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Folgen-Diskussionen367) Gaspode © schrieb am 27.01.2025 um 18:07:20 zur Folge Der Karpatenhund: @Boomtown: Die Fan-Autodidakten schreiben allerdings besser als mancher gelernter Autor. 366) Boomtown © schrieb am 27.01.2025 um 18:01:38 zur Folge Der Karpatenhund: Interessant finde ich bei DDF immer wieder, dass diverse Produzenten, Verlage, Konzerne, Marketingabteilungen etc. der Serie bei der kommerziellen Verwertung nicht zu trauen scheinen oder den Vibe nicht erkennen wollen. Ich hatte beim Erscheinen der ersten DDF-Filme eine ähnliche Diskussion mit einem der Produzenten, der erklärte, dass ja wahnsinnig viele Leute bei so einer Produktion mitreden und unendliche viele Vorgaben erfüllt werden müssen. Klar, nur warum überhaupt ein 50 Jahre altes Buch verfilmen, um dann sämtliche Nebenfiguren zu "modernisieren", Lovestories einzuschreiben, Motive zu pimpen, die Zeit in die Gegenwart zu verlegen etc.? Es geht einfach darum die erfolgreiche Marke und den heiligen Gral der Folgen als Oberfläche zu nutzen, um einen neuen Aufguss zu verkaufen, der am Ende weder für Alt-Fans noch für Kids wirklich funktioniert. Und auch sonst: Aida Rasch wird vom Verlag in höchsten Tönen aus der Serie weggelobt, ihre Artworks durch neue ersetzt, weil wohl zu "altbacken". Nicht mal den das Cover des Bildbands über ihre Arbeit durfte eines ihrer Bilder zieren, stattdessen setze man auf eine billige Photoshop-Grafik. Bei den Autoren das selbe. Man setzte ab einem bestimmten Punkt auf Fan-Autodidakten nach dem Motto, für DDF wird es schon reichen. Überall schwingt diese fehlende Wertschätzung gegenüber der Originalserie mit, dabei ist das für viele Leute ein Goldesel. Man ist nicht in der Lage, sich neue Stoffe auszudenken, neue Serien zu entwickeln, aber meint, die alten ständig verschlimmbessern zu müssen. 365) Boomtown © schrieb am 27.01.2025 um 17:16:58 zur Folge Der Karpatenhund: @363 Ach so meintest du das. Na wenn das für dich schon maximal divers ist, hätte es ja auch für den Film gereicht . Ich würde eher sagen, realistisch für LA wäre, wenn der Börsenmakler selbst ein Yogi ist. :) Aber nur nochmal zur Erinnerung, ich bezog mich auf diesen Satz: "Einen Film in einer rein weißen, heteronormativen Bubble spielen zu lassen ist doch auch total künstlich und absurd." Das halte ich ganz grundsätzlich für eine sehr steile These beflügelt von der momentanen woken Netflix-Logik, erst recht angesichts des DDF-Komsoms, der dem ja insgesamt so gar nicht entspricht. Warum sollten Erzählungen nicht in irgendwelchen "Bubbles" spielen? Warum sollte man den Anspruch haben, in einem nachbarschaftlichen Kammerspiel die komplette Vielfalt einer Gesellschaft abzubilden? Das ist doch viel eher absurd und anders Wirklichkeit vorbei, denn es gibt nun mal unterschiedliche Milieus. Und das meine ich wieder in alle Richtungen. In Menace II Society will ich auch nicht, dass da plötzlich die Hälfte der Charaktere weiß sind.364) alphawolf © schrieb am 27.01.2025 um 11:22:25 zur Folge Der Karpatenhund: Kommt, Kinderlein, zankt euch nicht. 363) dcc © schrieb am 27.01.2025 um 10:41:17 zur Folge Der Karpatenhund: @360. So leicht geht das aber jetzt nicht. Du hast gesagt, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass eine "Hood" dort maximal divers zusammengesetzt ist. Daraufhin habe ich dir gezeigt, dass das mit dem Yogi und dem Börsenmakler ja schon im Buch so ist. Auch die Schlangenfrau kann die Wohnung geerbt haben oder sie wird von den Eltern bezahlt. Vielleicht verdient sie aber auch als Programmiererin 500k im Jahr. OK, wenn du gegen jede Veränderung bist, dann macht die Diskussion keinen Sinn. Dann empfehle ich aber niemals je in eine Verfilmung