sehr gute Schauspieler. Aber dass Marianne Kehlau in ihrer Rolle als Letitia Radford unablässig und immer wieder ihre hysterischen und verzweifelten Schreianfälle zum Besten geben muss, ist beim Hören schon anstrengend und nervt. (Gleichwohl macht sie es absolut gekonnt.) Die Ereignisse sind irgendwie eine Nummer zu überdreht und die Unwahrscheinlichkeiten sind einfach zu dicht: Ein selbst gegrabener Tunnel unter einer von mehreren Parteien bewohnten Villa, und niemand (außer den Tätern) bemerkt etwas? Wo bleibt der Aushub? Wie wird der Erdtunnel abgestützt? Buddelt im Keller wirklich nur ein älteres Ehepaar? (Ich stelle mir Katharina Brauren vor…) Und dass der Museumsinhaber selber die Bilder fälscht und zum selben Zeitpunkt damit fertig wird, zu dem das Räuberehepaar seinen Tunnel ins Museum fertig gebuddelt hat, ist auch eher putzig. Und überhaupt: ein hochbunkerhaftes fensterloses Museum im Niemandsland… Hmm. Wer fährt dahin? Wer weiß: Wenn ich die Folge schon 1984 gehört hätte, wäre ich heute vermutlich gnädiger. Zumal die schauspielerischen Leistungen gut sind. Aber schon als Jugendlicher fand ich einige Folgen nicht sehr gelungen, weil unplausibel, zb „Das Bergmonster“ oder „Der magische Kreis“. Von daher wäre es mir mit dem Ameisenmenschen vielleicht schon damals so gegangen. Auch der Titel „Ameisenmensch“ setzt mehr auf Effekt, statt auf Plausibilität. Aber ich will nicht zu viel meckern.Ich in dankbar, dass ich einige der Klassiker heute erst entdecke. Sie sind immer noch besser als das, was ich an aktuellen Folgen bisher gehört habe - und kaum bis zu Ende hören mochte… 248) LupusJonas © schrieb am 23.08.2026 um 13:24:32 zur Folge Der Ameisenmensch: Ich bekenne mich als Klassiker-Fan bis Folge 33, hatte damals aber nicht alle der 33 Hörspiele. "Der Ameisenmensch" gehörte auch nicht dazu. Ich habe ihn vor Jahren zum ersten Mal gehört und jetzt noch mal aufs neue. Eigentlich eine interessante Folge, auch vom Set und von den Figuren her, sehr Hitchcock-like. Die Sprecher sind wieder 1a, sehr gute Schauspieler. Aber dass Marianne Kehlau in ihrer Rolle als Letitia Radford unablässig und immer wieder ihre hysterischen und verzweifelten Schreianfälle zum Besten geben muss, ist beim Hören schon anstrengend und nervt. (Gleichwohl macht sie es absolut gekonnt.) Die Ereignisse sind irgendwie eine Nummer zu überdreht und die Unwahrscheinlichkeiten sind einfach zu dicht: Ein selbst gegrabener Tunnel unter einer von mehreren Parteien bewohnten Villa, und niemand (außer den Tätern) bemerkt etwas? Wo bleibt der Aushub? Wie wird der Erdtunnel abgestützt? Buddelt im Keller wirklich nur ein älteres Ehepaar? (Ich stelle mir Katharina Brauren vor…) Und dass der Museumsinhaber selber die Bilder fälscht und zum selben Zeitpunkt damit fertig wird, zu dem das Räuberehepaar ins Museum gebuddelt hat, ist auch eher putzig. Und überhaupt: ein hochbunkerhaftes fensterloses Museum im Niemandsland… Hmm. Wer fährt dahin? Wer weiß: Wenn ich die Folge schon 1984 gehört hätte, wäre ich heute vermutlich gnädiger. Zumal die schauspielerischen Leistungen gut sind. Aber schon als Jugendlicher fand ich einige Folgen nicht sehr gelungen, weil unplausibel, zb „Das Bergmonster“ oder „Der magische Kreis“. Von daher wre es mir mit dem Ameisenmenschen vielleicht schon damals so gegangen. Auch der Titel „Ameisenmensch“ setzt mehr auf Effekt, statt auf Plausibilität. Aber ich nicht zu viel meckern.Ich in dankbar, dass ich einige der Klassiker heute erst entdecke. Sie sind immer noch besser, als das, was ich an aktuellen Folgen bisher gehört