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Folgen-Diskussionen

Hier kannst Du einen Kommentar zur Folge und der dreiäugige Totenkopf abgeben.

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37) Timmy der Hund © schrieb am 15.03.2020 um 17:47:48 zur Folge und der dreiäugige Totenkopf: Ich kann Micro auch nur zustimmen: Man fühlt sich bei dieser grottenschlechten Leistung der Nebendarsteller regelrecht verarscht. Wenn es nur EINE Figur gewesen wäre (z. B. Holger Mahlich als Hund), wär's noch lustig, aber das zieht sich durch die gesamte Folge. Als Note kommt damit nur eine 6 in Frage, die ich auch vergeben habe. Selbst wenn es eventuell(!) anders gemeint gewesen sein sollte: der Hörer versteht es nicht, und es deutet auch nichts darauf hin.

36) isreit © schrieb am 03.03.2020 um 23:04:35 zur Folge und der dreiäugige Totenkopf: Da muss ich Micro mal in fast allen Punkten zustimmen. Besonders den Heulkrampf hätte es echt nicht gebraucht. Es war auch komisch, Fritsch nach so langer Zeit nochmal als Erzähler zu hören. Und leider auch die Erkenntnis, dass ich mit Millberg glücklicher bin.

35) Ola-Nordmann © schrieb am 27.02.2020 um 08:00:02 zur Folge und der dreiäugige Totenkopf: @34: Das mit den Strukturen der großen Konzerne was den Erfolg angeht, kann ich nur unterschreiben, das deckt sich mit meinen Erfahrungen (ganz andere Branche) - wobei Erfolg hier gleichzusetzen ist mit finanziellem Gewinn.

Den nachlassenden Erfolg sieht man auch öfters bei Fernsehserien, zuerst wird nichts geändert, irgendwann sinken die Einschaltquoten, dann werden Änderungen eingeführt, um das Ruder herumzureißen, was dann aber oft genug mit der vollständigen Entstellung der Serie und dem beschleunigten Niedergang einhergeht. Den finanziellen Einbruch bei den ??? werden wir aber vermutlich nicht mehr erleben, oder besser gesagt den finanziellen Einbruch wegen qualitativen Mängeln. Derzeit scheint der Rubel ja noch zu rollen, bevor da eine gravierende Delle kommt, steigen zuerst die drei Hauptsprecher aus, was dann ohnehin die Voraussetzungen gewaltig ändert.

34) Jeffrey Shaw © schrieb am 26.02.2020 um 23:49:38 zur Folge und der dreiäugige Totenkopf: @Micro : Deine ersten Zeilen zum Thema "Natürlichkeit" treffen den Nagel auf den Kopf. Darüber denke ich in letzter Zeit bei so gut wie jeder Folge nach. Sicherlich führt das auch in die olle und ewige KLassikerdiskussion und zur Frage, ob es Nostalgie oder tatsächlich abstrahierte Qualität ist, die diese Folgen aus damaliger Kinderperspektive und auch heutiger Sicht meist zu etwas besonderem machten. Sicherlich gab es damals überzeichnete Figuren und performances. Aber der Grundtenor scheint mir ganz klar gewesen zu sein das Ganze irgendwie echt und filmisch und irgendwie fast ERWACHSEN klingen zu lassen. Während man heute (unbewusst oder bewusst) immer wieder eine plumpe kindische Tonalität erschafft. Obwohl es viel mehr ältere ZuhörerInnen gibt. Crazy shit. Aber das passiert halt, wenn es zu viele eingefahrene Strukturen gibt, kein wirklich frischer Wind in ne Sache reinkommen kann und den Leuten, die das Ding von außen verantworten - also außerhalb des traditionellen inner circle stehen entweder keine Macht haben was zu verändern (because: Heikedine und den wohl unzertrennlichen Bund ewiger Siezbeziehungen) oder, was mir noch plausibler erscheint: Den Menschen von außen (bei Sony und Kosmos) ist der Inhalt dessen, was sie produzieren wirklich SOWAS VON EGAL. (Ich arbeite auch im Unterhaltungsbereich und es wird mir immer klarer, dass das größte Problem die Menschen sind, denen der Inhalt einfach scheiß egal ist und denen auch die skills, der Geschmack und die Leidenschaft fehlen, sich überhaupt darüber Gedanken zu machen. Außerdem werden bei großen Konzernen oder Strukturen die Schwerpunkte ja immer nur auf Erfolg gesetzt. Also wird auch niemand dafür belohnt, sich über INhalte Gedanken zu machen, so lange der Umsatz stimmt. Und da man viel zu viel zu tun hat wg Kürzungen und Einsparungen MACHT man sich halt auch keine Gedanken, weil man da halt leidenschaftslos ist. Und somit spült man Geschichten den Bach runter. Macht sich aber halt erst Jahre später bemerkbar im Erfolg.)

