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André Minninger: Höhe- und Tiefpunkte

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88) Captain Blitz © (patrickholtheuer@online.de) schrieb am 22.07.2014 um 12:48:31: @smice: Konntest Du schon reinhören? ;)
87) baphomet schrieb am 05.03.2014 um 15:10:50: @86 Der letzte Satz sagt es schon, wir sind alle Teil des Problems, die wir immer weiter kaufen und heute ist nicht mal mehr der guilty-pleasure-Appeal da, wenn die ganzen Massen zu den Kassen drängen. Es ist nicht wahrscheinlich, dass die aktuelle Tour die letzte für die alten Kämpen ist und der Stab an jüngere Aspiranten weitergegeben wird. Aber, und da ließe sich etwas machen, die Soundlibrary mal komplett upzudaten ist nicht zuviel verlangt. Das Argument, dass der Fans nicht ohne das alte Dielengeklotsche und die immer gleiche Mystery-Knarrschetür leben kann, ist so ausgelutscht, dass es nicht mittlerweile mehr zieht. Und die gute Körting, die alles von Hand cutten will, wirkt auch nicht meht so super old-school, wenn wie neulich im NDR zu sehen, auch Wavelab im Studio am Start ist.
86) damphousse (damphousse@web.de) schrieb am 05.03.2014 um 14:49:39: Ich kann das Dilemma des Andre M. zumindest nachvollziehen. Auf der einen Seite muss / sollte / wird erwartet, dass das Hörspiel möglichst nah an der Vorlage sich orientiert, auf der anderen Seite gibt es die Fraktion, die eine vernünftige Hörspielumsetzung der Vorlage erwartet. Das man da zumeist doch eher viele Kritiken auf sich einprasseln sieht, ist eher normal, denn Seltenheit. Dennoch ist das keine Entschuldigung für schlechte Qualität. Da ich ausschließlich Konsument der Hörspiele bin, reduzieren sich natürlich meine Erwartungen auf die Vertonung. Und da erwarte ich dann ein Hörvergnügen, dass sich nicht nur in endlosen Dialogen erstreckt, sondern möchte eine Abmischung, die Kopfkino entwickeln kann. Und wenn ich bei Besprechungen in der Zentrale mir vorstelle, wie drei alte Herren im Tonstudio sitzen und Zettelchen ablesen, dann habe nicht ICH was falsch gemacht, sondern der Scriptautor bzw. die Regisseurin. Man kann mit Geräuschen, Töne und Musik so viel beim Hörer bewirken, es gibt unzählige gute Beispiele in der Hörspiellandschaft dafür, selbst sogar im Hause Europa (Dragonbound). Dabei reicht dann aber nicht die Europa-Geräuscheplattensammlung aus den 70er mit der mein Vater schon seine Super-8-Filme vertonte, sondern da muss man auch mal kreativ sein bzw. sich mal ein bisschen Mühe geben. Auch ein Erzähler kann mitreißen, man muss dazu entweder den richtigen engagieren oder dem vorhandenen mitgeben, was er wie zu tun hat (auch wieder eher Regie, oder?). Und aus meiner Sicht ist nicht nur die Arbeit von Herrn Minninger von unterschiedlicher (jedoch kaum als Höhe zu bezeichnender) Qualität, sondern auch die Sprecher agieren in wechselnder Art und Weise. Eine zeitlang hatte ich den Eindruck, dass Andreas Fröhlich keine Lust mehr auf den Job hatte, dann war es stellenweise schräg overactet, was da aus den Lautsprechern kam. Das Schmatzen, das Grunzen, all das nervt, wenn man es alle drei Folgen als Stilmittel vorgehalten bekommt, weil der Produktion nichts Neues, Innovatives in der Umsetzung einfällt. Daher meine ich, dass die Hörspielumsetzungen insgesamt mehr Tiefpunkte wie Höhepunkte liefern und es im Gesamtbild nicht Herrn Minninger alleine anzukreiden ist. Letztendlich bin auch ich Schuld an der Misere. Ich muss mich fragen, warum ich eigentlich noch diese Serie weiter verfolge und konsumiere. Und weil ich das aber immer noch tue, bin ich leider auch ein Teil des Problems.