habe - und kaum bis zu Ende hören mochte… 247) dcc © schrieb am 18.02.2026 um 10:24:10 zur Folge Der Ameisenmensch: Siehe da... die nächste Folge auf meiner Favorites List ist ebenfalls von M.V. Carey, und es ist eine der wenigen die ich schon als Kind viel gehört habe. Hier gebe ich zu, dass sicher in meiner Bewertung eine große Portion Nostalgie mitspielt. Die Folge steht sicher an der Spitze der sinnfreien und unlogischen Geschichten, aber sie macht auch deswegen irgendwie Spaß. Warum das Ganze "Ameisenmensch" heißt, weiß ich bis heute nicht. OK, klingt spooky, hat aber wenig mit der eigentlichen Handlung zu tun. "Die rasende Vogelscheuche" oder "Insektenalarm" oder was weiß ich wären passender gewesen. Überhaupt erinnert die Story an alte Hollywood Gruselklassiker aus der Insekten/Spinnen-Ära. Das ganze, sehr kurze Hörspiel besteht eigentlich nur aus einer Aneinanderreihung von Schocker-Szenen, bzw. Angriffen auf die Hauptfigur begleitet von - auf die Dauer unerträglichen - Schreien, und ein wenig Ermittlungsarbeit bzw. Füllmaterial dazwischen. Dafür jedoch gibt es großartige Sprecherleistungen: Marianne Kehlau hätte sich in Hollywood einen Oscar verdient, Katharina Brauren ist wieder herrlich knarzig, und Volker Brandt gefällt mir besonders als träumerisch verpeilter Kunst-Restaurator. Worum geht es eigentlich? Das ist ohne das Buch relativ schwierig zu rekonstruieren. Da ist ein Diener Ehepaar was wohl nur dort arbeitet, um einen Tunnel zu einem Museum zu graben um dann mit der Beute zu entkommen, obwohl ja spätestens dann als sie verschwinden (wollen) mit der Beute jedem klar sein würde, wer sie sind. Gleichzeitig ist noch eine weitere Bedienstete im Haus, die vorgibt im Rollstuhl zu sitzen, das aber gar nicht tut, und mit dem Diener Ehepaar unter einer Decke steckt. Warum? ist das Zufall? Haben die alle zu dritt da angeheuert? Warum die Rollstuhl-Masche? Wie es der Zufall so will, findet der Raub aber gerade dann statt, als der gute Meister-Fälscher alle Bilder durch seine Kopien ersetzt hat, weil er die Originale alle selbst stehlen will. Großartiger Plan! Würde nie auffallen, und man würde ihm nie auf die Schliche kommen. Ach ja, und weil es so einfach ist einen ewig langen Tunnel zu graben, erfinden sie eine wandelnde Vogelscheuche und sonstigen Spökes um die eigentlich allein wohnende Hauptperson vom Keller fernzuhalten. Macht Sinn... Am Ende ist nur einer völlig unschuldig: Der titelgebende Insektenforscher, der als Scheusal eingeführt wird. Dennoch mag ich das Tempo der Folge, und auch das Setting von Villa und Museum an einem Hang mit Maisfeldern hat es mir als Kind immer angetan. Auch dass man damals den Mut hatte, einfach Begriffe zu verwenden, die Kinder unmöglich verstehen konnten ("Er hatte eine Sense. Wie der Schnitter Tot"). 246) DerBrennendeSchuh © schrieb am 13.11.2024 um 19:53:44 zur Folge Der Ameisenmensch: Eben nochmal den "Bobcast" dazu gehört: Ein Thema war die Aussprache von "Agnier". Das ist in den Sprecherangaben vll falsch geschrieben, ich finde keine englische/amerikanische Aussprache dazu, aber für "Aigner", das wäre etwa "Aanjee". Aber was zum Teufel hat Fröhlich nur geritten, "wie er die Toneldecke mit Balken abgestürzt hat" zu sagen?! Sehr schön der Verhörer "Wieder schnitt er tot"!😀 245) Mr Burroughs © schrieb am 10.07.2023 um 13:27:39 zur Folge Der Ameisenmensch: @244: Lesen hilft :)...ich liebe das HSP, aber das Buch ist nochmal um Klassen besser. 1. Das Dienerehepaar ist nicht das Ehepaar Burroughs, sie haben deren Identität angenommen, könnten also selbst nach Entdeckung des Tunnels problemlos entkommen. 