33) Micro © schrieb am 23.02.2020 um 21:53:32 zur Folge und der dreiäugige Totenkopf: Ich habe zu meinem eigenen Verdruss seit geraumer Zeit das Gefühl, doch langsam zu alt für Kinder-/Jugendhörspielserien zu werden. Es wird irgendwie immer mehr verweichlicht, verkindlicht, entschärft, gekünstelt und die Natürlichkeit rausgenommen. Dieses Gefühl hatte ich früher nie und es ist auch nicht so, dass ich, wenn ich mir heute nochmal Hörspiele anhöre, die ich früher gefeiert habe, mich fragen muss, warum ich das damals nie wahrgenommen habe, denn das Problem der Verkindlichung existierte früher schlichtweg nicht. Nicht bei TKKG, nicht bei den drei ???, auch nicht wirklich bei den Fünf Freunden und noch nicht mal bei den Klassikern von Bibi Blocksberg, Benjamin Blümchen und Co., das war einfach anders, ne andere Zeit, ne andere Machart und natürlich andere Themen. Mit „Die drei ??? und der dreiäugige Totenkopf“ hat Europa eine Produktion auf den Markt geworfen, die es nun eigentlich über die komplette Spielzeit so dermaßen übertreibt, dass man gar nicht anders kann, als jeden Millimeter des Inlays mit der Lupe nach dem Wort „Parodie“ oder „Satire“ abzusuchen (Ich habe leider nur den MP3-Download, falls jemand den Vermerk bei der CD gefunden hat, bitte melden). Denn es wäre ohne Witz mein schlimmster Albtraum als jahrelanger ???-Fan, wäre diese Produktion vom Team hundertprozentig ernst gemeint. Das würde dem Ganzen auch das letzte Fünkchen Sinn nehmen, das ich hinter diesem Machwerk erkennen kann. Man kann einem André Minninger ja sehr viel vorwerfen, dass er als Skriptautor der letzten 140 regulären Hörspielfolgen ständig Actionszenen aus den Büchern nicht übernimmt, zu viele Laberszenen einbaut, zu wenig Atmosphäre kreiert, zu stümperhaft die Buchfassungen kürzt [...], aber die peinlichsten Produktionen mit den peinlichsten Aussetzern überhaupt, die kommen beide tatsächlich NICHT von ihm (diese hier und der Tornadojäger aus der ersten Planetariumsstaffel). Und darüber bin ich sehr, sehr glücklich.

Meine Deutungsebene für diese Folge sieht in etwa so aus: Die Herren Ivar Leon Menger und John Beckmann wollten endlich ein für alle Mal die ganzen „Nach den Klassikern waren alle Hörspiele doof“-Fans loswerden und haben sich dafür genau das passende Skript geschnappt. Ein ganz klassischer Fall (verschwundener Smaragd), ein Haufen total durchgeknallter Figuren (schrullig war ja Markenzeichen der Klassiker, manche Folgen leben sogar von solchen Figuren), ein bisschen Erschrecken der Detektive, um sie von Ermittlungen abzuhalten, was bei Justus natürlich genau das Gegenteil bewirkt und Ermittlungen von A nach B mit dem schön geordneten Besuch sämtlicher Verdächtiger, mal mehr als „Praktikanten“ oder „Journalisten“, mal ganz direkt als Detektive. All das wird hier so dermaßen auf die Spitze getrieben und/oder ins Lächerliche gezogen, dass jeder Nur-Klassiker-Fan unter Garantie nach dem Konsum dieser Folge mindestens ein paar Jahre lang keine Neuerscheinung aus Rocky Beach mehr anrühren wird.