85) smice © schrieb am 28.02.2014 um 23:14:29: minninger hat übrigens die folge 15 zu mindnapping beigesteuert. bin ich gestern im netz drauf gestoßen und hab die mir in der buchhandlung meines vertrauens gleich mal bestellt. bin echt gespannt dauf.
84) swanpride © schrieb am 14.10.2013 um 09:41:08: Drei...bei einigen der frühen Minniger-Werke hatte er einen Co-Autor, Dirk Anton. (Ich hab mich ja schon immer gewundert auf wessen Konto die "etwas mehr Ausdruck inde Po" Szene geht, denn das war ein richtiger Francis-Moment)
@81 "Simmen aus dem Nichts" ist in dem Sinne keine Umsetzung, weil von Minninger selbst geschrieben. Sein bestes Werk Imho - aber nicht als Buch. Alle Minninger-Bücher lesen sich mehr wie "Das Buch zum Hörspiel" und nicht umgekehrt.
83) El Diablo © schrieb am 13.10.2013 um 23:55:29: Also ich stimme den letzten Kommentaren zu Francis vollkommen zu. Gerade diese Begabung sich eine Geschichte partiell anzuschauen, seine eigene drum herum zustricken und daraus ein knackiges Hörspiel zu bauen. Und ich liebe diese Sätze mittendrin, bei denen der geneigte Hörer genau weiß, das hat so niemals im Buch gestanden
Aber seitdem die Folgen deutlich länger geworden sind, ist oftmals die Spannung verloren gegangen. Gleichzeitig finde ich aber, dass ggü. einigen Klassiker-Folgen der Inhalt/Story umfangreicher ist. Und da frage ich mich, ob hier mehr Dialoge der beste/einzige Weg sind, um dieses Ziel zu erreichen.
Ein Beispiel aus den Klassikern: Beim sprechenden Totenkopf (eine Foleg die ich sehr sehr gerne mag), habe ich mich immer gefragt: Wer ist eigentlich dieser Maximilian? Und wer drängt ihn von der Straße ab? Und das schönste war der Anruf von Mr. Grant: Bei Macki Messer, Three Finger und Babyface Benson. Bis zur Lektüre dachte ich immer, der will die Jungs hopp nehmen (gerade bei den Namen), aber die Bande spielt ja wirklich eine Rolle im Buch. An dieser Stelle hätte es mich wahnsinnig interessiert, was Francis aus der Folge gemacht hätte, wenn er 65-70 Minuten gehabt hätte.
Ich habe darüber noch den Eindruck, dass bei Francis eine gewisse Distanziertheit zur Folge einen positiven Einfluss hatte. Er hat nicht versucht, den Jungs zwanghaft irgendwelceh Chraktereigenschaften zu verpassen oder aus Sentimentalität (zum eigenen Buch) zwanghaft noch eine Szene unterzubringen. Stets nach dem Motto: Du bist immer dann am besten, wenn's Dir eigentlich egal ist. (mal überspitzt).
Ich fänd es recht spannend zu sehen, was andere Autoren aus den Hörspielfolgen machen würden. Und dafür müßte Europa einfach mal jemand anders ran lassen. Wenn ich es richtig sehe, haben in all den Jahren nur 2 Menschen die Skripte geschrieben...ein bischen mehr vielfalt würde nicht schaden. Bei den Büchern hat es ja sehr gut geklappt in letzter Zeit...
82) Hunchentoot © schrieb am 13.10.2013 um 12:16:38: Francis war ein perfekter Geschichtenerzähler, ein wahrer Märchenonkel (in der positivsten Bedeutung des Wortes). Er nahm fremde und eigene Geschichten und führte seinen Zuhörern deren ganze Welt lebendig und farbenprächtig vor Augen, so dass man wie ein kleines Kind mit offenem Mund vorm Kamin saß und dem Großvater zuhörte. Ja, irgendwann wird man älter und bemerkt, dass bei diesen Geschichten nicht alles ganz logisch ist und nicht alles zusammenpasst. Aber wirklich wichtig ist das Talent, sowas ERZÄHLEN zu können. So, dass es einem vollkommen egal ist, ob es Lücken gibt, denn die füllt man automatisch selbst, weil man geistig mitten im Geschehen ist. Das Talent zum Erzählen lässt sich schwer an handwerklichen Aspekten festmachen und man sieht heute, dass das formelhafte Aufreihen von Handlungsszenen nach dieser oder jener Methode, ohne den Geist eines in seinen Bann ziehenden Erzählers (nicht der Hörspielerzähler!), der die Dinge erlebbar macht, ganz offensichtlich nicht ausreicht. Francis hat mehr gemacht als nur Handwerk, denn wäre es nur das gewesen, hätte man ihn tatsächlich aufgrund seiner Handlungslücken als "schlecht" bezeichnen können, aber wer würde das ernsthaft tun wollen? Er hat viel mehr gemacht, als Die Drei ??? und seine persönliche Handschrift scheint überall durch.