2. Mrs Redford geht eben nicht in den Keller, da sie Angst vor Insekten und Spinnen hat und nun insbesondere vor der Vogelscheuche, die dort im Dunkeln auftauchen könnte. Das Ziel der Vogelscheuche ist, Letitia so zu verängstigen, dass sie abreist oder zumindest dem Keller fernbleibt. 3. Der Vogelscheuchenplan ist kurzfristig entstanden, Mrs Chumley und die Burroughs waren schon beim Graben des Tunnels und alles war organisiert, aber Letitia ist kurzfristig für ein paar Wochen ins Hausen gekommen, normalerweise ist sie in der Welt unterwegs. 4. Mrs Chumley ist die Haushälterin, die in Letitias Abwesenheit auf das Haus aufpasst. 5. Prinzipiell erregt die Vogelscheuche eben kein Aufsehen, weil niemand Letitia glaubt und daher keine Untersuchung stattfindet. 6. Es ist kein absurder Tunnelaufwand. Die Burroughs und Mrs Chumley vermuten ja unzählige extrem wertvolle Gemälde im Mosby-Museum, insofern reden wir hier über mehrere Millionen Dollar (Blöd, dass es dann doch nur Fälschungen sind). 244) dcc © schrieb am 07.07.2023 um 10:10:18 zur Folge Der Ameisenmensch: Hier gibt es einiges Negative zu dieser Folge. Möchte gerne mal meinen Senf dazugeben. Es hat mich schon immer fasziniert, wie sehr die Wahrnehmung davon abhängt, wann man eine Folge zuerst gehört hat (Gleiches gilt auch bei jedem anderen "Franchise" wie Filmserien). Jemand hier schrieb, er mochte diese Folge nie, weil er sie als Kind nicht gehört hätte. Bei mir ist es andersrum. Der Ameisenmensch und die Ranch waren 2 der wenigen Folgen die ich als Kind besaß - und auch die Letzten. Als ich dann viel später mal alle Folgen von vorne bis hinten gehört habe, zählten für mich diese beiden Folgen völlig automatisch zu den "echten" Klassikern, während kurz davor aber vor allem direkt danach nur noch wenig Klassiker-Feeling bei mir aufkommt. Ich mache das vor allem fest an: a. Inhalt und Themen der Stories und b. Musik und Inszenierung/Atmosphäre. Beim Ameisenmenschen kann man über die vielen nervigen Schreie natürlich geteilter Meinung sein. Was aber den Inhalt der Episode angeht, sowie vor allem auch der total absurde Plan der Bösewichte und die noch verrückteren Aktion diesen Plan zu vertuschen - tja, ich finde da sind wir auf absolutem Klassiker Terrain! Es ist doch ein elementarer Bestandteil der Klassiker, dass ein Verbrechen (nicht selten ein Kunstraub) mit einem überzogenen Aufwand und mysteriösen Elementen versucht wird zu verheimlichen. Insofern steht der Ameisenmensch völlig in später Tradition zu Folgen wie dem Drachen, dem Gespensterschloss, Mumie, Zauberspiegel, Teufel), vor allem ist es aber praktisch eine Kopie des verschwundenen Schatzes. Was an diesen Folgen so herrlich Banane ist, dass die Bösewichte überhaupt erst durch den Mummenschanz, den sie veranstalten, auf sich aufmerksam machen. Hier ist das aber besonders absurd. Was wollen sie mit dem Spuk erreichen? Wie kommt es dass die Hausbesitzerin nie in ihren Keller geht, obwohl die Vogelscheuche ja davon gar nicht wirklich abhält? Wer lebt da eigentlich alles in diesem Haus? Was ist die Rolle der Mrs. Chumley? Warum dieser absurde Tunnel-Aufwand für diesen Raub? Spätestens nach dem Raub würde die Polizei ja eh alles aufdecken und dann wäre klar, wer es gewesen ist. Dass am Ende praktisch alle Dreck am Stecken haben finde ich eher witzig und nicht störend. Allerdings wird im Hörspiel sehr wenig dafür getan, dass man auch nur annähernd versteht, wie Justus auf alles kommt. | |||||||||
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