eines Romans zu gehen 362) alphawolf © schrieb am 27.01.2025 um 07:47:53 zur Folge Der Karpatenhund: Wir waren am Samstag zur Mittagszeit im Kino, der Saal war so gut wie leer, man kam vielleicht auf 10 Personen, war das bei euch auch so? Der Film war gut. Man hat die Story an sich erzählt, aber alle Rätsel modernisiert/neu interpretiert, sodass man aufs neue überrascht war und wieder miträtseln konnte. Der Spuk in Mr Prentice Wohnung ist komplett neu interpretiert, dafür hat man endlich mal eine gute und nachvollziehbare Lösung gefunden, denn die drei Lösungen in Buch und Hörspiel fand ich alle nicht dolle. Die Besetzung der Nebenfiguren fand ich auch alle gut, dass aus dem Katzenmann eine Schlangenfrau wurde irgendwie lustig. Skinny passte auch für mich, Cotta hingegen gar nicht (nichts gegen den Schauspieler, aber er wirkte mehr wie ein 0-8-15 Hilfspolizist). Bei den Hauptfiguren finde ich eigentlich nur Justus getroffen. Bei Titus fehlt mir der "gewaltige Schnauzbart". Aber davon muss man sich frei machen und auf die Schauspieler als 3. Realität einlassen. 361) Boomtown © schrieb am 27.01.2025 um 00:15:38 zur Folge Der Karpatenhund: @358 Was willst du mir damit sagen? Kann doch sein, dass der Yogi die Wohnung geerbt hat? Außerdem ist das im Film doch genauso? 360) Boomtown © schrieb am 27.01.2025 um 00:13:18 zur Folge Der Karpatenhund: @359 Erstaunlich, in welch atemberaubender Geschwindigkeit mir hier die Worte im Mund rumgedreht werden. Ich habe mit keiner Silbe geschrieben, dass ich schwarze oder homosexuelle Menschen "seltsam" finde!! Genauso wenig seltsam finde ich jedoch die Konstellation, wie sie im Buch ist. Insofern lehne ich die Veränderungen der Charaktere ab, weil sie keinerlei Mehrwert für die Geschichte bieten. Dir gefällt es, mir nicht. Nicht mehr und nicht weniger. 359) Call © schrieb am 26.01.2025 um 23:24:19 zur Folge Der Karpatenhund: Meine Kinder hatten während und nach dem Film keine einzige Frage dazu, warum da jemand schwarz war oder warum Prentice der Liebhaber von Niedland ist. Die Realität sieht für sie eben anders aus, sie haben schwarze Kinder in ihren Klassen und im Freundeskreis, für die ist das nichts außergewöhnliches. Und wer wen wie warum liebt finden sie auch nicht seltsam, weil wir genau diese Konstellationen im Freundeskreis haben. Ehrlich gesagt, finde ich es durchaus sinnvoll, dass Prentice und Niedland eine Beziehung haben. So ist das viel logischer, dass er den Karpartenhund erbt als der Bruder. Und wie groß wäre der Aufschrei gewesen, wenn man Niedland oder Prentice zu einer Frau umgeschrieben hätte? Egal wie mans macht, irgendwem steigt man offensichtlich immer auf die Zehen, also ist es am Ende egal, wie mans macht. Mir persönlich hat der Film extrem gut gefallen und ich fand es in der Tat sehr kurzweilig, dass ein paar Dinge gewandelt oder neu eingebaut wurden, ein paar Charaktere geschärft oder besser gezeichnet wurden und der ganze Film in sich stimmig ist anstatt krampfhaft zu versuchen nur möglichst nicht vom Original abzuweichen und gleichzeitig zu riskieren, dass, egal wie nah man dran ist, trotzdem irgendwer mit einem Detail um die Ecke kommt, das nicht stimmt. 358) dcc © schrieb am 26.01.2025 um 23:05:31 zur Folge Der Karpatenhund: Ein Börsenmakler und ein verträumter nichtsnutziger Yogi in der gleichen Wohnanlage sind also total stimmig? Also noch mal: Hier wurde ein 50 Jahre altes Buch verfilmt, welches schon mehrere Male durch nicht unwesentliche Bearbeitungen gegangen ist. Gemessen daran habe ich eine wirklich gelungene und weitestgehend getreue Umsetzung des Hörspiels mit einigen Elementen der Bücher und einer gelungenen Modernisierung gesehen | |||||||||
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