81) Sophie schrieb am 13.10.2013 um 11:36:05: @80: Dass das Hin- und Herspringen die Atmosphäre im Hörspiel verdirbt, finde ich nicht. Es kann sogar die Spannung steigern. "Stimmen aus dem Nichts" ist für mich nach wie vor zwar ein Fall, der relativ "einfach" gehalten ist, aber sehr viel Atmosphäre und Spannung beinhaltet. Das bringt Minninger auch sehr gut im Hörspiel rüber. Ansonsten kann ich dem zustimmen, was du gesagt hast. Man hat einfach das Gefühl, dass Minninger häufig das Gespür dafür fehlt, was sich in einem Hörspiel gut macht und dass er auch gern den "einfachsten" Weg geht. Schließlich lassen sich endlose Laberrunden im Gegensatz zu einigen Actionszenen leicht umsetzen. Für mein Empfinden ist das "Nacherzählen" von Geräuschen aber besser geworden, hat also deutlich nachgelassen in den letzten Hörspielen. Ich denke, viele der Autoren, die regelmäßig Hörspielskripte schreiben, würden über einige Werke von Herrn Minninger einfach nur den Kopf schütteln.
80) swanpride © schrieb am 13.10.2013 um 01:52:30: Francis war deswegen so gut weil er nicht nur stur umgesetzt hat, sondern den Geschichten auch eine eigene Note gegeben hat. Viele der großen Klassikerzitate kommen in den Büchern so gar nicht vor ("Ganz sicher...er hat mir nämlich eine geklebt", "Eine Rokokokokotte", "Kommunisten, Anarchisten, Pack!", "Meine Schuhe, deine Schuhe ist doch egal!") sondern sind Resultate von Francis Umsetzungen (die meisten anderen stammen entweder aus den Fingerzeigen oder sind Fröhlich-Privatismen, "Der Haschimitenfürst" zum Beispiel). Diese Kreativität fehlt mir bei Minninger einfach (die neuen Zitate stammen in der Regel aus der Feder der Autoren oder gehen auf die Sprecher zurück), auch das Gespür dafür, was in ein Hörspiel rein muss und was nicht.
Was in meinen Augen gar nicht geht, ist ein Erzähler, der mir Geräusche berichtet...Beispielsweise die quietschende Tür in "Spur ins Nichts" (mal ganz davon ab, dass es den Hörspiel seht gut getan hätte, wenn Minninger die Szenen so zusammengefasst hätte, dass der Hörer große Blöcke aus Justus und große Blöcke aus Bobs Sicht zu hören bekommen...das hin und herspringen funktioniert im Buch hervorragend, verdirbt aber die Stimmung im Hörspiel).
Francis hätte weder die Fliesen noch das Geräusch der Tür beschrieben, sondern man hätte das Hallen der Stimmen gehört und das Quietschen der Tür, während Justus und Peter ihre Situation diskutieren.
Die Mumie zum Beispiel ist als Hörspiel so gut wie gar nicht umzusetzen, weil der Reiz des Buches nun einmal die Szenen sind, in denen Peter im Sarg festhängt, was sich auf das Hörspielmedium kaum übertragen lässt.