Wenn das nicht der Fall ist und man hier tatsächlich eine ernstgemeinte Produktion abgeliefert hat, dann soll mir bitte jemand folgende Liste an Fragen, die sich mir mit dieser Annahme beim Hören des Hörspiels stellen, erklären (kein Anspruch auf Vollständigkeit):
- Liefern in einer Low-Budget-Filmproduktion alle Schauspieler ganz gezielt eine unglaublich unnatürliche Leistung ab, auch wenn sie es besser könnten, aber man halt zu wenig bezahlt bekommen hat?
- Ist das eure Definition von gruselig, wenn eine hohe Stimme ein paar halbgare Drohungen in zweieinhalb sich ständig wiederholenden Sätzen unter kaum wahrnehmbarer Musikuntermalung ins Mikro zischt?
- Wie konnte das „Wesen“ überhaupt in der Zentrale platziert werden, die doch seit Folge 125 aus genau jenem Schutzgrund wieder unter Schrott begraben ist?
- Warum findet man nicht einen nachvollziehbaren Grund für den ersten Museumsbesuch der drei Detektive und lässt diese Szene so random erscheinen? Es ist ja wirklich unfassbar überraschend, dass das Horrormuseum später nochmal wirklich eine Rolle spielt
- Wieso entpuppt sich Bob plötzlich als großer Horrorfan, der dieses Genre in Folge 182 nicht gerade gelobt hat, anstelle von Peter, der plötzlich Horrorfilme hasst, sie aber früher (Folge 34/170) noch toll fand?
- Wieso hat Justus urplötzlich eine Katzenhaarallergie? Die drei ??? hatten schon öfter mit Katzen zu tun und da war das nie Thema. Und wieso ist das Bob und Peter eigentlich so schnurzpiepe?
- Wieso wird Justus in seiner Maskerade am Ende nicht umgehend an seiner Stimme oder seiner fülligen Statur erkannt und kann sein Vorhaben so problemlos durchführen?
- Wie ist es möglich, einen Jungen, den man als Dreijährigen (!) letztmals gesehen hat - und das wohl nicht häufig - ein Dutzend Jahre später sofort wiederzuerkennen? Gerade als Schauspielerin trifft man in seinem Leben in so einem Zeitraum wohl Hunderte Leute
- Wieso kriegt man gleich einen völlig unauthentischen, völlig übertriebenen Heulkrampf, wenn man einen Gegenstand nicht wiederfindet, den man sowieso nie mochte und wieso bewahrt man den dann trotzdem noch Ewigkeiten auf und wieso tritt Peter mit „Vielleicht ja nur verlegt“ dann nochmal extra schön absichtlich in die Wunde rein, obwohl man das gar nicht müsste?
- Wieso wird Beweismaterial für ein Verbrechen (Filmrolle), das dem Verbrecher vorliegt, nur versteckt und nicht vernichtet? Das ergibt gar keinen Sinn und lässt sich auch mit verschiedenen Thesen, die man dazu aufstellen kann, nicht lückenlos und schlüssig klären
- Wieso druckt man so eine unglaublich auffällige Sprecherliste im Inlay ab und kaschiert da nichts?
- Wieso sollen die drei ??? schon sterben, obwohl sie noch gar nicht das erreicht haben, was sie erreichen sollten?

Am besten gefallen mir bei den Dialogen immer diese Füllsätze. Mittlerweile reicht es schon nicht mehr, nur so was wie „Ich klingel/klopfe mal“ zu sagen, wenn man genau das sowieso gleich darauf hört, sondern man muss Offensichtliches jetzt auch noch mit Sachen wie „Wenn der Projektor jetzt noch funktioniert, wissen wir gleich was drauf ist“ (Ach nee, echt?) und „Es funktioniert. Der Projektor wirft ein Bild an die Wand.“ kommentiert werden. Auch diese ziellosen Dialoge, wie zB als Justus Peter versucht zu erklären, warum er niemandem versprechen darf, dessen Unschuld zu beweisen, machen das Werk nicht gerade authentischer. Selten habe ich mich durch ein Hörspiel gekämpft, bei dem man so dermaßen häufig gespürt hat, dass die Sprecher allesamt schön gemütlich vor ihren Mikros im Studio sitzen und dass sie sich nicht gerade in der entsprechenden Situation befinden, die sie gerade spielen. Vielleicht war’s hier auch ne Persiflage auf das amerikanische Filmgeschäft und deshalb so gewollt skurril, aber wie dem auch sei, schön geht anders.