Ich bin wirklich die Letzte, die es Minninger ankreiden würde, dass er ein kaum umsetzbares oder vom Beginn an grottenschlechtes Buch nicht in ein Meisterwerk verwandeln kann. Aber leider hat er in der Vergangenheit immer wieder geschafft, lohnende Vorlagen zu verhunzen. Der Schwarze Skorpion zum Beispiel. Darin werden Minuten auf Gespräche und Empörungen über Wildereien verschwendet. Die wirklich spannenden Szenen hingegen wenn die drei mit einer hochgiftigen Schlange in einem Labor festsetzen oder Bob im Auto des Täters festsitzt, die werden in Sekunden abgehandelt. Ich verstehe auch nicht, warum Minninger darauf besteht Sonnleitners leidige Kaffee und Kuchen Szenen umzusetzen...Francis hat in der Regel auch nicht den abschließenden Hitchcock-Besuch ins kleinste Detail durchgekaut, sondern die Lösung des Falles im Schnellverfahren hinter sich gebracht, so dass das Hörspiel spannend bis zum Schluss blieb.

79) baphomet schrieb am 12.10.2013 um 20:42:26: P. S. zu 78: Man muss aber sagen, dass das in den letzten 20-30 Hörspielen, mit ein paar Ausnahmen, nicht mehr so groß auffällt. -- @El Diablo Verdammt, ich wollte diesen irren Limburg-Stinkerkäse-Popen auch schon irgendwo unterbringen. Zu spät...
78) baphomet schrieb am 12.10.2013 um 20:30:58: Dass HGF das unerreichte Ideal ist, ist ja selbstverständlich, da wird sich auch nicht mehr viel ändern. Was seine Fehler anbetrifft, hat er wohl oft zu schnell gearbeitet, aber seine Begabung für Stimmung, Plot und Charaktere ist auch in schwächeren Hörspielen immer spürbar. swanpride hat recht, dass ein gutes Buch nicht gleich gutes Hörspiel ist. Mein Lieblingsbeispiel ist die "Mumie", von der ich als Kind nur das Buch kannte. Das erste Hören war eine Riesenenttäuschung und ist es geblieben. "Verrückte Maler" habe ich gerade vorgestern gehört, also da hilft wirklich nix, ich habe keine Ahnung, was das alles soll, aber ich finde es trotzdem nicht unhörbar. Ich muss wohl doch mal das Buch lesen. Bei Minningers eigenen Arbeiten entspricht fast immer die Dialogüberlänge auch den Intensionen des Autors, während das bei den Umsetzungen anderer Bücher nicht immer Sinn macht und mitunter richtig nerven kann. Das eklatanteste Beispiel, wo viel zu lange Dialoge auf alberne Darstellung und Regie trifft, sind die "Karten des Bösen", also sogar eine Eigenbearbeitung, was ganz gut seinen letztlich doch nur eingeschränkten Impetus zeigt. Frau Körting wollte wohl das morbide Geschehen im Finale etwas entschärfen und ließ die Volkmann ständig spitze Töne ausstoßen, schlimmer als in jeder Klimbim-Folge, damit man merkt, die Alte lebt wirklich noch. Diese zweite Seite und damit die ganze Kassette ist dadurch nahezu unhörbar geworden, weil man immer weiss, dass das noch kommen wird. Volkmann ist natürlich eine Stimmartistin, aber hier ist es alles viel zu viel. Die Geschwätzigkeit seiner Dialoge ist sein Hauptmanko.
77) El Diablo © schrieb am 12.10.2013 um 19:33:55: Was Francis angeht muss ich Dir widersprechen. Professionell wäre er gewesen, wenn er eindwandfreie und gute Arbeit abgeliefert hätte.
Gute Arbeit hat er mE gemacht, da er auf jeden Fall Talent und - subjektiv betrachtet - einen einzigartig guten Stil. Ich mag die Skripte deshalb sehr gerne
Einwandfrei hat er nicht gearbeitet und damit nicht professionell. Die Logikfehler (besonders drastisch fand ich den grünen Geist), nicht konsistent geänderte Dialoge (z.B. Gefahr im Verzug, wo Francis Bob in der Anfangsszene dazu nimmt, der Erzählertext aber aus dem Buch 1:1 übernommen wird und nur von Justus und Peter gesprochen wird), die kuriosen Verstrickungen bzgl. Verwandtschaftsverhältnisse uvm. Nicht ohne Grund könnte man mit der Fehlerliste der Klassiker den neuen Limburger Palast von Franz-Peter neu tapezieren.
Darüber hinaus fand ich die letzten Skripte von Francis sehr schwach, mE weil die Vorlagen von BJHW auch nicht viel taugen. Den verrückten Maler finde ich unhörbar und Dopingmixer ist ebenfalls katastrophal.
Was mich stört ist, dass mit zweierlei Maß gemessen wird: Bei den Klassikern wird das als Kult gewertet, bei Minninger wird so etwas detailliert negativ ausgeführt. Und das stört mich!
Für mich sind ja die Klassiker auch das Maß der Dinge: Geschichten, die vor origenellen Ideen sprühen, eine klare und schöne Charakterzeichnung, Rocky Beach Atmospähre, knackige Umsetzungen, super Musik, die Sprecher waren eben noch Kinder und keine Profis und dementsprechend Authentizität ausgestrahlt uvm. Und ja: 10 Minütige Anfangsdialoge, die die Geschichte nicht weiterentwickeln wie bei der Rache der Samurai nerven und zeugen nicht gerade von höchster handwerklicher Kunst. Auf der anderen Seite hat Minninger ja auch gute Folgen geschrieben, also theoretisch müßte er es ja können. Da frage ich mich halt, warum es zum Teil nicht klappt. Und ich finde, dass schlechte Vorlagen und eventuell Zeitmangel bei der steigenden Dichte bei den Veröffentlichungen eine mögliche Erklärung sein können.
Manch einem geht die Arbeit halt schneller von der Hand (francis) und manch einem nicht! Ich will um Gottes Willen nicht der Pflichtverteidiger von Minninger sein, aber dass schlechte Folgen auf das Konto eines einzigen gehen (inklusive Bashing hier) und gute Folgen dadurch erklärt werden, dass die Story ja auch leicht umzusetzen war, finde ich nicht ok.
76) swanpride © schrieb am 12.10.2013 um 18:32:38: Mmm...also ganz ehrlich, die Aussage dass Minningers Vorgänger einen leichteren Job hatte lasse ich nicht gelten. Francis musste Hörspiele zusammenstellen, die kürzer waren, als das, was heute üblich ist, und dabei Bücher umsetzen, die noch nicht durch Kosmos beschränkt waren und daher weitaus länger waren. Zudem ist ein gutes Buch nicht unbedingt immer eine einfache Vorlage für ein Hörspiel. Der Karpartenhund ist zum Beispiel ein großartiges Buch, aber als Hörspiel schwer umzusetzen, und Die Gefährliche Erbschaft hat so viele Handlungsstränge, dass zwangsläufig der eine oder andere unter den Tisch fallen musste. Ich denke schon, dass man merkt, dass Francis ein Vollprofi war, während Minninger für das eine oder andere das Grundverständnis fehlt und viel (aber längst noch nicht alles) erst "on the Job" gelernt hat.
Minninger leistet gute Arbeit, wenn er entweder seine eigenen Skripte schreibt (die Stories sind manchmal hanebüchen, aber die Hörspiele sind eigentlich immer besser als die Bücher) oder wenn er an ein Buch gerät, dass praktisch für eine Umsetzung gemacht ist (wie Nacht in Angst). Häufig hält er sich aber bei seinen Skripten zu lange an unwichtigen Kleinigkeiten auf. Ich muss allerdings auch anmerken, dass zumindest der Erzählereinsatz rückläufig ist.
Um ehrlich zu sein, die Beschwerden wegen der Kürzungen verstehe ich nicht so ganz. Es ist ein Hörspiel, da muss gekürzt werden. Die Frage ist mehr, ob an der richtigen Stelle gekürzt wird (zB Mag ich "Der rote Rächer" insgesamt wirklich, aber dadurch dass ausgerechnet die Szene gekürzt wird, in der Bob von der Bombe erfährt, ist die ganze Spannung der Scene raus, da diese ja nun einmal darauf beruht, dass der Leser/Hörer weiß, dass Justus und Peter ahnungslos eine Bombe in der Hand halten. Über solche Aspekte sollte sich ein Skriptschreiber im klaren sein, und dann vielleicht lieber an einer anderen Stelle die Schere setzen.)
75) isreit © schrieb am 12.10.2013 um 13:04:11: Heikedine Körting ist genauso für den Mist verantwortlich wie André Minninger.
74) baphomet schrieb am 12.10.2013 um 03:23:48: *eigenmächtige Änderung

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