Trotzdem kann dem Hörspiel meinem Empfinden nach einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen. Es ist nicht sterbenslangweilig, es ist keine Einschlaftablette, es hat sogar eine durchaus interessante Grundidee und es hat mich doch an diversen Stellen zum Lachen gebracht (so zB die 1:1-Übernahme der Möwenszene aus dem Special „Fremder Freund“), also irgendwas wurde hier schon einigermaßen richtig gemacht. Trotzdem, obwohl vom Fall her nichts dagegen sprechen würde, fühlte es sich zu keinem Zeitpunkt wie eine reguläre DDF-Produktion an. Jetzt kann man natürlich damit kommen, dass wo Special draufsteht halt auch Special drin ist. Schon klar, aber ich hätte das gerne frühzeitig klar klassifiziert. Bei den Kurzgeschichten ist von Beginn an klar: Das ist eine Kurzgeschichte. Da sind dann auch mal Zeitreisen erlaubt oder die drei ??? verschaukeln sich selbst („Das schwarze Nest“), aber da ist dann auch die ganze Zeit klar, wie das gemeint ist und was sich dabei gedacht wurde. Hier ist es das nicht und genau das macht mir Angst. Ich weiß nur, dass ich absolut froh bin, dass „Der dreiäugige Totenkopf“ kein Hörspiel mit einer regulären Folgennummer ist, denn sonst wäre es tatsächlich definitiv meine letzte Folge gewesen und Herr Menger und Herr Beckmann hätten mein Interesse an den drei ??? restlos getötet.

Und da sich diese Folge keinem Genre eindeutig zuordnen lässt, kann ich auch nicht beurteilen, ob sie darin gut funktioniert und vergebe eine neutrale Mittelwertung. In ein paar Jahren wird man vielleicht sagen, die Folge sei so schlecht, dass sie fast schon wieder gut ist. Bitte verschont uns trotzdem in Zukunft von solchen ... Experimenten. Ich will auch weiterhin wissen, was genau ich mir da anhöre und mich nicht fragen müssen, ob ich irgendwo falsch abgebogen bin.

32) Mr. Murphy © schrieb am 22.02.2020 um 21:34:02 zur Folge und der dreiäugige Totenkopf: Die Verhörspielung des ersten Graphic Novel hat mir gut gefallen. Beim Thema "Die spoilernde Sprecherliste" fällt mir immer das Sprecherlisten-Desaster vom "verschollenen Pilot" ein... Mich hatte es seinerzeit nicht betroffen, da ich vor dem Hörspiel das Buch gelesen hatte.

31) Nestor notabilis © schrieb am 19.02.2020 um 17:43:52 zur Folge und der dreiäugige Totenkopf: @30 Okay, muss zugeben, ich hab nicht auf die offizielle Liste geschaut, bei mir stand sowas wie "Kind als Cotta" und "Kind als (weiß gerad nicht mehr, wie der Regisseur hieß)" - das war etwas blöd :D

30) Micro © schrieb am 19.02.2020 um 09:38:04 zur Folge und der dreiäugige Totenkopf: Na ja, was heißt gespoilert in diesem Fall... gerade wenn so etwas bei Stammsprechern passiert, weiß man doch gar nicht, wo man das einordnen soll. Das ist ja was anderes als wenn eine falsche Identität in der Liste nicht aufgeführt oder direkt verraten wird (ich erinnere mich an einen dicken Fauxpas bei Fünf Freunde 4 „als Retter in der Not“, als man in der Sprecherliste ernsthaft „Der falsche Mr. Brent“ als Rolle aufführte).

29) Max DoMania © schrieb am 19.02.2020 um 07:53:44 zur Folge und der dreiäugige Totenkopf: Na ja, dass die Sprecherlisten spoilern, ist ja nichts Ungewöhnliches, das musste damals ich mit dem Phantomsee erfahren...
Aber spätestens seitdem ich die Bücher vorher lese, ist das für mich sowieso kein so großes Problem mehr.

28) Nestor notabilis © schrieb am 18.02.2020 um 18:12:38 zur Folge und der dreiäugige Totenkopf: @27) Ja und wenn man aus Versehen vor dem Hören auf die Liste schaut, ist man schon deftig gespoilert... :D

 
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